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„Künstlich und tot“: Prag könnte den EU-Vertrag endgültig beerdigen

16.06.2008 | 19:55 |  Von unserem Korrespondenten HANS-JÖRG SCHMIDT (Die Presse)

Die Euroskeptiker in Tschechien, angeführt von Präsident Klaus, fühlen sich durch das irische Nein bestätigt. Scheitert jetzt auch dort die Ratifizierung?

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Prag.Das negative Ergebnis des irischen Referendums zum Vertrag von Lissabon war noch keine zehn Minuten bekannt, als sich schon Tschechiens Präsident Václav Klaus zu Wort meldete. Die Wortspende war kurz, hatte es aber in sich: Klaus erklärte den Prozess von Lissabon kurzerhand für beendet.

Am Montag legte der tschechische Präsident in einem Interview noch nach: „Ganz Europa sollte den Iren dankbar sein.“ Sie hätten den „fehlerhaften Weg der EU in Richtung noch größerer Gleichmachung und Unterdrückung der Nationalstaaten“ gebremst. Das Referendum in Irland habe perfekt vor Augen geführt, was die „normalen Menschen“ davon hielten. Klaus' Antwort: „Suchen wir ein anderes europäisches Modell als das des Brüsseler Superstaats. Kehren wir zurück zu einer Gemeinschaft freundschaftlich und effektiv kooperierender Länder. Belassen wir die Mehrheit der Kompetenzen bei den Nationalstaaten. Lassen wir die Menschen in Europa Tschechen, Polen, Italiener oder Dänen sein. Das Europäertum ist wie Esperanto – künstlich und tot.“


Konservative sind dagegen

Nun entscheidet am Ende zwar nicht der notorisch euroskeptische tschechische Präsident über das Schicksal des EU-Vertrags. Aber sein Wort hat sehr großes Gewicht. Die Regierung sieht die Sache etwas gemäßigter als Klaus, vermeidet aber eine klare Stellungnahme. Das liegt in erster Linie an der stärksten Kraft, der konservativen Bürgerpartei (ODS).

Die hat dafür gesorgt, dass der Ratifizierungsprozess derzeit auf Eis liegt. Die ODS-Fraktion im Senat hat nämlich den Text von Lissabon an das Verfassungsgericht geschickt. Dieses soll entscheiden, ob der Vertrag mit dem tschechischen Grundgesetz kollidiert. Sollte das Gericht ein Haar in der Suppe finden, wäre der EU-Vertrag in Tschechien mit großer Wahrscheinlichkeit tot. Ein zweiter Ausreißer nach Irland aber käme der endgültigen Beerdigung des Reformwerks gleich.

Bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichts benutzt die ODS den Vertrag von Lissabon als Spielball, um eine andere politische Grundfrage lösen zu können: die Errichtung der Radarstation für das umstrittene US-Projekt einer Raketenabwehr. Um das Radar durchzusetzen, fehlt es der Regierung im Parlament an der erforderlichen Mehrheit. Das Vorhaben stößt auch bei Teilen der mitregierenden Grünen auf Widerstand. Um das Nein der oppositionellen Sozialdemokraten aufzubrechen, bietet die ODS nun einen Deal an: Wenn ihr mit dem Radar einverstanden seid, dann helfen wir am Ende dem EU-Vertrag über die Ratifizierungshürden. Die Sozialdemokraten lehnen diesen Handel bisher ab.

Tschechien bleibt auch nach dem Treffen der Premierminister der Visegrád-Länder am Montag in Prag bei seiner undurchsichtigen Haltung. Deutlich wurde hingegen, dass Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei von einem einheitlichen Vorgehen meilenweit entfernt sind.


Frankreich macht Druck

Ob daran der Visegrád-Ehrengast sehr viel ändern würde, blieb offen: der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der mit 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernimmt und sich bereits jetzt als Krisenmanager bewähren muss. „Sarkozy wird den Druck auf unser Land erhöhen“, sagte Kommentator Petr Zavadil im tschechischen Fernsehen. Er meinte das auch mit Blick auf Anfang 2009: Dann übernehmen nämlich die Tschechen von den Franzosen die EU-Ratspräsidentschaft. Mit den Prager Nein-Sagern an der Spitze, das weiß aber nicht nur Sarkozy, wird es die EU sehr schwer haben, handlungsfähig zu bleiben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2008)

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49 Kommentare
Gast: Hermann
19.06.2008 19:15
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Esperanto lebt!

