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EU-Wahl: SPÖ derzeit auf Platz eins

01.04.2009 | 18:40 |  OLIVER PINK (Die Presse)

Die FPÖ hat ein Mobilisierungs-Problem, die Liste Martin desaströse Werte, die ÖVP den passenden Kandidaten, und die Grünen liegen besser als bei der Nationalratswahl.

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WIEN. Am 7. Juni wählen die Österreicher ihre Abgeordneten für das EU-Parlament. Die Grünen haben für den Wahlkampf beim Meinungsforschungsinstitut Manova (1500 Befragte) eine groß angelegte Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt der „Presse“ vor.

Wären kommenden Sonntag EU-Wahlen, käme die SPÖ in den Rohdaten auf 33 Prozent, die ÖVP auf 30Prozent. FPÖ und Grüne liegen bei je 13 Prozent, für das BZÖ werden 6, für die Liste Hans-Peter Martin 3 Prozent ausgewiesen. Im Vergleich mit der gleichzeitig durchgeführten Sonntagsfrage für Nationalratswahlen stechen zwei Details hervor: Die FPÖ liegt bei der EU-Umfrage (13 Prozent) schlechter als bei der Nationalratswahl-Umfrage (18 Prozent). Die Erklärung dafür: Viele der EU-kritischen FPÖ-Wähler dürften sich mit dem Gedanken tragen, der Europawahl fernzubleiben. Die ÖVP hingegen liegt bei der EU-Wahl-Frage (30 Prozent) deutlich besser als bei der Nationalratswahl-Frage (25 Prozent).

 

EU-Volksabstimmungen

Abgefragt wurde auch die Einstellung der Bürger zu Volksabstimmungen bei Änderungen von EU-Verträgen. Hierbei zeigt sich, dass die Grünen-Wähler (56 Prozent) am stärksten für europaweite Abstimmungen eintreten, die SPÖ-Wähler (43 Prozent) und die FPÖ-Wähler (55 Prozent) hingegen für eine nationale Volksabstimmung. ÖVP-Anhänger favorisieren einen Parlamentsbeschluss im Nationalrat. Damit decken sich die Wünsche der Anhänger weitestgehend mit den von ihren jeweiligen Parteien artikulierten Vorstellungen.

 

Wähler kritischer als Parteien

Allerdings tut sich zwischen Bürgern und Parteien dennoch eine Kluft auf: Die Wähler schätzen sich selbst weniger europafreundlich ein als ihre Parteien. Was den Schluss nahelegt: Um die Stimmungslage ihrer Anhänger einzufangen, müssten die Parteien EU-skeptischer werden. In diesem Sinne lässt sich auch die Wahl Ernst Strassers zum ÖVP-Spitzenkandidaten interpretieren. Denn auch die ÖVP-Wähler sehen sich weit EU-kritischer als ihre Partei. Da ist der distanziertere Strasser wahrscheinlich das bessere Angebot als eine prononcierte EU-Anhängerin wie Ursula Plassnik.

Wie wird die Arbeit der EU von den Österreichern nun beurteilt? 43 Prozent geben ihr die Schulnote3. Der Mittelwert beträgt 3,39. Grünen-Wähler sehen die EU mit 2,85 positiver. 70 Prozent von ihnen sprechen sich dafür aus, dass die Grünen klarer für die Vorteile der EU eintreten sollen. 82 Prozent fordern allerdings, die Grünen sollten klarer gegen die Missstände in der EU auftreten. Die Grünen kommen in ihrem internen Papier zum Schluss: „Das Aufzeigen von Vor- und Nachteilen der EU wird nicht als Widerspruch gesehen, beides wird stark gefordert.“ So dürfte dann auch die grüne EU-Linie für den Wahlkampf aussehen. Weit positiver als die Wähler der anderen Parteien stehen die Grünen-Wähler einem EU-Beitritt der Nachfolgestaaten Jugoslawiens (74 Prozent) und den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei (63 Prozent) gegenüber.

