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Das "Brüssel-Virus": Lässt die EU Politiker völlig abheben?

15.05.2009 | 18:22 |  WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Die Entfremdung von Johannes Voggenhuber von seiner eigenen Partei ist kein Einzelfall. Europa verändert, sozialisiert und macht viele EU-Politiker innenpolitisch unverträglich. Jüngstes Beispiel: Sylvia-Yvonne Kaufmann.

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Es hat schon viele erfasst: Das Virus ist aggressiv, setzt sich direkt im Gehirn fest und hat nachhaltige Folgen. Wer sich in der Europäischen Union engagiert, als Beamter, Interessenvertreter, Journalist oder Politiker, wird die Dinge mit der Zeit anders sehen. Das ist ein Faktum. Genauso wie die Vorwürfe, die jeden Befallenen dann treffen: „Du siehst ja alles nur noch durch die rosa Brille...Du verstehst die Situation daheim nicht mehr... Du bist in Brüssel völlig abgehoben.“

Besonders gefährdet sind die alle fünf Jahre neu gewählten Europaabgeordneten. Solche und ähnliche Vorwürfe treffen auch sie. Und das „Brüssel-Virus“ macht sie für die nationale Politik, scheint's, mit der Zeit unverträglich. Für viele von ihnen wird deshalb der Weg in die EU zur Einbahnstraße. Irgendwann haben sie sich mit ihrer eigenen Partei, die vorrangig nationale Interessen und innenpolitische Stimmungslagen im Auge hat, auseinandergelebt.

Der von den Grünen demontierte und deshalb persönlich tief getroffene Johannes Voggenhuber ist nur das aktuellste Beispiel solcher Schicksale. Dass er vergangene Woche im „Presse“-Gespräch sogar eine Wahlempfehlung für die Grünen verweigerte, zeigt das tiefe Zerwürfnis mit der eigenen Parteizentrale.

Viele politische Gruppen in der EU haben bereits solche Fälle in den eigenen Reihen. Jüngstes Beispiel in Deutschland ist die ehemalige PDS-Mitgründerin Sylvia-Yvonne Kaufmann, die der Parteiführung unter Oskar Lafontaine zu europafreundlich geworden ist. Sie wechselte diese Woche zur SPD. In Großbritannien wurden die beiden Tory-Politiker Christopher Beazley und Caroline Jackson kürzlich von ihrer Partei demontiert, weil sie den Austritt aus der europafreundlichen EVP-Fraktion als „großen Fehler“ und „dumme Politik“ bezeichnet hatten. Sie wollten die neue, deutlich EU-kritische Linie von Parteichef David Cameron nicht mittragen.

In Österreich teilen die ehemalige FPÖ-Spitzenkandidatin Daniela Raschhofer und ihr einstiger Kollege Hans Kronberger dieses Schicksal. Nachdem sich beide zu nahe an Europa und zu fern der nationalistischen Linie ihrer Partei bewegt hatten, verschwanden sie von der Bühne. In abgeschwächter Form erleben nun auch die auf den Kandidatenlisten nach hinten gereihten ÖVP- und SPÖ-Kandidaten Othmar Karas und Herbert Bösch derartige Strafsanktionen. Ihnen allen hat das Brüssel-Virus persönlichen Schaden zugefügt.

Die Gründe dieses Phänomens sind freilich vielfältig:

 

1. Sozialisierung in den EU-Institutionen

Das „Brüssel-Virus“ entsteht nicht – wie viele vermuten – über eine Art Kopfwäsche durch EU-Fundamentalisten, sondern durch die spezielle Arbeit in einer internationalen Organisation. Fast jeder Abgeordnete beginnt nach kurzer Zeit, politische Probleme gemeinsam mit Kollegen aus anderen EU-Ländern zu lösen. Das verändert die Sichtweise, reduziert die nationale Orientierung. Die ständige Suche nach Kompromissen prägt die Persönlichkeit ganz anders als in nationalen Parlamenten mit ihren klaren Fronten zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien. Es sei diese Kompromisspolitik gewesen, die sie verändert habe, gibt die deutsche EU-Abgeordnete Kaufmann offen zu. Ihre Partei daheim hätte hingegen „pure Ideologie über Vernunft“ gestellt.