Esperanto lebt!

Nicht nur im Internet, nein, in zunehmendem Maße überall auf der Welt. Und das seit etwa vier Generationen. Nur wer über Esperanto nichts weiß, kann solche seltsamen Vergleiche ziehen.

Gerade Esperanto, die Sprache des Friedens, tritt für Gleichberechtigung und Erhalt der Kulturen ein.

Wir haben es uns in Europa bequem gemacht und genießen mit gelassener Selbstverständlichkeit alle Vorteile. Ein Traum vieler Gererationen geht nach einer kriegerischen Vergangenheit in Erfüllung. Aber wir tun so als ließe man den Teufel los, wenn wir uns bekennen sollen: Wir sind Europäer!

Ich bin Europäer, mit Freude und mit Herz. Wenn wir alle unsere Nachbarn achten, dann braucht die flammende Begeisterung für Europa nicht zum visionslosen Gejammere ängstlicher Zauderer zu verkommen.

Gast: Pour le merite
19.06.2008 12:22
0 0

Noch nie waren mir die Tschechen so sympathisch

wie ein Vaclav Klaus, der offensichtlich als einziger führender Politiker diese Freimaurermafia durchschaut.

mi_unu
19.06.2008 11:52
0 0

Esperanto lebt!

Esperanto ist sehr wohl eine lebende Sprache. Dies wird deutlich z. B. durch
- fast taeglich irgendwo auf der Welt stattfindende Veranstaltungen, deren Teilnehmer unterschiedlicher Muttersprache sich mittels Esperanto verstaendigen
(<http://www.eventoj.hu/2008.htm>)
- die Internet-Enzyklopaedie Wikipedia mit bereits ueber 100000 Artikeln auf Esperanto
(<http://eo.wikipedia.org/>)
- die offizielle Anerkennung des Esperanto als lebende Sprache durch das ungarische Ministerium fuer Unterricht
(<http://www.esperanto.hu/viva-kep4.htm>)
- die Nutzung des Esperanto durch das chinesische Internet-Informationszentrum
(<http://esperanto.china.org.cn/>). Auch den chinesischen Auslandsrundfunk gibt es auf Esperanto (im Internet <http://esperanto.cri.cn/> und mehrmals taeglich im Aether).

Esperanto lebt und ist Weltweit verbreitet

Bevor man kritisch sich über etwas äußert, sollte man sich sehr gut auskennen, sehr gut informiert sein.

http://eo.wikipedia.org/wiki/Vikipedio:Gazetara_komuniko_100000_de
Pressemitteilung. Heute, am 15. Juni 2008 um ca. 09.00 GMT (11.00 CET), erreichte die Esperanto-Wikipedia die Anzahl von 100'000 Artikeln. Damit reihte sie sich in die Liste der 20 Wikipedias ein, deren Artikelzahl mehr als 100'000 beträgt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Esperanto
Willkommmen beim Portal Esperanto Dieses gibt eine Übersicht über Esperanto. Dazu gehören auch die Geschichte und Kultur dieser am weitesten verbreiteten Plansprache.

http://www.ipernity.com/blog/sencay/68980
Mit Esperanto durch die Welt

http://www.herzberg.de/
Herzberg, die Esperanto-Stadt

http://www.esperanto.net

http://www.esperanto.de/gea/faq.html
Esperanto - Oft gestellte Fragen

http://farbskatol.net/
"Esperanto-YouTube"

Esperanto (UEA): Friedensnobelpreis 2008
http://tinyurl.com/4xpav6

usw...

