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Österreich bereitet sich auf syrische Flüchtlingswelle vor

23.07.2012 | 16:37 |   (DiePresse.com)

Mikl-Leitner fordert erneut Kasernen zur Versorgung. Darabos wirft sie "Geschäftemacherei am Rücken der Flüchtlinge" vor. Auch die EU rüstet sich.

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Österreich stellt sich auf einen Flüchtlingsstrom aus Syrien ein. "Wir müssen der völkerrechtlichen Verpflichtung nachkommen", betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gegenüber dem "Kurier". Im Vergleich zum Jahr 2011 sei die Zahl syrischer Asylwerber in Österreich um 144 Prozent auf 368 Personen gestiegen, berichtete die Ministerin. "Mehr als 80 Prozent wurden anerkannt."

Mikl-Leitner bekräftigte vor diesem Hintergrund auch ihre Forderung an Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), Kasernen für die Versorgung von Flüchtlingen zu öffnen. Zur kolportierten Ablehnung ihres Ministerkollegen, von der sie aus den Medien erfahren habe, sagte die ÖVP-Politikerin: "Sie ist sehr zynisch und grenzt an Geschäftemacherei auf dem Rücken der Flüchtlinge." Sie wolle beim Ministerrat am Dienstag dazu das Gespräch mit Darabos oder Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) suchen.

Die Ministerin betonte, dass Österreich in Flüchtlingsfragen innerhalb der Europäischen Union bereits "sehr belastet" sei. "Sieben EU-Staaten, darunter Österreich, betreuen mehr als 80 Prozent der Asylwerber. Ich appelliere an andere Flüchtlinge aufzunehmen." Zu Evakuierungsplänen für Österreicher in Syrien meinte Mikl-Leitner, es lebten derzeit 180 bis 200 Auslandsösterreicher in dem arabischen Land. "Anfragen für eine Ausreise haben zugenommen", so Mikl-Leitner.

Eine Insel als Notfallquartier

Auch die Europäische Union bereitet sich auf einen Flüchtlingsansturm vor. Wenn die Menschen in den Nachbarländern nicht ausreichend Hilfe fänden, würden sie weiterziehen, sagte die zypriotische Innenministerin Eleni Mavrou beim Treffen der EU-Innenminister am Montag in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia. Rund 200.000 Europäer, Amerikaner und andere Drittstaatler sollen im Notfall nach Zypern in Sicherheit gebracht werden. So viele Menschen müssten ihre Gastländer Syrien und Libanon bei einer weiteren Verschärfung der Lage wohl verlassen.

Dann könnten die Evakuierten auf Zypern für mindestens 48 Stunden ein Dach über dem Kopf und Versorgung finden. "Die Vorbereitungen dafür sind abgeschlossen", sagte Ministerin Mavrou. "Wir haben schon festgelegt, wo wir die Evakuierten unterbringen werden." Mehrere EU-Regierungen hätten inzwischen Experten nach Nikosia geschickt, um die Betreuung ihrer Landsleute zu organisieren. Österreich wird bei dem Treffen durch Wilhelm Sandrisser, Leiter der Abteilung Sicherheitspolitik, Internationales und EU des Innenministeriums vertreten.

Der kleine Inselstaat Zypern, der derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, liegt im Mittelmeer vor der Haustür Syriens. Die Hafenstadt Famagusta ist nur etwa 170 Kilometer von Syrien entfernt. Flüchtlinge könnten aber auch über die Türkei und der international nicht anerkannten "Türkische Republik Nordzypern" über die lange grüne Grenze in den Süden gelangen.

Mavrou warnte, dass die EU bald handeln müsse: "Derzeit spüren wir den Druck noch nicht, die Menschen fliehen in die Nachbarländer." Aber wenn die Lage sich dort verschlimmere, würden sie weiterziehen: "Es geht schließlich um ihr Überleben, wir können das nicht ignorieren."

Seit Ausbruch des Konflikts vor beinahe 17 Monaten registrierten die EU-Länder laut Statistikamt Eurostat 12.000 Asylbewerber syrischer Herkunft.

