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Bericht: Türkei verabschiedet sich von EU-Beitritt

01.08.2012 | 17:03 |   (DiePresse.com)

Ankara glaubt aber, dass eine Visafreheit funktionieren würde. 85 Prozent der Türken würden ohnehin nicht in Europa leben wollen, sagt EU-Minister Bagis.

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Die Türkei schlage in Sachen EU pragmatische Töne an und "verabschiedet sich vom EU-Beitritt". Das schreibt die der türkischen Regierung nahe stehende Zeitung "Zaman" in ihrer Österreich-Ausgabe. Eine künftige Visafreiheit für türkische Bürgerinnen und Bürger innerhalb der Europäischen Union würde nach Meinung Ankaras aber gut funktionieren. Der Grund: Türken würden gar nicht mehr in der EU leben wollen.

Laut dem türkischen EU-Minister Egemen Bagis hätten sich die Ambitionen seiner Landsleute hinsichtlich eines Aufenthaltes in Europa grundlegend geändert. Mittlerweile würden sie in europäische Hauptstädte reisen, um ihr Geld dort in Geschäften und Hotels auszugeben.

Gerne in Europa? "85 Prozent sagen Nein"

Früher, so der Minister, wäre der Reisegrund ein völlig anderer gewesen: "Wurden Türken in der Vergangenheit danach gefragt, ob sie gerne in Europa leben würden, hätten 80 Prozent mit Ja geantwortet. Heute sagen 85 Prozent Nein." Der Grund liegt für Bagis auf der Hand: Mittlerweile würden sich seine Bürgerinnen und Bürger in der Heimat bessere Chancen ausrechnen - vor allem auf dem Arbeitsmarkt.

Um den "Richtungswechsel" zu verdeutlichen, führte der EU-Minister auch einige Zahlen an. So seien im Jahr 2010 27.000 Türken nach Deutschland ausgewandert. Auf der anderen Seite gab es jedoch 35.000 Deutsche, die in die Türkei zogen. Und dieser Trend könne sich sogar noch deutlicher ausprägen. Bagis wies darauf hin, dass "viele der 5,5 Millionen in Europa lebenden Türken in Betracht ziehen, in die Türkei zu gehen, um dort ein besseres Leben für sich und ihre Kinder zu haben".

"Die Entwicklungen, die der türkische Minister beschreibt, kommen nicht von ungefähr", schreibt "Zaman". Während die Eurozone von einer Krise zur nächsten zu schlittern scheine, galoppiere das türkische Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt nach oben. In Regionen wie Ankara oder Istanbul sei man bereits auf Augenhöhe mit Griechenland, Teilen Spaniens und Großbritanniens sowie den ehemaligen kommunistischen EU-Ländern. Ganz anders sehe es jedoch in den ländlichen Regionen der Türkei aus. Hier lebten gut zehn Prozent der Bevölkerung von weniger als umgerechnet fünf Dollar pro Tag.

"Humane" Haftanstalten und "neue Zäune"

Als Gegenleistung für eine im Raum stehende Visafreiheit muss die Türkei ein so genanntes Rückübernahmeabkommen umsetzen. So soll der Migrantenstrom aus so entlegenen Ländern wie China und Pakistan in die EU gestoppt werden, die die Türkei bisher als Transitland genutzt haben. Wie Bagis dazu erklärte, plane die Türkei eine gut 50.000 Mann starke zivile Grenzpolizei einzurichten, daneben solle es "humane" Haftanstalten, aber auch "neue Zäune" geben.

Derzeit würden von den türkischen Behörden etwa 70.000 Personen pro Jahr gefasst, die über die Türkei nach Griechenland oder Bulgarien gelangen wollten. Diese Zahl könne sich leicht verdoppeln oder gar verdreifachen, bevor die neuen Maßnahmen überhaupt installiert seien, warnte Bagis. Derzeit befänden sich zudem etwa 30.000 syrische Flüchtlinge in acht türkischen Camps im Südosten des Landes. Dort würden bereits Armee und Gendarmerie für Ruhe sorgen und sicherstellen, dass keine Waffen hinein gelangten.

(APA)

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117 Kommentare

Gast: fromAhmet
02.08.2012 19:29
1 0

08.06.2011 | 15:30 | (DiePresse.com) Der türkische Premier rechnet fest mit seiner Wiederwahl. In seiner nächsten Amtszeit soll ein eigenes Ministerium den angepeilten EU-Beitritt realisieren.


