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Gusenbauer für "Vereinigte Staaten von Europa"

09.08.2012 | 13:59 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige Bundeskanzler liebäugelt mit dem Umbau der EU in einen Bundesstaat nach Vorbild der USA: "Europa wird einen Präsidenten mit eigener Regierung bekommen."

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"Für einen so großen heterogenen Raum wie Europa gibt es noch kein besseres Modell als die politische Grundstruktur der USA", zeigte sich der frühere SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer überzeugt. Er trete daher dafür ein, Europa nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten von Amerika umzubauen. Das sagte der Altkanzler in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Format" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Gusenbauer ist der Ansicht, dass an der Spitze Europas ein direkt gewählter Präsident mit einer europäischen Regierung stehen soll. Daneben soll es, wie in den USA, zwei Kammern geben: "Einerseits die direkt gewählten Abgeordneten, das heutige EU-Parlament; andererseits das, was heute der europäische Rat ist, also die Vertreter der Mitgliedsstaaten - ähnlich dem amerikanischen Senat."

"Gemeinsame Wirtschaftspolitik nötig"

Ein Zentralstaat würden die Vereinigten Staaten von Europa aber seiner Ansicht nach nie sein. Aufgrund der unterschiedlichen historischen Traditionen gebe es weiterhin viele regionale Unterschiede. "Eine gemeinsame Wirtschaftspolitik brauchen wir in jedem Fall, weil sonst eine gemeinsame Währung, wie man sieht, schwerlich funktioniert", so Gusenbauer.

Die Sorge des italienischen Ministerpräsident Mario Monti, der dieser Tage vor einem Auseinanderbrechen Europas gewarnt hat, hält Gusenbauer für berechtigt. "Wer nicht blind durch die Gegend geht, bemerkt, dass die inneren Spannungskräfte in Europa zunehmen", sagt der 52-jährige.

Umbauplan der EU-Außenminister

Damit solidarisiert sich Gusenbauer mit dem Vorstoß der sogenannten "Zukunftsgruppe", die vom deutschen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) initiiert wurde. Sie besteht aus den EU-Außenministern, die im Juni einen Entwurf für ein bundesstaatliches Modell der Union präsentierten. Demnach soll der Präsident der Kommission zum direkt gewählten Regierungschef aufgewertet werden, der sich sein Regierungsteam selbst zusammenstellt. Da bei ihm die Entwicklung von neuen Gesetzen und deren Umsetzung zusammenliefen, wäre er künftig der einflussreichste Politiker Europas.

--> Umfrage: Sind Sie für einen "EU-Staat"?

In Österreich wurde dieses Modell bereits in den 1990er-Jahren vom damaligen Bundesrat und mittlerweile verstorbenen Manfred Mautner-Markhof entwickelt. Er fand aber bei dem damaligen Außenminister Wolfgang Schüssel (ÖVP) kein Gehör.

(Red./APA)

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261 Kommentare
 
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Gast: grosseuropa
27.10.2012 15:34
0 0

Da will jemand aus einer Antidemokratischen Partei

etwas versuchen was in den Demokratischen Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahrhunderten funktioniert.
Als ob das in den Antidemokratischen Europa jemals eine Chance hätte …


nur zum Lachen

Er hat in Ö nichts zu sagen Ö hat in der EU nichts zu sagen was will der ???

um Gottes Willen jösas na ehrlich !

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Bravo

Endlich einer der Europa auf den Stand des Mittelalters bringen will.
Knechtschaft der Bürger unter dem Deckmantel der Demokratie ,warum wohl alle immer den Traum vom Großreich EUropa haben .

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nach "Für einen so großen heterogenen Raum wie Europa"

hab ich aufgehört zu lesen.

Gast: Ceteum
19.08.2012 11:16
1 0

Der letzte Politiker

Alfred Gusenbauer war der letzte bekannte Linke in Österreich, der politische Ideen hatte und richtige Politik machen wollte. Dafür wurde er von seinen Parteikollegen, den Stimmenkäufern, Klientelvertretern und Wächtern über die eigenen Pfründe vertrieben vom Spielfeld.

