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Nobelpreis für EU: "Bilder haben nichts Friedfertiges"

18.10.2012 | 09:30 |  Hellin Sapinski (DiePresse.com)

Politikwissenschaftler Pollak übt im Interview mit DiePresse.com Kritik an der Vergabe des Friedensnobelpreises. Und spricht über den fehlenden "Theaterdonner" und einen nahenden EU-Beitritt der Schweiz.

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Die EU kommt nicht aus den Negativschlagzeilen und erhielt dennoch den Friedensnobelpreis. War das gerechtfertigt?

Johannes Pollak: Das fand ich etwas sonderbar. Ich war überrascht, weil sechs der zehn größten Waffenlieferanten aus Europa kommen. Das passt für mich nicht zum Friedensnobelpreis.

Obama hat ihn doch auch bekommen. Ebenfalls eine sonderbare Entscheidung des Komitees?

Ja, allerdings hat mich die Vergabe an die EU mehr überrascht, weil die Bilder, die wir tagtäglich ins Haus geliefert bekommen, nichts Friedfertiges an sich haben. Es gibt soziale Spannungen, die nicht geringer werden, es gibt Proteste... Das passt nicht ins Bild. Und es gab und gibt im Europäischen Rat Spannungen und Ressentiments, die eher an die Zeit vor der Integration erinnern. Auf der anderen Seite ist die EU der größte Entwicklungshilfe-Geldgeber mit 55 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist enorm.

Die Begründung des Nobelpreiskomitees war ja auch, dass es die EU geschafft hat, den Frieden auf dem Kontinent dauerhaft zu sichern.

Und das hat die EU ja auch wirklich lange geschafft. Das Nobelpreiskomitee hat in der Begründung des Weiteren gemeint, dass die EU ihr Friedensprojekt nun auch auf den Balkan ausdehnt - da gibt es wohl keinen Zweifel über die Bedeutung dieser Ausdehnung.

Diese Wirkung ist aber eher passiver Natur oder? Die EU greift ja nicht ein, weshalb ihr oft Nicht-Handeln vorgeworfen wird.

Das Nicht-Handeln der EU auf der internationalen Ebene hängt oft damit zusammen, dass sie es nicht kann. Sie hat nicht die Kapazitäten dazu, oftmals auch gar nicht die rechtlichen Befugnisse. Auch wenn sie den Willen dazu hätte. Es ist leicht, jemanden als friedfertig zu bezeichnen, der keine Mittel zur militärischen Interessendurchsetzung hat. Was man aber keinesfalls machen darf, ist den Preis überzubewerten. Immerhin hat ihn der Sprung von Herrn Baumgartner sehr schnell aus den Schlagzeilen verdrängt. Man kann sich zwar freuen und Kuchen essen, wirkliche Auswirkungen auf die EU-Politik wird der Preis aber nicht haben.

Verändern könnte sich bald aber dennoch etwas: Geht es nach mehreren EU-Außenministern, darunter Michael Spindelegger, soll die EU in ein bundesstaatliches Modell ähnlich jenem der USA umgewandelt werden. Ein sinnvolles Projekt?

Das ist möglicherweise ein Ausweg aus dem aktuellen nicht demokratischen EU-System, aber vollkommen illusorisch. Vertragsveränderungen dieses Ausmaßes sind nach Artikel 48 einstimmig durchzuführen - das wird es nicht geben, denken Sie nur an Großbritannien. Außerdem nehme ich diesen Außenministern das Bestreben nach einer so massiven Änderung in Richtung Föderalismus nicht ab. Das würde eine Aufgabe ihrer eigenen Machtbefugnisse bedeuten.

Das Modell würde aber ein staatsähnliches Demokratiesystem für die EU schaffen.