Gast: ROTFRONT
02.08.2012 19:05
11 0

Wenn mir einer den EU-Beitritt anbieten würde, dann würde ich ihn wegen gefährlicher Drohung anzeigen!

Wer will schon freiwillig in die Bankrottunion?

Antworten Gast: Neue Weiße Armee
02.08.2012 21:47
2 1

Re: Wenn mir einer den EU-Beitritt anbieten würde, dann würde ich ihn wegen gefährlicher Drohung anzeigen!

Na immer noch besser als an die ewiggestrige Rotfront!

Ich glaube fast !

Das die Türkei noch viele überraschen wird.
Wir haben lange genug am Bahnhof Europa auf mitfahrende gewartet,nun ist der Zug abgefahren.
Die Musikgruppe Kraftwerk hat vor ungefähr 20 Jahren das mit dem
Europa Express so beschrieben-Europa endlos !
Damals hatte ich auch die Vorstellung das es einmal einen Superzug geben wird der zum Beispiel Berlin mit Istanbul verbinden
könnte,doch die Visionen die ich damals hatte enden heute am Bahnhof Hass ! Es ist für mich unvorstellbar wieviel Hass die Menschen in Europa mit sich tragen,insbesondere gegen uns Türken. (doch Schaden sie uns Türken damit,oder sich selber !?)


Antworten Gast: Thorsten Tragelehn
02.08.2012 20:15
2 1

Re: Ich glaube fast !

Wass Sie als Hass empfinden, ist die Liebe der Europäer zu Ihren eigenen Völkern, weil Sie diese und Ihre Kultur erhalten möchten. Diese wissen sehr genau, wer zu Ihnen passt und wer nicht. Warum hasst die Türkei Ihre eigenen Landsleute, und will Sie nicht durch Rückkehrerprogramme heimholen? Warum hassen so viele in Europa lebende Türken die Türkei, und wollen dort nicht leben? Und für die ganzen türkischen Nationalisten, welche in Europa leben, würde es die Höchststrafe bedeuten, wenn Sie in Ihrer achso geliebten Türkei leben müssten.

Re: Re: Ich glaube fast !

Ich weis zufällig das sogar Vorarlberg und die dort gelebte Kultur,nichts mit der Anschauung der allermeisten Wiener zu tun hat.
Also hören Sie auf mir von einer gesamt europäischen Kultur zu erzählen ! Die Türkei war und ist schon immer im geschehen von Europa auch kulturell involviert.
Die liebe von der Sie sprechen,wo war sie als Deutschland den Krieg gegen Polen eröffnete !?
Der 30 jährige der 100 jährige Krieg etc. alles liebes Kriege ?
Kulturell gesehen haben wen Sie so wollen Südeuropa mit den Skandinavischen Ländern was gemeinsam ?
Sie und ihresgleichen sind das eigentliche Problem,kleiner Horizont und große Klappe.


Antworten Antworten Antworten Gast: gast45
06.08.2012 21:57
0 0

Re: Re: Re: Ich glaube fast !

weil sie sich mit geschichte doch so gut auskennen ....
8 österreichische türkenkriege
8 venezianische türkenkriege
4 polnische türkenkriege
11 russische türkenkriege

oder sind sie doch nicht so gebildet, wie sie vorgeben zu sein, und das ist ihnen neu ? :-)

Antworten Antworten Antworten Gast: EAV
03.08.2012 17:22
1 0

Re: Re: Re: Ich glaube fast !

Bravo! Absolut korrekt. Aber das behirnen diese kleingeistigen Nabelgucker nie, die sich nur wohl fühlen unter ihresgleichen und Angst haben vor allem Fremden. Im Prinzip arme Leute.

Gast: E.T.
02.08.2012 17:42
2 3

Türkei ist clever

Natürlich will die Türkei nicht die Probleme der EU.

Die Türkei ist klug genug, erstens die EU sowieso zu unterwandern und Sonderverträge auszuhandeln. Also sie holen sich die Rosinen - die Pflichten dazu übernehmen Sie nicht.

Bravo Türkei - nur Europa ist wieder blind und sieht nicht was da gespielt wird.

Gast: derki
02.08.2012 16:21
5 0

Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer


Und viele Wirtschaftsexperten sehen die Türkei bis 2023 (100. Gründungsjahr der Republik Türkei) bereits unter den TOP 10 der WELT.

