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Österreich und das EU-Budget: Mach mich nicht nass

24.09.2012 | 18:25 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Die Bundesregierung will den Unionshaushalt um ein Zehntel kürzen. Für die Zuwendungen an österreichische Nutznießer – vor allem die Bauern – soll das nicht gelten.

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Brüssel. Am Montag lieferte die Bundesregierung ein anschauliches Beispiel für ihre widersprüchliche Haltung zum EU-Budget. Zuerst beklagte sich Agrarminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) am Rande des Agrarministertreffens in Brüssel lauthals über die geplante Kürzung der Agrarsubventionen. Dann forderte sein Parteikollege und Staatssekretär im Außenministerium, Reinhold Lopatka, ebenda „eine deutliche Reduktion des gesamten Kommissionsvorschlages“ für die EU-Budgets der Jahre 2014 bis 2020.

Ja zu Budgetkürzungen, aber bitte nur für die anderen: Diese offizielle österreichische Regierungsposition fußt einerseits auf der Forderung, den nächsten siebenjährigen Finanzrahmen um 100 Milliarden Euro beziehungsweise rund zehn Prozent zu kürzen. Andererseits beharren die Österreicher darauf, dass jene Subventionen, von denen sie besonders stark profitieren, nicht gekürzt werden. Wobei im reichen Nettozahlerland Österreich vor allem eine gesellschaftliche Gruppe viel Geld aus Brüsseler Töpfen erhält: die Landwirte. Sie haben in den für die Budgetverhandlungen zuständigen ÖVP-geführten Ministerien Finanz, Außen und Landwirtschaft besonders beharrliche Fürsprecher. Ein Umstand übrigens, der auch dem Regierungspartner SPÖ nicht verborgen geblieben ist; die Sozialdemokraten kommentieren die Europapolitik der Volkspartei genüsslich als „Lobbying für die Agrarindustrie in Brüssel“.

Ein Blick auf die jährlichen Finanzberichte der Europäischen Kommission zeigt, wer in Österreich besonders viel Nutzen aus den EU-Förderungen zieht. So wurden im Jahr 2011 rund 1,876 Milliarden Euro aus dem Unionsbudget nach Österreich zurücküberwiesen. 714 Millionen Euro davon waren Direktzahlungen an die Bauern. Mehr als ein Drittel dessen also, was Österreich aus dem EU-Budget „herausholt“, geht in die älteste und am heftigsten kritisierte Form der Subventionierung. Zumal dieses Geld mitnichten bei den kleinen, nach biologisch Grundsätzen produzierenden Landwirten ankommt, wie es das „Lebensministerium“ von Berlakovich stets zu insinuieren versucht. Von den Direktzahlungen profitieren die großen Betriebe am meisten.

(c) DiePresse

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Acht von zehn Euro für Landbewohner

Weitere 560 Millionen Euro gingen im vergangenen Jahr in den Bereich „Ländliche Entwicklung“. Darunter fallen alle Maßnahmen, die der Entvölkerung der agrarisch geprägten Landstriche entgegenwirken sollen. Vieles davon ist unstreitig sinnvoll, wie das Erblühen von Agrotourismus in zahlreichen Regionen Österreichs zeigt. Außer Streit steht aber auch, wer von diesen Förderungen besonders profitiert.

Dazu kamen weitere 218 Millionen Euro aus den Strukturfonds, die EU-Regionalkommissar Johannes Hahn unterstellt sind. Auch dieses Geld fließt in erster Linie in ländliche Regionen, die nun einmal besonders schwache Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsstrukturen haben.

Auf den Punkt gebracht, flossen im Jahr 2011 also rund 80 Prozent der EU-Förderungen, die für Österreich bestimmt waren, an ländliche und bäuerliche Nutznießer. Das restliche Geld ging an Forschungsprojekte und in den Ausbau grenzübergreifender Verkehrswege wie diverse Tunnelbauten.

