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Trotz britischen Pokers: Bahn frei für den EU-Vertrag

18.06.2009 | 21:49 |  Aus Brüssel berichtet REGINA PÖLL (Die Presse)

Der EU-Gipfel dürfte am Freitag den Iren ihre teilweise Souveränität garantieren, Großbritannien darf dafür auf schwächere Finanzaufsicht hoffen. Damit rückt die irische Zustimmung zum Vertrag von Lissabon in greifbare Nähe.

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BRÜSSEL. Es ist eine typische EU-Geschichte: Die 27 EU-Länder wollten sich auf Garantien an Irland zum EU-Vertrag einigen - eigentlich. Sogar Großbritannien ist dafür, aber nur inoffiziell. Offiziell forderte Premierminister Gordon Brown am Donnerstagabend beim EU-Gipfel von Brüssel, bei den Zugeständnissen erst einmal abzuwarten. Weil es selbst Zugeständnisse bei den EU-Plänen für eine strengere Finanzaufsicht wollte - sozusagen im Tausch.

Und dieser schien er noch am Donnerstagabend von den EU-Partnern auch „erpresst" zu haben: Da zeichnete sich ab, dass entgegen früheren Plänen die geplante neue EU-Finanzaufsichtsbehörde nur bindende Beschlüsse fällen darf, wenn zum Beispiel die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten ausdrücklich nicht berührt wird. Davor hatten sich vor allem die Briten gefürchtet. Finanzminister Alastair Darling hatte deshalb kurz vor dem EU-Gipfel eine Bremse bei den Garantien an die Iren zum EU-Vertrag bereits angekündigt.

Zu Ende diskutieren werden diese die Regierungschefs der 27 EU-Länder entgegen früheren Plänen erst am Freitag in Brüssel. Geplant ist weiterhin - und dank des erwarteten Kompromisses zur Finanzaufsicht wahrscheinlich ist es -, dass den Iren in einem Extra-Dokument zum EU-Vertrag versichert wird, dass sie in heiklen Punkten nicht um ihre Souveränität fürchten müssen: Ihr Abtreibungsverbot, ihre Steuerhoheit, ihre Neutralität und ihr Vertreter in der EU-Kommission würden trotz des neuen Lissabon-Vertrags nicht außer Kraft gesetzt werden.

So sollten die Garantien der EU-Partner an Irland lauten, damit die Iren bei einem zweiten Referendum über den Vertrag im Herbst doch noch Ja zu dem Dokument sagen. Im Vorjahr hatten sie es aus Sorge um ihre Kompetenzen mit rund 53 Prozent abgelehnt. Außer Irland müssen noch Tschechien, Polen und Deutschland Ja sagen.

Doch Irland gilt als die eigentliche Hürde zum Vertrag, der die Europäische Union schlagkräftiger machen soll - mit einfacheren Entscheidungen zwischen den Ländern und mehr Mitbestimmung des EU-Parlaments.

Alle 27 EU-Länder sind grundsätzlich dafür, so auch Österreich. Nachdem die EU-Partner etwas von einer strengeren Aufsicht über den Finanzmarkt abgerückt waren, sind nun offenbar auch die Briten offiziell wieder auf Linie.

An den Grundpfeilern des Plans der EU-Kommission für eine bessere Kontrolle des Finanzmarktes ändert sich aber nichts. Demnach soll bald erstens ein „Europäischer Rat für Systemrisiken" entstehen, der Frühwarnungen bei Störungen auf dem Finanzmarkt EU-weit verbreiten soll. Und zweitens das „Europäische System der Finanzaufsicht", in dem die 27 nationalen Bankenaufseher kooperieren, wogegen die Briten lange waren.

 


("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.06.2009)

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14 Kommentare
Gast: meinhoff
19.06.2009 11:40
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Zumindest ist diese Marionette auf dem Bild (sagen ma mal:) "ehrlich":

Sie gibt seinen "Brüdern" (und "Schwestern") ihr masonisches Geheimzeichen: Wie lange lassen wir und von denen noch an der Nase herumführen? Bürger, wacht auf!!

Antworten Gast: Vereinigte Grossloge von England
19.06.2009 13:41
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Re: Zumindest ist diese Marionette auf dem Bild (sagen ma mal:)

Hier werden Sie fündig:
www.ugle.co.uk
Die oberste Loge - besonders den Logo beachten (Coat of Arms) - spricht Bände.

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ist die krise schon wieder vorbei?

das nein der iren ist doch gekommen, als von einer weltwirtschaftskrise noch keine rede war, als die iren (auch dank eu) aus dem vollen schöpfen konnten.

umfragen nach ausbruch der krise haben angeblich ja ergeben, dass eine deutliche mehrheit plötzlich pro lissabonn war.

und jetzt ist es angeblich schon wieder so knapp, dass den iren extrawürscht gebraten werden müssen?

stimmt endlich mal darüber ab, ob ihr überhaupt noch mitglied sein wollt! (selbiges würde ich mir generell für alle mitgliedsländer wünschen. die einzige fragestellung, die NATIONAL zulässig ist)

derpradler
19.06.2009 09:52
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Die schwarzen Kohlensäcke

ruinieren Europa, nur um die Kassen der Konzerne zu füllen!

lionsj
19.06.2009 09:34
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Der BRAVE

der nicht viel redet ist natürlich ein guter Kandidat, wer wünscht sich schon eine Durchsetzer !