 

Kein Voggenhuber-Schaden

Aus der Tatsache, dass ihre EU-Umfragewerte besser sind als die für Nationalratswahlen, schließen die Grünen, dass sich die Debatte um die EU-Spitzenkandidatur – Voggenhuber gegen Lunacek und die Parteiführung – kaum auf die Daten niedergeschlagen hat.

Die Grünen-Wähler sehen die politisch-wirtschaftliche Entwicklung in Österreich übrigens deutlich kritischer als jene in der EU. 47 Prozent aller Österreicher sind mit der Situation in Österreich zufrieden, 53 Prozent (Grünen-Wähler: 61 Prozent) sind das nicht. Mit der EU sind 68 Prozent der Österreich unzufrieden, von den Grünen-Wählern sind es 50 Prozent.

Auch mit der Konkurrenz setzen sich die Grünen auseinander. „Hans-Peter Martin liegt in den Daten desaströs. Ohne massive mediale Unterstützung scheint selbst der Wiedereinzug fraglich“, heißt es in den Schlussfolgerungen zur EU-Wahl-Umfrage.

Die Mobilität der Wähler für die EU-Wahl ist hoch: Nur 45 Prozent sind sich bereits sicher, wen sie wählen werden, 34 Prozent wissen es noch nicht, 21 Prozent geben keine Präferenz an. 44 Prozent der Österreicher wollen „sicher“ zur EU-Wahl gehen, weitere 21 Prozent „eher sicher“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2009)

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27 Kommentare
 
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Natürlich hat HPM

schlechte Werte. Das war immer so, die Rattenfänger, hinter diesen lauft das "dumme"Volk hinterher.
Die Medien tun doch alles um die "Sauerreien" der EU zu vertuschen! Da paßt ein HPM nicht ins Konzept, wo kämen wir denn da hin, wenn man den Leuten die Wahrheit sagen würde?

...

Warum soll ich die FPÖ der Herren Mölzer und Strache wählen, die nicht nur keineswegs an einen EU-Austritt denken sondern sogar noch die Aufnahme von Balkanstaaten empfehen ?
Wo doch klar ist, daß im Falle eines Beitrittes dieserr Staaten nochmal Hunderttausende Einwanderer ins Land strömen, gedeckt vom EU-Niederlassungsrecht.

Da könnte ich gleich schwarz-rot-grün wählen, das macht bei diesem Thema keinen Unterschied.

Ich gehe nur zur Wahl um ein bestimmtes schönes Kreuz das mir gefällt quer über den Wahlzettel zu machen.

Gast: Udo
02.04.2009 11:11
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Der FPÖ

glaubt man halt nach den vielen Skandalen und Strafprozessen nicht mehr, dass sie die Ehrlichen & Anständigen sind. Und was anderes hatten sie nie im Programm ...

Antworten Gast: Michi
02.04.2009 12:52
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Re: Der FPÖ

Und wo die Mehrheit aller Verahren wieder eingestellt werden, nur dass solche Leute wie Sie Ihren Politischen Gegener Anpatzen können und somit in wahrheit eine Demokratiepolitisch Feindliche Aktion setzten. Sie benehmen sich ein wenig wie die Zogajs - die machen auch immer viele Verfahren ohne das es Rechtlich durchgezogen werden könnte.

Sollte all das Angeführt werden, welche Skandale durch Schwarz/Rot enstanden ist, welchen Schaden ich und mein Land erlitten haben, müsste man dieses Forum sperren - da der Platz bei weitem nicht ausreichen wird.

Antworten Antworten Gast: Zieselzüchter
25.04.2009 11:47
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Re: Re: Der FPÖ

Ist natülich schlimm so grossen Schaden zu erleiden. Sie denken dabei sicher zuerst an Seibersdorf, wo die selbsternannten Sumpftrockenleger ein herrliches Burschenschafterbiotop eingerichtet haben.

Gast: GM
02.04.2009 10:43
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Wer¿s glaubt!?

