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EU: Internet-Anmache von Kindern soll strafbar werden

03.02.2009 | 11:28 |   (DiePresse.com)

Die EU will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen. Annäherungs-Versuche an Kinder via Internet sollen bestraft werden. Außerdem will man ein Frühwarn-System für verschwundene Kinder einführen.

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Im Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern und gegen Kinderpornografie will die EU neue Maßnahmen setzen. Der zuständige EU-Justizkommissar Jacques Barrot sagte am Dienstag im Europaparlament in Straßburg, er werde im März einen "ehrgeizigen" Gesetzesvorschlag vorlegen. Dieser ziele auf einen besseren Opferschutz und mehr Prävention ab.

Barrot unterstützt einen Entwurf für eine Resolution der EU-Abgeordneten, die am Dienstag verabschiedet werden soll. Darin wird neben einem verbesserten Opferschutz auch die Einstufung von Annäherungsversuchen via Internet ("Grooming") als Straftat verlangt.

Cyber Grooming
Cyber Grooming ist die gezielte Anmache von Kindern und Jugendlichen im Internet durch Pädophile. Meistens geben sich dabei erwachsene Männer als Jugendliche aus, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Ziel ist oft, die Kinder auch im realen Leben zu treffen und zu mißbrauchen.

Außerdem soll Sextourismus in der gesamten EU strafrechtlich verfolgt werden. Die Europaabgeordneten fordern zudem den Aufbau eines EU-weiten Frühwarnsystems für verschwundene Kinder. "In Europa verschwinden tausende und abertausende Kinder", sagte die zuständige Parlamentsberichterstatterin, die italienische Abgeordnete Roberta Angelilli.

Barrot sagte, es gebe Schätzungen, wonach in Europa 20 Prozent der Menschen in irgendeiner Form Opfer von sexuellen Übergriffen waren. Der EU-Kommissar versicherte, er habe bereits beim vergangenen Treffen der EU-Innenminister entschlossen für ein Alarmsystem für verschwundene Kinder plädiert. Jedes EU-Land sollte ein derartiges System haben, EU-weit müssten diese dann vernetzt werden.

 

(Ag.)

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10 Kommentare
Gast: Caroline Kaiser
07.02.2009 19:50
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Lächerliche und gefährliche Initiative....

Der sexuelle Mißbrauch von Kindern, aber auch Belästigung im Netz, sind schon längst strafbar.

Diese Initiative ist lächerlich und gefährlich:

"Cyber Grooming ist die gezielte Anmache von Kindern und Jugendlichen im Internet durch Pädophile."

Pädophile machen keine Jugendliche an, sonst wären sie ja nicht pädophil. Würde man diese Vorschläge so umsetzen, würde sich ein 18-jähriger strafbar machen, der mit einer 17-jährigen im Netz flirtet. Mit Kinderschutz hat dies wohl kaum noch etwas zu tun.

Sex mit Kindern wird auch dann verfolgt, wenn er von EU oder US/CAN Staatsbürgern im Ausland ausgeübt wird,
selbst wenn er im Ausland straflos bleibt.

Also kann ja mit § gegen Sextourismus nur gemeint sein, daß z.B. ein Deutscher sich strafbar macht, wenn er mit einer erwachsenen Prostituierten in Havanna schläft.
Absurd. Dies würde nur dann Sinn machen, wenn in der ganzen EU - und nicht nur in Schweden - Prostitution verboten wird.

DerÄtzer
07.02.2009 00:29
0 0

Die einschlägigen Sites von Hackern stören oder aufstöbern lassen wäre klüger und wirkungsvoller.

Warum sollte SurferIn, oft ahnungslos, sich mit Behörden auseinandersetzen, nur weil die behaupten, man habe mit Kindern sex betreiben wollen.

Ich freue mich fröhliche Leute, einschließlich Kinder zu sehen und scheue mich nicht, mit denen zu reden.

Im Bus, im Park, beim Einkaufen - am liebsten über die Zustände mit Überwachungscams.