"Können Belastung nicht alleine tragen"

Zypern, das jüngst Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds beantragt hat, sieht sich im Fall einer Flüchtlingswelle überfordert und verlangt von anderen Ländern Hilfe: "Unsere Partner in der EU müssen verstehen, dass wir ein zu kleines Land sind, um eine solche Belastung alleine zu tragen", klagte die Ministerin.

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20 Kommentare

Gast: Bank12
08.08.2012 07:27
2 0

wo bleibt die arabische Solidarität

es gibt genug reiche arabische Nachbarländer in denen nur Brüder wohnen und ein passendes Gesellschaftsmodell vorliegt.

Antworten Gast: biersauer
15.08.2012 09:51
0 0

Re: wo bleibt die arabische Solidarität

..die sind mit dem Einschleusen von Islamisten nach Syrien beschäftigt!

Gast: globetrotterneu
25.07.2012 15:12
2 0

ein feiertag für die spö

häupl und die spö werden sich freuen neue wähler für die spö braucht das land.

Gast: willi wuff
24.07.2012 16:08
3 0

Weshalb

kommen immer diejenigen nach Österreich, die man für nichts gebrauchen kann? Die ausgebildeten guten gehen nach D oder S etc.
Geht schon seit '56 so.

Gast: hk1190
24.07.2012 13:46
5 0

Wo sind ...

... die arabischen Bruderstaaten, die den Flüchtlingen beistehen könnten - insbesondere die erdölreichen Länder??? Dort wären die Flüchtlinge wenigstens in einer kulturell entsprechenden Umgebung. Nein! Europa muß sich seiner zweifelhaften Verantwortung stellen und seine kargen Steuermittel dafür zur Verfügung stellen. Denn eines ist klar: die arabischen Bruderstaaten werden sicher nicht den Sozialaufwand treiben, den wir treiben!
Ich freue mich, unter so vielen Gutmenschen zu leben.
Ich verstehe auch, warum angeblich so viel "schwarz" kassiert wird.

Gast: Pro
24.07.2012 08:25
7 0

Mikl Leitner appelliert an andere ...

Glaubt die im Ernst, dass andere Länder Lust haben, sich per Asyl Kosten, Kriminalität und Armut zu importieren wie Österreich?

die armen asylanten


Ohne Geld für Schlepper keine Flucht möglich

Was ich bedenklich finde, ist dass man ohne sich einen Schlepper leisten zu können (was die wenigsten "echten" Flüchtlinge können - Kostenpunkt bis Griechenland ca. 4000€, weiter in die EU nocheinmal so viel), gar nicht nach Europa gelangt, weil die Grenzen hermetisch abgesichert sind. Ansonsten wären wohl weit mehr als 400 Syrer nach Österreich gekommen. Es müsste ein Resettlement-Programm vor Ort bzw in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern etabliert werden, um den Menschen effektiv zu helfen.

Gast: E.T.
23.07.2012 17:48
2 3

Flüchtlingen sollten wir unbedingt helfen

Im Gegensatz zu den bisherigen Meldungen, vertrete ich die Ansicht, das es unsere Pflicht und humanitär notwendig ist, Flüchtlinge aufzunehmen.
Diese sollten bestmöglich versorgt werden, aber auf jeden Fall sollte sichergestellt werden, dass diese, sollten sie im Land bleiben wollen, die österreichischen Gesetze achten und Sitten akzeptieren.
Es sollten den Personen auf jeden Fall klar gemacht werden, dass Sie Schutz bekommen, so lange notwendig, zur Ansiedlung aber keine Sonderwürste für irgendwelche Religionen oder Ethnien gebraten werden. Es steht diesen Personen sonst jederzeit frei, das Land wieder zu verlassen.

Antworten Gast: levante
24.07.2012 17:40
2 0

Re: Flüchtlingen sollten wir unbedingt helfen

Es ist weder unsere Pflicht noch gibt es eine humanitäre Not. Die Leute sind in den Nachbaarstaaten bestens versorgt. Und sie setzen ja voraus, dass diese Leute hier bleiben, weil da verlässt keiner mehr unser Land. Wo sonst kann man ohne zu Arbeiten so gut leben wie hier. Und zu Hause ist man froh, dass man sie los ist, weil man sie auch dort zu nichts brauchen konnte. Also, Grenzen dicht !

