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Lammert: "Kroatien offensichtlich nicht beitrittsreif"

13.10.2012 | 09:42 |   (DiePresse.com)

Der Präsident des deutschen Bundestages plädiert für einen EU-Erweiterungsstopp. Zuerst müsse das Ungleichgewicht im Integrationsprozess beseitigt werden.

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Der deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich für einen EU-Erweiterungsstopp ausgesprochen. "Für die unmittelbar bevorstehende Zukunft halte ich die Europäische Union nicht für erweiterungsfähig", sagte Lammert der "Welt am Sonntag". "Wir haben so viele dringende Aufgaben in der Konsolidierung der Gemeinschaft zu erledigen, dass wir nicht erneut den Ehrgeiz der Erweiterung an die Stelle der notwendigen Stabilisierung treten lassen sollten."

Mit Blick auf die Erfahrungen mit Bulgarien und Rumänien warnte Lammert vor einem raschen EU-Beitritt Kroatiens. Das Land sei "offensichtlich nicht beitrittsreif".

Beseitigung des Ungleichgewichts

Die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien hätten eine Beitrittsperspektive, müssten die Voraussetzungen für einen Beitritt zur Europäischen Union aber selber schaffen, sagte der Parlamentspräsident. "Dabei darf die gute Absicht nicht an die Stelle der nachgewiesenen Veränderungen treten." Nach derzeitigen Planungen soll Kroatien im kommenden Jahr der Europäischen Union beitreten.

Gleichzeitig sprach sich Lammert dafür aus, den europäischen Integrationsprozess fortzusetzen. "Das Ungleichgewicht zwischen der ökonomischen und der politischen Integration, das zu den unerfreulichen Turbulenzen geführt hat, muss jedenfalls dringend beseitigt werden", sagte er. "Wir müssen in allen Euro-Mitgliedsstaaten eine gemeinsame Haushalts- und Fiskalpolitik realisieren." Der europäische Fiskalpakt habe dazu wichtige Voraussetzungen geschaffen.

(APA/AFP)

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30 Kommentare
 
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Gast: stefan.p
14.10.2012 23:06
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nicht beittritsreif ?

die Kroaten sind aber gar nicht verärgert über diese aussage. Die kommentare in kroatischen Zeitungen zeigen ,die Menschen sehen das auch ein.
Bei den Griechen ist es nicht so der Fall.

Gast: gast25626
14.10.2012 16:46
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Pressekonferenz 12.10.2012

Regierungssprecher Seibert: "In diesem Vor-Beitritts-Monitoring hat die EU-Kommission auf einige letzte Defizite hingewiesen, die sie sieht.
...
Wir sind zuversichtlich, dass Kroatien das auch zum vorgesehenen Zeitpunkt schaffen kann."
(Zitat:www.bundesregierung.de)

Angst vor dem Freund

Das Horrorszenario für die deutsche Wirtschaft und damit für die deutsche Politik: Kroatien bekommt Auftrieb durch den EU-Beitritt und wird erfolgreich! Slowenien hat ja schon gezeigt, daß das funktionieren kann.
Nur Leute, die nicht wissen, wovon sie sprechen, können in solche Positionen gehoben werden, alle denkenden und fühlenden Menschen würden dort wegen der bürokratisch-systematischen Wissensfreiheit in ihren Organisationen sofort verzweifeln.
Mag sein, daß Herr Lammert schon mal physisch in Kroatien anwesend war – verstanden hat er jedenfalls nichts. Und das liegt nicht nur daran, daß er die Sprache nicht versteht. Die Entscheidungsgrundlage ist: Keine Ahnung von nix, und davon reichlich – armes Kroatien.

Antworten Gast: hk1190
15.10.2012 12:51
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Re: Angst vor dem Freund

Bitte weisen Sie den Erfolg Sloweniens nach! Die Meldungen der letzten Monate finden andere Bezeichnungen für diesen sogenannten Erfolg.

Norbert Lammert spricht für Gerechtigkeit!

Lammert sagt; Kroatien und die Türkei haben mit den Verhandlungen am gleichen Tag begonnen. Jetzt sollten sie am selben Tag Mitglieder der EU sein. Das müsste aus der Sicht der Österreicher in Ordnung gehen. Immerhin sind die Österreicher mit der Gerechtigkeit sehr verbunden!

Ich verstehs nicht

Wie können Leute die es nicht einmal schaffen 5 Minuten über das zu reflektieren was sie sagen wollen bevor sie es tun (und ihnen dann vielleicht auffallen würde was für einen Blödsinn da verzapfen) in solche Positionen gewählt werden.

Das aufstrebende Kroatien mit den maroden, korrupten Staaten Bulgarien und Rumänien vergleichen? Allen Ernstes?

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"Kroatien offensichtlich nicht beitrittsreif"

Ich glaube viele Menschen verwechseln hier so Manches. Es geht nicht darum das Kroatien den Euro einführt sondern es geht um den Beitritt zur EU. Was den Beitritt Bulgariens oder Rümäniens zur EU angeht bin ich selbst auch kritisch. Aber ich glaube Kroatien steht auch ohne EU viel besser da als die hier genannten Staaten.