Gast: Martin1962
18.06.2008 02:56
0 0

Europäertum und Esperanto

Es ist schon interessant mit wieviel Emotion hier diskutiert wird. Zunächst zum Europäertum. Man muss doch auch mal klar sagen, dass uns Europa auch etliche Vorteile gebracht hat. Also bitte die Sache doch nicht so negativ betrachten. Die Tschechen haben sich in einer Volksabstimmung vom 13.-14.06.2003 mit 77,3 % klar für den Beitritt zur Europäischen Union entschieden. Wünschen sich die Kritiker wieder ein Europa mit Zollschranken, zig Währungen, langen Warteschlangen an den Grenzen? Nun zu Esperanto. Tatsache ist doch, dass Herr Klaus hier offensichtlich einen Missgriff gelandet hat. Der Vergleich ist unzulässig und gleichzeitig für einen Esperanto-Sprecher beleidigend. Das muss doch nicht sein. Etwas Tolereranz (auch bei einigen der Schreiber) wäre doch angebracht. Über 100.000 Artikel in der Esperanto-Wikipedia und etwas weniger in der Tschechischen Wikipedia. Offensichtlich ist Esperanto als Zweitsprache und international mehr in Gebrauch als Tschechisch. Das hat mich überrascht.

Gast: blablabla
17.06.2008 19:36
0 0

Hier hat Vaclav Klaus vollkommen recht

Wenigstens EIN Staatsmann in EUropa ! Warum die EU nicht schrittweise so organisieren wie die Schweiz mit reräsentativer und direkter Demokratie (allerdings plus verbindlicher Medienentflechtung), durchgezogenem Subsidiaritätsprinzip (= erhaltene Vielfalt der Nationalstaaten statt Einheitsbrei), kleine Zentrale mit ganz genau definierter Rechten und kein Komma mehr, verankerten starken Bürgerrechten, verankertem Sozialstaat und verantwortungsvollem wirtschaften sowie Umweltschutz. (Waren-, Bevölkerungs- und anderer) Austausch nur auf prozentueller Reziprozität. Trotzdem rettet uns das nicht vor den Folgen von 1.000.000 Abtreibungen allein in Österreich seit 1972. Wenn man das nicht bald löst ist es für uns zu spät (auch für die Tschechen mit ähnlichen Zahlen), denn dann ist das Land neu besiedelt - mit wem auch immer.

Antworten Gast: UGO
19.01.2009 17:10
0 0

Re: Hier hat Vaclav Klaus vollkommen recht

Die Ideen sind vollkommen gut...
V. Klaus hat, soweit ich das kapiere, überall Recht in seiner Europapolitik, außer, und das ist ein sehr schwerwiegender Fehler(wie schon oft geschrieben wurde) dass er Esperanto kritisiert.
Ich hab zwar erst mit Esperanto angefangen, finde es aber total gut.

ES LEBE ESPERANTO!

roger
17.06.2008 18:00
0 0

Besser kann man sich nicht äußern!

Mein Urlaub in Tschechien ist gebucht! Der Vertrag von Lissabon ist tot - es lebe der Neue Prager Frühling!

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Re: Besser kann man sich nicht äußern!

Als naechstes : Einladung der Brusseler Mafiosi nach Prag folgend mit Fenstersturz. Die Prager schreiben neuerlich Geschichte.
sB

Gast: Ludwig Hoffer
17.06.2008 16:12
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Dümmer kann man sich nicht äußern!

"Das Europäertum ist wie Esperanto – künstlich und tot!"

Mein Urlaub in Tschechien ist gestrichen! Denn Esperanto ist quicklebendig!

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Zum Thema Esperanto:

Schaut Euch doch den Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruierte_Sprache
an. Also,ich bin nicht fuer Zamenhofs ESPERANTO,sondern fuer INTERLINGUA oder fuer VOLAPÜK als europäische lingua franca!
:-))

Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 18:15
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Zum Thema Esperanto:

Vielleicht solltest Du das mal begründen.

Vermutlich hat Zamenhof Volapük nicht gekannt, aber die Ursachen, die den Niedergang von Volapük mit bewirkt haben, hat er umgangen: ein leichter erlernbarer Wortschatz und der Verzicht auf irgendwelche Sonderrechte bei der Weiterentwicklung der Sprache.