 

Rabatte und eine Nebelwand aus Zahlen

Der Wunsch, diese Förderungen nicht verlieren zu wollen, ist verständlich: Alle 27 nationalen Regierungen haben ihre jeweiligen Steckenpferde. Österreichs Haltung wird aber dort schwer zu verteidigen sein, wo sie sich so manifestiert wie bei der Argumentation für die ländliche Entwicklung: „Die EU ist dann erfolgreich, wenn ihre Programme erfolgreich sind. In Österreich ist die ländliche Entwicklung erfolgreich. Also wollen wir gleich viel wie bisher erhalten.“

Schwierig wird es vor diesem Hintergrund auch, den bisherigen Rabatt vom Mitgliedsbeitrag zu bewahren. Die Kommission schlägt vor, das intransparente System diverser einzelstaatlicher Ermäßigungen auf ein System von Pauschalsummen umzustellen. Wenn der gesamte EU-Etat nicht um 100 Milliarden Euro gekürzt wird, würde Österreichs Bruttobeitrag laut Finanzministerium um ein Viertel steigen. 2011 betrug er rund 2,7 Milliarden Euro, ein Viertel davon wären rund 670 Millionen Euro.

Doch diese Zahl sagt so gut wie nichts aus. Denn das EU-Budget wird ab 2014 gekürzt werden, wenn auch wohl nicht so stark wie von Österreich und den anderen Nettozahlern gewünscht. Und es wird auch dort gekürzt werden, wo Österreich profitiert: in der Landwirtschaft und der Regionalpolitik.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.09.2012)

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74 Kommentare
 
1 2

Jaja, das immer so toll beschrieben EU-Friedensobjekt wird nicht mehr lange sein!

Hab schon sowas die Schnauze voll, werd bald in Brüssel einmaschieren!

Re: Jaja, das immer so toll beschrieben EU-Friedensobjekt wird nicht mehr lange sein!

ich mache mit...

Re: Re: Jaja, das immer so toll beschrieben EU-Friedensobjekt wird nicht mehr lange sein!

eine Armee werden wir schon zusammenbringen!

Gast: inot
24.09.2012 17:04
10 3

Jetzt schlägt’s aber dreizehn!

Der zuständige EU-Kommissar meinte zum EU-Budget: „Wir können keine Milliardenbeträge einsparen!“ Wahrscheinlich meinte er: „Wir wollen keine Milliardenbeträge einsparen“, denn die Privilegien der EU-Beamtenschaft müssen ja weiter bestehen. Wie man in den diversen Medien lesen konnte, droht Österreich für die nächste Finanzierungsperiode der EU von 2014 bis 2020 ein deutlich höherer EU-Nettobeitrag. Ganz nach dem Motto: „Wir enteignen reiche Länder solange, bis sie gleich arm sind wie alle anderen“. Nur so wird es dann möglich sein, die Völker ohne Gegenwehr in „Vereinte Staaten von Europa“ führen zu können. In Verbindung mit ESM und Fiskalpakt, dem Plan einer EU-Regierung und der Abschaffung des nationalen Vetos (das ist eine weitere „Souveränitätsübertragung“ auf EU-Ebene) wird diese EU zu einer Diktatur in Reinkultur! Damit ist die „Elite“ wieder ein großes Stück näher an der neuen Weltordnung und wir einen riesigen Schritt näher an der Versklavung, Verarmung und Verelendung! Wessen Interessen vertritt in diesem Trauerspiel eigentlich die österreichische Regierung? Nach dem Umfaller der deutschen Verfassungshüter zugunsten der ESM-Lobby applaudierten unsere EU-hörigen Demokratietotengräber, als hätten sie einen großartigen Wahlsieg errungen. Wie sehr dieser ESM medial „positiv“ dargestellt wird und uns als einzige Abhilfe gegen die Euro-Krise verkauft wird, zeigt die Ohnmacht und Hilflosigkeit unserer - aber auch der deutschen - Politiker gegenüber der US-Finanzmafia. In Deutschland gibt es erstmals eine Mehrheit gegen den Euro und gar zwei Drittel trauern der D-Mark nach! Mehr als die Hälfte der Deutschen sind gegen den ESM, in Österreich sind es wahrscheinlich noch wesentlich mehr Leute, aber was „kratzt“ das schon die Politiker!

10 0

25 Prozent mehr zahlen als bisher

Natürlich werden wir mehr zahlen. Die Politiker spielen jetzt ein bisschen auf empört und versuchen uns zu erklären, wie sehr wir von der EU profitieren. Der zahlende Bürger ärgert sich zwar ein bissl, aber er wird zahlen. Immer das gleiche Spiel. Mit einem trägen Volk kann man machen was man will. Der Österreicher bekommt eine Watschn, bedankt sich und hält noch schnell die zweite Wange hin.


