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EU-Reformvertrag: Was will Klaus wirklich?

13.10.2009 | 13:00 |   (DiePresse.com)

Die EU-Kommission verlangt eine "Klärung" der Prager Position. Tschechiens Präsident Vaclav Klaus fordert eine Ausnahmeklausel im Bezug auf die Benes-Dekrete. Österreich lehnt Änderungen ab.

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Tschechiens Premierminister Jan Fischer fährt heute nach Brüssel. Er wird mit EU-Kommissionspräsident Barroso zusammentreffen. Fischer wird Barroso darlegen, wie die Chancen für eine rasche Ratifizierung des EU-Reformvertrags in Tschechien stehen. Parlament und Senat in Prag haben das Dokument längst ratifiziert, was aber nach wie vor aussteht ist die Unterschrift von Präsident Vaclav Klaus, der will noch eine Zusatzklausel für Tschechien. Die EU-Kommission verlangt nun eine Klärung der Position Tschechiens.

Klaus werde letztlich unterschreiben, meint der frühere tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg. Es sei nur "eine Frage der Zeit". Wie der tschechische Premier Jan Fischer hofft auch Schwarzenberg, dass der Ratifizierungsprozess bis Jahresende abgeschlossen sein könnte. Auf ein Datum festlegen will er sich laut Ö1 Morgenjournal aber nicht.

Klaus fordert Fußnote zu Benes-Dekreten

Klaus fordert nach Aussage des schwedischen Ministerpräsidenten und derzeitigen EU-Ratspräsidenten Fredrik Reinfeldt eine Ausnahme bei der Grundrechtecharta in Form einer Fußnote im neuen Vertrag. Klaus befürchtet, dass nach dem Zweiten Weltkrieg aus der damaligen Tschechoslowakei vertriebene Sudetendeutsche auf Basis der Grundrechtecharta ihr Eigentum zurückfordern könnten. Die Benes-Dekrete von 1945 könnten ausgehebelt werden, meint er.

Klaus gehe es darum, nicht als "Umfaller" dazustehen, wenn er dann den Lissabon-Vertrag doch unterzeichnet, so Karel Schwarzenberg. Dass Klaus da ausgerechnet die Benes-Dekrete heranzieht, könne man als populistischen Akt ansehen. Denn sie seien in Tschechien kein wirklich zentrales politisches Thema - zum Ängste schüren reichen sie aber immer noch, so Schwarzenberg.

Verfassungsgericht in Brünn prüft

Außerdem will Klaus das Urteil des Verfassungsgerichts in Brünn abwarten: Dieses prüft zum zweiten Mal, ob das Reformwerk im Einklang mit der tschechischen Verfassung steht. Beide Kammern des Prager Parlaments haben dem Lissabon-Vertrag schon zugestimmt.

Die tschechische Regierung, die sich dieser Meinung zwar inhaltlich nicht anschließt, hat Klaus am Montag aber entsprechende Verhandlungen mit den EU-Partnern zugesagt. Die Gespräche über den Vertrag von Lissabon sollten beim EU-Gipfel am 29. und 30. Oktober in Brüssel stattfinden.

Österreich lehnt Änderungen ab

Die österreichische Regierung lehnt jedes Aufschnüren des EU-Reformvertrages von Lissabon als Entgegenkommen an Tschechien ab. "Der Lissabon-Vertrag wird nicht geändert", sagte SP-Bundeskanzler Werner Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat. Auch Außenminister Michael Spindelegger (V) hatte am Rande der Regierungssitzung ein Aufschnüren des Vertrages als "undenkbar" bezeichnet. Einseitige Erklärungen oder Protokollanmerkungen seien "eine andere Frage".

"Wir wollen Klarheit darüber, was Klaus wirklich will und ob es sich dabei um die Position der Tschechischen Republik handelt", sagte Alexander Schallenberg, der Sprecher von Außenminister Michael Spindelegger.

(Ag.)

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27 Kommentare
 
1 2
Gast: koarl
14.10.2009 07:46
0 0

Klaus will...

dass Diebstahl legalisiert wird in der EU...

Gast: Ist-Vaclac-Klaus-der-weis(s)e-Ritter?
13.10.2009 20:36
0 0

IST VACLAC KLAUS EIN „JÜNGER von LEOPOLD KOHR“? Das menschliche Maß: Leopold Kohrs Ideen sind aktueller denn je !!!


Kohr (K) sah in der zu großen Größe ein zentrales Problem der menschl. Existenz u setzte ihr das Ideal von kleinen, selbstständigen Einheiten entgegen. Die Ideen von K wirken heute in vielen regionalen Initiativen nach, sagte Winter, Gründer der Leopold- Kohr-Akademie.

