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Staatsschulden: Brüssel straft Österreich ab

06.10.2009 | 18:17 |   (Die Presse)

Überschreitung der Drei-Prozent-Grenze bei der Neuverschuldung: Die EU-Kommission leitet Defizitverfahren gegen Österreich und acht weitere EU-Staaten ein. Gegen elf EU-Staaten wurden bereits Verfahren eingeleitet.

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Wien (APA.). Am Defizit-Pranger der Europäischen Union: Die EU-Kommission leitet heute, Mittwoch, Verfahren gegen Österreich und acht weitere EU-Staaten ein, die die Drei-Prozent-Grenze bei der Neuverschuldung in diesem Jahr überschreiten. Einen blauen Brief aus Brüssel bekommen auch Deutschland, Belgien, Italien, die Niederlande, Portugal, die Slowakei, Slowenien und Tschechien.

Schon früher hat die EU-Kommission gegen elf EU-Staaten mit übermäßigen Defiziten Verfahren eingeleitet: Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Spanien und Ungarn. Von den 27 EU-Ländern brechen also wegen der Krise 20 den Pakt. Die restlichen sieben Staaten liegen heuer nicht über der Drei-Prozent-Schwelle.

Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) hat die Budgetzahlen für das heurige Jahr zuletzt korrigiert. Statt des zuletzt angenommenen Defizits von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat Pröll der EU-Kommission für 2009 einen Abgang von 3,9 Prozent gemeldet.

Doch die Kommission wendet die Regeln wegen der wirtschaftlichen Ausnahmesituation großzügig an, sodass mögliche Strafen am Ende des Verfahrens ihren Schrecken verloren haben. „Wir sanktionieren nicht die Länder, die Empfehlungen zur Korrektur der Defizite bekommen“, betonte Währungskommissar Joaquín Almunia.

 

Keine Eile beim Schuldenabbau

Die Euroländer sind sich auch einig, dass sie es angesichts der unsicheren Wirtschaftslage mit dem Schuldenabbau nicht eilig haben. Bei ihrem Treffen am Donnerstag in Göteborg vereinbarten die EU-Finanzminister, erst am Jahresende über einen Termin für die Abkehr von den schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen zu entscheiden.

Zu unsicher sei noch die Rückkehr zum Wachstum, erklärte der schwedische Finanzminister Anders Borg als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft. Die EU-Kommission und Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatten sich für 2011 als Starttermin ausgesprochen. Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, forderte eine Abkehr von der expansiven Finanzpolitik spätestens 2011.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2009)

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31 Kommentare
 
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Gast: servos
07.10.2009 12:17
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Schulden mit Geldstrafen zu belegen

ist so wie Brandwunden mit dem Feuerzeug löschen. (Vor allem in Krisenzeiten)

@michi austria: wieviele versuche brauchen Sie normalerweise zum Posten?


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Re: Schulden mit Geldstrafen zu belegen


"Schulden mit Geldstrafen zu belegen
ist so wie Brandwunden mit dem Feuerzeug löschen."

Aber nur das kann den Patienten davon abhalten wieder die glühende Schulden-Herdplatte anzufassen.

Sparen heißt das Zauberwort. Und reformieren.

Gast: Hegerberger
07.10.2009 12:12
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Da wir 5 Parteien haben, die nicht sparen wollen

muss mal wieder Brüssel einschreiten. Traurig - aber wahr.

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Die EU ist Hütterin und Retterln der nati*naler Verantwortungsträger

Denn nur Sie schaut darauf, dass fair und sauber gewirtschaftet wird. Schulden machen ist unfair und gilt nicht.

Deswegen greift Sie ein - wie ein großer Schutzmantel ist Sie, die uns für Schulden schützt. Wir haben uns zu bedanken.

Antworten Gast: Peter
07.10.2009 12:27
0 1

Re: Die EU ist Hütterin und Retterln der nati*naler Verantwortungsträger

Ich wußte schon immer, daß die Erde eine Scheibe ist!

