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Ex-Kommissar Dalli: 9300 Euro pro Monat trotz Rücktritts

22.10.2012 | 16:32 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Der Ex-Kommissar sei politisch untragbar, aber unschuldig. Darum habe er Anspruch auf Entgelt und EU-Pension, erklärt die EU-Behörde.

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[BRÜSSEL] Zumindest finanziell muss man sich um John Dalli, den über eine Bestechungsaffäre gestolperten Ex-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, keine Sorgen machen. Ein Sprecher der EU-Behörde gab nämlich am Montag bekannt, dass der Malteser seine Rechtsansprüche auf Übergangsgehalt und EU-Funktionärspension behalte.

„Die Europäisch Kommission muss die Unschuldsvermutung respektieren. Wir betrachten Herrn Dalli als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist", sagte Olivier Bailly, ein Sprecher von Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Das bedeutet für Dalli zweierlei. Erstens hat er ab sofort bis zum Ende der Amtsperiode des gegenwärtigen Kollegiums von Kommissaren (Anfang 2015) Anspruch auf ein Übergangsgehalt von 45 Prozent seines Grundbezugs. Dieser beträgt 20.667,20 Euro pro Monat, Dalli erhält folglich 9300 Euro pro Monat. Von diesem Bruttobetrag wird die vorteilhafte EU-Steuer abgezogen, sie beginnt bei acht Prozent und steigt in insgesamt 14 Stufen auf den Höchstsatz von 45 Prozent.

2356 Euro monatliche Pension

Zusätzlich erwirbt Dalli nächstes Jahr am 5. Oktober anlässlich seines 65. Geburtstages den Anspruch auf eine EU-Pension. Für die zweieinhalb Jahre, die er in Brüssel gedient hat, wird er ab Auslaufen des erwähnten Übergangsgehaltes monatlich 11,4 Prozent seines Grundgehalts als Rente kassieren, also 2356 Euro.

Einem Bericht von OLAF zufolge, dem EU-Amt zur Betrugsbekämpfung, soll Dalli von Gerüchten gewusst haben, dass ein Lobbyist ihn gegen Geld zur Änderung der EU-Richtlinie über Tabakprodukte korrumpieren wolle. Geld floss angeblich nie, der OLAF-Bericht ist allerdings weiterhin unter Verschluss.

Dallis Nachfolger in der Kommission jedenfalls steht fest: Am Montag erklärte Kommissionspräsident Barroso nach einem Treffen mit Maltas Außenminister Tonio Borg, er sei mit seiner Nominierung einverstanden. Borg wird noch im Europaparlament angehört werden müssen. Wann, steht noch nicht fest.

 

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66 Kommentare
 
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Re: "Übergangsgehalt von 45 Prozent seines Grundbezugs. Dieser beträgt 20.667,20 Euro pro Monat"

wenn der Artikel stimmt dann minus 45 % EU Steuer macht dann von ca. 20.000 9000 Steuer gibt genau 11.000 netto 12 mal. Ist für einen EU-Kommissar eigentlich angemessen. Ist sicher kein lustiger Job.

Re: Re: "Übergangsgehalt von 45 Prozent seines Grundbezugs. Dieser beträgt 20.667,20 Euro pro Monat"

Falsch. Die Bezüge der EU-Funktionäre werden in mehreren Steuerstufen von acht bis 45 Prozent besteuert, wie in Österreich (nur um einiges günstiger). Der durchschnittliche Steuersatz (ohne einen zusätzlichen ziemlich winzigen Sozialversicherungsbeitrag) dürfte um die 25 Prozent liegen.

Re: "Übergangsgehalt von 45 Prozent seines Grundbezugs. Dieser beträgt 20.667,20 Euro pro Monat"

wenn der Artikel stimmt dann minus 45 % EU Steuer macht dann von ca. 20.000 9000 Steuer gibt genau 11.000 netto 12 mal. Ist für einen EU-Kommissar eigentlich angemessen. Ist sicher kein lustiger Job.

Gast: euanspruchaufluxus
22.10.2012 21:03
12 0

diese gierigen eu-eurolobbys bedienen sich wie im selbstbedienungsladen und lassen die europäer im sozialabbau untergehen; wo sind die Gewerkschaften eigentlich?


Antworten Gast: HB4242
22.10.2012 21:38
5 0

Re: diese gierigen eu-eurolobbys bedienen sich wie im selbstbedienungsladen und lassen die europäer im sozialabbau untergehen; wo sind die Gewerkschaften eigentlich?

In Brüssel, wo sonst ?

3 10

pah

solange die Leute (und vermutlich viele in diesem Forum) FPÖ/BZÖ/Stronach etc. wählen dürfen sie sich nicht wundern ausgesackelt zu werden. Denn die Herren dieser Parteien haben den Österreichern in den letzten 15 Jahren mehr gekostet als die Pensionsbezüge aller EU-Kommissare zusammen! Zuerst denken und dann wählen!