"Es geht darum, das rechte Maß zu finden.
Alles was zu viel und zu groß ist, fährt zur Hölle",
fasste Winter das zentr.Gedankengebäude von K zusammen.

Gerade in der weltweiten Finanzkrise habe sich die Aktualität der Thesen K gezeigt, zitierte Winter einen Satz Kohrs:

"Der Kapitalismus ist aus sich heraus unreformierbar, er braucht den großen Bang."

Das vergangene Jahr habe bestätigt, dass niemand wirklich bereit sei, die Spekulationsgeschichten zu beenden, sagte Winter.

Neben diesen "großen" polit. Nachwirkungen gebe es viele kleine u regionale Initiativen, die sich an das Gedankengut K anlehnen.

In seiner Heimat Salzburg
wurden 1986 die Leopold- Kohr- Akademie sowie der Verein für Kultur- und Regionalentwicklung Tauriska gegründet, die seine Theorie der regionalen Eigenständigkeit in die Praxis umsetzten.

Zu den wichtigsten Werken Kohrs gehören
"Das Ende der Großen",
"Die Lehre vom rechten Maß"
oder
"Weniger Staat".

1983 erhielt Kohr den Alternativen Nobelpreis.

http://www.leopold-kohr-akademie.at/lka/modules/info/index.php?id=1:1

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr

ALLE GROSSEN REICHE SIND ( rom – persien usw) IMPLODIERT!
WAS PASSIERT M

Antworten Gast: gast
14.10.2009 08:11
0 0

Re: IST VACLAC KLAUS EIN „JÜNGER von LEOPOLD KOHR“? Das menschliche Maß: Leopold Kohrs Ideen sind aktueller denn je !!!

ANGEBLICH SOLL DER TSCHECHISCHE PRÄSIDENT VACLAV KLAUS ein "Anhänger" von Leopold Kohr sein.

Kohr ein Österreicher, der 1983 mit dem „Alternativen Nobelpreis“
ausgezeichnet wurde!

Kohrs Denkansätze:
„Alles ist Gift. Ausschlaggebend ist nur die Dosis.“

– Dieser oft zitierte Spruch von Paracelsus ist grundlegend für Leopold Kohrs „Philosophie der Größe“.

„Die Größe
– Kohr meint nicht die absolute, sondern die relative, die zu große Größe –
scheint das zentrale Problem der Schöpfung zu sein.

Wo immer etwas fehlerhaft ist, ist es zu groß.

Die Größe – und nur die Größe! – ist das zentrale Problem der menschlichen Existenz, im sozialen und im physischen Sinn“.
(Das Ende der Großen).

Folglich gibt es für Kohr auch nur eine Rettung: „.. die Idee u das Ideal der Kleinheit als einziges Serum gg die krebsartige Wucherung der Übergröße [...]“.

Leopold Kohrs Philosophie betont
die Würde u Vernunft des Individuums, befähigt, kreativ zu sein u seinen Willen zu gestalten.

Eine Masse aus Individuen aber zerstört die Freiheit u verhält sich nicht wie vernünftige Wesen, sondern ...

http://www.spiegel.de/wikipedia/Leopold_Kohr.html

DIE <EU> WÄCHST UND WÄCHST,
IST ANSCHEINEND AUCH noch GRENZENLOS, wächst weiter (wie ein Geschwür?)!

WO endet DIEse EU; in China?

MUTIERT DIE SIE
letztendlich
ZU EINEM
nicht mehr steuerbarem
MONSTRUM?

Gast: DAS-ENDE-DER-GROSSEN-ist-statistisch-fix-
13.10.2009 16:10
0 0

Das tschechische Verfassungsgericht verhandelt am 27.10.2009



Das tschechische Verfassungsgericht wird am 27. Oktober 2009
öffentlich
über die Beschwerde gegen den Lissabon-Vertrag verhandeln.

Dabei sollen die Beschwerde führenden konservativen Senatoren,
der EU-kritische Staatspräsident Václav Klaus sowie Vertreter von Regierung, Parlament und Senat
gehört werden,
teilte das Gericht in Brno / Brünn heute mit.

Ob am selben Tag auch bereits ein Urteil gesprochen wird, könne man derzeit nicht beantworten,
sagte ein Gerichtssprecher.