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Prager Fruehling - neu geschrieben

Ich hoffe dass Prag den einzig richtigen Entschluss zieht.
Die Tschechische Bevoelkerung muss sehen dass die Schergen in Brussel kein Interesse and dem Wohlwollen Einzelner hat.
Wir raten den Tschechen von Ihrem Vetorecht Gebrauch zu machen.
Und unsere Politiker aus Oesterreich, einschliesslich die alte Schuessel und dem jetzigen Gusi "Gusto" zum Prager Fenstersturz einzuladen.
Dann waehre endlich Gerechtigkeit geuebt. Fuer Euro Abfangjaeger, fuer Euro Einfang Jaeger wuerde das das Ende bedeuten.
Und Prag wuerde sich vielleicht die 100 % Teuerungswelle ersparen.
Seid nicht dumm, Prager.
Lasst Euch nicht vera.schen.
sB
L

Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 18:22
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Re: Prager Fruehling - neu geschrieben

"Und Prag wuerde sich vielleicht die 100 % Teuerungswelle ersparen."
Diese populäre, immer wieder anzutreffende Ansicht (Euro = Teuro) lässt sich nicht belegen. Auch durch ständiges Wiederholen wird Aussage nicht wahrer.

Antworten Antworten Gast: blablabla
17.06.2008 19:23
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Re: Re: Prager Fruehling - neu geschrieben

ständiges Leugnen von Tatsachen aber auch nicht. Wann hat man je in Österreich in einem durchschnittlichen Landgasthof für ein normales Sonntagsessen pro Person fast 300 ÖS bezahlt ? Für eine österreichische Tageszeitung fast 20 ÖS ? Für ein Stück Vollkorngebäck 10 ÖS ? Ein Kilo Brot bis zu 60 ÖS ? Für eine Busfahrt von 40 km 140 ÖS, ein Auslandspaket ins Nachbarland von unter einem Kilogramm 100 ÖS, etc. etc.

Antworten Antworten Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 19:56
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Prager Fruehling - neu geschrieben

Ich kenne nur die deutschen Zahlen, und da gab es definitiv nicht Preissprünge von 100%. Ich kann Ihnen massenhaft Dinge nennen, die seit der Einführung des Euros nur im Rahemen der üblichen Inflationsrate teurer geworden sind.

Es ist leider richtig, dass im Rahmen der Euro-Umstellung einige Branchen, insbesondere Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe, derbe versucht haben, die Preise zu erhöhen, aber einige sind dann sehr schnell doch wieder auf den Boden zurückgekommen.

Das war möglicher in Deutschland leichter für den Verbraucher zu prüfen, da konnte man die Europreise näherungsweise durch zwei teilen, in Österreich mit Teilen durch 14 war das schon etwas komplizierter.

Die "gefühlten" Preissprünge sind kein zuverlässiger Indikator.

Mal eine simple Frage: Welche Jahre vergleichen Sie eigentlich, um auf die 100% zu kommen? 2008 mit welchem Jahr?

roger
17.06.2008 07:02
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Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

Einer der ganz wenigen Politiker in Europa, der das Referendum in Irland demokratisch akzeptiert, Klartext spricht und die richtigen Schlüsse daraus zieht. Österreichische Politiker könnten sich eine große Scheibe "Respekt vor dem Volk" abschneiden.

Der Vergleich mit Esperanto ist genial. Hier hat man auch versucht, künstilch etwas zu erzeugen, was keiner will.

Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 08:01
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Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Respekt vor dem Volk" bekunden im Regelfall Politiker nur dann, wenn Sie glauben, dass das Volk ihrer Meinung sind.

Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 07:54
0 0

Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Der Vergleich mit Esperanto ist genial. Hier hat man auch versucht, künstlich etwas zu erzeugen, was keiner will."
Schön zu wissen, was Sie unter genial verstehen.
Keiner will Esperanto? Es gibt genügend Menschen, die Esperanto lernen und Spaß daran haben, durch Esperanto internationale Kontakte zu haben.
Und dass ohne schulischen Zwang. Oder haben Sie nach Ihrer Schulzeit eine Sprache freiwillig gelernt?


roger
17.06.2008 08:58
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Schön, Sie wollen Esperanto

Sollte es eine europäische Volksabstimmung zu irgendeiner EU-Verfassung geben, können Sie ja anregen, dass man über Esperanto gleich mitabstimmen soll. Vielleicht kriegen Sie ja 5-9 Promille der Stimmen. Zufrieden?

stefania
17.06.2008 08:54
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Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

Wie viele Menschen sprechen wohl Esperanto ?
Wohl ein sehr kleiner, elitärer Kreis-wieder eine Parallele zu dieser unsäglichen, diktatorischen und künstlichen EU.
Diese krampfhafte Gleichmacherei wird einfach nie funktionieren.
Das Europa ,für das ich einst gestimmt habe (leider), ist ist das Modell von V. Klaus.
P.s.:Übrigens, ich habe seit meiner Schulzeit 2 Fremdsprachen freiwillig gekernt.

