Wien/Wb. Das Vertrauen der Österreicher in den Euro sinkt stetig. Das belegt eine Umfragereihe der Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). Hatten im März 2010 noch 70Prozent der Bevölkerung ein „sehr großes“ beziehungsweise „großes“ Vertrauen in die Gemeinschaftswährung, sind es derzeit gerade noch 38 Prozent (siehe Grafik). Elf Prozent der Österreicher haben heute überhaupt kein Vertrauen mehr.
ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt verweist auf die Schulden- und Finanzkrise, „die viele Menschen verunsichert“. Er betont allerdings auch, dass die Bevölkerung trotz dieses Vertrauensverlusts den Euro als Währung behalten wolle. 76 Prozent der Befragten sprachen sich für einen Erhalt der Währung aus. Lediglich 17 Prozent möchten zum Schilling zurückkehren (der Rest ist unentschieden oder wollte sich nicht äußern).
Die repräsentativen Umfragen wurden von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) durchgeführt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2012)

BilderMord an Soldaten schockiert Großbritannien
Zitate der Woche''Wie man mit Umfragen manipuliert, weiß ich auch''
X-47BGroßdrohne hebt erstmals von Flugzeugträger ab
''Kim on Tour''Der Diktator als Pappkamerad