Das Virus wird dadurch verstärkt, dass Abgeordnete selbst aus Kleinparteien im EU-Parlament mehr bewegen können als daheim. Wer beispielsweise Berichterstatter für eine der zahlreichen neuen Richtlinien wird, kann mitgestalten und findet sich bald selbst in der Politik der EU wieder. Reine Nationalisten gehen in diesem institutionalisierten Abtausch unter. Nach dem Motto „Vegetarier sind schlechte Fleischhauer“ werden deshalb auch viele von ihnen irgendwann zu glühenden Europäern.

 

2. Mangelnde Öffentlichkeit

Zur Entfremdung mit der Heimat trägt bei, dass EU-Abgeordnete fünf Jahre lang weitgehend abseits der Öffentlichkeit Politik betreiben. Obwohl sie für rund 70 Prozent aller in ihrer Heimat neu eingeführten Gesetze mitverantwortlich sind, wird über ihre Arbeit – mit Ausnahme von Spesenabrechnungen und dergleichen – kaum berichtet. In Brüssel stehen sie in Konkurrenz zu den angereisten Regierungschefs und Ministern, die ihnen meist die Show stehlen. Daheim werden sie durch die reine Konzentration auf innenpolitische Vorgänge zusätzlich ins Abseits getrieben.

 

3. Keine Verankerung in der Partei

Den meisten Europaabgeordneten fehlt eine Verankerung in der eigenen Partei. Das beginnt meist schon bei ihrer Auswahl als Kandidat für die Europawahl. Es werden dabei oft altgediente Funktionäre ausgesucht, für die es in der Innenpolitik keine Rolle mehr gibt. Tauchen sie dann in Brüssel unter, verlieren sie völlig den Kontakt zu den eigenen Reihen. „Weil wir ständig hier heraußen arbeiten, können wir auch gegen die Intrigen in den eigenen Reihen wenig unternehmen“, gab der grüne Abgeordnete Voggenhuber nach einem seiner vielen Konflikte mit den Parteikollegen in Wien zu bedenken.

Und noch etwas verstärkt das Problem: Obwohl die EU-Institutionen in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen haben, gibt es nach wie vor in keiner österreichischen Partei eine Koordinationsstelle für die eigenen Abgeordneten in Brüssel. Es gibt keine Europa-Spezialisten, die für eine abgestimmte Linie sorgen. Während sich die Parteiführung einzig um die nationale Politik bemüht, arbeiten die eigenen Europaabgeordneten in einem abgetrennten Vakuum, einer Art politischer Parallelwelt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2009)

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70 Kommentare
 
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Gast: Guglmännlein
19.05.2009 15:35
0 0

CSU resp. Seehofer gerät wg Preisverleihung der „PEUTINGER-MEDAILLE“ *) an den tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus in München in arge Verlegenheit

So kurz vor der
- für die CSU so eminent wichtigen-
EU-Wahl
ist Seehofer wenig erfreut über die
Preisverleihung an den EU-Skeptiker.

Selbst ein Höflichkeitstreffen will
Schlitzohr Seehofer vermeiden.
Einen Rückzieher machte auch der vorgesehene Laudator, Ex-MinPräs. Günther Beckstein.

Jetzt hält Peter Gauweiler (CSU)
– wie Klaus ein Gegner des schwer verdaulichen Lissabon-Vertrages -
die Lobrede.


*)Der Preis erinnert an den Juristen und Humanisten Konrad Peutinger (1465-1547).
Er war als Stadtschreiber von Augsburg
enger Berater Kaiser Maximilians I.
und gilt
als Vordenker der freien Marktwirtschaft und des freien Welthandels.

Die “Goldene Peutinger Medaille” wird vom Peutinger Collegium verliehen,
einer Vereinigung von Personen aus Wirtschaft, Politik, Justiz, Wissenschaft und Kunst aus ganz Europa.
Das Collegium verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel einer “demokratischen Rechts- und Staatsordnung, welche die Rechte der Länder und Regionen achtet”.

http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Peutinger

d

Antworten Gast: GAST
20.05.2009 10:24
0 0

Re: CH BIN ICH WEDER EIN EURO-UTOPIST NOCH EIN EURO-NAIVIST

Wie sie wissen, war ich u bin ich kein Euroutopist o Euronaivist.
Schon vor 16 Jahren sagte ich hier ganz deutlich :
„Die europ. Politik fängt bei den nächsten Nachbarn an.“
Ich bin auch heute davon überzeugt, dass die europ. Zusammenarbeit auf dieser Ebene gegründet werden muss. Ich habe auch gesagt, dass diese Zusammenarbeit nicht „über die Köpfe“ der Völker gehen darf. Schon damals habe ich gewarnt, dass ein solches Verfahren „die Länder u Nationen nicht verbinden, so. trennen würde“. Das gilt auch heute.