Gast: Sosowhat
14.08.2012 01:08
2 1

Bitte kein Zweiparteiensystem a la USA

Wir brauchen auch keinen "starken Mann" an der Spitze, keine weitergehenden Privatisierungen zur Bereicherung Einzelner, keine Auflösung der sozialen Sicherungssysteme. Es sollte besser über mögliche Alternativen zum Euro nachgedacht werden.

Antworten Gast: grosseuropa
27.10.2012 15:35
0 0

Die USA haben mehr als zwei Parteien. Ist Bildung in Österreich so verpönt?

Übrigens. Hat es nicht vor ein paar Jahren eine dritte Partei in die Österreichische Regierung geschafft? Was war die Folge im Antidemokratischen Europa? Ach ja. Sanktionen …

Gast: Christlich-Sozialer
13.08.2012 15:15
1 8

Gusenbauer hat recht !!!!

Frage mich ehrlich, warum hier nur Leute posten die keine Ahnung von Wirtschaft haben und auch sonst von nichts. Nur blanker, unreflektierter Nationalismus, "mir san mir", nachdenken Fehlanzeige ... Und diese Damen und Herren haben offensichtlich furchtbar viel Zeit und posten in Massen.
Hat eigentlich noch niemand kappiert, dass es neben Europa mit seinen zig Schrebergärtenstaaten noch andere Kontinente gibt, Supermächte wie die USA, kommende Supermächte wie China, aufstebenden Schwellenländer.... Sollen dies Staaten Weltführungsmächte sein und die vielen europäischen Staaten nur Spielbälle der anderen Mächte? Oder sollen wir nicht die Chance ergreifen, selbst Großmacht zu sein, unseren Interessen und Idealen zum Druchbruch zu verhelfen - "Vereinigte Staaten von Europa" eben. Gusenbauer hat recht !!!!
Wenn das nur Linke kappieren, wie manche hier schreiben, dann ist es schlecht bestellt um die Konservativen - als Konservativer bin ich schwer enttäuscht welches unreflektierte Gedankengut hier angeblich Konservative vertreten !!!

Antworten Gast: Messalina-X
10.09.2012 16:37
0 0

Re: Gusenbauer hat recht !!!!

Dummbatz!!

wenn die Länder die noch einigermassen passabel dastehen ausgeblutet werden, indem sie Garantien für die Schuldnerländer abgehen dürfen, gehen die auch bald den Bach runter und wenn die den Bach runter gehen bzw. die ganze EU bankrott geht, dann gehen auch ALLE anderen Länder einschl. USA, China etc. flöten, was angesichts der Tatschen sowieso nur ein eine Frage der Zeit ist

Antworten Gast: A.B.C.
13.08.2012 18:38
2 1

Re: Gusenbauer hat recht !!!!

Sie gehen davon aus, um so größer umso mehr Geltung weltweit.

Die Rechnung stimmt, allerdings nur dann wenn auch die Voraussetzungen stimmen.
Asiatischer Raum aufstrebend (außerdem besteht Asien auch aus kleineren Staaten und nicht nur aus dem Riesen China), USA als junge zusammengewürfelte Nation und Sieger nach dem Weltkrieg.

Europa ist aber erstens gesättigt und hat keinerlei Voraussetzungen auch nur irgend einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Die von Ihnen gesehene Macht ginge nur als Diktatur bzw. wäre eine sehr, sehr langer Weg, wollen Sie das wirklich ?


Gast: Austrianer
13.08.2012 08:13
7 1

Gruselbauer


Gast: Lukas
13.08.2012 00:39
1 1

Gusi for President

darauf haben die Vereinigten Staaten von Europa gerade noch gewartet. Milch und Honig wird fließen... die Reichen werden geschützt...die Arbeitnehmer und der Mittelstand dürfen blechen!

Gast: Free with Gunlobby
12.08.2012 10:23
1 1

Gusenbauer für "Vereinigte Staaten von Europa"

Keine Meldepflicht mehr und freier Schusswaffenbesitz?

Antworten Gast: DNP
12.08.2012 17:51
0 1

Re: Gusenbauer für "Vereinigte Staaten von Europa"

Aber doch nicht gleich!

was bleibt ist die wirtschafts-eu

die briten haben schon recht und richtig gehandelt. die anderen sind den franzosen mit ihrem hegemoniestreben auf den leim gegangen.
und wer zum barroso barolo gesagt hat, sollte besser den mund halten.