Re: 25 Prozent mehr zahlen als bisher

Fairerweise für die Österreicher muss man sagen, dass diese mit völlig falschen Versprechungen in die EU gelockt wurden, und seitdem keine Möglichkeit mehr bekamen zu irgendetwas zuzustimmen oder abzulehnen. Jeder fatale Erweiterungsschritt, Maastricht, Lissabon, ESM, alles über die Bevölkerung hinwegentschieden. Scheibchenweise wird unsere Demokratie abgeschafft von EU hörigen, hilflosen Politikern und das Volk muss
tatenlos zusehen.

du hättest statt träges Volk, bescheuertes Volk schreiben sollen!


Re: 25 Prozent mehr zahlen als bisher

So ist es leider! Ganz korrekt, man wird es "den Menschen" (seit einigen Jahren ein Synonym für das vertrottelte Volk) genau zu erklären versuchen. Ob wir dieses Mal die Wange hinhaltenwerden, weiß ich nicht! Aber wir - so wie Sie und ich (und so viéle) - sollten Material sammeln und vor der Wahl "aus vollen Rohren" posten. Und zwar in allen Medien.
Denn wir können trotzdem etwas bewegen, wir dürfen uns nur nicht entmutigen lassen. Politische Kämpfe finden in den Kantinen, bei Freunden usw. statt. Wir müssen Informationsmaterial und -möglichkeiten bekannt machen: Literaturhinweise, Internetseiten uvm. Wir müssen diese politische und wirtschaftliche Elite auf demokratischem Wege stürzen. Demokratisch heißt jedoch nicht mit Streicheleinheiten. Wir sind Revolutionäre im Internet! Nicht umsonst wird das Internet mit dem Buchdruck verglichen.
Sehr geehrter Pescador, Sie sind nicht alleine, wir müssen nur den Kampf aufnehmen! Am Ende wird das Volk siegen!

14 0

Unsere Parteispitzen sind anscheinend untergetaucht!

Da kommen Meldungen von Erhöhung des Beitrages, Hebelung des ESM auf 2 Billionen, den Griechen fehlen wieder mal 20 Milliarden und unsere Wappler halten die Go.....!

Gast: NocheinParteiloser
24.09.2012 16:34
10 0

Noch mehr, viel mehr, für keine Leistung und keinen Nutzen?

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201208hauptueberblicke.htm

EU Beitrag von 2011 auf 2012 um 18,9% gestiegen. Scheint ein Teil des Sparpakets der Ö Regierung zu sein!?

Der korrupte Beamtenhaufen in Brüssel, welcher sich nur in Umverteilungsexzessen übt, der hat es in mehr als 10 Jahren nicht geschafft einen Nutzen für die Europäer zu bekommen!

Die Realeinkommen sind heftig gefallen, die armen Menschen um viele Millionen gestiegen!

Es ist ein Misthaufen, welcher nur noch von einer tollen Idee lebt und die Mitmenschen für die eigene Zwecke ausraubt.

Was sollen die Menschen mit einer solchen Organisation anfangen?

Ohne die Umleitung von Zwangsabgaben, durch die Macht der Staatlichkeit, würde doch keine Mensch auch nur einen Eurocent für diese EU geben!

So wird es ablaufen ...

... 1.) 25% werden wir nicht und nimmer hinnehmen; 2.) Es beginnen Verhandlungen; 3.) Lopatka verkündet "konstrukitve" Gespräche; 4.) Man ist sich auf EU-Ebene schon sehr nahe gekommen; 5.) Nach einem nächtlichenVerhandlungsmaraton steht ein Ergebenis kurz bevor; 6.) Es wird noch über Details gerungen; 7.) Österreich zahlt unverbindlich einen 25%-Beitrag - behält sich aber die parlamentarische Genehmigung alla ESM vor; 8.) alle Beteiligten sind zufrieden und können mit dem Ergebnis gut leben.

So läuft unsere "EU-Politik".

11 0

Die EU hat uns wahrlich sehr viel gebracht!

Wollens das immer noch behaupten, Herr Grinsekanzler?