Ich bin für die europ. Integration, d.h. für die Öffng, Liberalisierg u Beseitigg aller unnötigen Barrieren in Europa.
Das möchte ich ganz klar u deutlich sagen.
ICH BIN ABER NICHT FÜR DIE KÜNSTLICHE UNFIZIERUNG DES europ. KONTINENTS.

Schon im März 1993 habe ich gesagt, dass
„Europa niemals auf einer pan-europ. Einheit – auf einem europ. Staat – begründet war“
u dass es Europa „niemals gut gegangen ist, wenn jd versucht hat, Europa – unter welcher Ideologie auch immer – zu vereinigen.“

Ich bin der Meinung, dass eine Unterbrechung der heut. Entwicklg (in der EU) notwendig ist, weil die passive Extrapolation der Gegenwart keine guten Perspektiven bringt.
WAS WIR JETZT – mehr als je zuvor – BRAUCHEN,IST DIE FORTSETZUNG EINER FREIEN DISKUSSION. „
Václav Klaus, Rede anl. der Verleihg der Goldenen Peutinger Medaille, Max-Joseph-Saal, Münchener Residenz, München, 18. Mai 2009

http://www.klaus.cz/klaus2/asp/clanek.asp?id=QP2o7ywe0QZ3

Gast: Roman Herzog (ehemal. dt.Bundespräsi) sagte:
19.05.2009 14:59
0 0

" DIE EU IST EINE intransparente MAMMUTINSTITUTION,

DIE EINE IMMER STÄRKERE ZENTRALISIERUNG BETREIBT!


Gast: gastname
18.05.2009 13:55
0 0

Ach ja , das Stockholmsyndrom -)

so kennt man das Phänomen schon sehr viel länger .. Und zwar zeigt es sich vor allem dann, wenn sich die Geiseln von Terroristen beginnen, mit den Terroristen zu solidarisieren, da das die einzige Möglichkeit ist, um über lange Zeit mit der Situation fertig zu werden ..

In der Regel hilft da nur einen möglichst schnelle Befreiung aus der Hand der Terroristen -)

etwas ot. Heute ist der letzte Tag des Bilderberg-Meetings.

Heute ist der letzte Tag des Bilderberg-Meetings.
Bilderberg ist eine geheime Elitegruppe, die sich jedes Frühjahr in todschicken Ressorts – unter Schutz durch bewaffnete Wächter, uniformierter Polizei, manchmal auch des Militärs des Gastlandes sowie einer Brigade von Wächtern in Zivil – trifft und immer sehr darum bemüht ist, ihre Besprechungen geheim zu halten. Durch Hilfe von europäischen Medien und mit Insiderquellen ist hier Unheil bisher immer durch American Free Press aufgedeckt wordenBilderberg hat mit Präsident Barack Obama einen gehorsamen Sohn, welchem gesagt werden wird, dass er die Nordamerikanische Union vorantreiben soll, welche dann in der gesamten westlichen Hemisphäre zur “Amerikanischen Union” erweitert werden soll, ähnlich der europäischen Union.
US-Konzernmedien schweigen eisern über Bilderberg-Treffen, ja auch unsere Presse
verliert kein Wort darüber.
Mainstream-Medien verlieren kein Wort über 125 der einflussreichsten Personen der Welt die bei Geheimtreffen die Zukunft des Planeten besprechen.
Was macht unser Bundeskanzler bei jenem treffen ?....JAAAAAA er war auch dabei unser
Feigman, aber wir hören nichts davon, seltsam nicht war??
Wer sind den die ? einfach Google bemühen
Bilderberger, könnt auch noch den zusatz
Verbrecher eingeben.
BZÖ ist informiert und wird sicher in den nächsten tagen den Kanzler befragen.
mfg
einen schönen tag noch

Antworten Gast: hmv
18.05.2009 17:12
0 0

Re: etwas ot. Heute ist der letzte Tag des Bilderberg-Meetings.

freut mich, dass noch jemand die bilderberger anspricht!
dass faymann bei den bilderbergern war, macht deutlich, warum er sich so stark dagegen wehrte, mit der fpö zusammenzugehen und diese undemokratisch von vornherein ausgeschlossen hat!
faymann ist ein ritter der eu, der sich diesem bilderbergprojekt verpflichtet hat. und deswegen darf keine eu-kritische partei in die regierung!

ps: gusenbauer war ebenfalls dort (bevor er kanzler wurde, genauso wie merkel und obama vor ihrer wahl. schon komisch oder?).
je mehr leute von diesem GEHEIMclub wissen, umso besser!

