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In Athens Kassa klafft ein neues Milliardenloch

19.08.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Schuldenschnitt und zwei Rettungspakete reichen nicht. Die Finanzierungslücke ist größer, als von der neuen Regierung angenommen. Es fehlen bis zum Jahr 2014 nicht 11,5 Milliarden, sondern 14 Milliarden Euro.

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Athen/C.g. Seit den Wahlen vom 17. Juni arbeitet die griechische Regierung an einem Sparpaket von 11,5 Milliarden Euro, um die Auflagen der internationalen Gläubiger zu erfüllen. Das ist nicht leicht. Wieder einmal werden Lohn-, aber auch Pensionskürzungen diskutiert. Das könnte nicht nur die Koalitionsregierung sprengen. Der soziale Friede ist in Gefahr. Und trotzdem könnte es zu wenig sein.

Denn die Finanzierungslücke beträgt angeblich nicht 11,5 Milliarden, sondern 14 Milliarden Euro. Das habe die Troika, die sich aus Finanzexperten des IWF, der EZB und der EU zusammensetzt, bei ihrer jüngsten Erkundungstour festgestellt, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

 

Zu niedrige Steuereinnahmen

Die Privatisierungen in Höhe von drei Milliarden Euro, die für 2012 geplant waren, würden weit hinter den Erwartungen zurückbleiben, ebenso die Steuereinnahmen. Zeichen für den Ernst der Lage: Die Staatsschuld sei seit dem Schuldenschnitt im Februar bereits wieder um über 20 Milliarden Euro auf 303 Milliarden Euro gestiegen.

Das heißt: Der Schuldenschnitt, bei dem Gläubiger im Frühjahr auf mehr als 100 Milliarden Euro verzichtet haben, verpufft, Griechenland bekommt seine Schulden nicht in den Griff.

Dennoch ist bei der Analyse Vorsicht geboten. Denn dass die Steuereinnahmen hinterherhinken, überrascht nicht. Aufgrund der Wahlen mussten Griechenlands Steuerzahler ihre Steuererklärungen heuer erst im August abgeben. Das Geld wird frühestens im Herbst in die Staatskassen fließen. Auf ein großes Problem deuten allerdings die vorläufigen Daten des griechischen Finanzministeriums über den Verlauf des Budgets in den ersten sieben Monaten des Jahres hin: Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer waren etwa eine halbe Milliarde niedriger als erwartet. Ursache ist die tiefe Rezession. Wer weniger Gehalt und Pension bekommt, geht nicht mehr einkaufen.

Die Rezession im Jahr 2012 dürfte bei 6,5 bis sieben Prozent liegen. Das steigert natürlich statistisch die Staatsschuld, auch wenn Milliarden gespart werden. Ein Teufelskreis.

Geht es nach dem Finanzministerium, sind die Griechen übrigens sparsamer als ihr Ruf. In den ersten sieben Monaten blieb das Defizit 1,6 Milliarden Euro unter dem budgetierten. Niedrigere Einnahmen wurden durch weniger Ausgaben ausgeglichen.

In einem Punkt haben die Kritiker aber ganz sicher recht: Das Privatisierungsprogramm ist bisher ein Misserfolg.

 

Berlin lehnt drittes Paket ab

Vor allem in Deutschland neigt sich die Geduld mit den Griechen dem Ende zu. Es werde kein drittes Hilfspaket geben, kündigte Finanzminister Wolfgang Schäuble an. Es sei unverantwortlich, Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen.

Frankreich und andere südliche EU-Länder plädieren nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ jedoch bereits dafür, dem griechischen Patienten notfalls eine weitere Finanzspritze zu verabreichen. Schon seit Längerem wird erwogen, die Kredite für Griechenland zu strecken oder die Zinsen zu senken.

Insgesamt wurden Athen bisher zwei Hilfspakete im Umfang von mehr als 230 Milliarden Euro zugesagt.

Im September soll Athen die nächste bereits vereinbarte Tranche in der Höhe von 31 Milliarden Euro erhalten. Sie liegt derzeit auf Eis. Es hängt alles vom Prüfbericht der Troika ab.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)

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201 Kommentare
 
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helft Griechenland jetzt!

HELFT GRIECHENLAND JETZT !

(-warum nicht so ?? Bitte um Aufklärung oder Infos !!)

An die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedsländer

Den Staatsbürgern Griechenland werden eine Arbeitswoche von 6 Tagen und weitere Gehaltskürzungen angedroht.

Die EU hat es verabsäumt die Kriterien für die Aufnahme Griechenlands in die EU einer ordnungsgemäßen Prüfung zu unterziehen!

Griechenland ist durch jahrzehntelange Misswirtschaft der Regierung und vor allem durch STEUERHINTERZIEHUNG seiner finanzstarken „Mitbürger“, die ihr unversteuertes Vermögen bei ausländischen Banken sowohl der EU-als auch NICHT-EU-Länder anlegten, in die jetzige, nicht zuletzt alle EU-Staaten wirtschaftlich bedrohende Notsituation gekommen.

