Mazedonien hat nach Ansich von VP-Außenminister Michael Spindelegger "lange genug im Vorzimmer der EU gewartet". Das erklärte er am Dienstag nach einem gemeinsamen Treffen mit seinen mazedonischen und slowakischen Amtskollegen, Nikolai Poposki und Miroslav Lajcak in Skopje. Mazedonien ist seit 2005 Beitrittskandidat, allerdings ohne konkrete Verhandlungen. Diese werden bisher, aufgrund eines Konflikts mit Griechenland, blockiert. Spindelegger fordert eine Lösung des Namensstreits auf bilateraler Ebene.
Gemeinsam mit Lajcak werde er innerhalb der EU Lobbyingarbeit betreiben, um einen Start von Beitrittsverhandlungen noch dieses Jahr zu erreichen, so Spindelegger. Das Land könne auf das, was es erreicht habe, stolz sein, lobte der österreichische Außenminister. Weitere Fortschritte seien aber dennoch nötig.
Namensstreit mit Griechenland
Nach griechischer Interpretation impliziert der Landesname "Republik Mazedonien" einen territorialen Anspruch auf die nordgriechische Region Makedonien. Auch wenn Spindelegger die beiden Punkte separat behandeln will, müsse diese Frage bis zu einem Beitritt Mazedoniens geklärt sein. Dabei sollte Mazedonien auch aktiv einen Beitrag dazu leisten, erklärte Spindelegger.
Der mazedonische Außenminister Poposki gab sich gesprächsbereit und betonte, sein Land sei bereit mit jeder griechischen Regierung einen offenen Dialog zwecks Lösung aller Fragen zu führen. Am Namensstreit scheiterte bisher auch die von Mazedonien angestrebte Mitgliedschaft bei der NATO.
(APA)
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