49hüttel
17.05.2009 14:22
0 0

Zitat

Mitterat ist ja schon tot, aber vieleicht könnte man Herrn voggenhuber aufmerksam machen . dass sein zitat über Verbrechen und Fehler eigentlich üblicherweise mit Talleyrand und Napoleon im Kontext mit der Hinrichtung des Herzogs de Enghien bekannt ist.
Fremdörter und Zitat sind bei heutigen Politikern eben Glücksache.
Ns. hätte mich nicht so gestört, wenn es nicht schon zum zweiten mal in der Presse unwidersprochen abgedruckt worden wäre.

Gast: pour le merite
16.05.2009 23:09
0 0

Dieser Beitrag dokumentiert einmal mehr die

Auswüchse dieser EU Mißgeburt.

Die Europäischen Völker wollen kein Gesamtparlament und keine Zentralregierung!

Erklären wir dieses EU Projekt als gescheitert, kehren wir um!

... zu einer Wirtschaftszusammenarbeit der Staaten,
zu einem Europa der Vaterländer,
zu nationalen, leistungsbezogenen Währungen, usf.

Die Devise wird lauten:

Die EU ist tot, lang lebe Europa!

Antworten se-michi
18.05.2009 12:23
0 0

Re: Dieser Beitrag dokumentiert einmal mehr die

So viel Müll in einem Kommentar - Gratulation Pour!

Schön das sie auch den Willen des ganzen europäischen Volkes kennen... Laut meinem Wissen hat bei uns die F keine 100%?!

Saskatoon
16.05.2009 22:52
0 0

EU

welchen vorteil hast du seit wir dabei sind - im sandkasten EU !
(ausgenommen eu-geförderte bauern, manager, firmenbosse, reiche)

was hast du als kleine frau, als kleiner mann für vorteile ??
sags mir ich will es endlich mal wissen.

Antworten Gast: Gast
17.05.2009 00:06
0 0

Re: EU

Staatshaftung, Verbraucherrechte (kamen erst mit der EG), freier Vekehr für Personen, Waren und Kapital, Reise-RL, angleichende Rechssprechung durch den EuGH, europaweite einfache Bürokratie durch Zahlungsbefehle/ Exekutionen bzw. Strafverfolgung.

Antworten Antworten se-michi
18.05.2009 12:26
0 0

Re: Re: EU

Frieden, internationale Stärke (z.b. um mal gegen die USA oder Russland auch etwas sagen zu könen), gemeinsame Lösungen für wirtschaftliche Probleme, verstärkte Katastrophenhilfe, Klimaschutz, Sicherheit....

Antworten Antworten Antworten Gast: Kritik-Kritiker
18.05.2009 13:39
0 0

Re: Re: Re: EU

Vergessen wurde noch:

Abbau von staatl. Souveränität, Verringerung der sozialen Absicherungssysteme, aufweichen der technischen Sicherheitsbestimmungen (zB. DIN-Standards, VDE etc.), Wettbewerbsverzerrungen durch bürokratische Vorschriftenflut, Einschränkungen bei juristischen Grundsatzentscheidungen (europaweit),
Abschaffung der Gewaltenteilung von Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter durch "übertriebene Sicherheitsgesetze und internationaler Zusammenarbeit von Geheimdiensten und Polizeibehörden", Abschaffung des Bankengeheimnisses, Abschaffung vom Datenschutz, Abschaffung von zahlreichen ArbeitnehmerRechten... usw., usw. ...

Alles läuft nach dem MOTTO: "Kompromisse auf den kleinsten, gemeinsamen Nenner!"

Was wird also, wenn erstmal der Vertrag von Lissabon in Kraft tritt?

Besser wird dadurch bestimmt NIX!

Die EU ist und bleibt ein reines Instrument der Wirtschafts-Diktatur von Großkonzernen und vor allem von GROSS-BANKEN...

periskop
16.05.2009 16:38
0 0

Das trifft den Nagel auf den Kopf!