In Istanbul laufen derzeit Mega-Bau-Projekte mit vielen Investitionen in Milliarden Höhe. Auch im Land laufen zahlreiche Mega-Projekte: Neue Kraftwerke, neue Piplines, neue Grossfabriken, neue Einkaufszentren, Erweiterungen des Schienennetzes, Luxus-Hotels und Ferienanlagen und und und...

Europa und die Türkei gehören zusammen, und das seit Jahrhunderten.

Im Juni verbaschiedeten über 16 EU-Länder eine Deklaration, wo die Partnerschaft mit der Türkei in den heutigen Tagen (globalen Entwicklungen, Nah-Ost-Krisen, Wirtschaftskriesen der Welt, Geostrategische Wichtigkeit der Türkei für die Welt usw) viel wichtiger geworden ist als es bislang auch war.

So sieht die wahre Politik in der EU aus, und nicht aus den bekannten unsinnigen Kommentaren hier.

1 2

Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer

Diesen Mega-Bauboom gab es bis vor kurzem auch in Griechenland, Spanien oder Irland. Bis dann die Blase platzte...

Strukturell ist vor allem der riesige asiatische Teil der Türkei jedenfalls auch nicht besser wie das marode Griechenland.

Antworten Antworten Gast: benim
03.08.2012 17:13
1 0

Re: Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer


Du kannst aber mit Sicherheit nicht das relativ kleine Griechenland (ganz Griechenland hat nicht mal so viele Einwohner wie die Weltstadt Istanbul!) mit der grossen, produktiven Leistung der Türkei vergleichen. Zumal die Türkei nicht ein in-sich-verschlossenes Land ist, sondern mit der ganzen Welt wirtschaftliche Beziehungen pflegt (Europa, Aisen, Nah-Ost, USA, Kaukasus, Russland, China/Japan, Latein-Amerika).

Zypern ist nicht auf dem europäischen Kontinent, aber trotzdem in der EU (unjd auch bankrott wie Griechenland). Das Territorium der Türkei ist jedoch auch auf dem europäischen Kontinent existent.

Ist aber eh wurscht, die alten Zeiten wie vor 20 oder 30 Jahren sind längst vorbei, die alten Politiker aus dem 2.Weltkrieg sind längst weg und die Welt rückt näher (auch Dank des www).

Ein Blick auf den Globus oder eine Weltkarte sagt: Die Türkei und die EU gehören zusammen. Das ist unübersehbar. Zudem ist die Türkei seit Jahrhunderten westlich orientiert mit einer westlichen Demokratie und hat auch europäische Geschichte geschrieben.

Fakten, die existieren.

Antworten Gast: E.T.
02.08.2012 17:45
2 3

Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer

Ich nehme an Sie sind türkischer Herkunft.
Ich muss Ihnen Recht geben, die Türkei wird immer wichtiger, ist ein tolles Land.

Negativ ist leider die Rückbesinnung zu Religion über Staat. Aber das ist natürlich nur meine persönlich Meinung.

Antworten Antworten Gast: Derki
02.08.2012 19:19
3 1

Re: Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer


Die Türkei ist und wird für immer ein laizistischer Staat bleiben, den Atatürk gegründet hat.

Staat und Religion werden in der Türkei strikt getrennt. Die Türkei ist auch eine parlamentarische Demokratie. Dort ist die Religion in keinem Fall verankert. Und kein Mensch beschwert sich darüber oder will es gar ändern.

Gerade die Türkei (mit seiner laizistischen Staatsform) bietet allen Weltreligionen Toleranz zur eigenen Religion. Jeder kann in der Türkei entweder zur Moschee, zur Kirche oder auch in die Syngagoge gehen. Und das nicht nur seit ein paar Jahren, sondern seit Jahrhunderten. Auf diesen Grundprinzipien war das alte Türkisch-Osmanische Reich aufgebaut. Nur so konnte ein Weltreich mit über 30 Völkern auf drei Kontinenten Jahrhunderte bestehen.

Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer

Aber einige Wermutstropfen sollten Sie in Ihrer Jubelmeldung nicht übersehen. Das ganze Investitionsprogramm ist um einiges zu optimistisch ausgefallen. Das sage nicht ich, das sagte der Chef der Türkischen Nationalbank und das sagen auch Leute des Wirtschaftsministeriums. Durch die drastische Abwertung der Lira werden die Importe, die für dieses Mammutprogramm nötig sind, um einiges teurer als ursprünglich geplant. Auch werden Regionen in unterentwickelten Landesteilen nicht so gefördert wie dringend nötig. Dazu kommt, dass trotz des enormen Unterfangens die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren noch immer bei 35% liegt. Die EU ist in einer Krise, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, doch bedenken Sie, dass bisher von der EU viel Geld in die Türkei floss und die Türkei von diesem Geld auch profitierte. Nun allerdings sieht es nicht mehr so gut aus und das viele Geld wird auch nicht mehr so munter fließen wie bisher. Das wird die Türkei natürlich spüren. Warten wir also ab, ob und wie die Türkei diese Mammutprojekte realisieren wird. Es könnte spannend werden.

