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EU-Skepsis: "Österreich hat die rote Laterne abgegeben"

21.01.2009 | 14:41 |   (DiePresse.com)

Einer aktuellen Umfrage zufolge steigt die Zustimmung der Österreicher zur Europäischen Union. Sie liegt aber weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der Mitglieds-Staaten.

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Wer die EU in Österreich vertritt, wird bescheiden: "Österreich hat die rote Laterne abgegeben", sagt folglich der Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, Richard Kühnel, über die Werte der aktuellen Eurobarometer-Umfrage. Immerhin bereits 39 Prozent bewerten nach der am Mittwoch präsentierten Umfrage die EU-Mitgliedschaft als "eine gute Sache". Das ist ein Anstieg um drei Prozentpunkte.

Österreich nimmt damit in der Bewertung der europäischen Integration immerhin nur mehr den viertletzten Platz ein. Es liegt aber nach wie vor weit hinter dem Durchschnitt aller 27 EU-Staaten.

Grund für die gestiegene Zustimmung zur EU sind der Umfrage zufolge die internationale Finanzkrise und der durch massive EU-Diplomatie entschärfte Konflikt zwischen Georgien und Russland. Für die Studie wurden 1003 Österreicher im Oktober und November 2008 vom Gallup-Institut befragt.

"Herzen der Österreicher noch nicht erreicht"

Auch die Frage, ob die EU-Mitgliedschaft für Österreich von Vorteil sei, wurde in signifikant gestiegenem Ausmaß von 47 Prozent (plus 11) bejaht - ebenso wie jene, ob die EU Schutz vor negativen Auswirkungen der Globalisierung biete (45 Prozent/plus 15). Wahre Liebe sieht allerdings anders aus: Vertrauen bringen die Österreicher der EU nach wie vor nur in eingeschränktem Ausmaß entgegen: Gerade 42 Prozent können sich dazu durchringen. "Es ist offenbar gelungen, die Menschen rational zu überzeugen", folgert Kühnel. "Aber wir haben sicher noch nicht ihre Herzen erreicht."

Keine Herzensangelegenheit ist den Österreichern jedenfalls die EU-Erweiterung: 67 Prozent lehnen weitere Mitglieder ab. Die Befragten sind außerdem mehrheitlich nach wie vor der Meinung, Österreich habe vom Fall des Eisernen Vorhanges nicht profitiert - "in bemerkenswerter Distanz zu allem, was die Wirtschaftsdaten dazu ausweisen", wie Gallup-Projektleiter Harald Pitters bemerkt.

"Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling", erklärt Kühnel zur Frage, ob es bei der prinzipiellen Bewertung der EU-Mitgliedschaft schon eine nachhaltige Trendwende gebe. Dafür werde ausschlaggebend sein, wie die EU der globalen Wirtschaftskrise begegnen könne, welche Lehren sie aus der Gaskrise ziehe und auch wie sie die Umsetzung der europäischen Klimaziele verfolgen werde.

Aber auch bei heimischen Unternehmen sieht der EU-Vertreter Handlungsbedarf: "Viele haben in den letzten Jahren gute Geschäfte in Osteuropa gemacht. Sie müssen auch kommunizieren, dass dadurch auch in Österreich Arbeitsplätze geschaffen worden sind." Eine Forderung, die Kühnel auch im Hinblick auf die im Juni anstehenden Wahlen zum EU-Parlament erhebt. Immerhin sind 50 Prozent der Befragten prinzipiell geneigt, sich dazu an die Urnen zu begeben - auch das ist eine deutliche Steigerung von elf Prozentpunkten seit der letzten Umfrage.

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(Ag.)

