„German-Bashing ist nicht hilfreich“

28.03.2013 | 18:13 |  ANNA GABRIEL (Die Presse)

„Presse“-Gespräch. Gunther Krichbaum fordert besonnenere Reaktionen.

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Berlin/Wien. „Wir müssen zusammenhalten“, appelliert Gunther Krichbaum (CDU), Vorsitzender des Europa-Ausschusses im deutschen Bundestag, an die europäischen Partnerländer. In einem Gespräch mit der „Presse“ nennt er die in der Zypern-Krise neu aufgeflammte Kritik an der deutschen Verhandlungsführung im Zuge von Hilfsprogrammen für europäische Krisenstaaten „nicht besonders hilfreich“. Er erinnert daran, dass alle Beschlüsse in der Eurozone einstimmig getroffen werden. „Die Bundesregierung hält vieles aus, aber diese Botschaften sollten schon als gesamteuropäische wahrgenommen und von anderen Ländern und vor allem der Kommission klar vertreten werden“, so Krichbaum. Solidarität heiße zwar, Partnerländern zu helfen, die dazu selbst nicht in der Lage sind. „Dieser Grundsatz aber entlässt Zypern nicht aus der Verantwortung, einen eigenen Beitrag zu leisten. Auch die anderen Programmländer mussten das tun, was derzeit oft vergessen wird“, verteidigt er den nunmehrigen Beschluss zu dem Rettungspaket. Demonstranten in Nikosia machen Deutschland zum Sündenbock für von den Geldgebern der Troika geforderte Sparprogramme und Eigenleistungen. Zuletzt hatte auch der luxemburgische Außenminister, Jean Asselborn, Berlin „Hegemoniestreben“ vorgeworfen. „Statt solcher Kommentare wären besonnenere Reaktionen gefragt, zumal davon keine Rede sein kann“, meint dazu Krichbaum. Das Vorgehen Zyperns während der Verhandlungen zum Hilfspaket sei schlicht nicht hilfreich gewesen, die Regierung hätte zu wenig mit der Troika kommuniziert.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.03.2013)

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7 Kommentare

Deutsche Naivlinge

wie Kohl und Stoiber haben uns diesen Käse eingebrockt. (siehe Anne Will ...Wutrede Stoiber)

Deutsche Naivlinge

wer die Meinung der deutschen Eliten zum Euro kennen möchte braucht sich nur die Suada von Stoiber anhören: http://www.youtube.com/watch?v=aM8NKHZ6YVM
Die politischen Folgen einer EURO-Auflösung, die in irgendeiner Form sowieso kommen MUSS und WIRD, mit dem Weltkrieg II zu vergleichen ist hanebüchern. Ehrlich ist der gute Stoiber, wenn er in seiner Wut davon spricht, dass man Italien (und Griechenland, Spanien, Portugal und und und) nicht aufnehmen hätte sollen. HABEN SIE ABER. Und jetzt geht ihnen der Ar.ch auf Grundeis, dass sie für diese Fehlentscheidungen die Rechnung vom Volk präsentiert bekommen. Ich würde mir eher eine Stratgie für einen halbwegs sanften Ausstieg überlegen. Irgendwo wird die Euro Hütte schon zu brennen beginnen, entweder bei den Oliven-Nehmern oder bei den Nord- Zahlern.

Schön langsam fällt der Groschen auch bei den Deutschen.

Ziemlich tollwütig, die Reaktionen der Zyprioten, Griechen, Spanier,Italiener in die helfende Hand zu beißen.
Merkel zu verunglimpfen, die gegen die allgemeine Meinung der Deutschen, die am liebsten wieder die DM hätten, Milliarden an die unfähigen ClubMed Staaten überweist, kann blöder nicht sein.
Aber Dankbarkeit ist offenbar für Völker keine Kategorie.

Re: Schön langsam fällt der Groschen auch bei den Deutschen.

der Strickfehler beginnt ja schon damit, dass im Grunde genommen es doch jedem Nordzahler vollkommen wurscht ist, ob sich die Italiener einen Roland Düringer zum Kanzler machen wollen. Durch den Euro müssen wir uns aber mit diesen Wurschteln beschäftigen. Im übrigen: in Mailand ist der Blechwert des durchschnittlichen Autos signisfikant höher wie bei uns und die Industrie hat TipTop gepflegte Anlagen. Da stinken wir in Österreich zu einem Gutteil deutlich ab. Klar: wir werden ja von rückratlosen Speichlern regiert.

Re: Schön langsam fällt der Groschen auch bei den Deutschen.

Die Schuldigen werden immer außerhalb des eigenen Landes gesucht - eine uralte Taktik. Das eigene Verhalten, die selbstgemachten Fehler werden tunlichst vertuscht.

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Deutschen-Beschimpfungen sind völlig wurscht!

Die waren wurscht und werden immer wurscht sein. Die Deutschen zahlen immer und alles, auch ihre Feinde!

der Herr Krichbaum kann zu seinen EU-Spezln halten soviel er will

bei uns braucht sich so ein Sche...kerl jedenfalls nicht mehr blicken lassen.........

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