Seinen Aussagen nach wird der geplante Zusatz zur Klage, den die Beschwerdeführer angekündigt haben, den Termin der Verhandlung nicht verschieben.

http://www.radio.cz/de/nachrichten#2

http://www.langelieder.de/lit-kohr.html

Gast: Prager
13.10.2009 15:55
0 0

Die Vetreibung der Sudetendeutschen

war ein Verbrechen, aber nicht nur an die böhmichen Deutschen, sondern auch an die alten Tschechen. Erstens wurden die Deutschen enteignet und dann kamen um alles all die anderen anständigen Tschechen, die immer gegen Benes-Dekreten auftraten. Mein Opa und mein Vater verloren alles und nach der Wende von 1989 hat Ungerechtigkeit noch an Power genommen. Es wäre nicht schlecht neue KK Monarchie zu haben.

Antworten Gast: Bajuware
15.10.2009 07:30
0 0

Re: Die Vertreibung der Sudetendeutschen (SD) war Unrecht! - ABER DIE VERTREIBUNG KAM NICHT (tut mir leid!) kam nicht von UNGEFÄHR! – wenn man den „Zeitzeugen“ glauben darf.. In seinem Buch "Grenzenlose Heimat", gibt S. Salzborn einen Überblick über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der sog. „Vertriebenenverbände“.

*
Die Mehrheit der "Sudetendeutschen" (SD) hat unter Politikern wie Henlein o Hermann Frank an der Zerschlagg der Tschechoslowakei mitgewirkt; ist später an den Untaten ggü den Tschechen beteiligt gewesen. Die Begriffe "sudetendeutsch" bzw. "Sudetenland" sind "Kunstworte", so der Historiker Wippermann; Bezeichngn, die die "SD" selbst als rein polit. Kampfbegriffe erfunden haben in bewusster Abgrenzg zum tschechosl. Staat. Der Kampf der "SD" war in seinen Grundkonstanten ein völkisch motivierter, der eine Angliederg der "Sudetengebiete" an das Deut. Reich erstrebte, sich gg das Streben der Tschechen richtete, das zur Gründg der Tschechoslowakei geführt hatte.

Die von Henlein 1933 gegr. "Sudetendeutsche Heimatfront" wurde 35 in "SD Partei" umbenannt, ging später in der NSDAP auf, war entsprechend völkisch ausgerichtet. Bei den tschechoslow. Parlamentswahlen 35 wurde die SdP zweitstärkste Partei; sie vertrat etwa 2/3 der dt. Bevölkerg. Der Wahlkampf wurde von der NSDAP finanziert. Zwischen 35 u 38 wuchs die Mitgliederzahl der SdP auf 1,3 Mill(!) an.
38 stellte Henlein ein "SD Freikorps" auf, das von der SA ausgebildet wurde. Bei den Wahlen in der Tschechoslowakei im Jahre 38 wählten 98% (!) der SD jene faschist. SdP, die die Zerschlagg der demokrat. Tschechoslowakei forderte. Der "Reichsgau Sudetenland" stand bzgl der Mitgliedschaften in der NSDAP in Relation zur Bevölkergsstärke an der Spitze aller "NSDAP-Gaue". Die "SD" also waren in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit überzeugte, antisemitisch u antitschechisch orientierte Nazis.
http://www.judentum.net/europa/sudeten.htm
http://www.perlentaucher.de/buch/4758.html

Heute san ma in Bayern sehr froh – dass viele SD nach Bayern kamen.
Und unser Land in vieler Hinsicht befruchteten. Aber das nur am Rande!

Gast: Ein Menschenrechtsexperte
13.10.2009 15:27
0 0

Ganz Unrecht hat Klaus nicht.

Die EU-Grundrechtecharta bringt eine erhebliche Akzentverschiebung bei den Grundrechten, bei der (im Vergleich zur EMRK) plötzlich "Anti-Diskriminierung" und Gleichbehandlung stark im Vordergrund stehen. Gerade diese Argumente sind es aber, auf die sich sudetendeutsche Kompensationsforderungen viel eher stützen können als auf das Recht auf Eigentum. Insofern könnte die Charta tatsächlich eine zusätzliche Basis für solche Forderungen schaffen.

http://works.bepress.com/cgi/sw_config.cgi?context=jakob_cornides/1

Gast: ET
13.10.2009 14:03
0 0

Das Problem mit der EU-Menschengrundrechtscharta!

Diese Charta ist exzellent formuliert und setzt einen neuen Standard der Menschenrechte.

Wenn nun diese Menschengrundrechtscharta rechtsverbindlich wird, dann kann diese auch dazu benutzt werden, bestehendes Unrecht auf einem legalen Weg zu korrigieren.