Gast: Hans im Glück
13.10.2012 19:39
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Die Kroaten, ein sympathisches Volk.

Eins kann ich immer noch nicht verstehen:

Sie haben hart für ihre Unabhängigkeit gekämpft.
Sie vertrauen iherer eigenen Währung nicht und springen bereitwillig in eine neue Abhängigkeit.

Dieses Verhalten kenn ich von Frauen die von einer schlechten Beziehung sofort in die Nächste sich reinstürzen.

Warum können sie sich keine Pause gönnen und erst einmal sich selbst finden.

Kroaten eure Kuna wird den Euro überleben.
Steht zu euch selbst sonst seid ihr verloren.

Gast: Sueton
13.10.2012 18:40
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Zweierlei Maß!

Ich halte diese Feststellung aber angesichts der Mitgliedschaft von Portugal, Spanien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien für reichlich verlogen. Natürlich hat Kroatien alle möglichen Defizite in einer Reihe von Bereichen. Die eigentliche Gründe für die Schwierigkeiten, die man Kroatien macht, sind aber andere.
1. Es ist ein Beweis für die Unzulänglichkeit des Systems von 1919/20, an dem die "Alliierten immer noch hängen. Wie sagte Roland Dumas sinngemäß? "Wenn Jugoslawien zerfällt verlieren wir den Ersten Weltkrieg!"
2. Es stand im Zweiten Weltkrieg auf der falschen Seite. Dafür hat es einfach Strafe verdient.
3. Kroatien hat gegen ein fundamentales Prinzip verstoßen: Es hat einen Krieg um sein Territorium geführt und diesen erfolgreich beendet. Dergleichen aber ist ganz böse. Besser wäre es gewesen, sich demütig zu zeigen und still zu protestieren. Da hätte man jetzt Jahre lang vortrefflich verhandeln können, endlose UNO-Initiativen abwicklen können und á la Handke überlegen können, ob nicht doch die Serben die Guten seien. Die serbische Armee säße jedenfalls immer noch in Ostslawonien, der Krajina und sonst wo, aber die Brüsseler Welt wäre in Ordnung!
4. Es dauert zu lange, bis endlich die Sozialisten so richtig an die Macht kommen! Das kommt in Brüssel auch ganz schlecht!

Gast: freund?
13.10.2012 17:27
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Vor der Neuaufnahme JEDES Landes Volksabstimmung


in jedem einzelnen Land .

"Kroatien offensichtlich nicht beitrittsreif" - Aber Rumänien und Bulgarien waren es, oder wie?

wer ist die EU

Deutschland, Austria, BeneLux und Skandinavien

der Rest sind Geldempfänger auf Kosten - siehe oben

die Süd- und insbesondere Ost Staaten sind nur Schnorrer

und keine keine Mitteleuropäer

Re: wer ist die EU

Sie haben offensichtlich wenig Ahnung. Eines der größten Schnorrerländer und zugleich eines der größten Verschwender- und Schuldenländer (fast gleichauf mit Südeuropa) ist Belgien. Luxemburg steht zwar wirtschaftlich wesentlich besser da als Belgien, hat aber seinen Reichtum auch nicht selbst erarbeitet, sondern kommt in erster Linie in den Genuss hoher Zahlungen seitens der EU, weil mehrere Institutionen dort angesiedelt sind.

Im Gegensatz dazu war Großbritannien nach seinem EG-Beitritt der größte Nettozahler und hat aus diesem Grund einen Rabatt erwirkt. Trotz des sogenannten Briten-Rabatts ist es sowohl pro Kopf als auch in absoluten Zahlen weiterhin einer der größten Nettozahler in der EU.

Sie loben jedoch ausgerechnet Belgien und Luxemburg und zählen offenbar die Briten zu den Schnorrern.

Keine Ahnung dieser Lammert. Kroatien ist reifest verglichen mit Griechenland, Portugal, Bulgarien

Keine Sorgen, nicht mal die tüchtigen Polen wollen "vorerst" den Euro.

Gast: salzmann2
13.10.2012 15:21
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hirn einschalten

herr lammert, im bezug auf die eu-erweiterung müssen sie schon ihren landsmann verheugen und den nordmann rehn, in die pflicht nehmen, denn die waren es die rumänien, bulgarien etc. viel zu früh in die eu hinein gedrückt haben und wir jetzt das schlamassel haben. kroatien ist weit eher eu-reif als die genannten länder es sind und waren. die beiden eu-erweiterungskommissare sind bereits in pension aber wir haben jetzt den palawatsch. so schauts aus herr lammert.

Nachhaltigkeit

Absolut dafür! Nur, Kroatien sollte man den Prozess noch abschließen lassen. Dann geht es darum, ob die EU überhaupt konsolidiert werden kann und in welcher Form. Noch solche Erweiterungen wie beim €uro werden sich die Nettozahler nicht mehr leisten können.