Gast: E.T.
11.08.2012 19:25
2 1

Um das zu machen

müssten wir uns einmal auf eine gemeinsame Sprache einigen und die Voraussetzungen wie Gehälter, Steuern, Krankenversicherung, Grundkauf, etc. angleichen.

Welche Rechte und Pflichten zentral erfolgen sollten und welche autonom bleiben, müssten auch noch festgelegt werden.

Finanzausgleich, wie in der USA auch, sollte demnach ausgeschlossen sein, sonst kämen wir nie aus dem Dilemma, das wir derzeit haben.

Ein Europapass für alle und streng kontrollierte Aussengrenzen.

Ich denke doch schon beim Punkt 1 - der Sprache werden wir scheitern.

Zur Zeit haben wir nur eine Geldumverteilung und Vorschriften zu irrwitzigen Regulierungen von der Gurkenkrümmung bis zur Grösse der Oliven.

Also wir sind meilenweit entfernt von einem gemeinsamen Staat und so kann es nicht wirklich weitergehen.

Wir sollten uns für oder gegen die EU oder/und für oder gegen den Euro entscheiden.

Gast: wutrot
11.08.2012 16:32
4 1

ah, zahlt ihn jetzt die deutschenfeindliche Wallstreetclique?

Nichts widerlicher als diese heuchlerischen Wendehälse!

Gusenbauer für "Vereinigte Staaten von Europa"

nach dem Vorbild Amerikas: 36 Millionen haben keine Sozialversicherung (dafür hat das Land Atomwaffen, dass es die Menschheit dreimal vernichten könnte), 15 Prozent sind arbeitslos, Todesstrafe auch für Unschulldige und bei den Chinesen, die durch Kinderarbeit zu Reichtum gekommen sind, bis über beide Ohren verschuldet! Dazu kann man nur sagen: Amerika, das Land der unbegrenzten Deppen!

Gast: nein danke
11.08.2012 13:41
0 0

... liebäugelt mit dem Umbau der EU in einen Bundesstaat nach Vorbild der USA:

wem nichts eigenes einfällt der kopiert.

Gast: _warum_
10.08.2012 19:22
1 0

Entschuldigung. Wer ist dieser Gusenbauer?


Antworten Gast: G. D.
11.08.2012 13:23
1 5

Re: Entschuldigung. Wer ist dieser Gusenbauer?

Ein bekannter und sehr intelligenter Mann im Gegensatz zu dir :-)))

Re: Re: Entschuldigung. Wer ist dieser Gusenbauer?

ja, der hatte immer eine rote aktentasche und küsste in moskau den boden.
nach ihm war die gewerkschaft bankrott aber die paddei saniert.
jetzt ist er saniert und spricht aus der kulisse über unmöglichkeiten.
wie sollen sich die staaten einigen?
die einen wollen schulden machen und die weichwährungspolitik, die anderen sparen und die hartwährungspolitik. die einen wollen dominieren die anderen sollen zahlen. die eigene sprache will wohl keiner aufgeben. danke herr ex-...

Verschiedene Sichtweisen

Alfred Gusenbauer scheint großes Vertrauen in amerikanische Systeme zu haben. Dafür wird er Gründe haben, die leider nicht entsprechend ausführlich dargelegt sind. Ich persönlich lege absolut keinen Wert und noch weniger Hoffnung in eine (vertiefende) Implementierung amerikanischer Wirtschafts- Finanz- oder Sozialpolitik. Und meine Begründung für diese ablehnende Haltung sehe ich in den vielen US-Realitäten, die eine solche Agenda mit sich bringt.


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Wenn schon denn schon

President Farage!

...wär wohl sogar in Deutschland Favourite

Antworten Gast: Nigel
10.08.2012 18:20
5 0

Re: Wenn schon denn schon

Nigel Farage ist der einzige Politiker, dem man mit Vergnügen zuhören kann. Ein exzellenter Rhetoriker und vor allem - er schätzt die Situation richtig ein.

Antworten Antworten Gast: Messalina-X
10.09.2012 16:39
1 0

Re: Re: Wenn schon denn schon

Farage, der einzig erfreuliche Mensch unter dem ganzen Gesoxe

 
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