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Irland: Nun 51 Prozent für EU-Vertrag

16.02.2009 | 18:34 |   (Die Presse)

Die Finanznot lässt die Iren umdenken, schon am 5. Juni könnte abgestimmt werden. Bisher war die Neuauflage für Oktober geplant gewesen.

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LONDON/DUBLIN (rei). Nur noch 33 Prozent der Iren sind gegen den Lissabon-Reformvertrag, den im Juni 2008 noch 53,4 Prozent der stimmberechtigten Bürger abgelehnt hatten. 51 Prozent würden nun zu dem EU-Vertrag „Ja“ sagen, ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage der „Irish Times“. In Dublin wird daher bereits über eine Vorverlegung der zweiten Volksabstimmung spekuliert. Nach Angaben des „Irish Independent“ könnte das Referendum bereits am Tag der Wahl zum Europaparlament am 5. Juni stattfinden. Verteidigungsminister Willie O'Dea bestätigte entsprechende Überlegungen auf Regierungsebene. Bisher war die Neuauflage für Oktober geplant gewesen.

Noch klarer wird die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag, wenn man die Zahl der 16 Prozent Unentschlossenen herausnimmt. Dann beträgt die Zahl der Ja-Stimmen 60,7 Prozent, die Nein-Stimmen liegen bei 39,3 Prozent.

Die Krise hat offenbar die allgemeine Stimmung der Iren gegenüber der EU verändert: 80 Prozent halten die Mitgliedschaft für eine gute Sache, 13 Prozent für schlecht und sieben Prozent geben an, dazu keine Meinung zu haben. Das Ja-Lager kann auch aus der Tatsache Hoffnung schöpfen, dass heute die Wähler aller Parteien mit Ausnahme der nationalistischen Sinn Féin mehrheitlich für den EU-Vertrag stimmen würden. Selbst unter den Landwirten, die dem Abkommen 2008 noch besonders kritisch gegenüberstanden, ist die Zustimmung heute mit 66 zu 20 Prozent überwältigend. Frauen sind mit 47 zu 35 Prozent Ja-Stimmen weiter skeptischer als Männer, unter denen derzeit 56Prozent mit „Ja“ und 32 Prozent mit „Nein“ stimmen würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2009)

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2 Kommentare
Gast: heimlicherbeobachter
17.02.2009 11:43
0 0

nein

ich glaube solchen prognosen nicht mehr, seit sie bei der obama/mc cain wahl von offizieller stelle wie selbstverständlich gesagt haben "natürlich war obama viel deutlicher vor mc cain, wir mussten den vorsprung aber verringern, so dass es aussieht als ob es ein kopf-an-kopf rennen wäre, damit das interesse an der wahl nicht abflaut und das geschäft um die wahl angekurbelt wird" - zu hören auf n-tv. also wenn so prognosen erstellt werden...!

im übrigen - lissabonvertrag heißt: AUSVERKAUF UNSERES LANDES AN DIE EU MAFIA!

grinch
17.02.2009 08:31
0 0

Na da hat

aber wer ganze Arbeit geleistet.

Sind wohl die pro_EU spots den ganzen Tag
und die ganze Nacht gelaufen.