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Berlusconi will "kein deutscheres Europa"

16.07.2012 | 09:22 |   (DiePresse.com)

Der frühere italienische Premier kritisiert die "übertrieben strenge deutsche Sparpolitik". Auch gegenüber dem Euro zeigte er sich skeptisch. Dieser habe die Wirtschaftsbilanz Deutschlands verbessert, die Italiens verschlechtert.

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Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi spricht sich gegen ein "deutscheres Europa" aus. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel werde in Italien "keineswegs" nur als Reizfigur wahrgenommen. "Wir kritisieren nur die übertrieben strenge Sparpolitik, weil wir denken, dass sie den Fortschritt hemmt. Wir wünschen uns ein europäischeres Deutschland, und kein 'deutscheres' Europa", sagte Berlusconi im Interview mit der "Bild"-Zeitung.

"Man spürt derzeit eine gewisse deutsche Vormachtstellung in Europa. Und gerade deshalb wünschen wir uns von Berlin eine weitblickende, solidarische und offene Europapolitik." Als Beispiel nannte er seinen Vorschlag, Tony Blair zum EU-Ratspräsidenten zu machen. "Mit ihm hätten die USA endlich gewusst, wen sie anrufen sollen, wenn es um die Position Europas geht. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben sich jedoch anders entschieden. Mit der offensichtlichen Absicht, die europäische Politik in den eigenen Händen zu behalten."

"Euro hat Italien geschadet"

Kritik übte er auch in Sachen Geldpolitik. "Mit dem Euro wurde die Wirtschaftsbilanz Deutschlands verbessert, die Italiens verschlechtert." Eine Rückkehr zu den Landeswährungen erscheint ihm trotzdem unwahrscheinlich. "Sie würde - was ja wohl niemand will - den Fehlschlag des historischen Projekts eines geeinten Europas bedeuten."

(APA)

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33 Kommentare
 
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Gast: gigi33
23.07.2012 11:08
0 0

Wem interressiert das Heute noch, was Berlusconi sagt?


Gast: FNC
17.07.2012 22:30
2 0

Wen der Euro die Bilanzen zu Gunsten Deutschlands verbessert hat, ...

...so soll sich Herr Berlusconi bei den Franzosen beschweren, die ja auf die Abschaffung der Deuteschen Mark pochten, damit Deutschland nicht zu stark werde.
So wie es aussieht, ist jedoch Deutschland unabhängig von der Währung stark und das aus gutem Grund. Darüber sollte Herr Berlusconi mal nachdenken. Vielleicht klingelts dann bei ihm. Und bei anderen auch: Was zählt ist Leistung und nicht auf Dauer alles skrupellos irgendwie auf Pump finanzieren.

Gast: zweivorzwölf
17.07.2012 15:17
4 0

Die beste Lösung

Berlusconi will "kein deutscheres Europa".

Und wir wollen kein europäerisches Deutschland.
Man kann nur hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht dem ganzen Spuk ein Ende setzt. Damit wäre Berluconi und auch uns geholfen und alle wären wieder zufrieden.

Viele Grüße aus (dem noch) Deutschland in (das noch) Österreich.

Antworten Gast: FNC
17.07.2012 22:22
4 0

Re: Die beste Lösung

Richtig.
Wir wollen nämlich umgekehrt auch kein italienischeres Europa, was ja soviel bedeuten würde wie noch mehr Schulden machen und darauf hoffen, dass die von irgendjemanden irgendwann irgendwie bezahlt werden, wenn ich Herrn Berlusconi richtig verstehe.
Aber dem alten Mann kann das ja auch wurscht sein, hat er doch ein riesiges Vermögen angehäuft und wird den Zorn der folgenden Generationen aufgrund seines jetzigen Alters nicht mehr ausgesetzt sein müssen.
Seine Ansichten sind daher total falsch und total verantwortungslos.

Gast: Gast:Hausverstand
17.07.2012 14:05
3 0

Bunga Bunga

Silvio, mit deiner Bunga-Bunga-"Politik" hast du aus Italien ein Bordell gemacht! Geh' schäm' dich!

und ich will kein italienisches suedtirol!

aber das interssiert die meisten vermutlich genausowenig wie die unqulifizierten meldungen, des korrupten bankrotteurs, der sein land durch falsche entscheidungen an den rande des ruins getrieben hat, und jetzt voller neid und hass auf deutschland blickt!

stai zitto, Silvio ! Hai tu rovinato tuo paese !


Gast: Enrico Protesi di Testicolare
16.07.2012 21:29
3 0

Berlusconi will "kein deutscheres Europa"

Angeblich möchte er es lieber Marokkanisch.

Gast: Hubertus
16.07.2012 20:34
5 0

Das verstehe ich

Ein deutscheres Europa würde bedeuten, daß zB berlusconi bald im " Häfen" sitzen würde. So ein Europa will er nicht. Er will ein europ. Deutschland, damit der deutsche Steuerzahler die zeche für die ital. Steuerhinterzieher und zahlreichen Minderleister bezahlt. Das stellen sich Italiener, Franzosen und Griechen unter europ. Solidarität vor: DerEuro- Norden zahlt und arbeitet, der Club Med inkl. Frankreich konsumiert und lebt wie der Gott in Frankreich. Ist stark vereinfacht. Natürlich gibt es auch im Süden Leute die wirklich arbeiten, es sind nur zuwenige, um die zahlreichen Schmarotzer in ihren Ländern mitzuschleppen. Daher soll der EuroNorden jetzt mitzahlen.