Ja, wir hätten irgendwann europäische Parteien, grenzübergreifende Wahlsprengel, Spitzenkandidaten, die sich in verschiedenen Ländern demselben Wahlvolk stellen. Wir hätten ein Europäisches Parlament aus dem eine Regierung gewählt würde und wesentlich mehr Machtbefugnisse, etwa für das, was heute die Europäische Kommission ist. Wir hätten schlicht eine Veränderung, die, wenn man den Umfragen glaubt, viele Europäer nicht wollen.

Vizekanzler Spindelegger gab kürzlich bekannt, ein Initiativrecht des Europäischen Parlaments, die weitere Abgabe von nationalstaatlichen Kompetenzen in der Währungspolitik und die Direktwahl eines EU-Präsidenten anzustreben. Ist das realistisch?

Dass es zu kleineren institutionellen Änderungen kommen wird, glaube ich schon. Das Europäische Parlament arbeitet ja beispielsweise an Vorschlägen, dass ein Teil der europäischen Parlamentarier in grenzübergreifenden Wahlsprengeln gewählt wird. Ich muss aber sagen, ich kenne Spindeleggers Vorschlag nicht. Eine Direktwahl des Präsidenten des Europäischen Rates fände ich wunderbar. Aber ernsthaft: Der ist ein besserer Sekretär, der hat keine politische Entscheidungsmacht. Das ist eine Augenauswischerei.

"Derzeit beraten 27 Personen hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des Kontinentes."
Pollak über die EU-Kommission.

Was sollte dann gemacht werden?

Wesentlich wichtiger wäre es, wenn es zu einer anderen Auswahl der Kommissionsmitglieder käme. Oder, was den Rat betrifft: Derzeit beraten 27 Personen hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des Kontinentes, ohne dass es demokratische Kontrolle darüber gibt, ohne dass wir prüfen können, wer dort wie argumentiert hat. Der frühere grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber hat das einmal den Reichsfürstenrat genannt und das war äußert treffend, fand ich. Wozu haben wir diese Repräsentanten, wenn keiner weiß, was wer gesagt hat? So lange es keinen Nexus gibt zwischen der Wahlentscheidung und der Politik, die gemacht wird gibt, so lange sind wir mit einer Fassadendemokratie konfrontiert.

Ist die Eurokrise somit auch eine Krise der Demokratie?

Nein. Was wir hier sehen ist ein massives politisches Versagen. Das hat einerseits damit zu tun, welche Rechte der EU in den Verträgen zugebilligt worden sind, andererseits damit, welche politische Entscheidungsmacht der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs in den letzten Jahren für sich beansprucht hat. Was wir allerdings sehen ist, dass die Konstruktion der EU eine Schönwetterkonstruktion ist. Das heißt, die derzeitige Krise zeigt die Richtigkeit der Analysen auf, die immer gesagt haben, dass das System nicht demokratisch genug ist, dass es keinen politischen Wettbewerb gibt. Wir haben zwar ein Theater, aber es fehlt der Theaterdonner. Das ist schade und gehört verbessert.

Worin liegt das Kernproblem?

Es gibt ein massives Informationsdefizit der Bevölkerung, gefördert durch ein gewisses Desinteresse der nationalen Regierungen. Das Europäische Parlament hat mehr Einfluss als manche mitgliedsstaatliche Parlamente, wird aber immer noch als Second-Order-Institution wahrgenommen. Wahlentscheidungen der Europäer haben keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung der "Proto Regierung Europäische Kommission". Und vor allem keinen Einfluss auf die Politikgestaltung der EU.

Wird der Bürger durch die Rettungsschirmpolitik der EU entmachtet?

Was passiert ist, ist, dass man hier am Rande dessen gehandelt hat, was in den EU-Verträgen steht. Ich möchte sogar sagen, man hat ultra vires, also jenseits dessen gehandelt was rechtlich zulässig ist. Die Rhetorik der Krise, des Notfalls, des notwendigen schnellen Handelns wird dazu benutzt, nationale Parlamente weiter zu marginalisieren.

