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Binnenmarkt: EU-Integration brachte 26 Milliarden

22.10.2012 | 17:44 |  Von Anna Gabriel (Die Presse)

Die Teilnahme an allen europäischen Integrationsschritten seit der Ostöffnung im Jahr 1989 war laut einer neuen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung für Österreich bisher besonders profitabel.

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Wien. Die Skepsis vor einer weiteren Integration der EU-Mitgliedstaaten als Folge der Krise wiegt in Österreich besonders schwer – obwohl es gerade hierzulande keinen Grund dafür gibt, wie eine neue Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo zeigt. Demnach hat Österreich von allen Integrationsschritten seit der Ostöffnung im Jahr 1989 bisher überdurchschnittlich profitiert.

Studienautor Fritz Breuss errechnete gar ein zusätzliches jährliches Wirtschaftswachstum von 0,5 bis zu einem Prozentpunkt durch die Teilnahme an allen Integrationsprozessen wie dem EU-Beitritt, der Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion und der großen Erweiterung 2004.

8,5 Milliarden Euro seit 1995

„Die Hälfte unseres Wohlstandes verdanken wir den Exporten in die EU-Partnerländer und damit unserer Wettbewerbsfähigkeit in ganz Europa“, betonte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl anlässlich der Veranstaltung „20 Jahre Binnenmarkt – Österreichische KMU go Europe“, an der auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Binnenmarktkommissar Michel Barnier teilnahmen. So sei Österreich mit rund 8,5 Milliarden Euro an Mitgliedsbeiträgen seit dem Beitritt 1995 zwar EU-Nettozahler. Die gestiegene Wirtschaftsleistung aber würde diesen Malus mehr als ausgleichen: Der Mehrwert bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 beträgt insgesamt 26,2 Milliarden Euro.

Die Ostöffnung hat sich den Studienergebnissen zufolge mit einem zusätzlichen jährlichen Wachstumsbonus von 0,2 Prozentpunkten, die EU-Mitgliedschaft und damit die volle Teilnahme am Binnenmarkt mit 0,6 Prozentpunkten, die Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion so wie die Erweiterung mit 0,4 Prozentpunkten positiv niedergeschlagen. Die Auswirkungen der Integration haben aber insgesamt über die Zeit leicht abgenommen (siehe Grafik).

In der Krise müssten nun die noch bestehenden Probleme des gemeinsamen Binnenmarkts durchforstet werden, fordert Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Die Stabilisierung der Finanzmärkte, die Erleichterung der grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlung insbesondere für Fachkräfte und die Beseitigung von Handelshemmnissen nennt er als wichtigste Punkte.

Auch Barnier hofft auf eine baldige Rückkehr zur Finanzstabilität – und zwar durch umfassende Regulierung. „Kein Finanzmarkt, kein Finanzprodukt und kein Finanzsektor darf davon ausgenommen sein“, fordert der Kommissar. In weiterer Folge seien eine Verteidigung der Wirtschafts- und Finanzpolitik und die Wiederbelebung  von Wachstum und Beschäftigung die drängendsten Aufgaben der nächsten Jahre.

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Weiterer Impuls möglich

Wichtigstes Instrument dafür: Der gemeinsame Binnenmarkt. Derzeit liegen laut Barnier 55 Vorschläge zu dessen Verbesserung auf dem Tisch, darunter zu den Themen öffentliches Auftragswesen und digitale Signatur. „Erst sechs bis sieben Prozent des Handels werden elektronisch abgewickelt. Hier gibt es enormes Potenzial“, glaubt der Kommissar. Insgesamt könne eine weitere Vertiefung des Binnenmarkts die Wirtschaftsleistung um zwei bis drei Prozent heben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2012)

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43 Kommentare
 
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Antworten Gast: Fprester
23.10.2012 09:14
12 1

Re: wozu zahlen und fakten?

Nach Ihrer Definition bin ich ein EU-Hasser. Wenn ich zwischen der EU und der Schweiz wählen könnte, würde ich die Schweiz vorziehen, einfach weil sie das weit effizientere und mir besser zusagende System darstellt. Hat das mit Hass oder mit rationaler Überlegung zu tun?

