24.05.2013 14:11 Merkliste 0

Lunacek: "Nationalstaaten in ihrer heutigen Form abschaffen"

25.09.2012 | 18:18 |  WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Die grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek im Gespräch mit der "Presse" zur Krise in Europa, zur Vision und öffentlichen Debatte von Vereinigten Staaten von Europa und zum Parlamentarismus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Sie haben zuletzt Außenminister Spindelegger sehr heftig dafür kritisiert, dass er sich für ein Ausstiegsszenario für Länder wie Griechenland aus dem Euro ausgesprochen hat. Abseits dessen, ob das sinnvoll ist: Dürfen proeuropäische politische Kräfte nicht auch die Lage in Griechenland kritisieren?

Ulrike Lunacek: Auch wir Grüne, die prononcierteste Europapartei, sind in vielen Punkten kritisch. Mit Griechenland und dem Euro ist es aber etwa so wie mit einem Haus, in dem in einer Wohnung ein Wasserschaden entstanden ist. Die Reparatur kostet viel Geld. Die Leute, die darin gewohnt haben, sind ebenso daran Schuld wie die Nachbarn darüber, von denen das Wasser eingedrungen ist. Aber deshalb sollte nicht gleich das Haus abgerissen werden. Wir sollten stattdessen gemeinsam diese Wohnung reparieren. Da müssen die Griechen ihren Beitrag leisten – über Steuern oder die Reduzierung der Militärausgaben. Aber es muss auch Investitionen in Griechenland, etwa in erneuerbare Energiequellen, geben. Allein für die Stromerzeugung auf seinen Inseln muss das Land jedes Jahr Treibstoffe um rund 300 Millionen Euro kaufen.

In Österreich haben sich die Grünen in der Europapolitik zuletzt vor allem innenpolitisch mit der Ratifizierung des neuen Euro-Rettungsmechanismus ESM profiliert. Aber was ist mit den großen Themen: Bankenunion, Fiskalunion, Vereinigte Staaten von Europa?

Wir haben unter meiner Federführung ein programmatisches Papier unter dem Titel „Vereinigte Staaten von Europa“ entwickelt. Das werden wir ab November mit der Bevölkerung diskutieren. Wir werden den Versuch eines neuen Diskurses starten. Die Vision von Vereinigten Staaten von Europa ist wichtig. Aber diese Vision braucht auch Fleisch – demokratiepolitisch, finanzpolitisch, ökologisch und sozial. Den Vorschlag der Kommission für eine Bankenunion unterstützen wir. Auch weil so die giftige Verknüpfung von Staatshaushalten und Banken gekappt wird.

Und die Fiskalunion, die gemeinsame Kontrolle nationaler Haushalte?

Auf jeden Fall. Aber wir sollten nicht nur einseitig sparen. Wir brauchen solide, solidarische Haushalte. Und es muss in Richtung einer Steuerharmonisierung gehen.

Aber das kann zu deutlich höheren Steuern und damit zu neuen Belastungen für die Bevölkerung führen.

Wir brauchen einen Korridor mit einem Mindest- und einem Höchststeuersatz für alle Mitgliedstaaten. Neue Steuern wie die Finanztransaktionssteuer oder die Besteuerung von Stiftungen könnten für die Sanierung der Budgets natürlich auch sinnvoll sein.

Der Fiskalpakt, der neue Euro-Rettungsschirm ESM, all das wurde in der EU abseits der Kontrolle des Europaparlaments aufgestellt. Erleben wir eine Aushöhlung des Parlamentarismus?

Ja. Das hat mit den Schwächen des Lissabonvertrags zu tun und mit dem Gründungsfehler des Euro. Da ist weder die wirtschaftspolitische Steuerung vorgesehen worden noch die Einbindung des Parlaments. Gäbe es ein Initiativrecht für das Europaparlament, hätten wir schon längst die Finanztransaktionssteuer, die Bankenaufsicht, es wäre mit der Krise gar nicht so weit gekommen.

