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Von Afrikas Wüsten bis auf den Balkan

02.08.2009 | 18:16 |   (Die Presse)

Soldaten schützen unter EU-Flagge Flüchtlinge und kämpfen gegen Piraten.

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wien (w.s.). Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Militärmissionen unternommen.

Tschad. Um ein sicheres Umfeld für Flüchtlinge und Hilfsorganisationen zu schaffen, wurden Anfang 2008 EU-Soldaten in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik entsandt. In den Flüchtlingscamps im Osttschad leben zehntausende Menschen, die aus der westsudanesischen Unruheprovinz Darfur fliehen mussten, dazu kommen tausende intern Vertriebene. Auch Österreich beteiligte sich an der Mission.

Der Einsatz schien unter keinem guten Stern zu stehen: Im Februar 2008 marschierten Rebellen in die tschadische Hauptstadt N'Djamena ein. Ein Vorauskommando der Österreicher geriet mitten in die Wirren.

Nach dem Rückzug der Rebellen konnte die Mission anlaufen. Im März dieses Jahres übergab die EU die Aufgaben an eine UN-Truppe.

Bosnien und Herzegowina. Die EU übernahm 2004 die internationale Schutztruppe für das südosteuropäische Land von der Nato. Die Nato war nach dem Krieg 1995 in Bosnien einmarschiert, um das Dayton-Friedensabkommen militärisch zu überwachen. Derzeit sind etwas mehr als 2000 EU-Soldaten im Einsatz.

• Kampf gegen Piraten.
Die EU hat vergangenes Jahr beschlossen, mit einer Marinemission den Kampf gegen die Piraten in den Gewässern vor dem Horn von Afrika aufzunehmen. Bewaffnete in kleinen Booten kapern von Somalia aus immer wieder Handelsschiffe. Für die Jagd auf die Seeräuber will die EU 1800 Mann einsetzen.

Demokratische Republik Kongo. Um 2006 die Wahl in dem Bürgerkriegsland zu sichern, entsandte die EU eine Truppe. Die Soldaten waren vor allem rund um die Hauptstadt stationiert.

• Mazedonien.
Mit der Militärmission „Concordia“ überwachte die EU 2003 die Umsetzung des Ohrid-Abkommens in Mazedonien. Das Abkommen beendete auf Vermittlung der EU den Aufstand albanischer Rebellen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2009)

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