Gast: ksj
24.09.2012 15:35
10 0

Deutschland und Österreich werden von den eigenen Politmarionetten vorsätzlich ruiniert -

Um große Länder wie Spanien und Italien retten zu können, wollen die Finanzverbrecher der EUdSSR nun den ESM, genau den Rettungsschirm, um den es beim Verfassungsgericht ging, unter Brechen des bisherigen Vertrags auf 2 Billionen Euro hebeln, berichtet der Spiegel.
Schäuble und das Merkel finden das gut. Interessant auch, wie die Politik neumodische Finanztricks anwendet, die sie den bösen Bankern vorwirft und verbietet.
In weiteren Euro-Nachrichten dürfen wir vernehmen, daß die Griechen doppelt soviel Geld brauchen wie angenommen. Werden ihnen die Schulden erlassen, was vom notorischen Lügner Schäuble vorerst dementiert wird, rauscht es im Bundeshaushalt, wie längst prophezeit. In Portugal will die Regierung nach gewaltigen Demos nichts mehr sparen, ist doch auch klar, wenn Italien, Spanien und Athen das auch nicht tun. Und hier noch der Versuch, den Deutschen das Geld über die Bankenunion zu klauen!

Wir werden noch bis Herbst 2013 gesenkten Kopfes "die Krot" fressen müssen !

Aber danach.........danach wird kein Stein mehr auf dem anderen bleiben und wir werden als Österreicher wieder den aufrechten Gang erlernen und geniessen können ! Diejenigen, die uns gestern und heute in eine Sklaverei unglaublichen Ausmasses ungefragt gehievt hatten bzw. haben, werden dann- wenn überhaupt- nur mehr Kiebize im 3. Rang sein. Habt Geduld..........

Gast: 11 11 11
24.09.2012 15:24
9 0

Goldman & Sachs Ganoven erhöhen ihre BONI

Alle mit großem Pathos angetretenen Versprechen des derzeit regierenden US-Präsidenten Barack Obama, die Finanz-Oligopole an die kurze Leine der Politik zu nehmen, sind kläglich gescheitert. Keiner der Hauptverbrecher der sich immer weiter in das Fleisch der Real-Wirtschaft fressenden Krise wurde bestraft.
Vielmehr feiern diese Damen und Herren der Wall Street und der Londoner City fröhliche Urstände – wie in der Vergangenheit wird weiter wild spekuliert, manipuliert und zu Gunsten der eigenen Boni werden die Kunden geschröpft.
Nun beherrscht das Imperium Goldman Sachs nicht nur das US-Finanzministerium, die FED und die Aufsichtsbehörden über die Finanz-Märkte. Sondern dieser Krake hat sich inzwischen auch über Europa ausgebreitet.
Mit Mario Draghi steht ein ranghoher ex-Goldman Sachs Mitarbeiter an oberster Stelle der Europäischen Zentralbank. Und dort agiert er so, wie die Hochfinanz es von ihm erwartet.

Gast: wespe2
24.09.2012 14:58
7 0

wir werden zahlen

wie ich unsere vertreter in brüssel kenne, werden sie im vorauseilenden gehorsam, ja und amen zu jeder erhöhung sagen.

Gast: Nordlicht
24.09.2012 14:19
10 0

Die österreichische Position "einmal klar auf den Tisch legen"

Glaubt Herr Lobatka wirklich, dass ihn in Brüssel jemand ernst nimmt und zuhört wenn er sich zu Wort meldet? Die werden ihm dort schon sagen wo und wie es lang geht.

EU will 25 Prozent mehr Geld von Österreich

Nicht nur DAS
http://goo.gl/rZUIc
spricht absoult dagegen einen einzigen Cent mehr zu zahlen.

Wo bleibt das, beim Durchpeitschen des ESM, groß angepriesene Konjunkturpaket der EU?

Die Wahrheit ist: die glühenden Teuropäaer haben allesamt kein Rezept Vertrauen in die Real-Märkte aufzubauen.

EU is where lobbying runs dry ...

Gast: Hans im Glück
24.09.2012 13:37
14 0

Was sollen diese Scheingefechte?

Mit dem ESM wird man uns den letzten Groschen aus unserem Sparschwein heraussaugen.

Österreich hat schon unter Schüssel "erhöht"!