Gott, haben die Kroaten ...

... ein Glück.
Die haben unerklärlicherweise für die EU gestimmt und werden nicht genommen?
So wie ich die EU kenne, sind das nur Scheingefechte. Kroatien wird nach einigen Scheinzusagen ohne Wenn und Aber genommen.

Gast: mataruski
13.10.2012 14:18
4 2

Herr Lammert überschlägt sich im Aktionismus

Das fällt Herrn Lammert aber früh ein, den Kroaten will er jetzt die Türe zu knallen.
Die Aufnahmekriterien für Kroatien waren richtiger Weise schon deutlich höher angesiedelt als bei jedem anderen Beitrittskandidaten. Es ist eine unehrenhafte Frechheit den Kroaten schon jetzt das Gefühl zu vermitteln dass Ihre Zeit noch nicht gekommen sei. Ein vergleich zwischen Kroatien, Bulgarien und Rumänien ist absurd. Und dann noch so unklug sein und alle Länder des ehem. Jug. in einen Topf schmeißen. Sensationell unklug! Freilich wird dieser populistische Quatsch in schlechten Zeiten wie diesen im Volke gern gehört. Das macht es aber nicht richtiger. Zum Thema organisiertes Verbrechen: Die Straßen in Kroatien sind wie übrigens auch die geparkten Autos deutlich sicher als in Deutschland. Es wird durch einen kroatischen EU Beitritt auch nicht zu einem Zufluss organisierter Banden wie etwa durch Rumänien, Bulgarien oder Polen kommen. Das wäre durch bereits bestehende VISA Freiheit bereits passiert. Und was etwaige kosten angeht: Schon jetzt tummeln sich österreichische und deutsche Investoren in Kroatien. Klar ist, das die EU viel zu schnell gewachsen ist und der Euro viel zu früh eingeführt wurde. Dieser Umstand lässt sich nicht Rückgängig machen. Nun heißt es also vorwärts, und die Wertegemeinschaft nach Möglichkeit ohne Transferleistungen wachsen lassen. Kroatien ist kulturhistorisch ein fester Bestandteil der europäischen Wertegemeinschaft.

Re: Herr Lammert überschlägt sich im Aktionismus

Die Kroaten sagen von sich selbst, dass es ihnen viel schlechter geht als den Griechen

Re: Herr Lammert überschlägt sich im Aktionismus

sehr richtig, dieser Beitrag erspart mir Gleiches zu sagen. Sehr unkundig in diesem Fall diser Lammert. Und wenig Ahnung der europ. Kulturgeschichte

Gast: freund?
13.10.2012 13:34
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Richtig ist, daß Kroatien nur kosten, und


nichts bringen würde. aus verschiedenen Gründen, Zustand der Wirtschaft, organisierte Kriminalität mit hohem Einfluß, Korruption,etc.

Und ein Stop wäre schon lange fällig gewesen.

Aber auch 'Alt-EU-Länder', wie Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, passen zum Norden nicht.

Die ganze EU ist ein Unsinnsprojekt außerhalb der Realität .
Und, wie 'Jugoslawien', wie das Sowjetreich, wird sie auch enden. Hoffentlich ohne zerstörerische Explosion .

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Re: Richtig ist, daß Kroatien nur kosten, und

und wieviel arbeitplaetze hat man durch die osterweiterung hier im lande geschaffen? ich lass es gelten die ganze erweiterung und die strukturen der eu in frage zu stellen , aber man kann nicht immer nur in einer comfort zone leben

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will man den ueberhaupt in die eu

1. knapp 45% der Kroaten haben gegen ein Beitritt gestimmt ist aussagekräftig.
2. in der heutigen Situation kann man von Futtertrog zumindest bei Kroatien nicht sprechen, eher das Gegenteil wird in der ersten Phase der Fall sein , Österreich ist ja schon Hauptinvestor .
3. Es sich dann so zu richten wie es gerade passt ist auch schwierig es gibt ja ein Roadmap nachder man sich orientieren sollte, das gilt auch fuer Kroatien und die Erledigung der Hausaufgaben.
4. trotzdem finde ich die Kommentare von solchen Stellen doch unnötig und Pauschal , Kroatien mit Rumänien und Bulgarien zu vergleichen zeugt das der Herr sich nur oberflächlich mit der Materie auseinander gesetzt hat und nun Stimmung macht, eh das Prinzip der Csu

Antworten Gast: Johann S
13.10.2012 13:55
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Re: will man den ueberhaupt in die eu

Ohne dem Beitritt das Wort reden zu wollen,67,25% haben im Jänner 2012 pro Beitritt abgestimmt.
Dies sei korrekterweise geschrieben.

Uiiiiiiiii....das grenzt jetzt aber schon an Majestätsbeleidigung !

Darf der überhaupt sowas sagen ? Nach Kroatien warten schon Montenegro, Serbien, Mazedonien und Albanien auf den Futtertrog !

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da kommen Herren aber früh drauf, dass zuerst die eigenen Probleme gelöst gehören bevor die EU sich Neue dazuholt!

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