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Erweiterungsbilanz: Serbien macht großen Schritt in Richtung EU

06.11.2007 | 18:24 |   (Die Presse)

Das Assoziierungsabkommen wird am Mittwoch paraphiert. Bosnien ist Sorgenkind. Von der Türkei will Brüssel schnellere Reformen sehen.

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Brüssel/Wien (red.). Die EU drückt bei den Bemühungen Serbiens um einen EU-Beitritt ein Auge zu. Erweiterungskommissar Olli Rehn gab bei der Präsentation der Fortschrittsberichte gestern, Dienstag, in Brüssel bekannt, dass er heute, Mittwoch, das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit Serbien paraphieren werde. „Eine echte Wende für Serbien“, sagte er. Die endgültige Unterzeichnung müsse aber warten, bis Serbien voll mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal zusammenarbeitet. Außerdem bleibe die Kosovo-Statusfrage eine große Herausforderung.

Damit wird Bosnien-Herzegowina zum Schlusslicht unter den sechs Balkan-Staaten, die sich um die EU-Mitgliedschaft bemühen. Bosnien hat als einziger das SAA zwar ausverhandelt, jedoch noch nicht paraphiert. Montenegro und Albanien haben bereits unterzeichnet, Mazedonien ist Beitrittskandidat, Kroatien verhandelt über den EU-Beitritt und will bis Ende 2008 abschließen.


Stolpersteine Korruption, Justizreform

Rehn gab sich zwar überzeugt, dass alle Balkanstaaten im Lauf des nächsten Jahres ein SAA unterzeichnet haben werden, er warnte aber gleichzeitig, dass alle größere Anstrengungen unternehmen müssten. Das gilt vor allem für Bosnien-Herzegowina, mit dem die EU-Kommission streng ins Gericht geht: das Scheitern der Polizeireform wird ebenso negativ vermerkt wie die langsamen Fortschritte in Richtung einer funktionierenden Marktwirtschaft. Auch die hohe Arbeitslosigkeit macht Brüssel Sorgen.

Aber auch Kroatien, klarer Favorit unter den Beitrittswerbern, hat noch viel zu tun. Wichtigste Forderung: mehr Fortschritte bei der Justizreform und im Kampf gegen die Korruption, die laut Kommissionsbericht „weit verbreitet“ bleibt. Auch Minderheiten müssten besser behandelt werden.

Albanien, Montenegro und Mazedonien kämpfen mit denselben Problemen und unternehmen zu wenig, um die Korruption einzudämmen. Außerdem müsse die öffentliche Verwaltung in allen drei Staaten gestärkt werden.


Brüssel, Ankara kritisieren einander

Bei der Einschätzung der Türkei berücksichtigte die Kommission die schwierige politische Lage. „Die Demokratie hat sich auch in der politischen Krise durchgesetzt“, lobte Rehn in Anspielung auf die Spannungen zwischen regierender islamischer AKP und dem Militär rund um die Präsidentenwahlen. Jetzt sei es aber an der Zeit, den Reformen zur Stärkung der Meinungs- und Religionsfreiheit neuen Schwung zu verleihen. Das gelte auch für Minderheiten wie die Kurden. Vor allem der Paragraf 301 (Herabwürdigung des Türkentums) müsse unverzüglich abgeschafft oder abgeändert werden. Außerdem müsse die Türkei ihre Verpflichtungen erfüllen und Häfen und Flughäfen für das EU-Mitglied Zypern öffnen.

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan ließ diese Kritik nicht unwidersprochen. Die Türkei sei traurig darüber, dass die EU „nach Spielbeginn immer neue Regeln“ aufgestellt habe, sagte er bei einer Rede in Washington.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2007)

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10 Kommentare
Gast: Caludius der Gothicus
11.11.2007 12:17

@ Handke 65 oder serbische Fantastiker

Offensichtlich hast du jede menge kranke Fantazie Herr Handke 69.
Mach weiter so irgendwann holt auch dich die Realität.

Gast: Handke 65
08.11.2007 12:21

WURDE DIE TEILUNG JUGOSLAWIENS W/ "UNBOTMÄSSIGKEIT" VON LANGER HAND GEPLANT?

Hallo Goran!