Zeitgleich mit der EU-Osterweiterung (10 neue Mitglieder en bloc!) hatte der damalige BK Schüssel, quasi in einem "Nacht & Nebelhandstreich", die jährlichen EU-Beiträge Österreichs mit einem Schlag VERDOPPELT!!! Als "Begründung" dafür wurde nach geliefert, daß man die EU bei ihrem Erweiterungsprojekt finanziell unterstützen und entlasten möchte! Tatsächlich erhoffte sich der "Schweigekanzler" wohl eher, daß man für ihn in Brüssel diese Großzügigkeit später mit einem fett dotierten Posten belohnen würde. Das hat dann doch nicht funktioniert, aber die doppelte finanzielle Belastung ist uns bis heute gebilieben! Ich würde als "echter" österreichischer Volksvertreter in Brüssel auf diesen Sachverhalt hinweisen und ihn quasi als bereits bestehende Vorleistung im EU-Budget berücksichtigen. Ob das jedoch tatsächlich der Fall sein wird, ist leider zu bezweifeln. ..

Antworten Gast: Derty
24.09.2012 18:14
0 0

Jein.

Unter Schüssel sind die Nettozahlungen aber gleich geblieben. Schüssels Kabinette konnten nämlich eine reziproke Erhöhung der EU-Subventionen für Österreichs ach so arme Bauern erreichen. D.h. das Geld ist nicht in Brüssel oder im Osten versickert, sondern bei unseren Bauern. -

reisserische überschrift und verlogener lopatka.

das jedenfalls ist der gültige schluss aus dem im letzten absatz versteckten "Nach dem Vorschlag der Kommission sollen alle bisherigen Beitragsrabatte abgeschafft werden."

wo ist eine beitragserhöhung, wenn rabatte abgeschafft werden?

eine seriöse berichterstattung und ein seriöser staatssekretär würden nun den lesern/bürgern erklären, warum österreich einen anspruch auf besserstellung im vergleich zu anderen ländern durch rabatte hat.

aber daran hat weder eine hetzende redaktion interesse, noch ein populistischer staatssekretär.
für beide gilt das motto: "die eu ist an allem unangenehmen schuld!"
für mich gilt das motto: den einen kaufe ich ihre zeitung nicht ab, den anderen wähle ich nicht.

Antworten Gast: TI36
24.09.2012 13:57
2 0

Re: reisserische überschrift und verlogener lopatka.

Wenn Rabatte abgeschafft werden erhöht dies unsere Belastung, dies werden so wohl nicht in Abrede stellen wollen Genosse Oberst.

Vor Beitragserhöhung muss für die zahlende Bevölkerung eines klar sein:

a)wohin gehen wir- in Richtung endgültiger Auflösung Österreichs ?
b)wird der geplante EU- Superstaat einer europaweiten Volksabstimmung unterworfen sein ?

Antworten Gast: ITT
24.09.2012 13:51
2 0

Re: Vor Beitragserhöhung muss für die zahlende Bevölkerung eines klar sein:

A) Ja, aber es gibt Tendenzen in beiden Richtungen:
1) Der Superstaat baut sich auf und
2) Länder versuchen sich von den Nationalstaaten zu lösen (Katalonien, Schottland ...)

B) Sicher nicht, denn in den Ländern, wo es sie gibt, wird das Ergebnis ignoriert (wenn er nicht passt) (IRL) und in anderen Ländern (z.B. GB) gab es seit Jahren keine (1975).

Re: Vor Beitragserhöhung muss für die zahlende Bevölkerung eines klar sein:

Ja.
Indirekt wird die Frage lauten:"Wollt Ihr, dass Deutschland zahlt?"
Na selbstverständlich ...

Gast: Die Wahrheit macht frei
24.09.2012 12:09
3 2

Wir wollen doch alle, daß es den "Eliten" in Brüssel gut geht

und sie ein feines Leben haben. Das muß uns schon ein bissl was wert sein! Stimmts?

20 1

Ohne Kürzung unserer EU Beiträge verlassen wir die Eurozone!

Das muss Österreichs kompromissloser Standpunkt sein. Ohne Reduktion unserer Beiträge an das EU-Budget soll Herr Lopatka am besten gleich in Brüssel bleiben! Gestern brachte nur der ORF die Meldung, dass der ESM Schirm vervierfacht werden soll. Also auf 2 Billionen Euro. Die ARD hatte nur ein Thema, die blöde Aufregung und Aufhetzung in Deutschland wegen eines erbärmlichen Drecksfilm in den USA. Merkls ARD erinnerte mich stark an die DDR Zeiten, denn über die Eurokrise kam kein Sterbenswörtchen!