Robert Menasse argumentiert in seinem neuen Buch „Der europäische Landbote“, dass diese Krise dazu beitragen kann, den Nationalstaat zu überwinden. Ist das auch Ziel der Grünen?

Ja, vor allem die inhärenten Nationalismen müssen wir überwinden. Die Nationalstaaten in ihrer heutigen Form abzuschaffen beziehungsweise die nationalen Regierungen in eine zweite Kammer der EU zu integrieren, wo sie mitentscheiden, das wäre das Ziel. Die Nationalstaaten werden aber sicher noch einige Zeit weiterbestehen.

Wenn Sie diese Vision weiterverfolgen, dann würden aber auch die nationalen Parlamente an Einfluss verlieren. Wollen sie das?

Viele der EU-Richtlinien diskutieren wir ja jetzt schon im Europaparlament, bevor sie irgendwann in den Nationalrat kommen. Dort hat die Opposition dann kaum Möglichkeiten, diese Entscheidung zu beeinflussen. Natürlich hätte der Nationalrat auch in einem europäischen Bundesstaat noch Rechte und Möglichkeiten. Aber manche Fragen würden eben nicht mehr dort entschieden.

Ist es ein richtiger Eindruck, dass die Grünen in der aktuellen Krise zwischen die Stühle von Euroskeptikern und Regierungsparteien rutschen, die sich für einen Erhalt der Währungsunion einsetzen? In den Niederlanden haben die Grünen bei den jüngsten Wahlen große Verluste hinnehmen müssen.

Die fast Halbierung der Mandate in den Niederlanden tut weh. Da haben die Grünen dort aber selbst auch Fehler begangen. Aber es stimmt, dass wir manchmal zu wenig in der Debatte vorkommen. Wir können etwas bewegen, wie etwa bei der Ratifizierung des ESM. Aber das müssen wir als eigene Marke auch endlich transportieren. Genauso wie die Tatsache, dass wir nicht korrupt sind wie andere.

Zur Person

Ulrike Lunacek ist seit Juni 2009 Europaabgeordnete. Sie war Spitzenkandidatin der Grünen bei den vorangegangenen Europawahlen. Sie ist die außenpolitische Sprecherin der grünen Fraktion im Europaparlament und Berichterstatterin für den Kosovo. Außerdem ist sie stellvertretende Leiterin sowohl des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres als auch des Ausschusses für Frauenrechte. Lunacek studierte Dolmetsch in Innsbruck und Wien und zog 1999 für die Grünen in den Nationalrat ein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

284 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7
Gast: radius
28.09.2012 08:20
1 1

Bitte, liebe Wähler, schafft die Lunacek ab.


0 1

Re: Bitte, liebe Wähler, schafft die Lunacek ab.

Das Lunacek. Für "die" fehlt dem so ziemlich alles.

Antworten Antworten Gast: jou
02.10.2012 23:38
0 0

Re: Re: Bitte, liebe Wähler, schafft die Lunacek ab.

Whisky sour or on the rocks ?
No, one Lunacek please

1 2

Das Lunacek kassiert ein fettes Gehalt,

damit sie in der Brüsseler Reichskanzlei den Interessen des österreichischen Volkes zuwiderhandelt. DAS ist der Skandal.

1 2

Das Lunacek kassiert ein fettes Gehalt,

damit sie in der Brüsseler Reichskanzlei den Interessen des österreichischen Volkes zuwiderhandelt. DAS ist der Skandal.

Gast: Luna Scheck als Bürgerschreck
27.09.2012 21:41
0 1

Über die supranationale Meta-Ebene läßt sich die Demokratie prima aushebeln, wie wir gerade durch die überfallsartige Euro-Postenbesetzungscoups von Goldman Sachs und den folgenschweren ESM-Putsch "von oben" erleben mußten!

Entweder ist mE. die republikanische Grüne damit eine verräterische Kollaborateurin der Mittelschichtfeinde oder sie gehört der Crew der bloß abcashenden "lunatics" im EP an.

Gast: Riedner S
27.09.2012 12:48
2 2

Das war es dann!