Mich stören die gar nicht, aber es ist vielen, das ist zu merken, unangenehm.

Das Zusammenleben wird vergiftet, weil einige pädophile oder andere krankhafte Neigungen haben.

Vielleicht schon Auswirkung von dieser Überwacherei.

Die Korruption, Proporz und Parteiwirtschaft unter Strafe stellen und aktiv abstellen, brächte uns allen echten Wohlstan, statt lächerliche Inet-Verfolgungen.

Justin
03.02.2009 16:59
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Grooming - und die Überwachung geht weiter

Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass Kindersex als der Motor für die totale Überwachung der Gesellschaft und Zensur sämtlicher vielleicht sehr böser Medien herhalten muss?!

Grooming, das ist, wenn 20-jährige Lockvögel arme Tölpel zu sexueller Sprache provozieren und diese dann für mehrere Jahre ins Gefängnis müssen.
"NBC Dateline - How to catch a predator"

http://www.youtube.com/watch?v=L_kADup_wZw

Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen sexueller Anmache im Internet und realem Missbrauch: Das Kind kann abschalten!

Wie kann es sein, dass für ein paar Pädophile oder Ephebophile die gesamte Welt sich selbst zensiert und beschneidet (siehe auch Richtlinien an Schulen, wie sich Lehrer gegenüber Kindern verhalten dürfen, in Kindergärten, die eigenen Eltern, ...).

Prolet
03.02.2009 13:25
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Weil ich sehr gegen Kindersex bin, ist die Idee zu beachten, aber ehrlich, wäre es nicht wirksamer Kinder zu beaufsichtigen oder im Zugang zu beschräken?

Gerade stelle ich mir vor, ich überprüfe den Chat des Töchterchens und frage höflich, wer hat zuletzt mit Minimaus gechatet?

Dann kloppft es: Die mit der Brille verlangt ein Leumundszeugnis und die Solirdarität zur ÖVP!

Kann ich dann einwenden, ich verkehre niemals mit Pfarrern oder Ministranten?

Groehr kenne ich nur vom TV und Krennreiben kann ich selber.

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Die Eltern müssten von Haus aus den Internetzugang verbieten!


Sochard
03.02.2009 13:23
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Re: Das wichtigste Medium in unserer Zeit verbieten?

Das ist sicher zukunftsorientiert!

phuter
03.02.2009 12:47
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Das wird sehr schwer.

Wie will man in einem Chatroom die wahre Identität des Gegenübers feststellen, wenn man nicht über Webcam kommuniziert? Ich sehe schon eine Welle von Prozessen heranrollen, wo geschockte Eltern mit ihren frühreifen Kindern, die sich als älter ausgeben, irgendwelche Idioten ausforschen lassen, die drauf reinfallen.
Das selbe gilt in gewisser Weise für Sextourismus. Was ist Sextourismus? Ist es einem Touristen verboten im Ausland ein Bordell zu besuchen? Da wird sich die Wiener Puffbetreiberschaft bedanken!
Da die meisten sexuellen Übergriffe auf Kinder in den eigenen vier Wänden stattfinden, befürchte ich, dass es wieder einmal billige Showgesetzgebung wird, die kein Kind rettet.

Sochard
03.02.2009 13:27
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Re: Das wird sehr schwer.

Es ist ein Abschreckungsgesetz, das kaum durchsetzbar ist. Aber eines schafft es mit Sicherheit, nähmlich die Angst im Chatroom sich doch mit den "Falschen" ausgesucht zu haben!

Bombur
03.02.2009 12:44
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Kaum...

gibts mal positives von der EU zu berichten, bleiben die Kommentare aus.

Ist anscheinend leichter hasserfüllte Kommentare zu schreiben als Lob!


Peregrin
03.02.2009 15:09
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Re: Kaum...

Was war Positives? Den gegenstaendlichen Versuch, unter einem billigen und auch schon seit Jahren ausgelutschten Vorwand die Buergerbespitzelung auszubauen, koennen Sie doch wohl nicht meinen.

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