Nationale Parlamente haben in der EU allerdings generell wenig zu sagen.

Das ist richtig, obwohl es seit Lissabon das Placebo der Subsidaritätsüberwachung gibt. Nationale Parlamente haben wenig zu sagen, weil sie keine Ressourcen und wenig Expertise haben. Das ist ein Riesenproblem. Sie haben acht Wochen Zeit, auf einen Vorschlag zu reagieren - um etwas so Komplexes wie den ESM zu diskutieren. Das grenzt an Lächerlichkeit. Hier lässt sich mit dem Argument, die Märkte bestimmen die Geschwindigkeit, relativ schnell ein Accountability-System (Sytem der demokratischen Kontrolle, Anm.) aushebeln, das eigentlich bestehen würde. Der österreichische Nationalrat hat eines der stärksten Mitbestimmungsrechte in der EU, indem es Minister mit einem bindenden Mandat für Verhandlungen im Ministerrat ausstatten kann. Nur wird dies überhaupt nicht genutzt.

Kritiker fordern einen EU-Austritt und ziehen Vergleiche mit der Schweiz und Norwegen. Könnten diese Länder kein Vorbild sein?

Ich möchte nicht mit der Schweiz oder Norwegen tauschen. Sie wenden relativ viel Geld für die europäische Integration auf, werden aber bei Entscheidungen nicht eingebunden. Die Schweiz diktiert nicht 27 Ländern, was zu tun ist, sondern umgekehrt. Ich glaube, dass Norwegen und die Schweiz in den nächsten zehn Jahren der EU beitreten werden - Norwegen wird beim Stellen des Beitrittsantrages sicher schneller sein.

Ihre Prognose für die Zukunft der EU?

Die Krisenanfälligkeit der EU steigt durch die steigende Zahl der Mitglieder und den damit verbundenen verschiedenen Interessen. Auch fehlt eine Vision vom Sinn und Zweck einer demokratischen Union. Ich bin mir aber sicher, dass die derzeitige politische Krise die EU nicht aus den Angeln heben wird.

Zur Person

Univ.Prof.Dr.habil. Johannes Pollak ist seit Oktober 2010 Leiter der Abteilung Politikwissenschaften am Institut für Höhere Studien in Wien und Universitätsrofessor für Politikwissenschaften an der Webster University Vienna sowie Lektor an der Universität Wien und Salzburg. Er wurde 1969 in Klosterneuburg geboren, absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft und Philosophie in Wien, ein Masterstudium an der London School of Economics sowie ein Post-Graduate Studium am Institut für Höhere Studien in Wien. Zu seinen Forschungs- und Arbeitsbereichen zählen Europäische Integration sowie Demokratietheorien.

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45 Kommentare
 
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Gast: Kritische Stimme
18.10.2012 19:10
2 4

Abwertung des Friedensnobelpreises

Die EU bekommt den Friedensnobelpreis.Es ist nicht der erste grosse Fehler von dem norwegischen politischen Komitee.Europa hat in den letzten 20 Jahren mit seinen Kriegen ein unendliches Leid gebracht in viele Laender.Irak,Afganistan,Libien,Syrien,Libanon,Somalien,Pakistan,Jemen,usw.Minimal 8 mio Opfer an Toten,Verwundeten,Invaliden,Gefolterten,Liquidierungen,Fluechtlingen.Weil diese Kriege ausschliesslich von Soldaten aus christlichen Laendern ausgetragen wurden in Islamlaender,wurden schon mehr als 1 mio Christen aus allen Muslimlaendern verjagt.Neulich berichtet Irak von vielen Missgeburten durch Einsatz von toxischer Munition.
Dieses Ereignis ein Aprilscherz zu nennen ist viel zu milde ausgedruckt.Dann hat Europa mit seinen Subventionen fuer Bio-Oel schon mehr als 250 mio Menschen weltweit in den Hunger getrieben.Wenn man die Nachrichten liest,Militairaktion in Mali,Sanktionen hier,Sanktionen dort,dann kommt man zum Schluss Europa hat noch nichts gelernnt