Re: wozu zahlen und fakten?

ja ja das mit den Studien und den Zahlen...
hast du vielleicht auch Zahlen für die reallohnentwicklung seit wir in der Eu sind und vorher?

Re: Re: wozu zahlen und fakten?

du könntest politiker werden!
die meisten davon gefallen sich auch darin, hausgemachte fehler der eu anzuhängen.

die reallohnentwicklung spiegelt wieder, wie die profite (auch) durch die eu-mitgliedschaft verteilt werden. DAS ist aber ein rein nationales problem!

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märchenstunde

da ist ja noch die geschichte vom rotkäppchen glaubwürdiger als diese werbeeinschaltung !

Gast: Konservativer
23.10.2012 00:19
11 1

Lüge. Dreckige Lüge.

Die EU ist unser schlimmster Feind.

Wer´s glaubt, wird selig...

;-)

Gast: MeinsDORF-Pullli
22.10.2012 23:18
11 0

Einnahmen ohne Ausgaben?

Ey, ihr Bären, ich hab nix bekommen?

Leitln, das ist ja der Schnitt des Jahrtausends und ihr lasst mich verhungern?


Die Zeitachse, liebe Leut, ist echt böse.

Büßen müssen immer die Nachkommenden für die Fehler der Vorausgehenden.

Wenn der Barnier anwesend war, sollten gleich mal die Alarmglocken schrillen. Frankreich steht nämlich für eine indikative Planwirtschaft, notfalls könnte man dann auf das imperative Planwirtschaftsmodell der Ex-UdSSR umschwenken, wenn es dem Machterhalt dient. Brüssel ist der verlängerte Arm von Paris, so sehen es die französischen Eliten. Wer nicht mitmacht, dem droht man unverhohlen mit Schall und Rauch.

Wirtschaftsregierung, Bankenunion mit EZB-Aufsicht, Schuldenunion, Eurobonds - NEIN danke. Das haben wir nicht bestellt, alles klar, Herr Minister Mitterlehner und Herr Wirtschaftskammerpräsident.

Gast: franz-josef
22.10.2012 22:40
14 0

Wer genau hat da profitiert??

....8,5 Milliarden seit 1995 -

SO schaut`s aus und nicht nur "gefühlt" (das auch...)
"Seit 1995 stieg das durchschnittliche Nettoeinkommen nur um o,2 Prozent" ...Quelle: "Profil" v.22.10.2012


15 1

Realeinkommen

Und warum merkt die Bevölkerung davon nichts? Die meisten Realeinkommen stagnieren oder sinken sogar.

12 1

eine

Studie? ein Gutachten? eine Umfrage?
ja dann ...

Gast: PÖHSE
22.10.2012 20:48
13 1

Werbung für die Brüssler Kaffefahrten !



ich will keine Heizdecke um 2000 Euro !

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Re: Werbung für die Brüssler Kaffefahrten !

Dann werden die um 2000 eben verboten und Sie müssen eine um 3000 nehmen, denn die Heizdeckenpflicht wird natürlich zeitgleich mit der Kaffeefahrt eingeführt ...

Antworten Antworten Gast: franz-josef
23.10.2012 23:12
1 0

Re: Re: Werbung für die Brüssler Kaffefahrten !

völlig richtig - siehe Glühbirnen

Gast: PÖHSE
22.10.2012 20:47
11 1

Lüge. Artikel



erledigt. Rundablage unter 'Werbepostwurf' .

Gast: Bärenfalle...
22.10.2012 20:30
15 1

Für Österreich besonders profitabel.

Toll.

Wer ist "Österreich" ?

Die Arbeiter und Angestellten können es nicht sein, siehe negative Reallohnentwicklung.

Die Garantien für ESM & Co. (und die werden schlagend) noch gar nicht eingerechnet.


Gast: Lesebrille zur Seite
22.10.2012 20:17
12 1

"besonders profitabel"


und mit diesem Schwachsinn erübrigt sich das Weiterlesen gleich im ersten Satz.

Danke für diese Akürzung.

Gast: Dornbirner
22.10.2012 20:08
13 1

Und Kosten tut's 80 Mrd an Gesamthaftungen

für den ESM, GRiechenland & Co.


 
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