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Verkehr: Riesen-Lkw rollen auf die Alpen zu

01.07.2009 | 18:24 |  WOLFGANG BÖHM UND REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Wiener Regierung befürchtet, dass sogenannte Gigaliner zugelassen werden. Verkehrsministerin Bures hat angekündigt, alles zu unternehmen, um das in Österreich zu verhindern. Auch der Nationalrat hat sich zuletzt dagegen ausgesprochen.

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WIEN/BRÜSSEL. 25 Meter lang und 60 Tonnen schwer: Solche Monster-Lkw könnten demnächst durch viele oder sogar alle EU-Länder fahren – auch durch Österreich. Denn in Brüssel betreiben Lkw-Hersteller und Frächter derzeit intensives Lobbying für eine Zulassung. Und sie bekommen Unterstützung durch die EU-Kommission, die sich in einem Bericht zuletzt für solche „Gigaliner“ ausgesprochen hat. Dieses Signal kam auch zum Start der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft, die selbst Interesse an einer Zulassung der Riesen-Lkw hat. Denn Schweden ist neben Finnland das einzige EU-Land, in dem sie fahren dürfen. Sympathien für „Gigaliner“ gibt es auch in Dänemark, den Niederlanden und Belgien. Von einem konkreten Gesetzesvorhaben der Kommission wollen EU-Insider zwar nicht sprechen. Dass ausgerechnet die Schweden mit Produzenten wie Scania und Volvo jetzt im Chefsessel des EU-Rats der 27 Länder sitzen, könne aber den Druck erhöhen, dass die 60-Tonner in ganz Europa zugelassen werden.

 

Straßen müssten umgebaut werden

Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) hat angekündigt, alles zu unternehmen, um das in Österreich zu verhindern. Auch der Nationalrat hat sich zuletzt dagegen ausgesprochen. Doch die Kommission könnte darauf drängen, dass die Mitgliedstaaten künftig nur noch über die Zulassung der Lkw für eigene Frächter entscheiden dürfen. Wenn ein anderes Land eine Zulassung gewährt, sollten sich die betreffenden Lkw überall in der EU bewegen dürfen. Argumentiert wird dies mit Kosteneinsparungen im Transportwesen und mit einer geringeren Umweltbelastung, weil größere, aber weniger Lkw unterwegs wären.

Kritiker der „Gigaliner“ entgegen, dass die Folgekosten einer EU-weiten Zulassung auch für die Umwelt enorm wären. Experten warnen, dass viele Strecken nicht auf ein Gewicht bis zu 60 Tonnen ausgelegt seien. Dies gilt vor allem für den Fahrbahnbelag und Brücken, die verbreitert werden müssten. Auch die Länge der Lkw wäre ein Problem, weil die Kurvenradien, Ausweichstellen, Pannenbuchten und Parkplätze nicht mehr reichen würden.

Derzeit dürfen Lastwagenzüge in Europa höchstens 18 Meter lang und 40 Tonnen schwer sein. Mehr Länge und Gewicht bergen auch Risken für andere Verkehrsteilnehmer, weil zum Beispiel der Überholvorgang und das Bremsen länger dauern. Ein „Gigaliner“ ist etwa so lang wie sechs normale Personenwagen und kann fast so viel wiegen wie eine Boeing 737-300.

Außer Österreich bremsen mehrere, vor allem mitteleuropäische Länder. In Deutschland gibt es Widerstand von der SPD und den Grünen.

