FPÖ-Abgeordneter steht an Spitze von EU-Rechtspartei

08.11.2012 | 19:17 |   (DiePresse.com)

Franz Obermayr löst den Briten Bloom in der EAF-Führung ab, wo "patriotische Kräfte" mit "konstruktiv EU-kritisch" Einstellung versammelt seien.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Franz Obermayr ist zum Chef der europäischen Rechtspartei "European Alliance for Freedom" (EAF) gewählt worden. Die EAF ist eine Plattform, der viele Parteien angehören, die als Rechtsfraktion "Europa der Freiheit und der Deomkratie" (EFD) im Europaparlament vertreten ist.

Eine Sprecherin der EFD bestätigte am Donnerstag einen entsprechende Mitteilung der FPÖ. Obermayr löst den Briten Godfrey Bloom von der euroskeptischen Partei UKIP ab.

Als Vizepräsidenten stehen dem FP-Abgeordneten die französische Politikerin Marine Le Pen der nationalistischen Front National und Philipp Claeys des belgischen Vlaams Belang zur Seite.

Eigene Fraktion als Ziel

Die EFD ist eine Fraktion im Europäischen Parlament, die nationalkonservative und europaskeptische Parteien umfasst. Sie wurde nach der Europawahl 2009 gegründet. Die FPÖ als ganzes wurde wegen dem Widerstand einiger Mitgliederparteien bisher nicht aufgenommen.

Obermayr sagte gegenüber der APA, die EAF sammle für die Europawahl 2014 Kräfte, die auch eventuell zu einer neuen Fraktion im EU-Parlament führen könne. Dies sei aber "Zukunftsmusik". In der Partei seien "patriotische Kräfte" versammelt, die "konstruktiv EU-kritisch" eingestellt seien, es gehe nicht um politische Begriffe wie rechts und links.

Obermayr sagte, er wolle in seiner neuen Funktion auch Veranstaltungen in Brüssel, Straßburg und Österreich wahrnehmen. Neben UKIP, der Front National und dem Vlaams Belang seien etwa auch die Schweden-Demokraten Partner. Auch regionale Abgeordnete könnten Mitglied der EAF werden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

18 Kommentare

Warum sind die

überhaupt in der EU vertreten wenn sie die EU abschaffen wollen? Wenn sie Charakter hätten, dann würden sie sich aus Brüssel fernhalten und ausschließlich im eigenen Land hetzen!

Re: Warum sind die

Naja von EU abschaffen kann wohl keine Rede sein. Selbst die freiheitlichen MEPs stellen die Mitgliedschaft nicht in Frage. Es gibt "nur" Vorschläge für Reformen und Kritik. Diese Reformideen mögen manchmal unrealistisch sein, manchmal einen wunden Punkt treffen - demokratisch ganz legitim. Die Kritik mag zuweilen polemisch sein, manchmal auch gerechtfertigt.
Die Debatte zu Euopathemen läuft da viel öfter sachlicher als innenpolitsche Auseinandersetzungen.

Re: Warum sind die

Auf Grund des demokratischen Rechtes muss diese Partei vertreten sein ...
Man könnte auch eine Parallelgesellschaft bilden jedoch würde dies unweigerlich zum Chaos in den Währungen führen.

Re: Warum sind die

O Gott!

Ein fremder Klang in ihrem Froschteich?

Sofort ausmerzen!

Von Demokratie dürften sie ungefähr soviel Ahnung haben wie ich vom Künetten graben.

Re: Warum sind die

Wieso, das ist ja der Grundstein der Demokratie, daß es eben Rede und Gegenrede gibt. Die Feinde der Demokratie und letztendlich auch Europas sind ja jende, die nur im eigenen Fischteich schwimmen wollen und Andersdenkende behindern und ausschließen!

Die Einzigen

Sie sind die Einzigen, die sich noch trauen, zu ihrer Heimat zu stehen. Alle anderen sind Kriecher. Es wäre für uns gut und von Vorteil, hätten wir mehr von dieser Sorte. Unsere Regierung verrät unsere Interessen mit dem ESM Vertrag und stiehlt damit der Jugend die Zukunft.

Re: Die Einzigen

Eigenartig, dass alle anderen Menschen (die hinter den von Ihnen ausgeschlossenen Parteien stehen) kein Heimatgefühl haben sollen?
So einfach kann man sich das nicht machen!

kein Heimatgefühl haben sollen?

Ich glaube, daß Analphabet sich das ja nicht herbeisehnt!
Leider handelt nur unsere Regierung so, als ob sie das eigene Land haßt. Das ist ja der springende Punkt! Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich das jemand wünscht!

Gegenüber den Fußgängeranteilen der Petra Jeans kann eben kein FPÖ Politiker mithalten

JEDER Politiker ist mir lieber, als die Grünen.

Re: Gegenüber den Fußgängeranteilen der Petra Jeans kann eben kein FPÖ Politiker mithalten

Dir sind die Grünen zu gefährlich, weil sie keinen Korruptionsdreck am Stecken haben!

Re: Re: Gegenüber den Fußgängeranteilen der Petra Jeans kann eben kein FPÖ Politiker mithalten

Nur zu Österreich feindlich sowie bevormundend.

So amüsant

dass die Briten offiziell nicht mit der FPÖ zusammenarbeiten wollen. Nur, weil sie dann nicht mehr so gut behaupten könnten, sie bekämpfen eine von Deutschland geführte EU. Wenn sie mit der deutschesten Partei Europas zusammenarbeitet.

Re: So amüsant

Jetzt müssen Sie nur noch erklären:

1. Wie Sie darauf kommen, "dass die Briten offiziell nicht mit der FPÖ zusammenarbeiten wollen."

2. Seit wann Deutschland die EU führt.

3. Wie eine FPÖ deutscher sein sollte/könnte als eine Partei in Deutschland.

Ich vermute nämlich, mit Ihnen geht die Phantasie oder was auch immer ganz schön durch und deshalb saugen Sie sich irgendwas irgendwoher.

Wie eine FPÖ deutscher sein sollte/könnte als eine Partei in Deutschland.?

Ich zitiere einmal aus dem Parteiprogramm:

- "Österreich als Teil der deutschen Sprach- und Kulturgemeinschaft"
- "Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch."
- "Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist Teil der
deutschen Volks-, Sprach- und Kulturgemeinschaft."
- "Österreich ist Anwalt der deutschen und ladinischen Südtiroler"

Die Bereiche mit deutscher Unterrichtssprache lass ich jetzt einmal weg, aber noch mehr kann man das Deutsche nicht betonen.

Re: Re: So amüsant

Alle Rechtsparteien haben sich von der Strache FPÖ distanziert. Nur die Rechtsradikalen halten zu ihm!

Sehr erwachsener Kommentar.


Gerne

1. ist das der Grund, warum die FPÖ nicht bei der EFD ist.

2. ist das die Sichtweise der UKIP.

3. wirkt keine der bundesdeutschen Parteien im Ausland nur annähernd so "deutsch" wie die FPÖ, die in den Boulevardmedien Englands zur NS-Nostalgiepartei verklärt wird.

das einzig positive an stonach ist dass er hoffentlich alle protestwähler die nicht rechtsextrem wie die fpöler sind auf seine seite bringt


AnmeldenAnmelden