Köln/Wien (APA). Die Türken haben zur Religionsfreiheit und zur Gleichberechtigung der Geschlechter „eine deutlich andere Einstellung als die EU-Bürger“. Das zeigt eine Studie der Universität Köln, die vor kurzem veröffentlicht wurde. Lediglich 16 Prozent der Befragten sprachen sich für die Freiheit der Religionen aus, nur ein Drittel trat für die Gleichstellung von Mann und Frau ein. Die Türkei verhandelt über den EU-Beitritt, doch wird immer wieder in Frage gestellt, ob sie zu Europa gehöre.
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass ein Großteil der Türken zwei wichtige EU-Grundprinzipien nicht unterstütze, meinten die Autoren der Untersuchung. Damit würden die Türken allerdings in der EU nicht ganz allein stehen. Denn pikanterweise ist die Zustimmung zur Religionsfreiheit ausgerechnet beim alten Widersacher der Türkei, EU-Mitglied Griechenland, ebenfalls nicht berückend. Auch in Malta, zu 97 Prozent katholisch, sei man nicht Feuer und Flamme für Gleichberechtigung und Religionsfreiheit, heißt es. Die Studie beruht auf den Daten des „European Values Survey“.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.07.2007)
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