LEXIKON

Gigaliner sind extrem große Lkw mit einer Länge bis zu 25,25 Metern und einem erlaubten Gesamtgewicht von 60 Tonnen.
In Finnland und Schweden sind die Fahrzeuge bereits zugelassen. Einige andere EU-Länder überlegen derzeit die Zulassung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2009)

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44 Kommentare
 
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demiurg
07.07.2009 20:36
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tunnelblick

einfache lösung: anerkennung der riesen-lkw auf den autobahnen. aus sicherheitsgründen aber durchfahrverbot für sämtliche tunnel. generell. außerdem höchstgeschwindigkeitsregel für lkw über 40 tonnen - aus gründen von sicherheit, feinstaub und geräuschentwicklung, von mir aus auch der sensibilität der tante mitzi, auf 40 km/h. generelles fahrverbot auf straßen außerhalb autobahnen (also generell nur transit zulässig) - und dann mal sehen, wie viele kommen (und wie weit).
ein paar gesetze darf österreich schon noch erlassen.
oder kriechen da schon wieder ein paar politiker eine schleimspur vor die reifen der frächterlobby? werden uns umbauten an tunnel und brücken für diese rollenden megabomben als steuergeld-investition gegen die krise verkauft? dürfen wir den großfrächtern rote teppiche vor die stinker rollen?
ein übermüdeter fahrer in so einem teil - da wird der begriff "schläfer" in seiner bedrohlichkeit erst so richtig wirksam...
bald werden unsere autobahnen für pkw nicht mehr benutzbar sein. es ist schon heute ein tägliches überlebenstraining.

Antworten Gast: Gast20090708
08.07.2009 08:04
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Re: tunnelblick

40 km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn ist natürlich eine grandiose Idee!


Antworten Antworten Gast: Azona
13.07.2009 18:37
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Re: Re: tunnelblick

Lieber Hubertus.
Wenn der Gigaliner nur max. 40 km/h schnell fahren darf darf er nicht auf der Autobahn oder Autostrasse fahren, da auf der Autobahn ( Autostrasse eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h gilt.

Anstelle von Schleimspuren, Frächterloby's und die bösen da in Brüssel zu sprechen würde ich vorschlagen sich ein wenig kundig zu machen.

Gast: Hubertus
05.07.2009 01:41
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Vorteile der EU

Schon wieder so ein Vorteil durch die EU. Wir dürfen dann die Kosten der ruinierten Straßen bezahlen. Eine tolle ClubMitgliedschaft. Wir zahlen aber im gegensatz dazu haben wir nichts zu reden. In so einem Club bin ich gerne. Das nennt man societas leonina.

Antworten demiurg
07.07.2009 20:38
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was zu reden

irrtum. wir haben was zu reden. nur leiden unsre nach brüssel entsandten sprachrohre meist an einem eklatanten sprachfehler.
vielleicht sollten wir aufhören, immer jene dorthin abzuschieben, die hier abgewählt wurden.
keine firma feuert einen abteilungsleiter wegen unfähigkeit und stellt ihn als direktor wieder ein.
in der politik ist das gang und gäbe...

enzo
04.07.2009 12:11
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Die österreichischen Verhinderer

in der Politik,geradezu lachhaft die haben doch immer zu allem ja und Amen gesagt.
Politiker mit Profil gibts in Polen der Türkei,ect aber sicher nicht in Österreich.
Politiker die fürs Land arbeiten,das war einmal !!!

Gast: ET
02.07.2009 17:36
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Arbeitslose haben nichts mit Losen zu tun!

Vielleicht erklärt jemand der Regierung, dass es dabei nichts zu gewinnen gibt, auch wenn eine halbe Million "Lose" geschafft werden.

Man bekommt schon den Eindruck, dass der Niedergang nur administriert wird.

..............................€

Das Kriseschiff fährt schief
Seine Senkung wird sehr tief
Es bleibt zurück nur ein Brief (!)

fichtl
02.07.2009 04:36
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Eigentlich komisch

weshalb bekommt man dann keine brauchbaren Mitarbeiter (Hausverwalter, Buchhalter für Hausverwaltung usw.) Zum Glück werden die Mädchen zu Mechanikerinnen ausgebildet .
Österreich ein Traumland oder ein Land der Träumer??

