Schäuble wirbt für Verbleib der Briten in EU

30.10.2012 | 06:31 |   (DiePresse.com)

Die britische Stimme werde im europäischen Wettbewerb der Ideen dringend benötigt, sagt der deutscher Finanzminister in Oxford.

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat in Großbritannien für einen Verbleib des Landes in der Europäischen Union geworben. Großbritanniens Stimme werde im europäischen Wettbewerb der Ideen dringend benötigt, sagte Schäuble am Montag bei einem Besuch der Oxford-Universität.

Europa sei umgekehrt auch gut für Großbritannien. Er fürchte, dass dies nicht immer erkannt werde, ergänzte der Minister. Der britische Außenminister William Hague hatte vor ein paar Tagen ein Europa mit sehr unterschiedlichen Integrationsstufen gefordert. Hintergrund der Debatte ist der Beschluss des EU-Gipfels, im Dezember weitreichende Beschlüsse über die engere Zusammenarbeit in der Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftspolitik zu vereinbaren. Hague machte klar, dass Großbritannien viele der künftigen Integrationsschritte nicht mitgehen werde. Der britische Premierminister David Cameron steht unter starkem Druck von Teilen seiner konservativen Partei, die ein Referendum über einen EU-Austritt verlangen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stieß ins gleiche Horn. Großbritannien sei ein wichtiger Partner in der EU, sagte Merkel am Abend auf einer CDU-Regionalkonferenz in Schwerin. Sie werde nächste Woche den britischen Amtskollegen Cameron besuchen.

(APA/Reuters)

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14 Kommentare
Gast: Gast 2012
02.11.2012 21:51
0

ohne die Briten wird es eng für die EU

dann gehen die schönen Erweiterungsträume einiger EU-Fanatiker den Bach hinunter. Hand auf's Herz, wer will schon in eine antidemokratische EU, wo einige wenige bestimmen und kassieren und die anderen nur zahlen dürfen?

Antworten Gast: Birdlook
04.11.2012 21:46
0

Re: ohne die Briten wird es eng für die EU

Wieso soll es für die EU ohne Briten eng werden? Der Wagen läuft doch dann besser und schneller, wenn die Bremsklötze weg sind :-))

Schäuble

Hat ein Attentat überlebt, und das ist unser aller Pech. die Dame wurde für Verrückt erklärt, hatte meiner Meinung aber eine Eingebung.

Den europäischen Wettbewerb der Ideen wurde mit

der EU erfolgreich beendet.

Gast: ASVG-Sklave
30.10.2012 10:45
6

Wenn es um egoistische Gedankengut geht

Wenn es um egoistische Gedankengut geht, sind die Briten Zweifelohne Nummer Eins. Die Deutschen mögen ein bisschen davon abschauen.

Briten wollen keine EU-Steuern zahlen

Klar, dass die Briten aus der EU aussteigen wollen. Die wollen die EU-Steuer ("finanztransaktionssteuer") nicht bezahlen.
Ganz anders die österreichische SPÖ-ÖVP Regierung. Die liefert österreichisches Steuergeld freiwillig an die EU ab.

Die EU-Austrittspartei vertritt jedenfalls die österreichische Bevölkerung:
Österreichisches Steuergeld muß in Österreich bleiben. EU-Austritt jetzt, ab besten noch vor den Briten und vor dem EURO-Kollaps.

R. Marschall, Parteiobmann
www.euaustrittspartei.at

Re: Briten wollen keine EU-Steuern zahlen

selten so einen haarsträubenden unsinn gelesen. eröffnen sie lieber ein kasperltheater, andererseits, richtig lustig sind sie ja auch nicht.

"im europäischen Wettbewerb der Ideen"

Das ist ja schon gleichauf mit UdSSR-Speak. Wenn nicht darüber.

Gast: gregor127
30.10.2012 08:20
3

Ausland

Na solange er solchen Blödsinn nur im Ausland verzapft ist es ja ok. Am Flug zurück sollte er es aber dann schon wieder vergessen haben. Wüßte nicht wer auf die Stimme UK wartet.

Der mächtige Lord

Wen oder was meint Schäuble wenn er meint: "Großbritanniens Stimme werde im europäischen Wettbewerb der Ideen dringend benötigt."?

Es geht sicher nicht um fehlende Innovationen der britischen Wirtschaft. Schäuble weiß nur zu genau, dass es einzig und allein um einen Machtgiganten geht, der fürwahr eine ernste Bedrohung für die europäische Entwicklung darstellt. Geographisch ein weitgehend unbekanntes Areal inmitten Londons mit den Ausmaßen einer Quadratmeile ist die sogenannte "City of London" gemeint.

Und nachdem dieser Teil Londons vollkommen autark und fern jeder Britischen oder Europäischen Gesetzeskraft agiert, sollte Schäuble den Lord der City besuchen!


Gast: Lasset uns beten
30.10.2012 07:59
13

Wenn in USA

die nächste Krise ausbrechen wird, dann werden sich die britischen Hochfinanzbrüder und ihre Marionettenpolitiker herablassen und sich bei der EU melden um katzzubuckeln. Dann werden wir uns bekreuzigen und den Allmächtigen danken, dass sie nicht bei der Währungsunion sind. Die dortige Bevölkerung wird es noch gewaltig spüren.

Gast: smilefile
30.10.2012 07:31
5

Wie wäre es mit ein



paar aufmunternden Sätzen für die eupäischen Steuer,- und Beitragszahler. Doch die werden zuhauf noch auf uns einprasseln, wenn die Wahlkampfrhetorik für die EU - Wahl 2014 stattfindet,....


"Dringend benötigt"

wird einzig und allein unser Geld, zur Durchfütterung der Banken und SpekulantInnen.

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