Antworten Gast: Novaris
23.07.2012 19:49
6 0

Re: Flüchtlingen sollten wir unbedingt helfen

Es ist Ihnen insoweit zuzustimmen, dass insbesondere syrische Christen, die unter den Islamisten besonders leiden, aufgenommen werden.
Die muslimischen Syrer sind bei ihren Brüdern in den reichen Ölstaaten besser aufgehoben und haben dort auch keine Akzeptanzprobleme.
Ganz am Rande sei angemerkt, dass es sich bei dem Flüchlingsproblem nicht um einige Tausend Flüchtlinge handelt sondern um mögliche mehrere Hunderttausend, die bei einer absehbaren militärischen Konfrontation mit dem Iran auf einige Millionen anschwellen können.
In der Pflicht sind :
Der Nahe Osten, die arabischen Ölstaaten -
Europa -
die USA -
Kanada -

Gast: Novaris
23.07.2012 17:33
6 0

Flüchtlingsunterkünfte in Dubai

Die Lage der Syrien-Flüchtlinge ist sicherlich sehr angespannt, aber bevor die EU die ohnehin zum Zerreissen angespannte finanzielle Situation der Länder ohne Not weiter verschärft sollten die Brüder im Nahen Osten, die über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, in die Pflicht genommen werden.
Wenn da mal lumpige 100 Millionen EURO von einem Ölstaat gespendet werden ist das einfach zu wenig, wenn an anderer Stelle Milliardenprojekte in den Wüstensand gesetzt werden.
Es gibt z.B. in Dubai genügend komfortablen Wohnraum, in dem Flüchtlinge untergebracht werden können.

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Re: Flüchtlingsunterkünfte in Dubai

@Es gibt z.B. in Dubai genügend komfortablen Wohnraum, in dem Flüchtlinge untergebracht werden können.

Die VAE sind doch klug ,die wissen schon warum einer ohne Arbeitseinkommen einer Ausreisepflicht nachkommen muß.

Re: Flüchtlingsunterkünfte in Dubai

Wie wahr. Der böse, ungläubige Westen ist immer gut genug für Flüchtlingsaufnahme und Spendenhergabe. Die Ölreichen waren ja auch beim Tsunami 2004 sehr zurückhaltend, als es um die Hilfen für die Glaubensbrüder in zb Indonesien ging. Dennoch sollte geplagten Menschen geholfen werden - nur Daueraufenthalt ist einfach nicht mehr möglich.

Gast: werbistdu
23.07.2012 16:54
3 7

schickt die Flüchtlinge

...nach Russland, die sind mitschuld an dieser Eskalation.
Oder sind es den Russen noch immer zu wenige Tote?

Gast: mietinteressent
23.07.2012 14:35
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Europa bereitet sich auf Flüchtlingsstrom aus Syrien vor

Michael Häupls SPÖVP hat bei der Staatsdruckerei bereits 200.000 österreichische Pässe bestellt.

Die zusätzlichen Subventionsanträge für die linken NGOs (Vorfeld der SPÖVP) werden heute ausgearbeitet und morgen im Gemeinderat durchgewunken.

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Re: Europa bereitet sich auf Flüchtlingsstrom aus Syrien vor

Sie haben vergessen auch Staatsbürgerschafts Urkunden wurden im selben Ausmaß geordert.
Schließlich sind 2013 Wahlen.
Herein spaziert ins Schlaraffenland.
Für die tüchtigen im Lande welche die Steuerlast schleppen wird es auch Zeit sich eine Neue Heimat zu suchen.

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Behaltet eure Flüchtlinge.

Den Krieg habe auch ihr angezettelt. In Europa ist also maximal Brüssel für die Aufnahme von Flüchtingen heranzuziehen. Ohne Weiterleitung in andere Länder.

Re: Behaltet eure Flüchtlinge.

etwas wirr, deine Aussagen. Wer hat den Krieg in Syrien angezettel? Schon wieder eine neue Verschwörung, die die Ewiggestrigen gefunden haben!