Gast: Future
01.07.2009 19:39
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Zeit zu handeln

Höchste Zeit, endlich ehrlich festzustellen, wie groß der Anteil an der Arbeitslosigkeit ist, der auf die exzessive Zuwanderung zurückzuführen ist. Dann wird man wohl Migranten-Rückführungsaktionen starten müssen. Wird zugewartet bis sich die Wirtschaftskrise weiter zuspitzt und es zu Streichungen von Sozialleistungen kommt, haben wir Bürgerkrieg! Es ist nun einmal so: werden die Mittel knapp, radikalisiert sich die Gesellschaft!

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Re: Zeit zu handeln

och, sie na+zi!

wir brauchen eindeutig mehr zuwanderung. wir sind doch noch soooooo weit von einem islamischen staat entfernt. das muss sich ändern.

mfg
mc

Antworten Gast: 123
01.07.2009 21:55
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Re: Zeit zu handeln

Arbeitlosigkeit hat nichts mit Zuwanderung zu tun sondern nur mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sind die Rahmenbedingungen schlecht wandern Unternehmen ab um Konkorenzfähig zu bleiben, neue Unternehmen werden bei schlechten Rahmenbedingungen nicht gegründet. Man kennt 4 Arten der Arbeitslosigkeit. Davon ist nur die strukturelle wirklich schlimm. Die wiederum hängt von Bedingungen wie Steuersätze, Qualifizierungsniveau der Arbeitnehmer, Fördermassnahmen und natürlich von der Konjunktur ab. Die natürliche Arbeitslosigkeit hängt vom aggregeirten Angebot bzw. der aggregierten Nachfrage, sowie der Höhe von Sozialleistungen ab. Die Anzahl der gesamten Arbeitkräfte spielt dabei keine wesentlich Rolle. Unter gegebenen Bedingungen ist sie prozentuell immer gleich hoch, egal wie viele Menschen an einem Wirtschaftskreislauf teilnehemen. Ist ja auch irgendwie klar, denn mehr Arbeitskräfte heißt gleichzeitig auch mehr Kosumenten deren Bedürfnisse durch die Unternehmen befriedigt werden müssen, daher haben die Unternehmen einen erhöhten Arbeitkräftebedarf. Die Arbeitslosigkeit pendelt sich auf einem der Kaufkraft angemessenen Wert ein. Standortpolitik ist daher wesentlich wichtiger als Zuwanderungspolitik.

Antworten Antworten Gast: Leistungsträger
05.07.2009 09:06
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Re: Re: Zeit zu handeln

Wie gerade das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin meldete, hat Deutschland derzeit rund 1,5 Mio. Zuwanderer ohne Schulabschluss, während Akademiker und Facharbeiter verstärkt abwandern. Die meisten nach Kanada, Australien und in die Schweiz, wo in Basel und St. Gallen rund 40 % der Spitalsärzte aus Deutschland stammen. Weitere Meldungen folgen.

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Re: Re: Zeit zu handeln

1. Semester Soziiologie oder Politikwissenschaften. Stimmts?

Antworten Antworten Antworten Gast: Perpetuum mobile
05.07.2009 09:50
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Re: Re: Re: Zeit zu handeln

Bidde, das tut niemals nie nicht wahr sein tun! Die geniale Lösung ist ja längst bekannt, Wir müssen nur den KONSUM wieder aufmachen! Das schafft Arbeitsplätze und warme Platzerln für Betriebsräte! Weil dann alle ÖBB-ler in ihrer Frühstückspause ihre Six-Packs und Magenbitter im KONSUM einkaufen, steigt dort der Gewinn. Dann können die KONSUM-Burschis öfter mit der ÖBB fahren, was dort den Gewinn steigert, so daß die ÖBB-ler noch mehr Ottakringer im KONSUM einkaufen, so daß man dort die Arbeitszeit halbieren und dafür neue Arbeitskräfte einstellen kann, die dann wieder Geld haben, um mit der ÖBB zu fahren. Am wichtigsten sind aber die konsumfreudigen Zuwanderer, denn die kaufen am Vormittag im KONSUM ein und fahren am Nachmittag mit der ÖBB, so daß es allen immer besser geht. Unser Onkel Keynes hat uns ja diese Münchhausen-Ökonomie genau erklärt. Wenn wir uns täglich gegenseitig die Haare schneiden, schaffen wir Kaufkraft, die die Rezession beendet und uns einen Aufschwung ohne Ende beschert; so wie wir uns bei Kopfweh mit dem Hammer auf's Knie hauen, denn dann denken wir nicht mehr ans Kopfweh. Und das ist gut so!

