FPÖ-Abgeordneter steht an Spitze von EU-Rechtspartei

Franz Obermayr löst den Briten Bloom in der EAF-Führung ab, wo "patriotische Kräfte" mit "konstruktiv EU-kritisch" Einstellung versammelt seien.

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APA

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Franz Obermayr ist zum Chef der europäischen Rechtspartei "European Alliance for Freedom" (EAF) gewählt worden. Die EAF ist eine Plattform, der viele Parteien angehören, die als Rechtsfraktion "Europa der Freiheit und der Deomkratie" (EFD) im Europaparlament vertreten ist.

Eine Sprecherin der EFD bestätigte am Donnerstag einen entsprechende Mitteilung der FPÖ. Obermayr löst den Briten Godfrey Bloom von der euroskeptischen Partei UKIP ab.

Als Vizepräsidenten stehen dem FP-Abgeordneten die französische Politikerin Marine Le Pen der nationalistischen Front National und Philipp Claeys des belgischen Vlaams Belang zur Seite.

Eigene Fraktion als Ziel

Die EFD ist eine Fraktion im Europäischen Parlament, die nationalkonservative und europaskeptische Parteien umfasst. Sie wurde nach der Europawahl 2009 gegründet. Die FPÖ als ganzes wurde wegen dem Widerstand einiger Mitgliederparteien bisher nicht aufgenommen.

Obermayr sagte gegenüber der APA, die EAF sammle für die Europawahl 2014 Kräfte, die auch eventuell zu einer neuen Fraktion im EU-Parlament führen könne. Dies sei aber "Zukunftsmusik". In der Partei seien "patriotische Kräfte" versammelt, die "konstruktiv EU-kritisch" eingestellt seien, es gehe nicht um politische Begriffe wie rechts und links.

Obermayr sagte, er wolle in seiner neuen Funktion auch Veranstaltungen in Brüssel, Straßburg und Österreich wahrnehmen. Neben UKIP, der Front National und dem Vlaams Belang seien etwa auch die Schweden-Demokraten Partner. Auch regionale Abgeordnete könnten Mitglied der EAF werden.

(APA)

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