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Die EU ist Hütterin und Retterln der nationaler Verantwortungsträger

Denn nur Sie schaut darauf, dass fair und sauber gewirtschaftet wird. Schulden machen ist unfair und gilt nicht.

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Die EU ist Hütterin und Retterln der nationaler Verantwortungsträger

Denn nur Sie schaut darauf, dass fair und sauber gewirtschaftet wird. Schulden machen ist unfair und gilt nicht. Deswegen greift Sie ein - wie ein großer Schutzmantel ist Sie, die uns für Schulden schützt. Wir haben uns zu bedanken.

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Die EU ist Hütterin und Retterin der nationaler Verantwortungsträger

Denn nur Sie schaut darauf, dass fair und sauber gewirtschaftet wird. Schulden machen ist unfair und gilt nicht. Deswegen greift Sie ein - wie ein großer Schutzmantel ist Sie, die uns für Schulden schützt. Wir haben uns zu bedanken.

Gast: smilefile
07.10.2009 10:52
0 0

Nettozahler-Nettoempfänger,...


Summe der Milliarden der Nettoempfänger,- durch die Anzahl der Länder der Nettozahler ergibt,...?

Unsere lieben Nettoempfänger:
Bulgarien, Estland, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn. Einige Länder ,- davon seit Jahrzehnten in denen diese die Kosten ihrer Strukturen und Wirtschaften der Europäischen Union überlassen. Und viele davon waren niemals soweit,- überhaupt in die Union eintreten zu können,.....wie immer Sanierung auf Kosten der Allgemeinheit,...

Antworten Gast: Steuerzahler 2000
07.10.2009 12:09
0 0

Da jeder Österreicher

für den Nettozahlerbeitrag an die EU gerade mal 52 EUR zahlen muss, ist dieses Thema keine Diskussion wert. Es gibt größere und viel teurere inländische Probleme - ÖBB, Bauernsubventionen, FP-Korruption usw.

Gast: Torsten
07.10.2009 10:41
0 0

Selbstkasteiung??!!!

Wer ist die EU? Richtig, die Mitgliedsstaaten mit ihren hohen Kommisaren, welche jetzt an sich selbst blaue Briefe verschicken! Wie lange lassen wir uns noch für blöd verkaufen? Weg mit dem Unfug EU und Schaffung einer europäischen Freihandelszone ( oh, das sollte die EU ja ursprünglich mal sein....)

Antworten Gast: Joachim B.
07.10.2009 12:15
0 0

Blödsinn.

Die EU sollte niemals eine Freihandelszone sein, die war von Beginn an explizit als Keimzelle eines europäischen Bundesstaates gedacht. Sie meinten wohl die EFTA oder irgendwas anderes, gell.

Gast: Erschreckter
07.10.2009 10:13
1 0

Alle Verrueckt?

Gibt es in Oesterreich nur noch Verrueckte?

Alle Kommentare schlagen entweder in das eine oder andere Extrem aus. Da sind die Irren die glauben, die EU haette nichts anderes zu tun als uns Oesterreicher auszubeuten (!!) und auf der anderen Seite gibt es Geisteskranke die glauben Oesterreich waere ohne EU das rueckstaendigste Land Europas(!!).

Woher kommt das? Wieso sind so viele hier im Forum komplett uebergeschnappt?

Kann mir das mal jemand erklaeren? Bitte!


Gast: Gast
07.10.2009 09:31
0 2

Ich weiss...

...schon noch warum ich mit NEIN gestimmt habe.

Wir Österreicher kriegen einfach zu viele Strafzettel wegen "Falschparken".

Antworten fireone
09.10.2009 19:18
0 0

Re: Ich weiss...

Geholfen hat ihr NEIN aber auch nicht

Gast: karlo
07.10.2009 08:46
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Ganz einfach...

Alle EU-Mitglieder überweisen NICHTS mehr nach Brüssel und sparen sich die MRD.
Schon ist das Defizit kleiner.

phuter
07.10.2009 08:27
0 1

In schwierigen Zeiten wie diesen....