Also ich konnte mir das lachen nicht verhalten!
Die grünen sollen bei 13 % liegen, gleichauf mit der FPÖ?!?
Mit einer spitzenkandidatin Lunacek, einer lichtgestalt unter den kandidaten in westeuropa!?
Die einzigen die seit jeher gegen den beitritt der türkei sind die fpöler!
Meint,
GM

1500 ausgesuchte befragte

und das ist dann die meinung von österreich
ehrlich ein witz !!

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Hinterhältig.

Der SPÖ Kandidat Swoboda, ist ein Mensch ohne
jegliche Struktur. Anders ist seine Aussage er könne
sich den Beitritt der Türkei in den nächsten 5-10
Jahren eher nicht vorstellen, nicht zu erkären.
Plappert irgendwas von Energie und Sicherheit,
glaubt damit den Wähler von der Grösse und Weitsicht
seiner Aussage, tief beeindruckt zu haben.
Ich jedenfalls will mit diesen Staat, auch in hundert
Jahren nichts zu tun haben, geschweige in einer
Gemeinschaft zu leben.

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die grünen ...

... liegen IMMER in Umfragen besser als in der Wahl. Was also ist daran so ungewöhnlich um in der Überschrift anzumerken: "... und die Grünen liegen besser als bei der Nationalratswahl"

es solte wohl heißen "... und die Grünen liegen in dieser Umfrage wie immer besser als bei der Wahl"

Wer die SPÖ wählt...

... der wählt die Türkei in die EU!!!!

Gast: Der SPÖ-Bonze
02.04.2009 09:03
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It¿s the UMVERTEILUNG, stupid

Wenn wir bald mehr Staatsabhängige als Wertschöpfer haben, dann wird auch eine SPÖ überleben, egal wie unfähig sie ist. Denn vor nichts haben die Staatsabhängigen mehr Angst, als vor dem Versiegen des Geldflusses aus Umverteilung.

Gast: Beobachter
02.04.2009 00:49
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UMFRAGEN, von WASSERMELONEN in Auftrag gegeben.....

Danach hat Rot-Gruen wohl bald die 2/3 Mehrheit. Umfragen vor Wahlen gehoeren verboten, zumindest ihre Veroeffentlichung.

Re: UMFRAGEN, von WASSERMELONEN in Auftrag gegeben.....

Das Verbieten von Umfragen ist imho nicht mit dem Rechtsstaat zu vereinbaren, aber man sollte die Gesetze so ändern, dass Umfragen gewissen Auflagen unterliegen:
1. Umfrage-Fragen dürfen nicht manipulierend sein
2. die zu fragenden Personen müssen echt zufällig gewählt sein
3. bei jeder Umfrageveröffentlichung sind die Rohdaten mitzuliefern.

Das ganze einklagbar und mit deutlichen Konsequenzen, wer wiederholt verstösst, zahlt mehr

Antworten Antworten Gast: hk1190
07.04.2009 14:33
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Re: Re: UMFRAGEN, von WASSERMELONEN in Auftrag gegeben.....

Ein Beitrag zum Spargedanken: es werden von allen Parteien die Aufträge an Umfrageinstitute halbiert. Die andere Hälfte wird kostenschonend über die staatliche Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik abgewickelt, da deren Prognosen eine erheblich höhere Trefferquote aufweisen.

Gast: Tiger
01.04.2009 22:33
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Frustrierte Wähler

Die SPÖ und Grünen kriegen nur deswegen so viele Stimmen, da die Wähler total frustriert sind und es ihnen schon egal ist wer in die EU geht.

SPÖ u. Grüne profitieren nur von ihren Stammwählern:
-> bei der SPÖ die ganzen Beamten-Sesselpupser
-> bei den Grünen die Öko-Realitätsverweigerer, die von Blümchen und Liebe träumen

Leute geht's wählen! Überlasst diesen vollgefressenen Verrätern nicht die EU Sitze und die fetten EU Gehälter!

Antworten Gast: aeiou
02.04.2009 00:36
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Re: Frustrierte Wähler

Wie immer, diesmal aufgrund der Erfahrungen, die von den Bassenakoalitionisten bei der letzten NR-Wahl gemacht wurden, wird mit allen Mitteln um Stimmen gekämpft. Für die Pfründner und Sesselkleber des "Bündnisses" SPÖVP". Untergriffe und getürkte Umfragen gehören dazu. Laßt Euch überraschen. Und daß der HP 3 Prozent hat, würde bedeuten, daß die meisten ÖSIS wirklich ÖSIS sind.