Re: pah

Fail. Nicht Genügend - Setzen.

Antworten Gast: HB4242
22.10.2012 21:08
11 0

Re: pah

Na wieviele haben die letzten 15 Jahren FPÖ/BZÖ gewählt ?

(lässt sich leicht nachprüfen und den Stronach gab es noch gar nicht !)

Zuerst denken und dann schreiben !


8 0

puuh

Diese Herrschaften machen das ggf. noch mit ein wenig Schamgefühl.

Die roten & grünen Genossen versuchen das nicht einmal, sondern greifen ganz unverhohlen in Ihre Taschen und nennen es halt "soziale Gerechtigkeit".
Für mich sind's dreiste Wegelagerer.

Antworten Gast: Bärenfalle...
22.10.2012 20:43
5 0

Re: pah

Ich gestehe:

Ich habe sie alle gewählt.

Mit dem ganz großem Kreuz quer über den Wahlzettel und dem Handvermerk:

"Keiner von denen"

Aber sie haben recht:

Es gibt in diesem Land keine Partei welche nicht die Interessen der Wähler verrät.

Ganz vorne natürlich (s. ESM) die EU-Einheitsblockpartei SPÖVPGrüne

Gast: PÖHSE
22.10.2012 20:24
6 1

DAS ist das Gesicht, das Hirn und der Ar..m


der EU.

Einfach ihr Wesen .

Weg mit dem Brüssler Mist .

Antworten Gast: yoshi1
22.10.2012 21:26
2 0

Re: DAS ist das Gesicht, das Hirn und der Ar..m

Wie wahr!

Wir in Österreich haben dagegen hohes Vertrauen in unsere Hochpolitik und es wäre für jeden Österreicher undenkbar, dass uns diese für ihren Eigennutz schaden könnte!

kein wunder für aufstände

solange sowas ist, verstehe ich voll und ganz die aufstände in griechenland etc. weiter so.

Re: kein wunder für aufstände

Sie vermischen hier Äpfel mit Birnen! Die Staats- und Regierungschefs als Europäischer Rat sind die wahre Macht in der EU und damit auch für die Krisenpolitik verantwortlich. Die EU- Kommission hat da vergleichsweise wenig zu reden...Leider!

Gast: kurti7
22.10.2012 19:45
11 1

eine frechheit

eine bodenlose frechheit was sich diese bonzen in brüssel erlauben. wir sollten unseren nettobeitrag nach brüssel drastisch kürzen oder überhaupt einstellen aber dazu haben unsere politiker keinen mumm. die nächste wahl kommt bestimmt !

Re: eine frechheit

servus kurti, mal im ernst: was glaubst passiert, wenn wir die beitragszahlungen einstellen? zurück zum schilling? der an die mark gekoppelt war? in welcher blase lebst du denn?

Antworten Antworten Gast: Tango korupti
22.10.2012 22:39
0 0

Re: Re: eine frechheit

wieder mal ein ÖVP Handaufhalter!

Gast: Flop
22.10.2012 19:32
11 0

Da

freut sich ein Ex-Selbstständiger, wie ich! 36 Jahre brav eingezahlt, davon 21 Jahre Höchstbeitrag ( zwangsweise, da deppert und ehrlich ) und bekommt € 2.400,00 brutto, vulgo weniger als 1.900,00 netto. Toll! Falschen Beruf gewählt.

Aha

Und dann kratzen sich die Damen und Herren Experten am Kopf, warum immer mehr Menschen politikverdrossen sind...

Re: Aha

Die Politikverdrossenheit ist wohl eher das kleinere Übel. Viel mehr Angst habe ich von dem, was angesichts dieser schamlosen, alltäglichen Selbstbedienung des Politadels bei gleichzeitigen massiven Sparmaßnahmen beim gemeinen Volk sonst noch bei diesem hochkommen könnte... ;-)

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
22.10.2012 20:35
2 0

Re: Re: Aha

Noch geht es der Masse eh ganz gut.

Aber Politik und Wirtschaft sind ganz fleißig dabei dies zu ändern.

Aber der Machtergriff radikaler Parteien hatte historisch betrachtet immer eine wenn auch gerne unter den Tisch gekehrte Vorgeschichte.


Re: Aha

wird zeit das sich das volk sowas zurück holt und die macht vom volke aus durchsetzt!

Pension?

9300.- Euro PENSION auf Lebenszeit? In 2 1/2 Jahre "arbeiten" kann man so einen Pensionsanspruch erwerben? Und den Griechen, Portugiesen, Spaniern und letztendlich wohl auch uns kürzen sie massiv die Pension?

Und das Volk soll ruhig bleiben. Und was es diesem mafiosen Haufen wünscht, darf man sowieso öffentlich nicht schreiben - das ist dann ja Hetze... ;-)

Antworten Gast: zetto
23.10.2012 09:39
1 0

Re: Pension?