Mit dem Ablassen dieser heissen Luft, hat er sein Plansoll für das nächste Jahr wieder erfüllt.

Gast: egi
27.09.2012 11:35
1 0

Ist nicht mehr notwendig!

Wer heute in der Wirtschaft noch mitspielen will hat seine Nationalstaatlichkeit bereits zu einem großen Teil aufgegeben, und muss sich zu den großen Machtblöcken zählen ob er will oder nicht, außer er hat eine Nationalstaatlichkeit wie Nordkorea. Wer nur ein wenig in die Schweiz schaut wird es bemerken, Nationalstaatlichkeit, wo es außenpolitisch nichts bringt, ihre hl. Kuh das Bankengeschäft wird aber von außen dirigiert usw.
Ähnlich ist es in Österreich, es wird gelogen das sich die Bretter biegen, wenn wir über unsere so genannte Nationalstaatlichkeit diskutieren, Jugendschutzgesetzgebung und ähnliches, ist der Bereich, wo wir uns noch selbst bewegen können. – der Zug ist abgefahren!

3 3

"Wir können etwas bewegen, wie etwa bei der Ratifizierung des ESM"

Das traut sich der Lunacek auch noch zu sagen. Soll sich gemeinsam mit seinem Menasse nach Zentralafrika verziehen.

Gast: Quatsch
27.09.2012 00:55
6 1

was will denn die? Die Zukunft ist verprasst!

. . . die ganze Welt unter einem Grünen Schirm?


das kann die dame vergessen!!!

die verräter von SPÖ,ÖVP und grüne haben die zukunft österreichs mittels ausnützung ihrer 2/3 mehrheit schon zu genüge ruiniert, weiter werden diese undemokratischen abzocker aber nicht kommen!

denn ich bin mir sicher, dass der vfgh diesen wahnsinnigen ihre ganzen gesetzesbeschlüsse als verfassungswidrig um die ohren hauen wird!

dann werden sie nicht mehr unhin kommen, eine volksabstimmung durchführen zu müssen, und das ergebnis dieser ist wohl absehbar!

0 4

Re: das kann die dame vergessen!!!

"...eine volksabstimmung durchführen zu müssen, ..."

Sie kennen aber unsere Verfassung nicht!
Sie haben keine Ahnung, unter welchen Voraussetzungen in Österreich Volksabstimmungen möglich sind!

Lesen´s einmal den Artikel 43 unserer Bundesverfassung durch, dann wissen´s, dass Sie hier im luftleeren Raum herumreden!

Re: Re: das kann die dame vergessen!!!

ach bitte Sie haben ja keine Ahnung von der österreichischen bundesverfassunge, weshalb es etwas peinlich ist, dass sie hier mit artikeln um sich schmeißen!

lesens einmal weiter!
im art 44 BVG steht nämlich, dass bei einer gesamtänderung der verfassung das volk die zustimmung in einer volksabstimmung erteilen muss!

wenn man wie die grünen also die nationalstaaten abschaffen will, so wird man nicht unhin kommen min eines der 6 grundprinzipien des BVG zu ändern, und spätestens dann muss eine bindende volksabstimmung über die änderungen abgehalten werden!

sollte diese nicht erfolgen, so wird der VFGH das verfassungsgesetz aufheben (dies geschah übringens schon einmal im jahr 2001)

dies ist ürbigens das einzige szenario, in dem der entscheid der bürger für den gesetzgeber bindend ist, und wo eine volksabstimmung unbedingt abgehalten werden muss, also reden sie nicht von Voraussetzungen (plural) es gibt nur EINE einzige voraussetzunge, und die ist die gesamtänderung der verfassung!

naja wie dem auch sie, aus ihrem kommentar ist auf alle fälle zu entnehmen, dass sie offensichtlich absolut keine ahnung von der verfassung haben, denn solche basics wissen vermutlich selsbt erstsemestrige jus studenten!!

0 1

Re: Re: Re: das kann die dame vergessen!!!