Antworten Antworten Gast: derki
02.08.2012 19:08
3 2

Re: Re: Die Türkei ist jetzt schon eines der 20 weltweit besten Wirtschaftsländer


Sie sollten aber nicht vergessen, Pilatus, dass das bankrotte Griechenland in den letzten drei Jahren bis einschliesslich heute rund 500 Milliarden € Hilfe (=Geschenke) erhalten hat. Aber die Griechen wollen nicht sparen, sie können es nicht. Die IWF klagt, die Griechen sollen gerade mal einen Bruchteil der Sparmaßnahmen durchgestezt haben. Sie halten die EU halt für einen Geld-Esel ohne Ende. Deutsche Politiker fordern längst einen überfälligen Austritt.

Die Türkei hat als EU-Beitrittskandidat nur einen Bruchteil von dem bekommen, was z.B. der Nachbar Griechenland bekommen hat.

Nun, wir könnten jetzt auch zahlreiche Defizite von anderen EU-Ländern wie z.B. Bulgarien, Rumänien, Polen oder Ungarn ansprechen, die auch die Türkei hat.

Nur gibts da Unterschiede: Die Wirtschaft in der Türkei boomt deutlich höher. Die USA haben in Europa nur die Türkei in diesem Jahr im Visir, wo sie in sehr grossem Umfang investieren wollen (so die USA in diesem Frühling). Die Reichen Scheichs aus den Ölländern haben ebenfalls riesiges vor in der Türkei. Die Liste ist sehr lang und vorallem: Sie haben Vertrauen zur Türkei, sonst würden sie nicht investieren.

Zudem ist das Türkische Volk sehr jung. So ist der Altersdurchschnitt der Türkei doppelt so niedrig wie die in Deutschland. Also ein junges, weltoffenes und gebildetes Volk. Und dieses junge Volk ist die Türkei von morgen. Europa und die Türkei sind zwar sehr lange verlobt (1963), aber auch die Heirat wird noch zu 100% kommen.

Naja, aber die haben doch 75 Mio. Einwohner...

...da wollten also "nur" 12 Mio. in Europa leben? Wären auch um 12 Mio. zu viele.

Gast: Dörem Kükuruz
02.08.2012 14:31
6 0

Glaub ich nicht

Wenn das nur wahr wäre! 85 Prozent der Türken wollen angeblich lieber in der Türkei leben? Oder gar heimkehren? - Na dann, nur zu!
Sehe ich mich jedoch in Europa um, habe ich den Eindruck, das genaue Gegenteil ist der Fall. Ich denke, wir werden noch viele Moscheen in Europa errichten.

Re: Glaub ich nicht

Minarette neben dem Stephansdom wie neben der Hagia Sophia??? Eine Horrorvision.

Neben der Hagia Sophia?

Sie vergessen: im Jahre 1453 wurden durch die Osmanen christliche Insignien, Inneneinrichtung, Dekorationen und Glocken der Hagia Sophia entfernt. Als Hauptmoschee der Osmanen adaptiert...und heute ein Museum. Vielleicht bald wieder Moschee?

- der Beitritt

hat sich erledigt.......die Türkei ist inzwischen in Europa die führende Macht. Glauben werdet Iht das erst wenn Ihres zu spühren bekommt!

Antworten Gast: Gasti
06.08.2012 23:25
0 0

Re: - der Beitritt

Viele Türken machen den Fehler den Boom mit eigener Weltmachtstellung zu verwechseln.
Im Endeffekt ist die Türkei längst auf dem deutschen Pfad, nämlich ein Bettvorleger mit grossem Maul zu werden, wie in der aktuellen Syrienkrise gut zu beobachtem ist.
Das ist der Preis, wenn man mit aller Welt Handel treiben will, da will man keinen potentiellen Kunden vergraulen.
Die Amis wissen schon warum sie auf die Türkei schauen und nicht nach Europa, da ist das Weltmachtspotential sehr viel geringer als bei der EU.