Antworten Antworten Antworten Gast: 123
03.07.2009 00:19
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Re: Re: Re: Zeit zu handeln

Nein, fertiges Diplomstudium der Internationalen Wirtschaftswissenschaften.

Die genannten Autoren sind für den ersten Studienabschnitt empfohlen, aber falls Sie Hinweise für weiterführende Literatur brauchen werde ich Ihnen gerne ein paar Tipps geben.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Styroporstudium
05.07.2009 09:19
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Re: Re: Re: Re: Zeit zu handeln

Wie bezeichnete doch der Hamburger Professor Ortlieb diese 'Wissenschaft' so treffend? Richtig, als mathematisierte Scharlatanerie. Was macht ein gescheiterter Mathematiker, dem zur Mathematik das Talent und zum Taxifahren der Führerschein fehlt? Richtig, er wird Ökonom. Gut, nicht alle, ein paar werden auch Scientologen oder Zeugen Jehovas. Und das ist gut so!

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Re: Re: Re: Re: Zeit zu handeln

Diese Autoren betrachten immer geschlossene Systeme, meist die USA. Dort stimmen diese Theorien. Für ein kleines, exportabhängiges Land gelten andere Regeln. Das ist in etwa so, wie wenn Sie sich im Winter ausrechnen, dass sie genau so und soviel Öl verbrennen müssen, um eine gewisse Raumtemperatur zu gewähleisten (geschlossenes System), sie halten es aber für irrelevant, dass die Fenster offen stehen, und wundern sich dann, dass ihre Rechhnung nicht stimmt.

Antworten Antworten Gast: Das A Team
01.07.2009 23:11
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Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?

Angenommen, wir nehmen in diesem Jahr eine Millionen Unqualifizierte aus der Dritten Welt auf, denn genau die kommen zu uns, wahrscheinlich würden noch mehr kommen, wenn wir die Tore aufsperren. Wollen Sie mir erzählen, daß der Arbeitsmarkt die aufnehmen kann?

Natürlich wird es einige Bereich geben, die dadurch boomen, insbesondere die Zuwanderungsindustrie. Aber was denken Sie wieviele von denen nach sagen wir zwei Jahren eine Arbeit haben? Glauben Sie, es wären mehr als 20%? Wahrscheinlich keine 5%.

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Re: Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?

bitte kommen sie einem linken nicht mit logik und fakten. ideologie schlägt allemal wirklichkeit.

mfg
mc

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 123
02.07.2009 08:25
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Re: Re: Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?

Ich bin kein Linker sondern um den Standort Ö. besorgt. Dem Argument dass nur unqualifizierte kommen, ist zu entgegnen dass die Österreicher, im EU-Vergleich, selbst sehr schlecht ausgebildet sind.Mit einer der niedrigsten Akademikerquoten oder der höchsten Quote von Menschen die nur Pflichtschulabschluss haben.Ihre Logik und Fakten sollten Sie durch ein Studium der Volkswirschaftslehre und makroökonomischen Tatsachen kritisch betrachten. Denn die Logik dass Zuwanderung Arbeitsplätze vernichtet bzw. stiehlt klingt zwar auf dem ersten Blick einleuchtend hält aber einer kritischen Betrachtung nicht stand. Das Zauberwort heißt Arbeitsteilung.Ich würde Ihnen als Einstiegslektüre "D. Ricardo" , "A. Smith" und "O. Banchard" empfehlen. Weiters bin ich mir sehr wohl bewusst dass Ö. nicht die (meist strukturelle)Arbeitsplatzproblematik der ganzen Welt lösen kann. Jedoch schlägt es viel stärker auf die Arbeitslosenstatistik in Ö. wenn mehr Unternehmen wegen schlechter Rahmenbedingungen abwandern als wenn mehr Zuwanderer bei uns Arbeit annehmen.Oft hat hat man das Gefühl dass schlecht qualifizierte Arbeitnehmer einen Zuwanderungstopp als Argument verwenden um sich nicht weiterbilden zu müssen.Damit verweigern sie sich aber der Realität des globalen Arbeitskräfteangebotes. Wenn die billigen oder gut qualifizierten Arbeitskräfte nicht zum Unternehmen kommen, dann gehen eben die Unternehmen zu den billigen oder gut qualifizierten Arbeitskräfte. Das nennt man Arbitrageder Lohnstückkosten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten dojon86
02.07.2009 10:59
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@Gast 123

