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Österreich wird Gentechnikland

17.02.2009 | 18:11 |  Von unserer Korrespondentin REGINA PÖLL (Die Presse)

Die letzte Bastion, die Schutzklausel, fällt. Österreich droht eine Niederlage in der EU. Das Verbot von Genmais ist nicht zu halten.

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Österreich kann seinen Widerstand gegen gentechnisch verändertes Saatgut in der EU nicht mehr aufrechterhalten. In Brüssel zeichnet sich ab, dass die Bundesregierung keine ausreichende Unterstützung der EU-Partner für ein weiteres Festhalten an ihrer Schutzklausel mehr hat. Das derzeit noch gültige Verbot für den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorten MON-810 und T 25 droht damit in naher Zukunft zu enden.

Bereits zum dritten Mal hat die EU-Kommission eine Abschaffung der Schutzklausel vorgeschlagen. Im Rat der 27 EU-Landwirtschaftsminister kann Österreich diesmal aber nicht mehr auf die notwendige qualifizierte Mehrheit der Länder zur Beibehaltung der Schutzklausel hoffen.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat sich persönlich für eine Abschaffung starkgemacht und nun gute Chancen, sich durchzusetzen. Das Gentechnikanbauverbot müsse weg, heißt es in seiner Behörde. Darauf werde Barroso schon deshalb pochen, weil er im Herbst 2009 für fünf weitere Jahre als Chef der Kommission wiedergewählt werden möchte, heißt es in Brüssel.

 

„Die Sache ist gelaufen“

Für eine Zulassung von genverändertem Saatgut sucht die Kommission nicht nur die Zustimmung der bereits deklarierten Gentechnik-Befürworter, sondern auch solcher Regierungen, die sich bisher noch nicht klar positioniert haben. Und diese Suche war zuletzt dem Vernehmen nach äußerst erfolgreich. „Österreich hat keine Chance mehr, ausgeschlossen“, sagen Insider. „Die Sache ist gelaufen.“

 

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Zieht Österreich nicht noch in letzter Minute genügend Länder zurück auf seine Seite, fällt die letzte Bastion gegen gentechnisch verändertes Saatgut. Aufgrund einer Vorgabe der EU-Kommission vom Oktober 2007 hat Österreich bereits den Import von Genmais und seine Verarbeitung zu Futter-, aber auch Lebensmitteln zulassen müssen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel dürfen bereits mit einer eigenen Kennzeichnung in die Regale gestellt werden. Der Handel hat freilich einen Verkauf bisher aufgrund des großen Widerstands in der Bevölkerung vermieden. Doch im Lauf der Zeit könnte sich diese Grundstimmung aufweichen.

Über ein Ende des nunmehr diskutierten Anbauverbots formell abgestimmt wird zwar erst am 2. März beim nächsten EU-Landwirtschaftsministerrat, dem Österreichs Agrarminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) angehört. Aber schon am Montag dieser Woche fand in Brüssel eine wichtige vorentscheidende Tagung von Experten statt. Als fixe Befürworter gelten nach informellen Vorentscheidungen über MON-810 bereits Großbritannien, Schweden, Finnland, Estland, die Slowakei und Rumänien. Noch nicht deklariert haben sich bisher die Niederlande, außerdem Deutschland, Spanien, Italien, Belgien und Tschechien.

Doch beispielsweise Spanien könnte neben den Niederlanden und Italien nach einem personellen Wechsel im Agrarministerium gänzlich auf den Kurs der EU-Kommission umschwenken. Bisher war Spanien, das selbst Genmais zulässt, der Ansicht, dass jedes Land selbst entscheiden sollte. Die anderen 15 Mitgliedstaaten, allen voran Österreich und Frankreich, sind Gegner. Ihre Stimmen würden nach derzeitigem Stand der Debatte jedoch nicht ausreichen, um mit qualifizierter Mehrheit den Vorschlag der EU-Kommission abzuschmettern.

Sollte es weder eine ausreichende Mehrheit für noch gegen den Vorschlag geben, dürfte am Ende die Kommission selbst entscheiden. Sollte diese Option eintreten, würde es wohl sehr rasch gehen. Die Schutzklausel müsste möglicherweise noch in diesem Jahr abgeschafft werden.

 

Das letzte Gefecht

Österreich gibt noch nicht auf und kämpft weiterhin intensiv um Verbündete. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) ziehen mit Landwirtschaftsminister Berlakovich an einem Strang. Mangels Beweisen kann Österreich aber kaum noch auf Gefahren für Umwelt, Mensch und Tier pochen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht keine ausreichenden wissenschaftlichen Gründe für negative Auswirkungen von genverändertem Saatgut.