Gast: Lukas
18.10.2012 19:06
2 4

Blödheit siegt

es gibt wohl nichts Lächerliches als die Verleihung dieses Friedensnobelpreises an die EU. Wenn der ESM schlagend wird könnte es auch mit dem "Frieden" in Europa vorbei sein! Die Verleihung von Nobelpreisen wird künftig wohl nur mehr wenige interessieren.

Gast: Glühender Europäer
18.10.2012 14:28
3 3

Zeitverschwendung

Da die EU ihr Wesen weder ändern will noch kann, hilft das Reformgerede nur, die "Erfolgsgeschichte" weiter zu verlängern und vom logischeren Thema abzulenken.

Gast: schwarzseher
18.10.2012 13:15
4 4

friede

friede auf dem kontinent? die kriege in exjugoslawien waren realität.

Antworten Gast: asoso
18.10.2012 14:27
4 1

Re: friede

reine Fantasie - in der EU doch keine Kriege !

eigentlich..

dachte ich anfangs, ein ganz vernünftiges interview. bis zu dem passus, dass die schweiz der eu beitreten wird. da musste ich schon herzhaft lachen.

Re: eigentlich..

Als Schweizer ging es mir (natürlich) ähnlich. Spitzfindig auch seine Bemerkung, dass Norwegen "schneller sein wird".

Ich würde mit dem werten Herrn Professor gerne eine Wette eingehen wollen: Die CH wird der EU in den nächsten 10 Jahren nicht nur nicht beitreten, sie wird sich insbesondere ökonomisch und politisch entschieden besser entwickeln als der schwerfällige Brüsseler Koloss. Zur Zeit spricht alles dafür...

Ich grüsse Sie freundlich.

Antworten Gast: iona
18.10.2012 15:23
3 4

Re: eigentlich..

LOL
ja, ich auch, ich derfang mich gar nicht vor lauter lachen weil so einen bledsinn hab ich ja schon lang nicht gelesen. der mensch hat studiert und glaubt das trotzdem womöglich wirklich was er da phantasiert. das ist schockierend.

13 1

Verglichen mit der idealen Welt

ist die EU undemokratisch, kriegerisch und wirtschaftlich erbärmlich.

Verglichen mit den anderen Teilen der Welt ist die EU ein Hort der Demokratie (vgl: Plutokratie reinsten Wassers in den USA, kommunistische Diktatur in China, Indien - na ja, Rußland - Zar Putin an der MAcht, einige volksdemokratien in Lateinamerika).

Die Kriege in Europa waren außerhalb der EU bzw. Aufstände gegen die Diktatur der Sowjetunion. Die europäischen Waffenlieferanten sind Spielzeugfirmen im vergleich zu Martin Marietta.
Und wirtschaftlich - die USA und Großbritannien wollen den Euro ruinieren - jedoch, der Dollar war vor 10 Jahren 17 öS. Heute ist er 75 cent (umgerechnet 10 öS). China mag dynamischer sein. Wollen Sie chinesische Arbeitsbedingungen? Ich nicht. Zumindest nich die der Kleinen. Die sind für unserte Begriffe unvorstellbar, schlimmer als 19. Jh. Die Manager allerdings sind wie die faulen Maden im Speck.

Antworten Gast: Hudriwudri
18.10.2012 14:00
3 2

Re: Verglichen mit der idealen Welt

Sie und andere sollten einmal damit aufhoeren, dieser Achse "demokratisch-undemokratisch" irgendeine Bedeutung zuzumessen. Fuer das Leben der allermeisten Menschen ist es voellig wurscht, wie die Machthaber an die Macht kommen - ganz und gar nicht egal ist dagegen, was sie mit ihrer Macht anfangen.