Gast: spiv
16.07.2012 20:12
0 2

kein deutsches Europa

ist schon zu spät. Das haben wir schon.

Antworten Gast: FNC
17.07.2012 22:25
3 0

Re: kein deutsches Europa

Das ist doch lächerlich: Da gibt ein Mann, der seine Firma Staat Italien gegen die Wand gefahren hat, dem Top-Unternehmen Deutschland, das gut und nachhaltig girtschaftet hat, "gute" Ratschläge. Das ist nicht nur lächerlich, sondern obendrein auch noch peinlich. Aber das scheinen Schuldenmacher auf Teufel komm raus nie zu bemerken.

Antworten Gast: Gast. denaro
17.07.2012 14:03
4 0

Re: kein deutsches Europa

Tja, wer zahlt, schafft an - und das mit gutem Recht. Beim ESM würden die anderen Seppln ganz schön blöd aus der Wäsche schauen, wenn D nicht brav mitmachen würde.

3 0

an den lieben berli

Und die eu will keine italenische verhältnisse

Gast: joseph
16.07.2012 16:59
6 0

mafia

und wir wollen kein mafioses europa.

2 0

Re: mafia

Wir haben es schon !!!

Man kann die Situation aendern...

Wenn Heide Klum Bundaskanzlerin waere, haette Berlusconi über Deutschland anders gesprochen!

Kommt sein italienischer "Charme" ...

... bei der (ost)deutschen Merkel offenbar nicht an?

Schon blöd, wenn eine Physikerin mit Spaghetti und Chianti nicht zu überzeugen ist. Andere Argumente fehlen leider.

Gast: Hans im Glück
16.07.2012 15:16
2 0

Gab es Unklarheiten bei der EUR-Einführung???


Berlusconi will "kein deutscheres Europa"

Haben wir ja eh nicht. Eher ein "italienischeres".

Zwar kann ich den bunga-bunga Mann nicht ausstehen

aber punkto Euro hat er recht, wir haben das Pferd von hinten aufgezäumt. Der Euro hätte nicht am Anfang einer Entwicklungsphase stehen sollen sondern gleichsam als Krönung am Ende! Die Konsequenzen dieser desaströsen Entscheidung können wir jetzt alle tragen.

Gast: pour le merite
16.07.2012 12:19
6 1

Ein weiteres Musterbeispiel, wie sehr die EU daneben gegangen ist.

Ob Politik, Währung, Wirtschaft oder Moral.

Streitereien ohne Ende!

Wie zufrieden doch die Völker Europas waren, als jedes für sich verantwortlich war und nach seiner Facon glücklich werden durfte.

....bis dann eben ein paar völlig ahnungslose und bildungsresistente Bilderberger-Idioten in ihrem unermesslichen Leichtsinn, Naivität und Bösartigkeit daran gingen, Zwietracht zu säen und Europa zu zerstören.....

Gast: der_mann
16.07.2012 12:17
4 0

und der rest von europa...

kein italienischeres europa!

Berlusconi will "kein deutscheres Europa" ?

Kein Problem.

Wenn er sich bereit erklärt im Gegenzug künftig auch auf deutsches Geld zu verzichten - bitte sehr.

Aber soweit wird der Patriotismus dann wohl doch nicht gehen ...

Re: Berlusconi will "kein deutscheres Europa" ?

aber genau das ist ja das Problem, wer, wem wieviel bezahlt. Das wird immer ein ewiger Streitpunkt bleiben, der uns nicht einen sondern auseinanderdividieren wird! Deshalb ja zu Europa aber nein zum Euro!

Antworten Antworten Gast: retourzumsender
16.07.2012 16:52
1 0

Re: Re: Berlusconi will "kein deutscheres Europa" ?

wenn die europäischen länder so miteinander verschmolzen sind, dass es wirklich ein europa gibt, ist diese frage irrelevant.

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Re: Re: Re: Berlusconi will "kein deutscheres Europa" ?

Kennen Sie die Denkungsweise der Menschen so schlecht?
Das funktioniert nicht! Das hat schon in der UdSSR nicht funktioniert. Da hat man auch jede Menge Völker in "brüderlicher Gemeinsamkeit" gegen den bösen Kapitalismus antreten lassen wollen, es hat nicht geklappt!
Das funktioniert in US genausowenig. Dort wurde durch ein kapitalistisches System und ein Land mit immensen Bodenschätzen (die allerdings jetzt aufgebraucht sind) der Konflikt hinausgezögert, aber latent ist der immer da und wird wahrscheinlich, wenn die Armut dort weiter steigt, auch akut werden. Ich kann mich noch gut an eine Straße in Los Angeles erinnern, auf der einen Seite Vietnamesen auf der anderen Seite Afrikaner. Das war wie eine unsichtbare, aber dennoch unüberwindliche Grenze.

 
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