In diesem Not-und Ausnahmezustand müssen die EU und die Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten ihre Banken bindend veranlassen der griechischen Regierung unverzüglich sämtliche Konten von in Griechenland lebenden Staatsbürgern und Unternehmen bekannt zu geben.

Soferne Vorgenannte in der Folge nicht den Nachweis erbringen können diese Gelder ordnungsgemäß versteuert zu haben sind diese mit einer Nachversteuerung von mindestens 30 % !? zu belegen, welche Beträge von den ausländischen Banken entweder direkt an die griechische Regierung überwiesen werden, oder vielleicht besser, als Sicherstellung oder Rückzahlung für die bereits Griechenland gewährten Kredite dienen.

Gast: Lauser
23.08.2012 10:41
0 0

Ist doch schon völlig wurscht....

geht sowieso alles den Bach runter.......

Sie sollen von der Glaubwürdigkeit des Sparwillens überzeugt werden.

das ist gar nicht nötig. Diese Herrschaften werden von der Hochfinanz am Nasenring geführt, und wissen, was sie den Banken schuldig sind. Die Rechnung dafür zahlt das dumme Volk mit massivem Realverlust der Spareinlagen und Sozialabbau. Hauptsache, die Boni fliessen weiter bei Treichl, Stepic & Co....

Gast: na sowas
20.08.2012 19:21
0 2

...

wenn die do kane Cartonns mit Hakennase haben..
her i auf zu posten !!!

Gast: Tut endlich was
20.08.2012 19:02
4 0

Anfang des Sommers sind den Griechen 1,5 Milliarden Euro abgegangen....

...jetzt sind es auf einmal sogar 2,5 Milliarden....
Denen müsste man doch mal die Buchhaltung aus der Hand nehmen und vneutralen Gesellschaften übergeben, bevor man da noch mehrere Milliarden Euro in den griechischen Sand setzt. Oder so einen Art Konkursverwalter einsetzen, der alles und alle kontrolliert.

Gast: sphings
20.08.2012 18:52
10 0

das grösste problem

hätte gelöst werden können solange es noch klein war!

Nur wenn Griechenland von der Euro-Zwangsjacke befreit wird und seine Währung gegenüber den anderen Europäern abwerten kann, wird dieses Problem gelöst werden!


6 0

Inzwischen weiß doch jeder,

dass die Verträge zur gemeinsamen Währung Mist sind und dass selbst diese nicht eingehalten werden. Nur: niemand von den Politikern will der Erste sein, der die Wahrheit sagt und den Ausstieg oder Rausschmiss einzelner Staaten offen fordert. Die Steuerzahler werden zahlen, zahlen und zahlen, bis einmal jemand wie bei "Des Kaisers neue Kleider" ausspricht, was sowieso jeder sieht.

Gast: Baumer K
20.08.2012 18:42
3 0

Schwere Überzeugungsarbeit

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht ........

Wie oft haben die Griechen schon gelogen?

Alltag in Griechenland

da sieht man wo unser Geld landet. Nicht bei denen, die es brauchen, sondern hier wird eine Schere geöffnet, die den "Normalverbrauchern" das letzte Geld stiehlt und es den Großunternehmen zusteckt. Was da an korruptem Verhalten vor sich geht, ist Wahnsinn pur:http://www.griechenland-blog.gr/2012/produkte-in-griechenland-bis-zu-297-prozent-teurer/9289/

Gast: Tax Refugees
20.08.2012 18:03
1 1

In Athens Kassa klafft ein neues Milliardenloch

Vielleicht sollten wir's mit Schweizer Banken stopfen?

Antworten Gast: General Schnitzelsemmel
21.08.2012 10:08
1 0

Re: In Athens Kassa klafft ein neues Milliardenloch

Vielleicht sollten wir's mit verantwortlichen Bankmanagern und Politikern stopfen - oder deren Privatvermögen?

Gast: IO
20.08.2012 15:30
9 0

Rotschwarz hat uns an die EU und Euromafia verkauft.

Hoffentlich sehen es jetzt wenigstens alle - wenn auch zu spät.

Antworten Gast: Moderndenkender
20.08.2012 19:38
1 2

Re: Rotschwarz hat uns an die EU und Euromafia verkauft.

NEIN, stimmt nicht !! Es gab zum EU-Beitritt eine Volksabstimmung, die mit ca. 60% fuer einen Beitritt entschieden wurde. Hier hat das Volk entschieden.

Die damalige Werbung der Politiker fuer die EU steht auf einem anderen Blatt.

Antworten Gast: wer wenn nicht er
20.08.2012 18:06
0 4

Re: Rotschwarz hat uns an die EU und Euromafia verkauft.

Sehe ich genau anders:

Weil wir den EUR haben kann der Süden nicht schon wieder einfach abwerten und so den schwarzen Peter dem Norden zuschieben, wie dies auch bei den schweren Krisen der 1970er und 1980er der Fall war.