Re: - der Beitritt

Wie bitte? "...die Türkei ist inzwischen in Europa die führende Macht". ? Anscheindend sind Sie Türke und voller Nationalstolz. Der sei Ihnen nicht genommen, ist aber hier fehl am Platz. Außerdem dürfte Volkswirtschaft nicht unbedingt Ihr Fach sein. Recherchieren Sie doch bitte richtig, bevor Sie solche Unwahrheiten schreiben.

Gast: alsonaecht
02.08.2012 13:48
3 1

die

schönste und wichtigste meldung des ganzen sommers und nur 10 minuten auf der titelseite na also echt

Gast: Gesichtschirurg
02.08.2012 11:01
2 2

Den komplexgeplagten Dauernörglern passt es sowieso nie

- Wenn die Türkei sich als assoziiertes Mitglied bewirbt werden wirtschaftliche und demokratische Defizite angebracht, ohne vor der eigenen Tür zu kehren.

- Wenn die wirtschaftlich und demokratisch stabilisierte Türkei das Interesse am Greisenclub verliert ist man beleidigt.

Egal, Berichte dieser Art interessieren seit Jahren niemanden mehr in der Türkei.

Antworten Gast: schlÄchter
02.08.2012 18:04
0 0

Re: Den komplexgeplagten Dauernörglern passt es sowieso nie

sg gesichtschirurg!
bisher streng westl. ausgerichtete bevölkerungsteile in der türkei sind verschnupft, die islm. gepräcgten volksmehrheit versteht sich in ihrer isl. tradition ohnehin wohler und hätte angst als einziges islm. mitglied im christenclub europa vor einem identitätsverklust (mmn berechtigt) - zugegeben war die hinhalte- und heuchleriche verhandlungspolitik der EU alles andere als geschickt und ehrlich.
aber beleidigt sind die europäer im gegensatz zum erwähnten bev.teil der türkei nicht. eine partnerschaft nicht als mitglied sondern auf gleicher ebene (wie russland - einen beitritt diese ebenfalls kulturell von europa zu verschiedenenriesenlandes erwägt ja auch kein vernünftiger) ist mmn der richtige weg für alle beteiligten für ein gedeihliches nebeneinander. hoffen wir darauf und freuen wir uns gemeinsam über den (derzeitigen) türkischen aufschwung. hier ist ein türlkischer stolz ja durchaus berechtigt und ziehe ich auch meinen hut.

im übrigen bezieht sich obiger artikel auf einen bericht der tükischen zeitung zaman, also scheint sehrwohl ein interesse gegeben zu sein.

mfg
s.


Re: Re: Den komplexgeplagten Dauernörglern passt es sowieso nie

Bin ganz ihrer Meinung,nebeneinander ist für die Türkei jetzt sicher die bessere Option.
Die Menschen in der Türkei haben sich Europa immer an der Realität vorbei vorgestellt,jedesmal wen ich in die Heimat meines Herzens fuhr habe ich versucht den Leuten klarzumachen,welch Glück sie haben in so einem schönen Land wie es die Türkei ist zu leben,und das Europa keinem etwas schenkt,das wir auslandstürken
kein gutes leben haben,jedoch wollten viele das nicht Glauben !
Endlich konnte ich jetzt meinen Traum wahrmachen,und in das Land ziehen aus dem meine Eltern Kommen.
Leider haben mich die österreichischen Behörden wieder nach Wien zurückgeholt,weil noch einiges zu klären wäre vom Verkauf meiner Firma,(kein Obst und Gemüseladen)doch ich bin guter Dinge und glaube in einem Monat Europa und die vielen kleinen Sarazine verlassen zu können.
An alle Landsleute tut es mir gleich und sucht euer Glück in der Türkei !

Antworten Gast: RealistischBetrachtet
02.08.2012 11:39
2 2

Re: Den komplexgeplagten Dauernörglern passt es sowieso nie

Wer ist da wieder mal, wegen berechtigter Kritik, beleidigt?

Oder wie siehst du die Erpressung der Visafreiheit durch das durchlassen der Flüchtlinge?

Kritik zu vertragen, ohne die Gegenseite sofort beschimpfen zu müssen, das ist das, was die Türkei, Anfang des 21. Jahrhunderts, lernen muss, dann kann man vielleicht endlich mal normal kommunizieren und zusammenarbeiten.

Niemand ist unfehlbar.

PS: Dich interessiert der Bericht anscheinend.

