EU: Merkel und Cameron betonen gemeinsame Interessen

07.11.2012 | 22:34 |   (DiePresse.com)

Bei einem Treffen in Großbritannien diskutierte die deutsche Kanzlerin mit dem britischen Premier den EU-Haushaltsstreit.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister David Cameron haben im EU-Haushaltsstreit die Gemeinsamkeiten beider Länder betont. "Großbritannien und Deutschland sind beide Nettozahler, das heißt, wir haben eine Menge gemeinsamer Interessen", sagte Merkel bei einem Treffen mit Cameron am Mittwochabend in der Downing Street. Deutschland habe aber auch Nachbarn in Mittel- und Osteuropa, die an die Europäische Union herangeführt werden müssten.

Mehr zum Thema:

Im Haushaltsstreit hat Großbritannien mit einem Veto gedroht, sollten sich die Ausgaben in der Planung von 2014 bis 2020 über den Inflationsausgleich hinaus erhöhen. Die EU-Kommission und mehrere Mitgliedsländer wollen eine Anhebung um fünf Prozent auf bis zu 1000 Milliarden Euro.

Ausgaben effizienter einsetzen

Merkel sagte, es gehe in den Diskussionen nicht nur um die Summe der Ausgaben, sondern auch um die Art ihrer Verwendung. "Europa muss ein innovativer Kontinent sein, Europa muss investieren in die Zukunft", sagte Merkel. Die Ausgabeneffizienz sei steigerbar. Die Europäische Union müsse die Bereiche angehen, in denen die Ausgaben ineffizient seien.

Die EU-Staats- und Regierungschefs sollen am 22. und 23. November über die Haushaltspläne entscheiden. Cameron hat nach eigener Auskunft keine großen Hoffnungen, dass es bei dem Gipfeltreffen zu einer Einigung kommt. Großbritannien droht mit einem Veto, sollte ein Kompromiss die nationalen Interessen verletzen.

Cameron betonte: "Großbritannien ist ein sehr starkes Mitglied der Europäischen Union mit einem großen Beitrag zum Wachstum des Binnenmarktes." Diesen bezeichnete Cameron als "die größte Erfolgsgeschichte der Europäischen Union". Großbritannien sei auch eine treibende Kraft zur EU-Erweiterung gewesen, durch die Wohlstand und Demokratie verbreitet worden sei.

(APA/dpa/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

5 Kommentare

Merkel: Ausgabeneffizienz ist steigerbar!

Nona, noch immer werden 3,9 % der EU Förderungen durch Betrug und Schlamperei vergeudet, wie der Europäische Rechnungshof kürzlich feststellen mußte. Dabei tun sich insbesondere die Südstaaten der EU hervor. Daß irrwitzige Summen für den Dolmetschdienst der EU ausgegeben werden, ohne daß jemand auf die Idee käme nur 2 oder 3 Amtssprachen zuzulassen, ist ein weiteres Ineffizienzbeispiel. Am EuGH wird z.B. in alle EU Sprachen übersetzt.
Ein Rieseneinsparungsvolumen liegt aber vor allem bei den AGrarförderungen vor. Genau bei diesem Thema betonieren sich unsere Koalitionsregierer ein. Obgleich ihnen Großbetriebe, agrarnahe Industrie und Großgrundbesitz , zumindest in SPÖ Kreisen, nicht besonders am Herzen liegen sollte.

wie wäre es mit einem blick auf die landkarte ..

Deutschland habe aber auch Nachbarn in Mittel- und Osteuropa, die an die Europäische Union herangeführt werden müssten

laut landkarte ist polen kein bestandteil deutschlands, also braucht die ukraine auch nicht an die EU herangeführt werden :-)
und ob die schweiz, das einzige nicht EU-land das an deutschland grenzt "herangeführt" werden will, wage ich stark zu bezweifeln :-)

Re: wie wäre es mit einem blick auf die landkarte ..

Natürlich ist ein auch die Ukraine ein Nachbar Deutschlands, wenn man das nicht aus Ihrer engstirnigen Alpenperspeltive sieht.
Und natürlich muss dieser Nachbar Ukraine an die EU herangeführt werden.
Und selbstverständlich liegt Polen in Europa. Und, sgtellen Sie sich das mal vor, sind die Polen in Summe sogar bessere Europäer als die Österreicher zum Beispiel.
Und die Schweiz :-) nun ja, man sieht sich in Europa :-))
Machen wirs kurz: Europa ist mehr, viel mehr als Sie je begreifen werden können.

Re: Re: wie wäre es mit einem blick auf die landkarte ..

das ist eben das problem .. die gleichsetzung europas mit EU ..
die schweizer sind natürlich europäer, aber wollen nicht in die EU, die russen soweit sie vor dem ural leben, sind auch europäer, und wollen auch nicht in die EU.
dafür sind die türken keine europäer sondern asiaten aber wollen (das volk eh nicht mehr, sondern nur mehr deren regierung) in die EU
...und die engländer sind auch europäer, und wollen schon wieder raus aus der EU ...
dafür wollen die katalanen in die EU .. ach so ja das sind ja eigentlich spanier .. aber sie wollen eben als katalanen und nicht als spanier in die EU ..
und die EU (genauer die bürokraten in brüssel) sagen, es gibt keine deutschen, franzosen usw. usw. mehr, weil das sind alles EU-bürger :-)

sie sehen alles nicht so einfach :-)

also was ist europa :-)???

eU

nur unser lächerliches Faymannwürstchen ist für mehr Geld! Verbrecher ist noch das gelindeste Wort, das mir einfällt!

AnmeldenAnmelden