Außer in Österreich ist der Anbau von gentechnisch verändertem Mais (MON-810) derzeit noch in Ungarn, Frankreich und Griechenland durch Schutzklauseln verboten. In den meisten EU-Ländern wird mittlerweile darauf gesetzt, dass Genmais die landwirtschaftliche Produktion vereinfacht und verbilligt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2009)

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129 Kommentare
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Gast: Roland
23.02.2009 20:42
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Gentechnik. nein Danke

DAS schlägt dem Fass dem Boden aus!

Ich brauch den Gendreck sicher nich im essen, wenn die eu bosse vergiften wollen, nur zu, tun sie auch was Gutes damit. Aber bleibt mit dem Dreck weg von Österreich!

Gast: Roland
23.02.2009 20:41
0 0

Jez sind sie komplett von der Rolle gefallen

DAS schlägt dem Fass dem Boden aus!

Ich brauch den Gendreck sicher nich im essen, wenn die eu bosse vergiften wollen, nur zu, tun sie auch was Gutes damit. Aber bleibt mit dem Dreck weg von Österreich!

0 0

Wie hieß es v o r dem EU-Beitritt??

Nur wenn wir drin sind, können wir auch MITREDEN und MITBESTIMMEN!!!! Hahahaha!
Was wird mit unseren Biobauern?

Antworten Gast: Barbara S.
19.02.2009 23:22
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Wie lange noch zuschauen?

Darum gibt es für Österreich keine Alternative zum EU-Austritt !

Gast: geri
18.02.2009 21:06
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klein beigeben

und was ist mit frankreich, die sträuben sich auch

diese schei.. eu bestimmen sogar was wir essen sollen, bald wird es keine reines saatgut mehr geben auch bei bio
und dann wenn die auswirkungen da sind, wird gejammert
und die lobby der gentechnik hat alles in der hand, man darf nicht mal mehr sein eigenes saatgut verwende, man MUSS monsanto und co ihr zeug abkaufen

traurig

Gast: sonderbaron
18.02.2009 20:27
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Unwahrheit

"In den meisten EU-Ländern wird mittlerweile darauf gesetzt, dass Genmais die landwirtschaftliche Produktion vereinfacht und verbilligt."

Das ist schlichtweg nicht wahr und entspricht nicht den Tatsachen. Dass man den Lobbyismus bis in die sog. "freie und unabhängige Presse" läßt?

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HRH Charles Prince of Wales gegen Monsanto & Co!

Prince Charles told the newspaper that huge multi-national corporations involved in developing GM foods were conducting a "gigantic experiment with nature and the whole of humanity which has gone seriously wrong".

Relying on "gigantic corporations" for food would end in "absolute disaster", he warned.

"That would be the absolute destruction of everything... and the classic way of ensuring there is no food in the future."

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/7557644.stm

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Re: HRH Charles Prince of Wales gegen Monsanto & Co!


..." so he warned and then he left us by his private jet, consuming only about 999999 gallones of kerosine per imperial mile(but maybe his enormous ears increased the number of cw).

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Drei Wünsche an die gute Fee!

Die europäische Kultur wird grundlegend verändert. Volksgesundheit, Biodiversität und seelische Harmonie sind Leitbilder.

Die herrschenden Kasten werden ausgetauscht, Patrioten an ihre Stelle gesetzt.

Biologische Landbauvarianten werden gefördert, Giftschleudern wie Monsanto (bekannt durch das Herbizid Agent Orange!) bleiben vor der Tür.

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Re: Drei Wünsche an die gute Fee!


Und Weltfrieden! :-)

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
18.02.2009 22:27
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Re: Re: Drei Wünsche an die gute Fee!

Genau dieser Weltfrieden wird durch die gleichmacherische EU, sowie WTO, Monsanto & Co gefährdet.

ein weiterer vorteil, den uns die eu bringt! *sfg*

der schilling ist weg. die grenzen sind weg. die atomkraft boomt. jetzt auch noch das gentechnikverbot. aber wir können ja soooo viel mitbestimmen...

zuguterletzt versucht die eu jetzt auch noch die gesellschaftlichen und kulturellen strukturen europaweit zu zerstören, indem sie eine eigene komission für mehr asylanten gründet.

dieser verein manövriert sich mit zunehmender geschwindigkeit in den untergang!