Das mit der schlechten Ausbildung ist leider ein OECD Blödsinn. Die Akademikerquoten mancher Länder beruhen auf der Tatsache, daß dort auch z.B. Krankenschwestern zu den Akademikerinnen zählen. Zählen sie alle Krankenschwestern und Pfleger, alle HTL Absolventen, Lehrer, Kindergärtner, Sozialarbeiter zu den Akademikern, dann werden sie auch auf einen mit anderern Ländern vergleichbaren Akademikeranteil kommen. Ich hatte in meinem Leben auch in anderen Ländern zu tun, ich lernte dort Maschinenbauabsolventen kennen, die den technischen Unterschied zwischen Diesel- und Benzinmotoren nicht kannten und Absolventen von Wirtschaftsstudien, die nicht einmal ein Alltagsgespräch auf Englich führen konnte. Der Akademikeranteil war in diesen Ländern übrigens bedeutend höher als in Österreich. Die Unternehmen brauchen übrigens in der täglichen Praxis des outsourcens oft weniger Spitzenkräfte, sondern eher fleißige, dank mangelnder Krankenstandszahlungen in den typischen Zielländern nie kranke, lernwillige, (bei Nichtlernwilligkeit erfolgt sofortige Kündigung und Einbehalt des offenen Restlohns) und billige Arbeitskräfte. Das sagt natürlich niemand offen, da man die brutale Wahrheit ja in Zeiten der politischen PC nicht sagen darf. Im übrigen habe ich Schwellenländern mit hohem Akademikeranteil kennengelernt, in denen es reichlich Programmierer, Absolventen eines Wirtschaftsstudiums, Ärzte gab, aber ein fähiger Installateur Tischler oder Bauschlosser war nicht zu bekommen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: weiters 123
03.07.2009 00:00
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Re: @Gast 123

Das sind sehr gute Argumente und die von Ihnen geschilderte Situation trifft sichter auch zu und dennoch ist anzumerken dass in einem Hochpreisland wie Ö die Ausbildung weit über dem Durchschnitt der Billiglohnländer liegen muss um diese Lohnkosten zu rechtfertigen. Nur mit innovativen Arbeitnehmern kann ein Wettbewerbsvorteil erhalten werden. Es jedoch so dass Bildung und die Bereitschaft neues zu erlernen in Österreich sehr stiefmütterlich behandelt wird. Und Sie werden sicher nicht bestreiten dass ein Hauptschulabschluss keine Berufsausbildung ist. Daher kann man es einem Akademiker aus einem Billiglohnland nur schwer erklären warum er nur einen Bruchteil eines Pflichtschulabsolventen eines Hochlohnlandes verdient. Natürlich sind Schulabschlüsse in verschiedenen Staaten schwer vergleichbar da oft verschiedenen Schwerpunkte anders gesetzt werden, aber es ist ein Trugschluss wenn sich ein Pflichtschulabsolvent hier einem Akademiker im Ausland in der Qualifikation überlegen fühlt. Wenn man die Wettbewerbsfähigkeit in Ö erhalten will dann darf man sich nicht ausruhen sondern man muss besser werden da die Konkurenz nicht schläft. Am meisten stört mich diese Selbstbeweihräucherung vieler Landsleute in der man sich immer wieder damit schmückt was man in der Vergangenheit nicht alles erreicht hat. Aber Vergangenes zählt in der Zukunft nicht viel und der Wettbewerb wir härter, die Schüler unserers Systems von dem wir so lange profitiert haben werden bald zu uns aufschließen

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Re: Re: Re: Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?