Die Benes Dekrete sind bis heute schwer unter Beschuss, die EU Menschengrundrechte könnte diese durchaus ausheben. Das kann nicht im Interesse der heutigen Tschechischen Republik sein, weil es sicher zu erheblichen internen Unruhen führen würde.

Die Menschenrechtscharta kann aber auch in Österreich zu Umwälzungen führen. Dies wurde aber weder von Regierung noch von den Beamten bemerkt, weil eben kein Unrechtsbewusstsein vorhanden ist. Tatsächlich erlauben die Menschengrundrechte keine Umverteilung von Privat zu Staat, wenn nicht gute Gründe (Erhalt der Staatlichkeit) vorgelegt werden können.

Nach diese Menschenrechten ist es Unrecht, wenn Ruhestandsgenüsse von 3.000.- Euro von öffentlichen Geldern bezahlt werden, arbeitenden Menschen aber nur 2.000.- Euro bekommen, diese aber die öffentlichen Budgets speisen müssen. Diese Bombe, und viele weitere Bomben, werden auch in Österreich noch hochgehen, wenn nicht der Staatsbankrott früher eintritt.

EU Menschengrundrechtscharta zum download:
www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf

toranaga
13.10.2009 13:20
3 0

großes europa


eine europäische union, die sich einerseits als friedensprojekt definiert und gleichzeitig eine nationale, verfassungsmäßige einzementierung von mord-und totschlag-dekreten nicht nur nicht verhindert, sondern vielleicht auch noch in ihren eigenen verträgen ausdrücklich (als protokollzusatz) schützt wäre die tinte nicht wert mit der die sog "grundrechtscharta" geschrieben ist.

wie es politisch gerade passt wird bei den einen seit fast 70 jahren keine gelegenheit ausgelassen, um das große unrecht, das sehr viele auf deutscher seite begangen haben, in eine sog. "kollektive schuld" umzudeuten und sogar die nach dem wk II geborenen bis in alle ewigkeit (?) zu brandmarken.

werden die zahlreichen verbrechen auf der anderen seite auch nur thematisiert, werden auf scheinheiligste weise parolen verlautbart wie "wir müssen nach vorne schauen", oder gar "wer in der vergangenheit lebt kann die zukunft nicht gestalten...".

solange wir eu-bürger uns von bürokraten be-herrschen lassen, die eth(n)ische anliegen auf geradezu zynische weise nach opportunität verbiegen, wird einem ehrlichen europäischen gedanken jegliche grundlage entzogen.

Antworten raeter
13.10.2009 13:46
1 0

Guter Kommentar!


Gast: Ein Vertriebener
13.10.2009 13:12
4 0

Ihm ist bewußt: die Vertreibungen waren Verbrechen

Eines ist klar: Tschechien hat Angst, für den Völkermord an den Sudetendeutschen büßen zu müssen. Wer rechtmäßig handelt, braucht keine Zusage von der Europäischen, daß vermeintliche Rechte nicht eingeklagt werden können.

Gibt aber die Europäische Union die Zusage, steht fest, daß Sudetendeutsche Recht auf Rückgabe der ihnen unrechtmäßig entzogenen Güter haben.

Dann aber hilft die Europäische Union einem Völkermord bei, den Vereinte Nationen wie etwa die Tschechoslowakei und Jugoslawien begingen und dem die übrigen Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg beihalfen.

Mögen jetzt die Staaten wenigstens jetzt standhaft bleiben und ordentliche Gerichte das Verbrecherische an den Vertreibungen, Schändungen, Morden und Folterungen bewerten lassen.

Es soll ordentlichen Gerichten überlassen werden, ob Schandgesetze wie die Beneš-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen über die deutschstämmigen, aber eigenen Staatsbürger heutzutage Bestand haben dürfen und gelebtes Unrecht fortbestehen darf.

Gast: EU-Bürger und Nachkomme von Sudentendeutschen
13.10.2009 12:44
1 1

So soll es sein

1. Tschechien aus der EU ausschließen
2. Lissabon-vertrag am 1.1. 2010 umsetzen.
3. Alle Sudentendeutschen und ihre Nachkommen erheben weltweit
über alle Gerichte, die nur möglich sind, Ansprüche an Tschechien. Dazu soll nicht nur eine europaweite, sondern eine weltweite Vereinigung der Nachkommen von Sudentendeutschen geschaffen werden. Und zwar mit open ending. Wir jagen sie bis zum Ende der Geschichte.

Von Tschechien und Vaclar Klaus werden wir immer die Nase voll haben.