Re: Ohne Kürzung unserer EU Beiträge verlassen wir die Eurozone!

was hat die eurokrise mit dem eu-budget zu tun?

anstatt entlarvende kommentare zu verfassen, sollten sie lieber was für ihre bildung tun.
oder den orf darum bitten!

Herr Oberst! wenn Sie mir ausrichten:

ich hätte zu wenig Bildung, dann bestätige ich Ihnen gerne, soviel Einbildung wie Sie, will ich nicht haben. Nun zu Ihrer komischen Frage "was hat die eurokrise mit dem eu-budget zu tu?" Wenn die EU Kommission alle Jahre ihre Budgets genauer und viel schärfer kontrolliert hätte, dann hätte sich die Misswirtschaft in der Eurozone nie so krebsartig entwickeln können. Griechenlands Probleme in der Eurozone sind auch das Ergebnis der schamlosen Toleranz der EZB , die allein mit Banknotendruck und ständiger Kreditausweitung alle Probleme lösen will. Sozialistsiche Glaubensbekenntnisse, wie der ständige Ruf nach mehr Gerechtigkeit , verwirren mehr als sie helfen können.
Die Eurozone in eine Transferzone für Unterstützungen und Kredite aller Art an die chronisch defizitären Mitglieder umzuwandeln, ist ein Vertragsbruch und eigentlich ein zwingender Grund, alle Länder zu entfernen, die sich nicht an die Spielregeln halten wollen.

Antworten Antworten Gast: Kleingeld
24.09.2012 14:01
3 0

Re: Re: Ohne Kürzung unserer EU Beiträge verlassen wir die Eurozone!

Den ORF kann man wohl nur um Gebührenerhöhungen bitte, alles andere ist eine Illusion.

Die Eurokriese soll also mit dem 4fachen Rettungsschirm bekämpft werden - dies ergibt eine 4fache Haftungssumme für Ö.
Warum - weil die EU Länder aufgenommen hat, die (noch) nicht bereit für diesen Schritt waren und zwar wider besseren Wissens.

Darum nicht nur keine Erhöhung sondern KEINE BEITRÄGE mehr für diese Versager!

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Hilfe!

Das kopflastige

Lügengebilde

braucht noch mehr Geld. Oh Graus.

Die EU- Beamten haben 6,6, Prozent Erhöhung bekommen....

.......während in Österreich eine Nulllohnrunde für den öffentlichen Dienst beschlossen wurde. Wie ist das möglich ? De-facto zahlt Österreich bei einer Beitragserhöhung jenen Teil von Budgetgeld, der für die Inflationsanpassung des öffentlichen Dienstes vorgersehen war, an die EU, damit diese ihrer Beamtenschaft 6,6, Prozent mehr Lohn zahlen kann. UNGLAUBLICHER GELDRAUB !

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... geht nicht nur um`s Geld ...

Liebe Ösis,
bleibt standhaft (übrigens: solche Rabatte wie A und GB hätten wir auch gerne).
Es geht nicht nur um`s Geld, es geht auch um die Frage ob es a) weiter in Richtung eines Brüsseler EU Superstaates geht, oder b) ein wenig zurückgeht in Richtung einer Gemeinschaft von befreundeten, kooperierenden Staaten mit Gemeinsamkeiten da wo es Sinn macht:
Zollunion/gemeinsamer Markt, Schengen Grenzen (mit der Option einer zeitweisen Aussetzung nach Erfordernis), gemeinsame Aussenpolitik (die sogar noch ausgebaut werden könnte), begrenzte Basisgesetzgebung/Richtlinien, bei der Personen-Freizügigkeit müsste es eher noch ein wenig zurückgehen, auch im Hinblick auf evtl. Balkan-Erweiterungen ...
Auch das Euro-Konzept gehört auf den Prüfstand und reformiert.
Offensichtlich ist der Weg a) gescheitert, und für b) benötigt Brüssel eher weniger Geld, als mehr.

Hier, und beim Geld, müssen Hn.Barroso Grenzen aufgezeigt werden, bleibt standhaft.
Nachbarlicher Gruß.