Das überbordende Exportwunder Nord- und Mitteleuropas ist nur durch die Schwäche des Südens möglich (konkret: durch den vom Süden niedrig gehaltenen EUR-Kurs).

Ein Nord-EUR wäre längst so wie der schweizer Franken massiv nach oben gegangen und würde entweder der heimischen Industrie schwer schaden, oder müsste (so wie es eben die Schweizer tun) durch massive Südwährungskäufe künstlich geschwächt werden...

Gast: Na, sowas!
20.08.2012 14:37
5 0

Ob das System hat?

Jedes Monat wird ein neues "Loch" entdeckt.

Vierteljährlich kommen dann die einschlägigen Meldungen vom baldigen Bankrott.

Die Politiker in GR beschließen zwar viel, setzen aber nichts um! Im Notfall gibt es Wahlen, um Zeit zu schinden. Oder man droht den Gläubigern mit Weltuntergang.

Man hätte NIE Steuergeld in den Süden schicken dürfen, denn man wird systematisch belogen und bedroht.

Unsere Politiker dürfen sich schon auf die nächsten Wahlen freuen, denn den Diebstahl von Steuergeld können sie weder verbergen, noch wird ihn die Bevölkerung je verzeihen!!!

na und?

auf die paar Milliarden kommt's auch nicht mehr an!

Gast: Gausterer M
20.08.2012 14:15
7 1

Während in den Nordstaaten

Fleissige und tüchtige Arbeiter dem Burn Out entgegenschwitzen, liegen sie in den Olivenstaaten im Schatten der Bäume und warten auf die nächste Geldspritze, auch Tranche genannt, aus Brüssel.

Gast: 3OO
20.08.2012 14:05
5 0

Nichts wurde umgesetzt seitens Griechenland !!

haben die griechen seit dem man ihre wahre finanzielle situation aufgedeckt bzw. erkannt hat (na ihr anstudierten hascherln aus brüssel die haben euch schön geprellt beim eurobeitritt !! aber macht ja nix,ihr habts sicher viel daraus gelernt das ihr dann in der (früh) pension brauchen könnts,nur bitte gebts euer talent nicht an eure kinderln u. enkerln weiter!!) irgendetwas erfüllt oder irgendetwas erreicht das zur besserung ihrer finanziellen situation beigetragen hätte,haben sie einen einzigen punkt erfülllt der ihnen aufgetragen wurde in gegenleistung von den hilfsmilliarden ??? diese milliarden wird kein geberland wiedersehen,nicht einmal nichts wird zurückbezahlt werden,jeden tag neue hiobsbotschaften u. eben keine einzige besserung oder kein einziger erfolg ist zu verbuchen seitens griechenland aber ihr verantwortlichen politiker zieht daraus keine konsequenzen ,deshalb muss ich unter die gürtellinie u. frage euch ---> sind "wir" nicht mehr ganz dicht, wie lange lassen die nettozahler sich noch vorführen ??!

Gast: betadonna
20.08.2012 14:04
5 0

auf, auf ihr lieben österreicher, euer geld wird im süden gebraucht!!

bitte alles brav an spövp überweisen..

es werden nur ein paar hundert millionen für unsere grenzgenialen politiker abgezweigt, der rest hilft den armen im süden aus ihrer ganz sicher nicht selbstverschuldeten lage..

Kann doch nicht anders sein............

..............bei den Korrupten und faulen Beamten-Politiker!

Siehe Wiener Rathaus oder gar nach Brüssel!!

Gast: Umverteilung Jetzt
20.08.2012 13:47
3 9

Diese

harten zeiten verlangen von Uns das wir noch enger zusammenrücken.

Wir MÜssen unseren europäischen Mitbürgern noch mehr helfen den nur gemeinsam können wir aus der Krise kommen.

Bin MIr sicher das Dr. faymann und sein neuer starker partner Hollande schon intelligente und hilfreiche Pläne in der schublade haben wie man die Griechen mehr helfen kann.

Jetzt dürfen wir nich abspringen sondern müssen gemeinsam für europa sein.

8 0

Nicht nur Faymann und Hollande,..

sondern bei uns auch die Grünen und auch der Spindel Miche wissen wie es geht.
Und zur Brüsseler Intelligenzelite hab ich auch allerhöchstes VertrauenWir müssen den anderen so lange helfen,bis wir selbst nichts mehr haben,das ist wahres Gutmenschentum

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Re: Diese

ironie?

Re: Re: Diese

zwangsläufig. oder der poster ist politiker. oder kann man auch ohne parteibuch so deppert sein?

Gast: da schau her
20.08.2012 13:41
6 0

Tschüs, Euro?


Die Niederländer haben auch keine Lust mehr

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/20/sozialdemokraten-in-den-niederlanden-wollen-aus-dem-euro-aussteigen/

Nach Finnland denkt nun auch Holland laut über einen Ausstieg nach.

Was wäre eigentlich so schlimm, nationale Währungen und Euro zu belassen, mit dem Euro als Verrechnungseinheit?

 
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