3-mal Schwa chsinn

1.) Pflichtschul- und Hochschulbildung sind heute anders zu bewerten als früher. Wer vor 20-25 Jahren eine Hauptschule mit guten Noten absolvierte ist weit besser gebildet als ein mittlerer Maturant heutzutage.

2.) Ihre Lehre von der Kaufkraft hinkt gewaltig, denn die Wertschöpfung findet in Zeiten der Globalisierung nicht mehr nur im Inland statt.

3.) Durch Zuwanderung von ungebildeten Migranten aus moslemischen Unterschichten entstehen völlig neue Probleme (Paralellgesellschaften der Moslems, Bildungsverweigerung der Türken, Nehmermentalität, Sozialhilfe-Dynastien...) die Österreich bereits nachhaltig schädigen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 123
02.07.2009 10:13
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Re: Re: Re: Re: Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?

1. Ich gebe Ihnen recht das Bildungssystem ist mangelhaft, das ist gefährlich. Und trotzdem ist die Akademikerqute in Ö weit niedriger als im EU Durchschnitt.
Der Fachkräftemangel wird nach der Krise einen Aufschwung stark gefährden. Sprechen Sie mit einem Personalverantwortlichen in der Industrie. Jedoch werden dann die Fachkräfte einen großen Bogen um Ö machen, da andere Länder finaziell wie auch bürokratisch attraktiver sind
2. Ja die Volkswirschaft ist nicht geschlossen und daher spielt Zuwanderung keine Rolle mehr da die Waren aus Reionen kommen in denen die Arbeit billiger ist wie bei uns.
Unsere Unternehemn wandern dort hin ab wenn dort die Lohnkosten billiger sind oder wenn die Rahmenbedingungen besser sind.
3. Viele Migranten arbeitren in Ö in Jobs weit unter ihre tatsächlichen Qualifikation, selber Schuld wenn man dieses Potential nicht nutzt. Überdies sind nicht alle Zuwanderer schlecht gebildet, speziell die aus Osteuropa und den GUS Staaten sind begehrte Fachkräfte, die durch ihr Fachwissen, niedrigqualifizierte Arbeitsplätze schaffen.
Es gibt keinen causalen zusammenhang zwischen Zuwanderung und Arbeitslosigkeit, dieser Zusammenhang wird nur erschaffen damit Rassisten ihre Eitelkeiten befriedeigen können. Während Zuwanderung das einzige Thema der österreichischen Polititik zu scheint, wandern immer mehr Unternehmen wegen schlechter oder fehlender Standortpolitik aus Ö ab um Konkurrenzfähig zu bleiben. Und es interessiert keinen in der politischen Kaste.

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02.07.2009 23:40
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Re: Re: Re: Re: Re: Wem wollen Sie diesen Blech erzählen?

Zur Kaufkraft wollte ich noch sagen dass dieses Modell eine Ausgeglichene Handelsbilanz vorraussetzt.

Natürlich steht es den Bewohnern jedes Staates frei sich vom Rest der Welt und von globalen Entwicklungen abzukoppeln. Aber man sollte sich in Österreich bewusst sein dass die wirtschaftliche Musik in Zukunft woanders spielt wenn man nicht den Standort atraktiver macht. Ich bin gespannt wie viele unserer Landsleute dann in Fernost und anderer Boomregionen der Welt ihre Arbeitkraft feil bieten wenn sich die Unternehmen ganz aus unserm Lnad verabschidet haben.

 
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