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25 Kommentare
 
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Gast: hk1190
22.01.2009 12:44
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"Die Herzen der Österreicher"

Ja, da war ich schon dafür, daß Österreich in die EU geht. Da hatte ich das klare Bild vor Augen, daß es auch gemeinsame Ziele geben wird, die wir weiterentwickeln müssen.
Realität ist aber, daß es Länder in der EU gibt, denen das Wort "gemeinsam" fremd ist.
Wie soll sich die EU als politische und militärische Kraft etablieren, wenn einzelne Mitgliedsländer, wie Polen und Tschechien, die USA als ihre unmittelbaren Verbündeten sehen und NATO-Stützpunkte einrichten. Nebenbei möchte die EU aber eine europäische militärische Struktur aufbauen. Das steht klar im Gegensatz zu den Absichten der zitierten Länder Polen und Tschechien.
Wie soll dem europäischen Bürger der europäische Geist eingeimpft werden, bei solchen Verhältnissen? Wie soll er bei solchen Widersprüchen mit dem Herz dabei sein? etc. etc. ...

Gast: Alpine
22.01.2009 11:45
0 0

Keine Alternative

EU ist für Österreich die einzige Alternative. Ohne diese
Gemeinschaft ist für die kleinere Staaten schwierig,
ekonomisch und politisch zu existieren. Deswegen ist es
gut , dass die österreichische Staatsbürger endlich
zur Vernunft kommen und die Realitaet einsehen.

Antworten Gast: Barbara S.
22.01.2009 12:45
0 0

Keine Alternative zum EU-Austritt

Sie haben bei Ihrer Überschrift das Wesentliche verschluckt :-)
Es gibt nämlich in Wirklichkeit für Österreich keine Alternative zum EU-Austritt, will es nicht völlig untergehen.
Ökonomisch wird sich für Österreich nach dem EU-Austritt praktisch nichts ändern, da wir EWR-Mitglied sind.

Allmählich kommen auch die letzten EU-Gläubigen zur Vernunft und erkennen endlich, dass die EU ein POLITISCHES Projekt ist, um die europäischen Nationen einzuebnen und stattdessen eine gleichgeschaltete EU-Nation künstlich zu erzwingen.

Antworten Gast: Barbara S.
22.01.2009 12:41
0 0

Es gibt keine Alternative zum EU-Austritt

Bei Ihrer Überschrift haben Sie sich etwas zu kurz gefaßt :-)
Es gibt für Österreich nämlich keine Alternative zum EU-Austritt.
Ökonmoisch ist für Österreich nach dem Austritt aus der EU gar nichts schwierig, weil praktisch nichts anders als bisher!
Dafür sorgt nämlich der EWR (Europäischer Wirtschaftsraum), bei dem Österreich bereits kurz vor der EU Mitglied wurde.

Früher oder später werden auch die letzten EU-Gläubigen zur Vernunft kommen und endlich erkennen, daß die EU in Wirklichkeit ein POLITISCHES Projekt ist. Konkret zum Auslöschen der europäischen Länder, um diese durch einen gleichgeschalteten EU-Staat zu ersetzen.
Mit einem Einheitsbrei-Europa haben es die USA natürlich wesentlich leichter, um mit uns beliebig jonglieren zu können (siehe zum Beispiel Gentechnik!)

Gast: steffen
22.01.2009 05:39
0 0

die eu

die eu, zuerst extremer förderer der globalisierung
genau wie usa, auslagerung der Firmen, null Kontrolle bei Banken, dafür wird bei Landwirten bis zum letzten futterkorn und gurke alles geprüft

und jetzt spielen sie sich als retter auf
ist ja ihre pflicht, die eigenverschuldeten fehler auszubessern um den arbeiter zu helfen
wem wird aber geholfen, den grossen Managern, den banken, die jahrzehntelang schon den arbeiter abgezockt haben und die gewinne von damals abgesaht haben

wer hilft mir wenn mir schlecht geht, keiner, Konkurs, Insolvenz, Arbeitslosigkeit, Armut
da steht man alleine

Antworten Gast: Barbara S.
22.01.2009 11:21
0 0

Sie sind halt ein normaler Bürger

Aber was interessiert denn die Brüsseler Truppe die Normalbevölkerung?
Die EU ist dafür geschaffen worden, damit es den Reichen noch besser geht.

