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Österreichs Nettobeitrag dürfte auf über 1 Mrd. steigen

01.02.2013 | 12:34 |   (DiePresse.com)

Österreich könnte Gelder aus zwei EU-Fördersäulen verlieren, sagt Staatssekretär Lopatka. Das sei aber "nicht dramatisch".

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In der kommenden Woche findet der EU-Budgetgipfel statt. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bei seinem Wien-Besuch bei SP-Bundeskanzler Werner Faymann einen Appell an die EU-Staats- und Regierungschefs gerichtet. Es sei notwendig, dass sich diese bei dem Gipfel auf den EU-Finanzrahmen 2014-2020 einigen. Für Österreich dürfte die nächste Finanzperiode jedenfalls eine Erhöhung der Abgaben an Brüssel bringen.

Laut VP-Außenstaatssekretär Reinhold Lopatka dürfte der jährliche Nettobeitrag von derzeit rund 800 Millionen auf über eine Milliarde Euro bzw. von 0,2 auf 0,36 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen. Konkret verliert Österreich Gelder aus den beiden Fördersäulen Marktordnung und ländliche Entwicklung.

EU-Budgetgipfel

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich bei einem Gipfel am 7./8. Februar in Brüssel auf den Mehrjahresetat der EU für 2014 bis 2020 einigen. Im November hatte es bei einem Sondergipfel keine Einigung gegeben. Für Österreich geht es dabei vor allem auch um den Erhalt seines Rabatts sowie die Mittel für die ländliche Entwicklung.

Lopatka: "Ungleichbehandlung inakzeptabel"

Was den Rabatt betrifft, wird noch um eine Einigung gerungen. Hier geht es um 187 Millionen Euro jährlich bzw. eine Milliarde über die ganze Finanzperiode: 92 Millionen Euro beträgt Österreichs Rabatt auf seine Zahlungen für den Briten-Rabatt, weitere 95 Millionen ergeben sich durch die begünstigten Abrufsätze bei den Mehrwertsteuer-Eigenmitteln.

Den Budget-Vorschlag von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, der eine Streichung des Rabatts nur für Österreich als einziges Land vorsah, bezeichnete Lopatka als "nicht nachvollziehbar". Er sei zwar grundsätzlich für eine Reform des Haushaltes ohne die Rabatte-Regelung, so lange diese aber existiere, sei eine Ungleichbehandlung Österreichs nicht akzeptabel. Das sei eine "unabdingbare Forderung" gegenüber Brüssel, sagte Lopatka. Hier würde die Regierung an einem Strang ziehen, SP-Bundeskanzler Werner Faymann habe die "volle Unterstützung" des Regierungspartners.

Minus für Österreich "nicht dramatisch"

Bei den Fördergeldern für ländlichen Entwicklung zeichnet sich ab, dass es statt der ursprünglich vorgesehenen Kürzung von 4,1 auf 2,9 Milliarden Euro nur mehr eine Kürzung auf 3,6 Milliarden geben wird. Bei der zweiten Fördersäule Marktordnung gibt es eine Kürzung von etwas über fünf auf 4,5 Milliarden Euro. Das ergebe "zahlenmäßig" eine Kürzung von einer Milliarde Euro, de facto seien es aber weniger, sagte Lopatka.

Österreich sei nämlich Meister darin, sich die EU-Fördergelder abzuholen, während andere Länder Hunderte Millionen Euro liegen lassen, weil ihnen u.a. die Mittel für die erforderliche Ko-Finanzierung fehlen. Zwischen dem, was budgetiert sei, und dem, was sich die Länder tatsächlich abholen, gebe es folglich einen großen Unterschied. Das Minus für Österreich sei dementsprechend "nicht dramatisch".

Lopatka betonte am Freitag weiters, dass es sich bei diesen Geldern nicht um reine "Bauernförderungen" handle, sondern auch um Mittel für Stadtentwicklung und Kulturprojekte. Und die vorgesehenen Mittel reichen weiter aus, um alle Projekte zu finanzieren. Entscheidend seien die 700 Millionen Euro, die bei der ländlichen Entwicklung weniger gekürzt werden.

Gute Wirtschaft als Zahlungsgrund

Dass Österreichs mehr an die EU zahlen muss, liegt laut Lopatka an der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und daran, dass die Aufgaben der EU gewachsen und die Zahl der Mitglieder gestiegen seien. Dabei seien allerdings "keine Zahler mehr dazugekommen", sondern eben ärmere Länder. Auch die anderen Nettozahler müssten tiefer in die Tasche greifen.

(APA)

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15 Kommentare

mein gott

schick den hüpfenden werner und seine knieweichen kumpane zu verhandlungen, und sie kommen bestenfalls mit zerlumpten kleidern wieder, und sie sprechen dann auch noch von großen erfolgen und prima verhandlungsklima

Bizarre Argumentation

Selbstverständlich ist das für Lopatka nicht dramatisch. Sein Gehalt, das übrigens sehr üppig für einen besseren Religionslehrer ist, verändert sich nicht. Und Österreich ist " Weltmeister" im " Geldabholen" bei der EU?. Wir holen uns doch nur unser eigenes Geld ab, leider nicht alles. Noch besser wäre es, wir würden dort gar nicht einzahlen, dann brauchen wir auch nichts abzuholen.

