EU-Justizkommissar Franco Frattini warnt vor einer progressiven "Islamisierung" Europas. "Die Gefahr ist konkret. Die Religionsfreiheit ist zwar unangreifbar, man muss aber Respekt für unsere Werte verlangen. In puncto Polygamie, Zwangsheirat und Diskriminierung von Frauen muss man mit Null Toleranz reagieren", betonte Frattini im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale".
Laut Frattini dürfe man in Europa keine Schulen mit Unterricht auf Arabisch dulden. "Die Schulen sollen die Werte des Landes lehren und die Bürger bilden."
Der EU-Kommissar hob die Resultate der europäischen Patrouillen-Aktion im Mittelmeer zur Bekämpfung der illegalen Immigrationsströme hervor. "Die Zahl der Flüchtlinge von den Kanaren Richtung EU ist um 68 Prozent gesunken, die Immigrationswelle nach Italien ist um 35 Prozent rückgängig", betonte Frattini.
Immigranten seien für die europäische Wirtschaft wichtig, man müsse jedoch die Einwanderungsströme regeln. "Wenn Immigranten eine legale Arbeit haben und am Ende einer Saison nach Hause zurückkehren, sollen sie im nächsten Jahr zurückkehren können", meinte Frattini.
(APA)
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