Gast: CB
22.01.2009 00:04
0 0

Besorgniserregend

Den Menschen müssen jetzt verstärkt Werte wie Freiheit und Demokratie vermittelt werden, damit sie nicht mehr auf die EU-Rattenfänger hereinfallen. Die Bevölkerung will wirtschaftliche und soziale Stabilität. Wenn sie die nicht von den demokratischen Kräften bekommt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Zustimmung zu extremistischen Organisationen wie der EU steigt. Die Stammtischparolen der EU-Fanatiker müssen von den Demokraten noch viel stärker als die dumpfe Propaganda entlarvt werden, die sie sind. Freiheitsfeindliche Ideologien wie der EU-Extremismus dürfen im 21. Jahrhundert keine Chance mehr haben.

Gast: G
21.01.2009 20:19
0 0

eu

ich hasse die EU ebenfalls und daran wird sich nichts ändern, und ich glaub kaum das das stimmt was uns hier eingeredet wird

antikarl
21.01.2009 19:38
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Nachdem sich hier fast nur Gegner melden

oute ich mich als Befürworter. Bin schon zufrieden, dass es seit zig Jahren keinen europäischen Krieg mehr gab und außerdem bin ich wirtschaftsorientiert. Die Demokratiereife der öst. Politik mit ihren enormen außerparlamentarischen Einflüssen ist auch nicht so toll wie manche vielleicht glauben wollen. Da ist es mir schon recht, dass die EU die Grundzüge der Gesetzgebung vorgibt, damit etwas frische Luft herein weht. Das hat sich, wenige Ausnahmen ausgenommen, durchaus bewährt und uns nicht geschadet. Wir sind sicher leistungsstärker geworden! Und darauf kommt es an.

Antworten Gast: Isaak Goldfisch
22.01.2009 14:54
0 0

Re: Nachdem sich hier fast nur Gegner melden

Hast du den Serbienkrieg um Kosovo vergessen, den von Türken besetzte Norden Zyperns und den damit verbundenen Zypernkrieg ( dort herrscht nur Waffenstillstand mit den Türken), der Georgienkrieg, den Jugoslawiennachfolgektieg? Alles europäische Staaten, und in Europa ist immer wo ein Konflikt, mehr oder weniger.
Und von wegen Wirtschaft und den bejubelten €: der USD ist verglichen mit dem € saftig im Wert gestiegen und das, obwohl die USA die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Bestand der USA durchmachen!

Antworten Antworten Gast: PeterPan
23.01.2009 09:24
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Re: Re: Nachdem sich hier fast nur Gegner melden

Also Du hast die Problematik der Finanzkrise ja vollkommen "verstanden"... einfach nur traurig!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Isaak Goldfisch
24.01.2009 09:21
0 0

Re: Re: Re: Nachdem sich hier fast nur Gegner melden

Was hat denn mein Beitrag mit der Finanzkrise zu tun? Verständlich, dass du traurig bist, wenn du ein Problem mit dem Verstehen hast! Daumenlutschen hilft in deiner Situation!

Antworten Antworten Antworten Antworten Anatol
27.01.2009 14:25
0 0

Re: Re: Re: Re: Nachdem sich hier fast nur Gegner melden

Was hat denn mein Beitrag mit der Finanzkrise zu tun?

DAS würde ich mal sagen:

Und von wegen Wirtschaft und den bejubelten €: der USD ist verglichen mit dem € saftig im Wert gestiegen und das, obwohl die USA die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Bestand der USA durchmachen!

Gast: Atze
21.01.2009 19:24
0 0

Falsche Sichtweise!!!

Österreich hat nicht die rote Laterne abgegeben, sondern die POLE POSITION.

Wir waren der Vorreiter. Die anderen folgen jetzt.


derpradler
21.01.2009 19:04
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Die Medien sind die größten Roßtäuscher!