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Re: ein weiterer vorteil, den uns die eu bringt! *sfg*


Sehen sie es realistisch:

Ohne EU wäre Österreich heute der korrupteste, popeligste Bananen-Staat Europas, bankrott, mit einer gechrashten Währung, 80% Staatschulden-Quote und technologisch hinter dem Mond.

Antworten Antworten Gast: Barbara S.
18.02.2009 18:47
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Die von Ihnen aufgetischten Schauermärchen sind längst zu abgelutscht

Damit können Sie heute kaum mehr jemanden vom Hocker reißen.

Österreich hat die EU-Mitgliedschaft so nötig wie einen Kropf!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kodiac
25.02.2009 13:44
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Wenigstens haben Sie den Mut...

...ihre wirtschaftliche Ahnungslosigkeit öffentlich zur Schau zu stellen...sonst würde ich einen Blick in die Statistik Austria empfehlen, dann wissen Sie woher Österreichs Wohlstand hauptsächlich kommt...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Barbara S.
02.03.2009 00:31
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Schwarzmalerische EU-Parolen sind zu wenig

Für das Wirtschaftliche reicht der EWR, da braucht es wirklich keine EU.
So einfach ist das, so einfach geht die übliche Angstmache in Sachen EU ruckzuck flöten.

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Der Schweiz

geht's gut!

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Re: Der Schweiz

Nicht mehr lang'!
Es gibt "Eliten", die eifrig am Wechsel der Schweizer Selbständigkeit zur EU-Mitgliedschaft arbeiten!

biedermann
18.02.2009 21:20
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den norwegern auch.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Barbara S.
18.02.2009 22:49
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Den Kroaten auch


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Re: Der Schweiz


DER war guuut!

Wollen sie das rotschwarz verhaberte postkommunistische Österreich mit der knallhärtesten neoliberalen Demokratie der Welt vergleichen?

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D aus der Ernte der Genmaissorten ...

... kein Saatgut mehr gewonnen werden kann, ist der Anwender (Bauer) gezwungen. immer wieder frisches Saatgut bei den Herstellern wie z.B. Monsanto, zu kaufen. Dieser Kaufzwang entspricht keinesfalls denm freien Wettbewerb, geschweige denn einer wirtschaftlich vernünftigen Landwirtschaft, weshalb der Verkauf dieser Produkte als Gefährdung der Unabhängigkeit der Produzenten zu verbieten wäre. Sprich: Bauern, kauft den Dreck einfach nicht! Und wer Genmais einführt, sollte boykottiert werden.

Helios
18.02.2009 15:39
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Monsanto befiehlt Bush und Obama folgen ihr.Herr vergieb Ihnen,denn sie wissen nicht was sie tun.Hauptsache es bringt Cash

Jeffrey Smith Buch Gentechnik Roulette,hat durchaus deutliche
Probleme für Mensch Gesundheit und Natur zusammengefasst.
Die Praktiken in der USA,wo selbst Betriebe,die nie Genmais
gekauft haben,an Monsanto zahlen müssen ist eindrucksvoll.
Bush hatte nebenbei als Gouverneur einen riesigen Skandal,
wobei Monsanto in einen PCB Skandal mit vielen Toten
verwickelt war komplett zu vertuschen geholfen.
Wie es den Kühen die regelm US Mais(Genmais?)
zu fressen bekommen
geht,darüber wird sogar in einem Artikel in "Die Zeit " gesprochen.
Leider handelt es sich bei der Gentechnologie nicht um einen
Faschingsscherz sondern um Probleme die die nächsten Jahrhunderte
und mehr betreffen..........

Antworten Gast: Wählervertreibung
18.02.2009 16:18
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Re: Monsanto befiehlt Bush und Obama folgen ihr.Herr vergieb Ihnen,denn sie wissen nicht was sie tun.Hauptsache es bringt Cash

Unpackbar! Die Glücksgöttin Fortuna kennt anscheinend überhaupt keinen Genierer mehr; wie sich die schamlos dem feschen HC an den Hals schmeißt, fast schon peinlich. Wenn der Strache sagt, er lasse die Ösistaner nicht zu schwarzen Gastro-Zombies umfunktionieren, dürfte der Pepi wenigstens mandatsmäßig eine gepflegte Abmagerungskur hinlegen. Schaun Sie sich das an!

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Re: Monsanto befiehlt Bush und Obama folgen ihr.Herr vergieb Ihnen,denn sie wissen nicht was sie tun.Hauptsache es bringt Cash


Esoteriker?

Gast: Periskop
18.02.2009 14:12
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Schlechte Zeiten für Grüne

Zuerst die Glawischnig und dann auch noch das! Grüne haben zur Zeit wirklich nichts zu lachen!

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