"Italien u Griechenld haben szt auf ein deut. »Nein« zum Kosovo-Krieg gewartet
Zum Sonderfall in Europa drohte nicht Deutschl. sondern Jugosl. zu werden.
Das muß wohl der Ausgangspunkt der Überlegungen sein. So wie J Ende der achtziger Jahre existierte, war dies ein Ergebnis des 1. u 2. Weltkrieges.
In J lebten u leben viele Ethnien, die in Europa auch über einen Nationalstaat verfügen. Erstaunlich war, daß ein Zusammenleben in diesem Vielvölkerstaat über Jahre einigermaßen funktionierte."

WARUM WURDE JUGOSLAWIEN (J) ZERSTÖRT

" J wollte weder Mitglied der EU noch der NATO werden.
Aus Sicht der BRD u.a. war das nicht akzeptabel.
Unter europ. Integration verstanden sie die polit. u ökonom. Gleichschaltg der europ. Staaten.
Da J hier auf stur schaltete, suchte man einen anderen Weg des Konfliktes; fand ihn in der Schürung des Nationalismus.
Genscher setzte auf Abspaltg.(Anerkenng. Kroatiens etc.)."
http://www.freitag.de/1999/29/07p.htm

Gast: HANDKE65
07.11.2007 07:57

TAT MAN SERBIEN UNRECHT? WAR DER KOSOVOKRIEG "GETÜRKT"? ES BEGANN MIT EINER LÜGE...


Der Schriftsteller Peter Handke, die öffentliche Meinung und der Krieg in Jugoslawien

Während viele deutschsprachige Künstler während des Kosovo-Kriegs die Deckung suchten, hat der österreichische Schriftsteller Peter Handke von Beginn an die NATO-Aktionen scharf als Verbrechen verurteilt.

"Moral ist ein neues Wort für Willkür",
entgegnet er schließlich am 15. Mai in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung all denjenigen, die wie die Schriftsteller Günter Grass, Stefan Heym, Hans Magnus Enzensberger, die Kabarettistin Ellen Tiedtke oder der Sänger der bekannten Kölner Rockgruppe BAP Wolfgang Niedekken die Bombardierung des Kosovo aus Gründen der Moral unterstützten, schwiegen oder für ein Eingreifen der UNO eintraten.
SIEHE AUCH
http://www.wsws.org/de/1999
/jul1999/hand-j22.shtml
http://forum.politik.de/forum/
archive/index.php/t-34248.html
http://www.gegenstandpunkt.
com/gs/99/2/krieg.htm
htt

Antworten towercon
07.11.2007 13:49

Re: TAT MAN SERBIEN UNRECHT? WAR DER KOSOVOKRIEG

@handke65

"GETÜRKT", was für ein rethorischer ansatz als kommentartitel.

um das wort lüge nicht allein im raum stehen zu lassen:

es war nicht ein ereigniss und nicht eine tat die die nato dazu bewegt hat im kosova einzuschreiten.

die summe der ereignisse in jugoslawien war eher der anlass zu handeln, den gespräche die man mit serbien suchte führten zu keinen ergebnisen.

und wen sie schon auf pazifisten/kriegsgegner verweisen wollen dan ist handke nicht gerade der von dem man sagen kann das er neutral zu serbien und deren gewalt steht.

zitat:
"Moral ist ein neues Wort für Willkür"

was soll dieser satz von handke bedeuten, der gewalt verharmlost und eine grabrede für milosevic hält?

für mich ist diese haltung wirklich nicht zu verstehen die man gegenüber milosevic und deren politik hat. dieser milosevic ist nicht wegen einer kleinen straftat vor gericht gestellt worden.

mfg


Antworten Antworten Gast: Goran
08.11.2007 09:59

Re: Re: TAT MAN SERBIEN UNRECHT? WAR DER KOSOVOKRIEG

@towercon
Nichts in der Politik (vorallem im geopol. und wirtschaft.Kurs der westl.Hochfinanz-"Bilderberger") passiert zufällig. Alles ist im Vorfeld abgesprochen. Diese Herrschaften haben die mächtigsten Wirtschafts-, Medien- und Militärapparate unter ihrer Kontrolle. Sie setzen diese weltweit unter dem Deckmantel von Genozid, Menschenrechte und Terrorismus für die Erschließung neuer Märkte und deren Großkonzerne/Banken ein. Auch der Vielvölkerstaat Jugoslawien geriet in den Focus dieser gierigen Elite, welcher wegen seiner Volksstruktur in den Republiken geradezu prädestiniert war. TEILE UND REGIERE! Wie erfolgreich dieses Konzept funktioniert, sieht man, wenn man sich die westl. Konzerne/Banken und Auslandsschulden v. Slowenien(29,7Mrd.$) und Kroatien(31,5Mrd.$) seit deren Unabhängigkeit betrachtet. Tendenz steigend. Die Menschen werden durch die Elite wirtschaft. versklavt. Gegner wie Milosevic und Handke werden durch deren Machtapparate übelst denunziert, verhaftet und ermordet.