10 1

Re: ... geht nicht nur um`s Geld ...

wir,das volk waere ja standhaft,aber was hilft es uns ,wenn alle unsere politmarionetten in bruessel auf den bauch liegen und auser ja kein wort herausbringen

Re: ... geht nicht nur um`s Geld ...

nein, es geht nicht nur ums Geld, es geht vielmehr darum, dass Barroso und seine Vasallen dabei sind, die EU an die Wand zu fahren. Eine Krise folgt der anderen, Probleme werden nicht gelöst, Korruption und Lobbyismus feiern täglich fröhliche Urständ und die derzeitigen nationalen Regierungen kann man vergessen. Was einmal eine gute Idee war, ist nun zum Scheitern verurteilt, da man weder Maß noch Ziel erkennen wollte und das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus geworfen hat. Jetzt sind die Totengräber der EU am Werk und wollen uns weismachen, dass doch alles auf gutem Weg sei. Der verlogene Haufen in Brüssel täuscht uns jeden Tag und unsere Politiker agieren als deren Treuhänder. Diese EU und der Euro haben ein Ablaufdatum, doch keiner der Politiker will das zugeben. Die Betrogenen sind wir und dafür müssen wir auch noch zahlen und das nicht zu knapp.

3 1

....und was wird dabei herauskommen?

Nach zähen Verhandlungen bis in die frühen Morgenstunden, ist es uns gelungen eine Kompromisslösung zu finden.

für die Jahre 2014 bis 2020 zahlen wir einen Paketpreis von 420 Mio, und den in einer Tranche mit der Aussicht auf eine Reduktion der Beitagskosten im Jahr 2021 um 0,01%...

Gast: betadonna
24.09.2012 10:39
17 0

erhöhte beiträge sollen einfach aus den gewinnen der griechenland-rettung bezahlt werden..

fekter muss ja schon zig millionen aus dem tollen geschäft mit den griechen rumliegen haben - das reicht locker, um höhere beiträge an die eu zu zahlen..

Gast: Budget
24.09.2012 10:21
0 1

Staatssekretär Lopatka betont, man werde eine Erhöhung nicht hinnehmen.

Wenn's der Lopatka aus der eigenen Parteikasse zahlt, soll's mir recht sein.

So sieht Sparen aus

"..Österreich fordere zudem eine generelle Kürzung des Kommissionsvorschlags, "da wir in Europa auf allen Ebenen sparen und konsolidieren müssen".."
Die EU - Beamten haben sich gerade eine fette Gehaltserhöhung von 6,4% genehmigt. Prozentsätze, von denen unsereins nur träumen kann.

Der Schärdinger

Eh klar dass sie umfallen.
Logisch!!!
Österreich hat eine Vorreiterrolle im Umfallen und zahlen!!

Antworten Gast: Markus Trullus
24.09.2012 10:56
10 0

Re: Der Schärdinger

Warum haben wir diese Flaschen gewählt? Und wählen auch ins EUP nur drittklassige, abgehalfterte Politiker... Alles unsere Kompetenz, leider!

18 0

Interessante Aussage!

"..Österreich fordere zudem eine generelle Kürzung des Kommissionsvorschlags, "da wir in Europa auf allen Ebenen sparen und konsolidieren müssen".."

Warum und mit welcher Begründung haben dann die Parteien gerade ihr Budget aus der Staatskasse aufgefettet, und zwar nicht um a paar %, sondern beinahe verdoppelt?

Re: mit welcher Begründung ...

Wen's um eigene Pfründe geht benötigt man keine (sachliche) Begründung.

Der liebe Steuerzahler wird doch dafür Verständnis haben, dass fehlende Einnahmen, Inflation und leichte Ausweitungen der Parteikosten, man muss ja jetzt höchstwahrscheinlich Inserate selbst bezahlen, durch ihn abgedeckt werden müssen?

1 0

Re: Re: mit welcher Begründung ...

Der Hauptgrund sind die fehlenden Einnahmen durch Korruption.
Das traut sich halt keiner sagen, und die Mehrheit im Volk ist sowieso gutgläubig.

Wetten, die österreichische Delegation

fällt um. Uns wird man dann erklären, dass wir über den Verhältnissen gelebt habe und sparen müssen.

12 0

Re: Wetten, die österreichische Delegation

Natürlich fällt sie um. Der gescheite Herr L. weiß das jetzt auch schon. Er hat auch sicher schon eine Ausrede parat: Die EU ....

Re: Re: Wetten, die österreichische Delegation

Sie werden dem Ding einfach einen neuen Namen geben.
Was wäre mit "Negativrabatt?"

Ja sicher,

es kommt keine Erhöhung für diesen unnötigen Verein, genauso wie es ein super Geschäft mit den Griechen war.

 
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