Die Europaabgeordneten arbeiten "in einem abgetrennten Vakuum, einer Art politischer Parallelwelt." Sie haben keinerlei Verbindung mit ihren Wählern. Warum soll man Leute wählen, die dann Richtlinien fabrizieren, die einem völlig gegen den Strich gehen? Vielleicht würde sich das ändern, wenn die Wahlbeteiligung gegen Null gehen würde?

jta
16.05.2009 15:58
0 0

ja und die lokalen medien

tragen zu dieser misere großzügig bei. da man hier nie etwas von der arbeit der eu parlamentarier hört - außer man bezieht direkt die presseaussendungen der parteien - wie sie verweifelt die landesparteilinie in der eu verfolgen und einen punkt nach dem anderen dem konsens opfern müssen.

wie kann man das in einem land verstehen, wenn es hier parteien gibt, die unter konsens bestenfalls noch die parteilinie der zentrale verstehen und schlechtestenfalls dialog als untertäniges bestätigungsritual davon.

es ist der unterschied von banaler lokalpolitik zu zwischenstaatlicher diplomatie.

Gast: suomi
16.05.2009 14:36
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Qualität

Mit dem heutigen Tag hat mich die Presse endgültig als Leser verloren. Man kann kaum mehr einen Artikel ohne Tipp-, Rechtschreib- oder Grammatikfehler finden. Dass die Journalisten nun auch noch versuchen, soziale Phänomene mit einem eigens kreierten, pseudo-wissenschaftlichen Begriff zu erklären, zeigt nur die mangelnde Seriosität. Es ist eine Sache, eine Schlagzeile mit einem prägenden Wort ("Brüssel-Virus") zu versehen, aber es dann auch noch fünfmal im Text als quasi ernst gemeintes Wort einzubauen? Ich kann die Qualität der Recherche hinter diesen Artikeln nicht mehr ernst nehmen.

Antworten Gast: haha
16.05.2009 18:22
0 0

Re: Qualität

Seien sie froh das niemand von der Arbeit
der Abgehalfterten Polit Schmarotzer
etwas weis.
Der Zoll soll in Deutschland nach einem Verkaufsverbot für Glühbirnen die Einfuhr der stromfressenden Lampen verhindern. Verhindert werden soll vor allem der Versand durch außerhalb der Europäischen Union ansässige Onlineshops, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der „Wirtschaftswoche“ sagte. Bund und Länder wollen ihr Vorgehen demnach am Montag beraten. Abgefangene Glühbirnen sollen laut „Wirtschaftswoche“ entweder vernichtet oder an ausländische Interessenten versteigert werden. Verbraucher, die diese Lampen im Ausland bestellen, haben nach Angaben des IT-Rechtsexperten Daniel Pauly nichts zu befürchten: Strafbar sei das Bestellen außerhalb der EU nicht, sie müssten daher nur mit dem Verlust ihres Geldes rechnen, sagte er dem Magazin.
Den es schädigt ganz sicher nicht das Klima wenn die Lampen im Ausland brennen.
mfg
der staatsbürger

Gast: nobum
16.05.2009 14:26
0 0

Überblick

EU-Abgeordnete müssen immer auch Europa als Ganzes im Blick haben. Es ist ihre Pflicht und Schuldigkeit den Blick über Tellerrand der nationalen Innenpolitik zu erheben. Wenn Sie das "Keine Verankerung in der Partei" nennen, wird klar, wie weit auch Sie in innenpolitischen Grabenkämpfen verheddert sind.

Antworten 17und4
16.05.2009 16:18
0 0

Re: Überblick

so einfach sehe ich das nicht, denn sich wenn dieser Abgeordnete von den lokalen Interessen abwendet, dann hat er das seinem Souverän begreiflich zu machen und ihm gegenüber zu begründen, sonst wird er halt nicht mehr gewählt.
Sehen sie dazu die sinkende Wahlbeteiligung, denn wer nicht zur Wahl geht, wählt auch niemanden.
Dass damit die restlichen Stimmen an Gewicht gewinnen, ist eine Eigenschaft des Wahlsystems.
Über diese Eigenschaft sollte man heftig diskutieren.

Gast: Gast
16.05.2009 13:47
0 0

Als die Gefahr der Innenpolitik

Klar, wenn man in Brüssel lernt das Österreich nicht der Mittelpunkt der Welt und des Universums ist und das man auch mit anderen (grenzüberschreitend) zusammenarbeiten muss, dann ist so etwas für die Innenpolitik natürlich ein Horror. Wer will schon Politiker die plötzlich doch draufkommen, dass uns die EU etwas hilft, oder vllt nicht mehr so stark gegen die Ausländer/Industrie/etc. schimpfen und schon gar nicht mehr von der Indoktrination der eigenen Parteilinie empfänglich sind.
Das gute Leben ist per se in Brüssel nicht anders als schon hier in Österreich, daher können es solche Einflüsse schon nicht sein (und lieber habe ich einen von einer Lobby beeinflussten Politiker, als einen der im Sandkasten oder am Zahnarztstuhl irgendwelche wirren Gedanken um Österreich schmiedet, den die Lobby weiß wenigstens wenn sie anderen an das Bein pinkelt).