Antworten Antworten Antworten towercon
08.11.2007 11:01

Re: Re: Re: TAT MAN SERBIEN UNRECHT? WAR DER KOSOVOKRIEG

@goran
was erwarte sie das die mächtigen sich nicht einmischen?
das man nicht versucht neue märkte zu erschliessen?

aber der punkt war doch, dass jugoslawien vor dem bankrott stand.
und natürlich versuchte jeder die rettungsleine zu ziehen, um nicht noch schlechter dazustehen.
also bekan man sich von jugoslawien zu trennen.
und wer versuchte den einfluss/macht/territorium nicht zu verlieren?
es sind immer die die gegen trennung sind, die haben auch die meinung das sie was verlieren. und im fall jugoslawien ist serbien nunmal der gefühlte verlierer gewesen. oder weshalb glauben sie das man im deckmantel des rechtes krieg geführt hat.
jedoch ging der plan serbiens nicht auf, die anderen zu halten und man verlor/verliert sogar mehr als wen man nicht gekämpft hätte.

wissen sie, ich als kosovare, brauche keine machtapparate um zu wissen das milosevic über leichen ging um macht zu haben/halten.
aber glauben sie ruhig an milosevic, der kein interesse an ein gemeinsames system...

Antworten Antworten Antworten Antworten chilly
08.11.2007 19:10

hi towercon

du warumm versuchst du immer dazustellen als ob serbien eine arpatheidsmäsiges regime hat wenn es jezt deutlich in ihrem text rauszulesen ist das die wirtschaftliche lage den zerfall jugoslawiens möglicht machte bzw der goldene schuss war der fall der berlinen mauer.
und das stimmt auch nur hatten die deutschen damals um ihre politik zu stärkrn und irgenwo musste der nva abfall hinn und da bot sich die gelegenheit serbien auch noch eins auszuwischen. so sieht es aus mein junge.

Gast: Alphachimp
07.11.2007 01:06

Unerträglich

Wirklich unerträglich ist der Schwachsinn, den dieser Erdogan immer wieder von sich gibt. Die vergleichsweise immer noch kleine Türkei will der großen EU beitreten und nicht umgekehrt. Niemand in der EU hat die Spielregeln geändert. Die Türkei muß gefälligst die rechtlichen und moralischen Normen der EU erfüllen. Diese werden klarerweise zur Anwendung gebracht um jeweilige aktuelle Situationen in der Türkei zu beurteilen. Dazu zählt eben auch der angedrohte Einmarsch in den Irak wegen der Kurden, die Minderheitenfrage oder die Anerkennung der anderen EU Mitglieder (!!!!). Sämtliche Stellungnahmen von Erdogan oder anderen türkischen Politikern zeigen, daß sie nicht verstehen, worum es eigentlich in der EU geht. Daher hat die Türkei sowohl geografisch als auch politisch-ethisch nichts in der EU verloren.

Antworten panda82
10.11.2007 14:37

Re: Unerträglich

Ich glaube Erdogan möchte die kleinwüchsigen Lander der EU besetzen. Denn 22 kleinwüchsige Lander haben sich zusammengetan und wollen im Schatten der grossen, das sin England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien und die Türkei hat mit allen gute Beziehungen wie es bei den grossen Landern angehört, sich gross spielen.

Wer ist Danimark, Ungarn oder Österreich? Welches Gewicht haben diese Lander in der Welt??

Gast: Rheinländer
06.11.2007 19:27

Türkei

Na was denkt den die Türkei eigentlich, das sie in die EU aufgenommen ohne ihre Grenzen anzuerkennen???

Sollte so was nicht Grunfvorraussetzung sein?

Schlagzeilen Politik