Gast: fr sch
19.06.2009 08:15
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...

die meisten politiker sind schiache gfrieser. wenn man da auch so maßstäbe setzte, wie z.b. in der kultur.
das war eh schon immer so, dass die "kadavermäßig bevorzugten" im leben bevorzugt wurden.
wenn ich an den khol denke, ... mir kommt das grauen!

Gast: Tiger
19.06.2009 01:39
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Hoffen wir dass Brown fällt und die Konservativen wieder das Sagen haben. Dann kann man sagen EU Vertrag ade!


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Korrupte Politik oder untaugliche Antikorruptionsgesetzgebung

Im Ministerrat wurde die Punktuation zur Reform des Korruptionsstrafrechtes beschlossen. Darin wird ausgeführt:"Der vorliegende Entwurf zur Reform des Korruptionsstrafrechtes verfolgt das Ziel eine wirksame und gezieltere Verfolgung und Sanktionierung wirtschaftlicher, behördlicher und politischer Korruption sicherzustellen.".
Bei den mündlichen Ausführungen der Justizministerin hiezu wird der Zusammenhang mit der Vorgangsweise des Europäischen Rates von mir in Klammern hinzugefügt. Die Justizministerin:" Es kommt darauf an, ob sich abzeichnet, dass ein Vorteilsgeber ( der Europäische Rat der Zugeständnisse an Irland in einem Zusatzprotokoll festhalten wird ) von einer bestimmten Amtshandlung ( 2. Referendum der Iren zum Lissabon-Vertrag ) betroffen sein wird."
Wie das Beispiel zeigt spielt sich das wirkliche Leben anders ab als es mit der Antikorruptionsbekämpfung geplant ist und die Abgeordneten zum Nationalrat haben sich gleich vorweg von den Antikorruptionsbestimmungen ausgenommen.
Ob das alles im Sinne des diesbezüglichen UN-Übereinkommens ist?

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Korrupte Politik oder untaugliche Antikorruptionsgesetzgebung

Im Ministerrat wurde die Punktuation zur Reform des Korruptionsstrafrechtes beschlossen. Darin wird ausgeführt:"Der vorliegende Entwurf zur Reform des Korruptionsstrafrechtes verfolgt das Ziel eine wirksame und gezieltere Verfolgung und Sanktionierung wirtschaftlicher, behördlicher und politischer Korruption sicherzustellen.".
Bei den mündlichen Ausführungen der Justizministerin hiezu wird der Zusammenhang mit der Vorgangsweise des Europäischen Rates von mir in Klammern hinzugefügt. Die Justizministerin:" Es kommt darauf an, ob sich abzeichnet, dass ein Vorteilsgeber ( der Europäische Rat der Zugeständnisse an Irland in einem Zusatzprotokoll festhalten wird ) von einer bestimmten Amtshandlung ( 2. Referendum der Iren zum Lissabon-Vertrag ) betroffen sein wird."
Wie das Beispiel zeigt spielt sich das wirkliche Leben anders ab als es mit der Antikorruptionsbekämpfung geplant ist und die Abgeordneten zum Nationalrat haben sich gleich vorweg von den Antikorruptionsbestimmungen ausgenommen.
Ob das alles im Sinne des diesbezüglichen UN-Übereinkommens ist?

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Schade

Hätten wir auch ein Referendum haben dürfen, könnten wir jetzt auch ein paar Zuckerln herauspressen und dann nochmals abstimmen lassen.

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SO SOLL ES SEIN!

Eine Belohnung für Patrioten - während die Heimatverräter bestraft werden.


Vergil
18.06.2009 13:52
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What does Ireland want back ???

Oder besser gesagt,wie glauben die Iren sei es gerechtfertigt, Garantien von der EU einfordern zu können, welche z.B. anderen Neutralen nicht zugestanden werden ?? Unsere EU- Granden scheinen relativ häufig zu schwer von Begriff zu sein, politische und wirtschaftliche Zusammenhäng erkennen zu können, (s. FRau KROES über die deutsche Bankenlandschaft), aber was die Blauäugigkeit gegenüber den beiden Inselstaaten anlangt, schlägt dies alle Rekorde. Das beginnt teils bei der Währung und endet in Irland mit Garantien zum bestehenden Steuerregime. Jeder spätestens Drittsemestrige an der WU kann erkennen, dass solche Wünsche die Harmonisierung in Wirtschafts - und Steuerfragen einschneidend behindert. Zum segensreichen Ausgleich betätigen sich sowohl GB, als auch Irland als die fünfte Kolonne der USA in Europa. Ich glaube nicht, dass es so schwer ist, wenigstens zu "ahnen", dass die Zukunft Europas ohne diese beiden "Halbmitglieder" positiver aussähe

Und ich dachte mir, dass

die EU richtig "schärfstens" darauf ist, nur ja ALLE gleich zu behandeln. Wo bleiben die Zugeständnisse - wenn man schon welche machen muss! - für Ö? DIE wissen wirklich nicht, WAS sie tun! Aber über "Demokratie" jammern.

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Re: Und ich dachte mir, dass

ö und d gehören gestraft bis zum ende aller zeiten.

kein anderes volk hat jemals verbrechen dieser art begangen.

armenier, millionenfache morde durch stalin, mao und co sind nur pöse kapitalistenpropaganda.

mfg
mc