"...denn ich bin mir sicher, dass der vfgh diesen wahnsinnigen ihre ganzen gesetzesbeschlüsse als verfassungswidrig um die ohren hauen wird, dann werden sie nicht mehr unhin kommen, eine volksabstimmung durchführen zu müssen!"

Das waren Ihre amateurhaften Ausführungen. Jetzt spende ich Ihnen den ganzen Text des Artikels 44, Abs 3 und gliedere den Text zum besseren Verständnis:

1. Jede Gesamtänderung der Bundesverfassung,
2. eine Teiländerung aber nur, wenn dies von einem Drittel der Mitglieder des Nationalrates oder des Bundesrates verlangt wird, ist nach Beendigung des Verfahrens gemäß Artikel 42, jedoch vor der Beurkundung durch den Bundespräsidenten, einer Abstimmung des gesamten Bundesvolkes zu unterziehen."

Wenn Sie jetzt nach eigener Aussage ein so glänzender Verfassungsjurist sind, dann erklären Sie mir
1. welche Gesamtänderung/Teiländerung der Verfassung meinen Sie mit dem Passus "... ihre ganzen gesetzesbeschlüsse als verfassungswidrig.."
2. Handelt es sich aber nur um Teiländerungen, dann sind wir wieder beim Nationalrat, wie im Artikel 43!

Wenn Sie sich jetzt auf die "Abschaffung der Nationalstaaten" anspielen wollen, dann empfehle ich Ihnen erst einmal den genauen Stand der Entwicklung, die Konstruktion des Staatenbundes mit der Stellung Österreichs als selbständigem Bundesstaat und dann erst " NACH BEENDIGUNG DES VERFAHRENS NACH ART. 42" abzuwarten!

Re: Re: Re: Re: das kann die dame vergessen!!!

mit dem passus "ihre ganzen gesetzesbeschlüsse als verfassungswirdig" meine ich die gesetze die der nationalrat im rahmen der errichtung des ESM und des fiskalpaktes beschließen muss!

es muss nicht perse ein spezeilles gesetz sein, das ob seines umfanges eine gesamtänderung darstellte, es können auch mehrere, im kontext zu einander stehende teiländernde verfassungsgesetze sein, die aber als ganzes gesehen defacto eine gesamtänderung der vefassung darstellen (eine schleichende gesamtänderung)

dies wird aller spätestens dann der fall sein, wenn das nationale parlament die budgethoheit verliert!

denn das beschließen des budget, an das sich die regierung zu halten hat ist ja genau das köngsrecht des parlaments!

kann jetzt also eine EU organisation den nationalstaaten ein budget oktroyieren, so sind wir bei einer gesamtänderung der verfassung angelangt, und ich glaube schon das frau lunacek genau das meint!

schaut man sich z.b den ESM an, so bin ich schon gespannt wie da der vfgh entscheiden wird, denn auch hier kann der gouverneursrat von österreich immer mehr geld verlangen, ohne das das parlament irgendetwas zu entscheiden hat!

0 1

Re: Re: Re: Re: Re: das kann die dame vergessen!!!

"...die gesetze die der nationalrat im rahmen der errichtung des ESM und des fiskalpaktes beschließen muss!"
Der ESM und Fiskalpakt wurden bereits am 4.7. 2012 im Parlament beschlossen!
Eine "schleichende" Verfassungsänderung durch mehrere Änderungen gibt es nicht!

Unter einer Staatlichen Budgethoheit versteht man das einer Volksvertretung zugeordnete Recht, über den Haushaltsplan und damit insbesondere über die Einnahmen und Ausgaben bzw. Erträge, Aufwendungen, Einzahlungen und Auszahlungen zu entscheiden.
Weder vom ESM noch vom Fiskalpakt wird das Parlament hier eingeschränkt. Beim ESM haben wir uns zu einer limitierten, maximalen Zahlung verpflichtet und beim Fiskalpakt im Grundsatz nicht mehr Geld auszugeben, als einzunehmen.
Wie aber die Ausgaben und vor allem die Einnahmen gedeckt werden ist allein Aufgabe des Parlamentes. Niemand "oktroyiert" irgend einem Staat ein Budget auf!
Unser VfGH würde nicht anders entscheiden, als Karlsruhe, weil der Gouverneursrat maximal nur vom Parlament bereits "GENEHMIGTES, NICHT EINGEZAHLTES KAPITAL" abrufen kann.