Antworten Antworten Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 09:46
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Re: Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Wie viele Menschen sprechen wohl Esperanto ?
Wohl ein sehr kleiner, elitärer Kreis-wieder eine Parallele zu dieser unsäglichen, diktatorischen und künstlichen EU.
Diese krampfhafte Gleichmacherei wird einfach nie funktionieren."
Die Anzahl der Esperanto-Sprecher ist sehr schwer zu ermitteln, demensprechend sind die Schätzungen ungenau. Irgendwo zwischen 500.000 und 2.000.000. Es hängt auch zusammen, welches Sprachniveau man von einem Sprecher erwartet.
Der Kreis der Esperanto-Sprecher ist keineswegs elitär, es sind halt Menschen, die mal abseits der ausgetretenen Pfade gehen und nicht wie eine Herde dem Leithammel folgen.
Mit Gleichmacherei hat Esperanto übrigens nichts zu tun. Es soll lediglich für den internationalen Kontakt da sein und nicht die National-Sprachen verdrängen, wie Unwissende immer wieder behaupten oder vermuten.

Gerald
17.06.2008 10:12
0 0

Re: Re: Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Der Kreis der Esperanto-Sprecher ist keineswegs elitär, es sind halt Menschen, die mal abseits der ausgetretenen Pfade gehen und nicht wie eine Herde dem Leithammel folgen."

Also Menschen die glauben abseits ausgetretener Pfade gehen zu müssen, weil eh alle anderen wie eine Herde dem Leithammel folgt, sind elitär. Elitär an sich ist ja auch nichts schlechtes, da solche Querdenker und Nonkomformisten immer wieder für neue, erfrischende Ideen sorgen. Das ändert aber nichts daran, dass Esperanto ein künstliches Konstrukt ist, das nur von einem verschwindend geringen Teil der Bevölkerung beherrscht wird. Vergleichbar mit der Kunstsprache Klingonisch, oder eben dem EU-Vertrag.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 14:38
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Das ändert aber nichts daran, dass Esperanto ein künstliches Konstrukt ist...."

Esperanto ist von einem Mann geschaffen worden, aber seither ist die Sprache 120 Jahre in der Welt und hat sich dementsprechend weiterentwickelt. Esperanto ist eine ganz normale Sprache, was natürlich nur der beurteilen kann, der sie gelernt hat.

Und selbst wenn die Sprache künstlich wäre, was wäre daran von Übel? Dass sie leicht erlernbar ist? Dass en keine unregelmäßigken Verben gibt? Dass es nur eine Konjugation und eine Deklination gibt? Dass die Wortbildungslehre so einfach ist, dass man die Sprache in kurzer Zeit beherrschen kann? Dass sind doch Wünsche, die wir in der Schule beim Sprachunterricht hatten und dass das Erlernen anderen Sprachen immer schwierig macht.
Dass Nationalsprachen häufig auch von einzelnen Menschen stark geprägt wurden, sollte auch nicht übersehen werden. Im Fall des Deutschen war es Luther mit seiner Bibelübersetzung.

stefania
17.06.2008 08:54
0 0

Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

Wie viele Menschen sprechen wohl Esperanto ?
Wohl ein sehr kleiner, elitärer Kreis-wieder eine Parallele zu dieser unsäglichen, diktatorischen und künstlichen EU.
Diese krampfhafte Gleichmacherei wird einfach nie funktionieren.
Das Europa ,für das ich einst gestimmt habe (leider), ist ist das Modell von V. Klaus.
P.s.:Übrigens, ich habe seit meiner Schulzeit 2 Fremdsprachen freiwillig gekernt.

Antworten Antworten Antworten Gast: hoketo
17.06.2008 11:23
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Re: Re: Re: Meine Hochachtung vor Vaclav Klaus

"Übrigens, ich habe seit meiner Schulzeit 2 Fremdsprachen freiwillig gelernt."
Mein Kompliment, das ist wirklich eine gute Leistung.
Dann wissen Sie auch, wie schwierig und zugleich bereichernd es es sein kann, Fremdsprachen zu lernen.

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