11x grün für eine komplett falsche Aussage.
Ist sinnerfassendes Lesen zu viel verlangt?

Re: Pension?

Bitte richtig lesen. 9300€ Übergangsgeld, danach 2356€ Pension. Was das Problem natürlich nur dem Betrag nach vermindert.

Antworten Antworten Gast: Gast Kritiker
22.10.2012 22:40
0 0

Re: Re: Pension?

Und was sagens zu dem folgenden
Cameron wirft EU massive Verschwendung vor:
"Mit seinen Forderungen will der britische Premier vor allem den besserverdiendenden EU-Beamten an den Kragen: 16 Prozent der Mitarbeiter aus der Verwaltung verdienen mehr als 100.000 Euro pro Jahr. „In Großbritannien sind wir sehr hart mit der zentralen Verwaltung umgegangen, vor allem bei der Anzahl der Beamten, um Geld frei zu setzen, das an anderer Stelle wichtiger eingesetzt werden kann“, sagte Cameron. „Diesen rigorosen Ansatz müssen wir auch in den Verhandlungen (über das EU-Budget) wiederfinden“.

Die EU-Kommission verlangt allein von Großbritannien mehr als zehn Milliarden Euro zusätzlich bis 2020 und reagiert auf die Forderungen aus London abweisend: „Wir haben (die Forderungen) abgelehnt, weil das viel Arbeit und Zeitverschwendung für unsere Mitarbeiter bedeutet, die im Moment wichtigeres zu tun haben“, sagte ein Sprecher der Kommission dem Telegraph.
Ein wahres Wort von Cameron. Diese überzogenen Gehälter der EU-Beamten kann man für Wichtigeres einsetzen als den Beamten nachzuwerfen, wo gleichzeitig zB.bei den Pensionisten in Österreich eingespart wird. Quelle:" Deutsche Mittelstands Nachrichten.de" Es ist halt immer dasselbe. Da geht es um viele Versorgungsposten auf Kosten der anderen, die sich dann finanziell einschnüren dürfen, damit dieser Privilegienhaufen ein gutes Leben hat.

Antworten Antworten Gast: HB4242
22.10.2012 20:39
1 0

Re: Re: Pension?

Grimm`s Märchen kennen wir schon ....

Gibt einen guten Einblick was uns die Brüsseler so kosten ..

... oh man!! Als hätten wir nicht schon genug überbezahlte Dampfplauderer in Europa.

Gast: Barrorscho
22.10.2012 18:12
10 0

9300 Euro pro Monat - aber sicher doch,

und wir sollen sparen. Und unser Erspartes frisst die Inflation weg. Danke schön. Die EU haben wir so notwendig gebraucht wie einen Kropf.

Dalli, Dalli,

raus aus der EU!

damit käme ein Bankdirektor

wohl nicht aus, oder eine Direktor eines Energiekonzerns, oder ein Primar...
so bescheiden diese Beamten

EU

ich will auch in die EU-bürokratie für 2 1/2 jahre!
dann habe ich auch 2356 Euro pension.

so ein unglaublicher madenhaufen im speck!

Antworten Gast: toro
22.10.2012 19:06
1 0

Re: EU

Wenn Sie dorthin wollen, können Sie sich bewerben.

Gast: phj
22.10.2012 17:52
8 0

S a u e r e i


17 1

Verbrecher

unter sich! Weg mit dieser EU-Diktatur!

Gast: gustav_gast
22.10.2012 17:40
2 0

wenn ich den auf der strasse sehe

würd ich ihm nicht die hand geben. nur so lernen sie es.

;)

Antworten Gast: Barrorscho
22.10.2012 18:13
5 0

Re: wenn ich den auf der strasse sehe

doch, die geballte.

Gast: gast55
22.10.2012 17:26
11 0

super

einfach traumhaft die EU

Wir betrachten Herrn Dalli als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist"

Gleichzeitig lesen wir: "der OLAF-Bericht ist allerdings weiterhin unter Verschluss"
Wer bitte sollte also gegen den Herrn Kommissar noch ermitteln, wenn schon die bestehenden Ermittlungsergebnisse für immer unter Verschluss bleiben?
Da war es bei unserem H.P. Martin einfacher. Er ermittelte gegen Korruption in der EU - die OLAF in der Folge gegen ihn. Und die Ermittlungsergebnisse wurden gleich einmal gegen ihn verwendet.

Re: Wir betrachten Herrn Dalli als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist"

Die Causa liegt jetzt bei der maltesischen Justiz, dort wird wohl demnächst ein Verfahren starten, mit Akteneinsicht (auch in den OLAF-Bericht) etc.

Passt schon

Was Recht ist, muss schliesslich Recht bleiben. Und Verträge sind einzuhalten - wie z.B. jene von Maastricht;-)

 
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