Freilich wird (vor allem von den derzeitigen Systemprofiteuren) gerne so getan, als ob Demokratie Frieden, Rechtsstaat und gute Verwaltung quasi automatisch zur Folge haette. Das wird durch die Realitaet allerdings nachdruecklich widerlegt.

3 0

Allerdings zeigt die Geschichte und die Gegenwart,

dass demokratisch legitimierte Regierungen im Schnitt wesentlich besser mit der Macht umgehen als Diktaturen.

Es wäre interessant, wenn Sie Ihre Realität auch mit Beispielen belegen könnten.

Schweiz zur EU ?

Na sicher geben sie die Direkte Demokratie auf für
wem ? Griechenland,Spanien,Italien,Frankreich o ja für
den ESM.

Re: Schweiz zur EU ?

Als schweizerischer Stimm- und Wahlbürger würde ich natürlich sofort ein "Ja" einlegen wollen ;-) Die Mitgliedschaft hat nur Vorteile (so könnte man den Herrn Professor zumindest beinahe verstehen):

- keine direkte Demokratie
- allgemeine Steuererhöhungen
- Erhöhung der Mehrwertsteuer von knapp 8% auf 18%
- Aufgabe der neutralen Aussen- und Sicherheitspolitik
- Allenfalls spätere Einbindung in eine "EU-Armee" (oder NATO)
- endlich Euro, statt Franken
- keine autonome Währungspolitik
- Abbau der föderalen Strukturen (keine/eingeschränkte kantonale Steuerhoheit)
- endlich Mithaftung für die klammen südeuropäischen Mitgliedsländer (was die CH über den IWF im Übrigen in einem gewissen Rahmen sowieso schon tut!), denn gelebte europäische Solidarität geht zwar nicht durch den Magen (allenfalls könnte sie höchstens auf selbigen schlagen!), dafür aber durch die Geldbörse.
- kein automatischer, politischer Nachvollzug mehr (Prof. Pollak spricht dieses Übel an), dafür jedoch nach der "deutschen Pfeife" tanzen.
- etc., etc.


1 3

Re: Re: Schweiz zur EU ?

Aber Sie wissen doch sicher, dass die folgenden Agenden immer Schweizer- und keine EU-Agenden sein würden:

- direkte Demokratie
- allgemeine Steuererhöhungen
- Erhöhung der Mehrwertsteuer von knapp 8% auf 18%
- endlich Euro, statt Franken (?)
- keine autonome Währungspolitik
- Abbau der föderalen Strukturen (keine/eingeschränkte kantonale Steuerhoheit)

Antworten Gast: iona
18.10.2012 15:32
3 5

Re: Schweiz zur EU ?

ja sicher. und auch auf die landessprache verzichten die schweizer gerne um endlich der merkel und ihrer eleganten sprache untertan zu sein. was gäbe es denn schöneres auf der welt?

15 5

Ich glaube, dass Norwegen und die Schweiz in den nächsten zehn Jahren der EU beitreten werden -

falls es dieses gescheiterte Experiment dann überhaupt noch gibt, und sogar dann ist fraglich ob eine Schweiz sich alles diktieren lassen würde.

Gast: PÖHSE
18.10.2012 10:24
18 5

Die EU ist eine mausetote Fehlgeburt .


Eine Maus und ein Elefant KRIEGEN kein Kind .

Und in einer unpolitischen Universität kriegt ein Pollak auch keine Professur .

Re: Die EU ist eine mausetote Fehlgeburt .

Jeder Grünstrichler sollte sich was schämen, aber das zeigt auch nur das Niveau der meisten Presse-Kommentarler...

Gast: Peter Zirka
18.10.2012 09:57
5 12

Kriegsverharmlosung

ist es, was der da macht. Man kann doch nicht die Weltkriege mit den Wohlstandsproblemchen der Europäer von heute vergleichen.