Antworten Antworten Gast: Gesichtschirurg
02.08.2012 12:23
2 0

Re: Re: Den komplexgeplagten Dauernörglern passt es sowieso nie

Niemand kann die EU zum durchsetzen von Visafreiheit "erpressen". Es sind gegenseitige wirtschaftliche Interessen. Früher kamen Menschen aus den Armen Regionen der Türkei um Arbeit zu finden. Heute kommen sie um Geld auszugeben oder Handel zu betreiben. Das zeigt wie die Dinge sich geändert haben.

Und das ist erst der Anfang eines langfristigen demographischen Wandels in der EU.

Gast: Güst
02.08.2012 08:49
3 7

An die östereichische Arroganz

Ist irgendwie lustig zwischen den Zeilen zu lesen, wie die Österreicher den Türken den Aufschwung nicht gönnen.
Wenn man aber wirtschaftlich denkt, gibt es in der Türkei noch eine gut gebildete Jugend und somit Potential nach oben. Das Niveau von europäischen Staaten wird womöglich in vielen Jahren erst erreicht aber China hat gezeigt wie schnell so etwas gehen kann.

Antworten Gast: Na und?
02.08.2012 10:41
2 0

Natürlich hat die Türkei Potential!

Aber das muß erst einmal genützt werden.

Viele kleine und größere feindselige Akte gegenüber EU-Staaten sind da nicht gerade schlau.

Ich gebe zu bedenken, daß auch eine (regionale) Großmacht Verbündete braucht.

Antworten Gast: RealistischBetrachtet
02.08.2012 09:58
8 2

Re: An die östereichische Arroganz

"gibt es in der Türkei noch eine gut gebildete Jugend"

...die Rückwanderer aus der EU?

Das türkische nationalistische Schulsystem der letzten Jahrzehnte ist verantwortlich für das Integrationsprobleme der türkischen Einwanderer.

Antworten Antworten Gast: benim
02.08.2012 16:07
2 1

Re: Re: An die östereichische Arroganz


Was für ein Problem, "UnrealistischBetrachtet" ?

Hunderttausende Eu-Türkinnen und Türken gehen auf Universitäten und Hochschulen und sind bestens "integriert". Auch auf allgemeinbildenden Schulen haben sich die türkischen Schüler deutlich verbessert als vor 10 Jahren.

Du verwechselst da eher die Russlanddeutschen, die jahr für jahr zu Hundertausenden z.B. nach Deutschland kommen, aber offen zugeben, dass sie nix mir Deutschland zu tun haben wollen und auch nicht mal die deutsche Sprache lernen wollen. Das mal zu den ach-so-tollen-Russen in Europa.

13 0

Die gute Nachricht zum Tag

Das ganze jetzt bitte noch offiziell als Rücktritt von den Beitrittsverhandlungen zur EU.

Türkei, stehe zu deinem Wort.

Gast: Jein
02.08.2012 07:42
5 0

Das alte Spiel: Bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt!

Die Türkei sieht sich selber als Großmacht, sie läßt es Europa und andere Staaten offen spüren.

Man muß auch ehrlich sein und sagen: Stimmt!

Im Nahen Osten ist die Türkei einer der wenigen stabilen Staaten mit Demokratie und funktionierender Wirtschaft.

Auf der anderen Seite sind viele EU-Staaten historische Gebiete der ehem. Osmanen gewesen, mit vielen schlechten Erfahrungen. Zypern ist bis heute nicht befriedet.

Dumm und arrogant sind einige Meldungen türkischer Politiker, die offen die Übernahme Westeuropas ankündigen. Ausgewanderte Türken werden regelmäßig besucht und auf Linie gehalten. Das ist ein feindseliger Akt der EU gegenüber.

Auch die Wirtschaftskarte (Absatzmarkt, Arbeitsmarkt) wird regelmäßig gespielt. Auch hier immer im Rahmen von Drohungen.

Genau diese Dinge haben das Land, das durchaus Potential hat, in Europa so unbeliebt gemacht.