Österreich ist ein armes Land was die Meinungsfreiheit anbelangt. Das Land hat keine objektiven Medien, hat keine Aufklärungsmedien. Es ist zu eindeutig, wenn es um die EU geht sind Halbwahrheiten, Unwahrheiten, Meinungsmanipulationen an der Tagesordnung. In dieser Beziehung ist Österreich Spitze und könnte höchstens noch von China übertroffen werden.

Re: Die Medien sind die größten Roßtäuscher!/derpradler

Bravo! Wenn Sie jetzt auch noch die Beweise dafür liefern (könnten, wenn's leicht geht, bitte - wenn nicht, besser die "Go" halt'n), dass an den von Ihnen geschilderten Zuständen in Österreich ausnahmslos die EU schuld ist, könnte ich der Meinung, Sie seien ein an sich vernünftiger Mensch, vielleicht etwas näher treten.

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die sollen mal

Die hätten mich mal fragen sollen, dann hätte ich ihnen gesagt, dass sich bei mir - Finanzkrise hin oder her - nix geändert hat. Ich mag die EU nicht.
Es ist mir zwar bewusst, dass ein jetziger Ausstieg keineswegs ein Szenario des Gewinns wäre, leider sind wir mitgefangen.
Ich bin trotzdem nicht erfreut über die EU und auch nicht, über den Weg den sie einschlägt, weil ich leider auch mitgefangen bin. Und der Weg verheißt dem Otto-Normal-Verbraucher nicht allzu viel Gutes.
Und eine Frage ist noch nicht erprobt in dem EU Haufen: wenn sich Wirtschaftsinteressen entgegengesetzter Art melden, ob da wirklich noch ein Ländchen dem anderen die Treue halten wird? Es ist leicht sich zu feiern, wenn man noch gar nicht beweisen musste, dass man es wirklich wert ist. In diesem Sinne - ich wär lieber dort, wo die Coyoten heulen und der Präriewind winselt.

Gast: gast
21.01.2009 16:39
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EU-Skepsis: "Österreich hat die rote Laterne abgegeben"


schön, dass in unserem land schön langsam die vernunft wieder einkehrt.

Antworten Gast: EUlos
21.01.2009 17:42
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Re: EU-Skepsis:

Ja, da sieht man die Ösis werden immer blöder. Lassen sich alles einreden. Die Medien und Politiker können mit ihnen machen was sie wollen.

geheimrat
21.01.2009 15:55
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Das EU-Machtkartell ist das Gegenteil von Europa


phuter
21.01.2009 15:49
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Hat das Wahrheitsministerium...

Also wieder eine Umfrage gemacht... Köstlich.
Wenigstens ist der Spuk in einem Jahr vorüber.

Gast: G
21.01.2009 15:38
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6t

liebe

Gast: G
21.01.2009 15:38
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!

also iwie glaub ich das nich.

ich zumindest hasse die EU immernoch und daran wird sich nie was ändern und ich glaub iwie nich das sich bei den andren iwas geändert hat, wieso auch ?

Gast: Barinkopac
21.01.2009 15:21
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rote Laterne

Wer sind jetzt die letzten drei? Für eine Nachrichtenagentur ist der Beitrag zu schwach! Alles dreht sich nur um Österreich! Haben die anderen Länder der EU keine Namen, wo stehen unsere Nachbar. Einen solchen Beitrag muss der Leiter der APA gleich dem Schreiber zurückgeben, dass er wenigstens ein Minimum an Information vermittelt.

Antworten Gast: adv
21.01.2009 16:13
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Re: rote Laterne

Dem oben genannten kann ich nur zustimmen. Hätter mir auch ein paar Infos mehr gewünscht. Vielleicht wäre eine Verknüpfung zu Umfrageergebnissen aus anderen Ländern auch nicht zu viel verlangt gewesen. Bin einfach enttäuscht!

Zur EU selber bin und bleib ich ein Gegner, solange sie nicht demokratischer wird! Außerdem halte ich nichts von zentralisierten Herrschaftssystemen, wo Lobbyismus und Parteispenden über Gesetze entscheiden! Nieder mit der Plutokratie!!!

 
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