Ist man ja bekanntlich in einem großen Staatenbund besser unterwegs - da wird man nämlich auch noch zusätzlich bestraft.... seltsame Logik.

Antworten Gast: Hemeding
07.10.2009 12:17
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Bestraft wird der Pröll

weil er nicht sparen kann und nicht will ...

Gast: gast
07.10.2009 06:54
0 2

mal nachdenken...

20:7 ist also der Verhältnis zwischen jenen die die Prozent-Vereinbarung nicht einhalten (können/wollen) zu jenen die sie schon einhalten.

Sollte man dann nicht die Spielregeln überdenken?
Weil: sind Spielregeln an die sich eh keiner hält, dann noch irgendwas wert?

Gast: GAST
06.10.2009 22:53
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kein problem liebe EU

wir stellen einfach die "freiwillig" verdoppelten netto-zahlungen als netto zahler in eueren lustigen ahnungslos-verein wieder ein und schon sparen wir uns dadurch wieder eine unsumme.

mistet einfach mal in euren eigenen EU-reihen aus, zeigt uns auf wohin jährlich eure unzähligen millionen in dunklen kanälen verschwinden und eventuell erlauben wir es euch dann wieder, mit uns zu reden.

wo kommen wir hier eigentlich hin, wenn eine EU die selbst genug dreck am stecken hat nun auch noch ihre nettozahler "bestrafen" möchte????? uns unsere lulu-politiker (egal welcher farbe) lecken euch in der EUR wieder mal den speichel während ihr ihnen und somit "uns österreichern" den buckel runterrutsch.

vielleicht ist das einfach die erklärung dafür, warum "wir" diese dümlichste EU einfach wieder mal nicht wollen....

Gast: doppi
06.10.2009 21:29
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Die spinnen in Brüssel

Vielleicht können wir uns die Strafe von unseren Nettobeitragszahlungen an Brüssel abziehen!

kremser
06.10.2009 21:10
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Österreich muß sparen ...

also auch bei den Zahlungen an den Moloch Brüssel

Geld fordern und nehmen - und dann KLAGEN - gehts noch frecher ?

Antworten Gast: Balduin Hugo
06.10.2009 22:53
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Re: Österreich muß sparen ...

Sie ahnungsloser Kremser. Wenn wir in dem Maße Beitrag in die EU zahlen würden, wie wir profitieren, dann müssten wir wohl das 5-10fache zahlen. Ein Großteil dieses Betrags wird auch wieder für Projekte in Österreich verwendet, eine lokale Förderung wie sie sie unter österreichischer Führung nie geben würde.
Der Austausch von Studenten und der Wissenstransfer - kulturelle Verflechtung und noch vieles mehr. Den Wert einer EU-mitgliedschaft kann nicht nur anhand der Gelder die fließen dingfest machen.

Antworten Antworten lurch
07.10.2009 16:54
0 0

Re: Re: Österreich muß sparen ...

Sie sind ein bißchen übereifrig.
Förderungen passieren jetzt nur unter EU-Spielregeln, wenn überhaupt und ob das immer so sinnvoll ist will ich bezweifeln.
Und den Austausch von Studenten können Sie vergessen, denn im Ausland studieren konnte man früher auch.
Die kulturelle Verflechtung können Sie am besten in den Kriminalberichten lesen!
Und dieses "noch vieles mehr" sagt gar nichts, da fällt Ihnen doch einfach nichts mehr ein.

Antworten Antworten Gast: ernst
07.10.2009 12:25
0 0

Re: Re: Österreich muß sparen ...

woher nehmen Sie diese Zahlen? Woher wollen Sie genau wissen, was mit dem Geld gemacht wird?

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Re: Re: Österreich muß sparen ...

Ja - und nicht zu vergessen die unzähligen Kreisverkerkehre in der Pampas, zb Südoststeiermark und Burgenland um die Verkehrsstaus zu entlasten, die es dort nie gab...

 
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