Antworten Gast: schlÄchter
02.08.2012 17:46
0 0

Re: Das alte Spiel: Bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt!

sg jein!
gut geschrieben.

ich erlaube mir noch zu ergänzen:
die türkischen politiker und auch viele türken haben aber den niedergang und auch die demütigung des späten 19jhds und vor allem des angehenden 20 jhds des wirklich bemerkenswerten osmanischen reiches bis heute nicht verwunden. atatürk ist es gelungen das stammland der türken unter einschluss auch einiger mehrheitlich arabisch und kurdisch besiedelter teilgebiete unter aufbietung aller kräfte zu erhalten. eine bemerkenswerte leistung. dabei oder dadurch übersehen sie leider einige punkte:
der laizismus war vojn oben herab verordnet-hat nie die tiefverwurzelte islamische grundtradition (der sultan war auch der kalif) verdrängen können.
die türkei als erbe des osman. reiches ist zutiefst islmisch mitgeprägt-steht in einem anderen kulturellen tradition als eben europa.
sie ist teil der ilsmischen welt-und ein selten erfolgreicher.
die inkompatibilitäten zu westl. gesellschaftsmodellen bleibt dadurch bestehen-aber gleichzeitig ist das eine riesen chance: einen eigenen osreintal-islm. weg einer demokratie nach diesen vorgaben und traditionen.

das osmn. reich war ähnlich wie europ. imperien ein kolonialstaat, in denen nicht valle bürger gleiche rechte hatten-eben nach koran. tradition.
die ex-kolonialvölker und europ. konkurrenten haben das nicht vergessen (türkengefahr) und ist daher ein gegenseitiges mißtrauen vorhanden.
respektables nebeneinander ist aber durchaus möglich und mmn nötig.
mfg
s.

Antworten Antworten Gast: Gasti
06.08.2012 23:41
0 0

Re: Re: Das alte Spiel: Bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt!

@schlächter

Jep....die Türkei ist zumindest auch einTeil der islamischen Welt und das ist auch ein Hauptgrund für ein gewisses europäisches Mistrauen, denn die Türkei hat tatsächlich anders als die meisten Europäer eben auch die islamische Option...ein Vorteil gegenüber den anderen Europäern, zumal erst die demokratischen Freiheiten die in den letzten Jahren in der Türkei Einzug gehalten haben, den konservativen Kern der Türkei ans Tageslicht gebracht haben, die vorher von den kemalistischen Eliten unten gehalten wurden.

Antworten Antworten Antworten Gast: schlÄchter
07.08.2012 08:04
0 0

Re: Re: Re: Das alte Spiel: Bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt!

sg gasti!
die türkei ist zutiefts orientalisch-islamisch geprägt, russland - das ja auch einen teil seines staatsgebietes in europa hat, ist ebenfalls in einer anderen tradition, als es die west- und mitteleurop. staaten sind. beide 8ruslland und türkei) sind erben alter imperien mit eigenem kulturellen background (islamisch bzw. osrthodox/byzantinisch), die eine eigene art der demokratie und der eigenen polit-weltanschaulichen tradition - nur bedingt kompatibel mit dem westl. - abendlämndischen traditionen - entwickelten und weiterentwicklen.
weder russland noch die türkei sind teil des westens-sie stehen auf eigenen kulturellen füssen außerhalb der grenzen des abendlandes.
weder russland noch die türkei brauchen die EU und auch nicht umgekhert. das hindert ja nicht ein partnerschaftliches nachbarverhältnis auf gleicher ebene.

mfg
s.

Gast: sid
02.08.2012 07:24
3 1

was solls

Österreich ist nicht "Türken-fähig"
Türkei ist nicht "EU-fähig"

also was solls, jeder hat was er will und kann..

Gast: kerminator3
02.08.2012 01:37
8 2

Lachnummer

Nur zur Verdeutlichung der "unglaublichen" und "atemberaubenden" Wirtschaftskraft der Türkei: Nach mehreren Jahren des Aufschwungs befinden sich die Regionen Ankara und Istanbul auf Augenhöhe mit den seit Jahren in der Rezession befindlichen Griechenland sowie mit strukturschwachen Regionen Spaniens und Großbritanniens! Na das nenne ich mal einen wirklichen "Tiger"... "lach"
Kein Wunder daß die Wachtumsraten von mehreren Prozent haben. Die fangen ja quasi bei Null an...