Orwell's "1984"!

Rote Nazi.

Antworten Gast: Gastastast
27.09.2012 11:04
1 1

Re: Orwell's "1984"!

Ersparens sich die Redundanz. Eines der beiden Worte reicht schon völlig aus - in beiden Fällen.

Gast: abschaffenundzerstören
26.09.2012 21:51
5 2

diese pseudoargumente von "abschaffen, auflösen und staatenzerstörung erinnern an schlimme und diktatorische politische systeme. die grünen und sozis reden nur mehr alles schlecht.


Gast: Gasti
26.09.2012 20:07
5 2

Den Lunacek gibt es auch noch?

Hab gedacht den haettens laengst abgeschafft.

Antworten Gast: nqj
26.09.2012 20:39
3 5

Re: Den Lunacek gibt es auch noch?

ein bisserl wirr im kopferl heut' der herr graf prol?

Re: Re: Den Lunacek gibt es auch noch?

wo liegt er falsch?

Antworten Antworten Antworten Gast: nqj
27.09.2012 10:53
1 1

Re: Re: Re: Den Lunacek gibt es auch noch?

was weiß denn ich, wo der falsch gelegen haben soll mit seinem kopf, sodass da vielleicht irgend was nicht mehr stimmt.

Re: Re: Re: Re: Den Lunacek gibt es auch noch?

er, der lunacek, oder wie? ;-)

Gast: Marsmensch
26.09.2012 20:04
3 1

Natürlich

müssen sich die Staaten Europas in geeigneter Weise zusammenraufem ansonsten werden sie von den Anderen Großen gegenseitig ausgespielt

Gast: Putsch "von oben" zur Ausbeutung der Massen - und die linken Grünen spielen mit!!?
26.09.2012 18:51
10 3

Mit der Entsorgung der Nationalstaaten wird klammheimlich der Bürger weitestgehend seiner demokratischen Mitwirkungsrechte beraubt,

denn ein 1/8.400.000-stel an der Wählerstimme in Österreich garantiert noch immer höheren Einfluß als ein atomisiertes 1/500.000.000-stel an der Wählerstimme in der EU. Die Masse des nur emotional gelenkten Pöbels ist durch Manipulation über das seichte Infotainment, die gezielte Desinformation und das Agenda-Setting der Massenmedien und die Meinungsmache durch die Sozialen Netzwerke und ein paar gekaufte Promis mit etwas Psychologie ziemlich leicht in die gewünschte Richtung zu lenken, während die Manipulation eigenständig denkender, gebildeter, selbstbewußt widerständiger, intelligenter und sich aus verschiedensten Informations- und Wissensquellen eine eigene Meinung zusammenbastelnder Citoyens, die als Meinungsmultiplikatoren fungieren, weitaus schwieriger ist. Um diese letzteren zu entmachten und auszuschalten, will man unter allerlei Vorwänden schleunigst die Nationalstaaten entsorgen.

Der Geopolitiker David Rockefeller begann mit subtiler Regime- und Regionalpolitik (NAFTA, EU, ASEAN, Arabische Liga) das über Jahrzehnte stufenweise zu implementierende Konzept einer "Weltregierung" unter der Knute der Oligarchen/Räuberbarone der Wallstreet zu forcieren. Durch regional zentralisierte Scheindemokratien (zB. EU-"Demokratiedefizit" beschönigend genannte EU-Diktatur mit ESM), Angstmache und massive Umverteilung durch für die Wallstreet äußerst profitable Dauerkrisen sowie Putsch "von oben" (EU regiert von Goldman Sachs) wird echte Demokratie großflächig ausgehebelt.

 
12 3 4 5 6 7