Gast: Aber natürlich
16.05.2009 13:01
0 0

Ist das Schweinegrippe Virus

schon auf die Brüssler Swinje übergesprungen?

Gast: Tiger
16.05.2009 11:04
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Bilanz unserer neuen parlamentarischen Lehensherren in Brüssel

-ca. 7500 EUR Gehalt (2009), natürlich 100% steuerfrei

-Tagesgeldsatz von 196 EUR für die Teilnahme an Sitzungen u. verschiedenen Arbeitsgruppen

-Zusätzlich (nicht im Gehalt inkludiert): die teuerste Sozial-, Kranken- und Pensionsversicherung der Welt

-Dienstwohnung & Dienstwagen

-kostenloser Chauffeuerdienst

-anerkannte Spesen: oft bis zu 400% vom Grundgehalt (business class Flüge, Reisen, Büroeinrichtung, eigene Mitarbeiter, etc.)

-100% steuerfreie Einkaufsmöglichkeiten für Privatautos, Elektronik, Lebenesmittel, u.a.

-Arbeitszeit: geregelte Beamtenarbeitszeit von 9-16 Uhr

(jetzt zum nichtoffiziellen Teil): die Lobbyisten
-Frühstück, Mittagessen, Abendessen mit Lobbyisten (d.h. kein cent wird für Verpflegung ausgegeben)

-Reisegutscheine für sich und die Familie

-Bestechungsgeld direkt/indirekt von Lobbyisten
.
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???? und wer soll die allen ernstens bemitleiden - wie schwer sie es doch haben????

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Ueberfluessige Parasiten

ist noch das Beste was man ueber die - meist ausrangierten - EU Politiker sagen kann. Genauso wie es kein 'Nato-Parlament' gibt so braucht man auch diesen miesen Verein nicht. dirdem.org

derpradler
16.05.2009 10:31
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Der neue europäsche Adel

hat den Bezug zu der Realität verloren. Sehr gut bezahlt, ohne Leistungsnachweis hängt er wie eine Zecke an den Steuetöpfen und saugt bis er zu platzen droht. Und dieses PLATZEN steht unmittelar vor, keine russische Lösung sondern ein selbst vernichten, moralisch und geistig völlig verkommener Geschöpfe.

democrates
16.05.2009 10:01
0 0

Das "EU-Virus" für alle Bürger Europas!

Wenn das "Virus" alle EU-Bürger infizieren soll, so führt dieser Weg nur über eine direktdemokratische europäische Selbstverantwortung und direktdemokratische europäische Selbstregentschaft aller EU-Bürger.

Dazu ist eine grundlegende Umrüstung aller europäischen Staatenbetriebssysteme + der Holding auf den ultraeffizienten Direktdemokratiemodus erforderlich:

a.) Alle EU-PEUDALsysteme, also die oligarchischen, zentralen Herrschaftsformen durch Politker, Parteien, Parlamente + der systemimmanenten Günstlingsystemen, + ihrer peudalen Holding niederfahren. (was nebenbei noch eine europaweite, jährliche Einsparung von ca. 3 Billionen Euro bringt)

b.) Hochfahren der Staaten + Holding im Direktdemokratiemodus z.B. mit dem innovativen Staatenbetriebssystemkonzept:
DDDOS (Distributed-Direct-Democracy-Operating-System)
Panarchische, dezentrale Direktherrschaft des SOUVERÄNS, welcher mittels DDDOS permanent in Echtzeit aus allen entscheidungsfähigen Staatsbürgern gebildet wird.
Es leistet ultraeffizient automatisiert das schon in vielen jetzigen Verfassungen vorhandene Demokratieprinzip in Reinform:

"ALLE MACHT GEHT VOM VOLKE AUS!"

bzw. der bislang "vergessene" EU-Verfassungs-Grundsatz

"ALLE MACHT EUROPAS GEHT DIREKTDEMOKRATISCH VOM EUROPÄISCHEN BÜRGER AUS!"

 
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