Gast: byrdie
18.10.2012 09:54
5 11

Im Vergleich mit dem Gräueln des WK 1 und WK 2

sind die Bilder von Straßendemos Peanuts. Man kann doch nicht die Millionen Gastoten und noch mehr Millionen Toten der Bombennächte mit Demos vergleichen!

Antworten Gast: vdfbvcy
18.10.2012 11:14
11 5

Re: Im Vergleich mit dem Gräueln des WK 1 und WK 2

Wer sagt denn, dass es bei Demos bleibt? - die übrigens gewalttätig waren, was ja nicht dem friedlichen Normalzustand entspricht! Wenn wir Pech haben, mündet dieses Friedensprojekt in einem 3. WK, denn wenn es den Leuten mal so richtig schlecht geht, helfen schöne Worte wie "Friendensunion" und "Völkerverbindung" nichts mehr. Jeder ist sich selbst der Nächste! Sehen Sie sich doch die Bilder aus Greichenland an und den Einzug der Rechtsextremen ins Parlament. Migranten kamen bereits zu Tode! Die Radikalisierung schreitet voran - was soll daran friedlich sein???

8 5

Re: Im Vergleich mit dem Gräueln des WK 1 und WK 2

In Friedenszeiten sind gewalttätige Demonstrationen aber kein Normalfall.

14 5

So ein Quatsch

Wie bitte soll den ein Bundesstaat Europa mit übergreifenden Parteien und einer art Europawahl bei der der Wähler JEDE PARTEI wählen kann funktionieren ????????

Das scheitert doch schon daran, da z.b. deutschsprachige Wähler in der Regel die ital., span., franz., Kanditaten sprachlich und inhaltlich gar nicht verstehen. Wir sind nicht die USA die eine AMTSSPRACHE hat die auch jeder spricht und beherrscht.
In Europa gibt es an die 20 verschiedene Sprachen, sollen wir uns dann alle Dolmetscher anstellen ???

Ohne eine gemeinsame Sprache wird ein _Bundesstaat Europa genausowenig funktionieren wie die heutige Währungsunion.

Ausserdem werden sich zumindest F und GB nur einbinden lassen, wenn Sie den unbeschränkten Führungsanspruch dieses Bundesstaates Europa erhalten. Ohne dem werden die beiden NIE UND NIMMER bestandteil eines Bundesstaates Europa werden.

Aus meiner Sicht wird sich die Schweiz hüten sich diesem Europa uneingeschränkt anzuschließen. Dafür sind Sie viel zu Stolz und Wilhelm Tell würde sich im Grab umdrehen.

Antworten Gast: HoppSchwiiz
18.10.2012 10:37
8 10

Re: So ein Quatsch

Klar würde es gehen, die Schweiz mit ihren 4 Landessprachen-/kulturen (+Englisch als lingua franca) machen es ja vor.
Ein grosser Unterschied besteht aber zw. EU und Schweiz: die Schweiz ist eine sog. Willensnation (man will trotz den Gegensätzen zusammenstehen- und gehören), was die Nationalstaaten in der EU nicht wollen. Die EU ist und bleibt ein rein wirtschaftlich motivierter Zusammenschluss. Und wo der eigene Vorteil aufhört, ist fertig lustig. Die Geschichte lehrt uns, dass der nicht erzwingbare Integrationsprozess à la Schweiz einige Jahrhunderte dauern wird. In der jetztigen Verfassung und Stimmung der Nationalstaaten zur EU fehlt allerdings die Grundvoraussetzung, um den Integrationsprozess überhaupt zu initiieren. Das liegt auch daran, dass der EU die demokratische Legitimation fehlt.

Antworten Gast: 434343
18.10.2012 09:58
6 10

SOso.

Die 4-sprachige Schweiz müsste man demnach auflösen. Kann ja nicht funktionieren, meinen Sie. Tut es aber!

 
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