Antworten Gast: schlÄchter
02.08.2012 08:00
3 0

Re: Lachnummer

sg kerminator3!
tatsache ist, dass die türkei sich wirtschaftlich gut entwicklet - obs eine blase wird-das ist schwer abschätzbar. jedenfalls ist es erfreulich und auch für eorpa, dessen wichtigster direkter nachbar die türkei-neben russland - ist, wenn es den türken besser geht.
mich freut es für die türken und uns. auch die verlogene (von EUseite) EU-beitrittsverhandlungsposse kann so unter gesichtswahrung beider seiten zum wohle beider kulturell zu verschiedener (okkzident und orient) gesellschaften ist so möglich - ohne dass zusätzliches porzellan zerschlagen wird. die türkei bleibt so ein wertvoller verbündeter und starkler, stabiler, wenn auch selbstbewußter partner.

auch die türkische diaspora in europa kann sich freier entscheiden, ob sie zurück ins aufstrebende mutterland will oder sich in europa als teil der hieisgen gesellschaft einbringen möchte-eine individuelle entscheidnung eines jenden einzelnen.

hoffen wir im eigenen interesse, dass es der türkei gelingt sich wirtschaftlich und politisach stabil zu entwicklen.
eine entkrampfung der teilweise angesopannten verständnisse ohne der angste eies eigenen identitätsverlustes auf gleicher augenhöhe wird so am ehesten möglich.
auch in der zypernfrage kann man zu einer einigung - anschluss nordzyperns an die türkei - wäre so möglich, auch wenn es die angeschlagenen griechen und griechischen zyprioten nicht gerne hören werden.

mfg
s.

Gast: Gesichtschirurg
01.08.2012 23:53
2 7

Tja, so schnell kann's gehen...

...wobei die Überschrifft irreführend ist. Die Beitrittsverhandlungen laufen pro Forma noch weiter und die Türkei macht sich einen Spass daraus.

Die Türkei als EU nicht-Mitglied wird China durch eine Allianz den Weg zum Mittelmeer öffnen.

Antworten Gast: Gasti
06.08.2012 23:47
0 0

Re: Tja, so schnell kann's gehen...

@Gesichtschirurg

Warum sollten die Türken den Chinesen die Tore zu Ihrem eigenen Heimatmarkt öffnen.
Das wäre ein schönes Eigentor für die Türkei und auch die Türkei wird bei fortschreitender Stabilisierung des Nahen Ostens Konkurrenz durch die Europäer bekommen, deshalb ist die Türkei da gerade nicht besonders scharf drauf zu europäisch daherzukommen. ;)

Re: Tja, so schnell kann's gehen...

Und wenn...

Antworten Gast: Die checken's nicht
02.08.2012 07:35
6 1

Re: Tja, so schnell kann's gehen...

Nach 40 Jahren.....?????? Turkei versucht es seit den 60rn sich reinzudraengen. Zum Glueck erfolglos, da die tuerkischen Einwanderer wahrlich keine guten Botschafter ihrer Laender sind.

Re: Re: Tja, so schnell kann's gehen...

Also ich bin die zweite Generation in persona,und im Vergleich zu
euch leuchten ein As !

Antworten Gast: Na und?
02.08.2012 07:13
6 0

Eines sollte man auch ehrlich sagen:

Die Türkei macht das klassische Doppelspiel, das viele Staaten machen: Dort dazugehen, woanders auch und beide Seiten ausspielen.

Auch die EU-Oststaaten sind so, die legen sich mit Brüssel ins Bett und flirten mit den USA oder Russland.

Sollen die Türken doch eine Union mit China eingehen! Mal schauen, ob da die ganzen schmierigen Erpressungen auch durchgehen!


Antworten Antworten Gast: Gesichtschirurg
02.08.2012 17:46
0 0

Re: Eines sollte man auch ehrlich sagen:

Das klassische Doppelspiel hat die Türkei als NATO Bündnispartner und EU Anwärter auch gut gelernt.

Gast: Wiener
01.08.2012 21:26
11 2

Sie wollen nicht nach Europa?

Warum kommen dann immer mehr bzw. die die da sind wollen nicht mehr zurückgehen?
Na vielleicht muß man freundlich nachhelfen - so wie beim Wirtn nach der Sperrstunde

Antworten Gast: sid
02.08.2012 07:21
1 7

warum kommen immer mehr, warum wollen die nicht zurückgehen?

sehr g'scheit. Darf man im Internet wirklich völlig schamlos, die blödesten niveaulosesten Fragen stellen, ohne sich selbst einen Gadanken zu machen?

frag doch mal einen, wie wär das?!

"Sag mal, wieso gehst du nicht einfach zurück"

Ich, für meinen Teil, möchte leben können wo ich will, und wenn mich dann einer wie du fragt, was ich denn hier mache und warum ich nicht zurückgehe wo ich herkomm...ich könnte mir ein knappes Lächeln nicht verhalten :)

gute Besserung