Gast: hmv
01.04.2009 22:22
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raus aus der eu und nur mehr partnerschaftliches abkommen mit dem verein


sie an! eine von den grünen in auftrag gegebene studie!

na da wird aber jetzt sicher drinstehen, daß die fpö 30% bekommt und die grünen nix. gaaaaanz sicherlich.

hat sich wer ein anderes ergebnis erwartet?

::

bin zwar eu-gegner der ersten stunde, lasse mir aber sicher keine gelegenheit entgehen, die rechte zu stärken. wenn schon ein übel, dann wenigstens das kleinste.

Antworten Gast: aeiou
02.04.2009 00:39
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Re: ::

Sie sollten um Ihrer Ansicht treu zu bleiben der Wahl fernbleiben.

Gast: Michi
01.04.2009 21:03
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Umfragen *g*

Oje - haumma wieder eine Umfrage gemacht *g*
Wos wird jetzt Propagiert - mal kein "kopf an Kopf" rennen - Lachkrampf - gugel gugel

nein, diesesmal ist es die "Mobilisierung" - genau, denn es gibt ja soooo viele Österreicher, die voll gut auf die EU zu sprechen ist und die werden doch nicht auf die Idee kommen und ..... oder *g*

Neuerlicher Versuch einer Volksverdummung

Diese Umfrage dient nur der Beruhigung der eigenen Anhänger und ist, wie alle Umfragen der letzten Jahre, manipuliert und falsch. Nur Parteifunktionäre und Journalisten glauben noch daran.

Das Ergebnis am Abend des 7. Juni wird anders aussehen.

Gast: Blitzky
01.04.2009 20:10
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Klingt mehr nach Aprilscherz, aber auch so glaube ich

schon lange keiner Umfrage mehr...

sorry..

aber wie können 33% der wähler noch die türkenparteien SPÖ und 13% die grünen wählen? selbst wenn diese banden all ihre stammwählerschaft (eiligst eingebürgerte türkische kopftuchgeschwader) mobilisieren, zeigt es mir doch, dass es zuviele menschen gibt, die noch im linksliberalen "multikulti ist geil" nebel schlafen.

Re: sorry..

es gibt leider (trotz aller sogenannten "bildungsoffensiven" immer noch viel zuviele idioten, die den fernseher aufdrehen und widerstandslos die meinung übernehmen, die ihnen dort präsentiert wird. zudem vertrauen (laut eigenen angaben des klopapiers) ganze 3.000.000 (drei millionen!!!) auf das grobfasrige material vom wahlonkel unseres bundeskasperls.

Gast: buer
01.04.2009 19:41
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EU-Kommissare

Wenn die SPÖ auf die Entsendung eines Kommissarskandidaten „verzichtet“, zeigt das nur, dass man die „roten ausgedienten“ Politiker innerhalb Österreichs auf „gewinnbringende“ staatsnahe Aufsichtsrats-Posten verteilt. Die einzige Partei, die sich seit Mock und Schüssel ohne - wenn und aber - der EU verpflichtet fühlt, bleibt also die ÖVP. Die „VP-Altlasten“ Schüssel, Molterer, Ferrero-Waldner, Plassnik und Bartenstein gelten als „Favoriten“ für eine Nominierung. Dass wir überhaupt einen Kommissar stellen dürfen, wurde nur durch die „Verzögerung“ des Vertrages von Lissabon durch Irland (Wiederholung der Abstimmung!) und durch Tschechiens Präsident Václav Klaus möglich. Der noch nicht gültige EU-Verfassungsvertrag sah für Österreich nämlich keinen Kommissarsposten vor! Unsere bisherigen Kommissare und unsere Regierungen seit 1994 - inklusive Bundespräsidenten - haben ständig für die EU und gegen die Interessen Österreichs gearbeitet!

 
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