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0,2 auf 0,36 Prozent

Das ist doch wahrlich keine Steigerung ? In Prozenten gesehen aber immerhin fast verdoppelt.

Dass Österreich so großartige profitiert, dass ist zumindest bis zu mir noch nicht vorgedrungen und der Vorwurf, Österreich ist Weltmeister im Geldabholen. Ich kann es nicht beurteilen, aber ist es eine Schande, sich Geld, das für bestimmte Regionen oder Maßnahme zur Verfügung steht, auch in Anspruch zu nehmen. Weiters will ich darauf hinweisen, es ist ohnehin das Geld, das wir einzahlen, und zwar nur ein Teil davon.
Ohne EU könnten wir mehr investieren.

Klar wird es im Bereich Export oder Konzerne, Banken, etc. auch irgendwelche Vorteile geben. Bloß beim Durchschnittsbürger kommt nichts an. Zumindest geht es uns insgesamt so schlecht wie die letzten Jahrzehnte nicht - Arbeitslosigkeit steigt - Einkommen sinken - Arbeitsbedingungen werden verwässert - Abgaben steigen - die Schere Arm reich öffnet sich immer schneller - ach ja und wir zahlen aufgrund der guten Österreichdaten immer mehr an die EU.


Rabatt

Rompuystilzchen meint es gut mit Werner und den Österreichern, weil die lassen sich so wieso alles gefallen. Er würde besser im nächsten Herr der Ringe mitspielen. Wie lange lassen wir uns diese Schikanen (Wasser, Glühbirnen...) von den EU Bonzen noch gefallen. Barolo hat im ORF über den Rabatt nur warme Luft verbreitet. Werner freut sich, dass ihm dieser die Hände geschüttelt hat. Wir sind ein Paradies für die Abzocker wie die EU, Asylanten usw.

1 Mrd. Für die Würschtl, 1,5 Mrd. für die Parteibonzenhochburgen!

Die Rückflüsse aus der EU kommen ja nicht den Bürgern zu Gute, die gehen doch nur (korrupt?) für unnötige Projekte der öff. Hand verloren, also den Parteibonzenhochburgen zum Verwirtschaften.

Dass dann 1.000 Mio. für diese EU bleiben soll, welche es einfach nicht schafft eine Sinn / Nutzen für die Menschen in Europa zu erlangen, das zeigt dann den korrupten Beamtenhaufen auch im richtigen Licht. Das ist ein Haufen Versager beim Verwirtschaften der Leistungen anderer Menschen.

Wer stoppt den Wahnsinn?

Die Franzosen?

Wie lange noch?

Das war also der von Faymann versprochene Österreicher-Rabatt!

Irgendwie haben die "Gewinne" immer das falsche Vorzeichen

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Eine

Milliarde Euro an die EU? Mit diesem Geld könnte in Österreich dort investiert werden wo es benötigt wird, nicht in sinnlose Projekte wo keiner oder nur wenige einen Nutzen haben.

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Re: Eine

Und außerdem könnte Österreich das Geld dort einsetzen, wo es notwendig für das Land ist und nicht dort, wo es der EU insgesamt angenehm ist.

Für

die, die immer noch Rotschwarz wählen kommt jetzt die Zeit um einen Arzt aufzusuchen, denn dieses Verhalten kann von keinem gesunden Menschen kommen.

Re: Für

Sie vergessen GRÜN!

Alle Verfassungsbrüche (ESFS, ESM...) wurden durch die
ROTSCHWARZGRÜNE
"Konzentrationsregierung", in vertrauter Stimmenmehrheit, verbrochen.


4 0

wenn das eine Verbesserung sein soll, was ist dann

eine Verschlechterung.

so gewinnt man keine Wahlen, Herr Lopatka, so nicht.
Steigerung von 0,2 auf 0,36 sind nahezu eine Verdoppelung.

Der Schärdinger

Wenn diese zwei Parteien Wählerstimmen verlieren, werden wir dann sagen, nicht dramatisch, dann verringert schon mal den Nationalrat, den Bundesrat, die Länder usw.

Nicht dramatisch---ist ja nicht sein Geld.


Das sei aber "nicht dramatisch"..

natürlich ist es das nicht. ihr müsst es ja nicht bezahlen.

Dass Österreichs mehr an die EU zahlen muss, liegt laut Lopatka an der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ...

Das wird vermutlich jene besonders freuen die dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung schon arbeitslos sind.
Das sind wie an anderer Stelle heute vermeldet insgesamt 410.662 Personen in Österreich ohne Job das sind 6,9% mehr als 2012.
Gute wirtschaftliche Entwicklung halt?!