NeroRosso
13.10.2009 09:47
3 0

Was er will das weiß er selbst nicht

auf jeden Fall war Österreich dumm so schnell und voreilig unterschrieben zu haben, wir hätten uns ja auh was "rausholen" können siehe Transit, siehe Universitätenproblem, siehe Asylanten etc etc.

Die Iren habens gemacht, den Polen ist sicher auch Einiges zugesagt worden .....

Antworten APFELSYS
13.10.2009 11:01
1 0

Re: Was er will das weiß er selbst nicht

Den Transitvertrag hat der Klima seinerzeit als Verkehrsminister vollkommen verbockt. Eine seiner Glanztaten.

0 0

Was will Klaus wirklich?

ein (so vermute ich) 'kleiner' und eigentlich unbedeutender politiker möchte sich aufspielen/wichtigmachen.

weniger eine politische frage sondern vielmehr was für psychologen....

3 0

reine Verzögerungstaktik...

Klaus will und wollte den Lissabonvertrag niemals ratifiziert sehen und wittert nun seine Chance. Nach dem zu erwartenden Regierungswechsel in UK wird die Tory-Regierung die Sache neu aufrollen und damit den Vertrag zu Grabe tragen. Und bis dahin wird er auf Zeit spielen und weiterhin seine Unterschrift verweigern. Wenn es ihm nur um die zusätzlichen Fußnoten ginge, hätte er das schon viel früher fordern können, der Vertrag ist schließlich schon viel länger bekannt.

Die EU-Kritiker können schon einmal den Sekt einkühlen, die Befürworter des Vertrages die Taschentücher herausholen, der Lissabonvertrag wird niemals in Kraft treten. Und die Zeit wird zeigen, ob man Klaus dafür danken darf oder ihn verfluchen wird.

Antworten diogenes
13.10.2009 13:40
1 0

Re: reine Verzögerungstaktik...

Ihr Wort in Gottes Ohr!

Antworten richard
13.10.2009 09:31
1 0

Re: reine Verzögerungstaktik...

Die Frage ist nur, wann wir endgültig wissen, daß der Vertrag gefallen ist. Die Kommission und ihre Handlanger waren bislang ja recht kreativ: Wir erinnern uns, daß man die ursprüngliche Verfassung einfach nur in Vertrag umtaufte und damit die negativen Abstimmungen in F und NL umging. Die Iren schließlich ließ man solange abstimmen, bis das Ergebnis paßte. So gesehen ersteht dieser Vertrag oder unter welcher Bezeichnung das auch immer gerade aktuell herumgeistert immer wieder von den Toten auf. Du kannst sicher sein, daß den europäischen Demokratievernichtern sicherlich auch einiges mit dem Problemfall Klaus einfallen wird. Also laß den Sekt lieber mal im Keller.

Antworten Antworten diogenes
13.10.2009 13:41
1 0

Re: Re: reine Verzögerungstaktik...

Die Hoffnung stirbt zuletzt....

pk
13.10.2009 09:07
0 1

ist doch merkwürdig,

dass sich die restlichen EU staaten nicht zu einem tschechei boykott zusammenfinden!

0 1

wozu das ganze?

wenn sich herr klaus so massiv um die demokratie und den einfluss tschechiens sorgt, bleibt folgende frage: wieso unterschreibt er nicht sofort und leitet danach das austrittsverfahren ein? das wäre logisch, dann wäre er alle sorgen los und könnte als retter dastehen.
ähnlich sehe ich übrigens die sache mit dem uk. die mögen doch austreten und auf ihrer insel weiterhin jede menge extrawürste braten.

1 0

Re: wozu das ganze?

Klaus hat nie gesagt, dass er die EU nicht mag. Es geht ihm um das "wie" und er mag den Lissabon-Vertrag nicht. Bei der Ablehnung des Vertrages hat er wohl einen Großteil der Bevölkerung (eu-weit, würde ich meinen) hinter sich. Das sehen die EU-Granden sicher auch so, sonst hätten sie ja Volksabstimmungen riskieren können...

Andere Frage: Wenn sich das offizielle Tschechien so sicher und vor allem einig ist, warum setzen sie dann Klaus nicht einfach ab, wenn er aus niederen Gründen in so einer "wichtigen Frage" blockiert? Es wird wohl auch in Tschechien ein demokratisches Procedere dafür geben... ;)

Antworten Antworten Gast: hook
13.10.2009 09:46
1 0

Re: Re: wozu das ganze?

Klaus wird in Tschechien von der Bevölkerung mehr respektiert als so mancher Ausländer glauben will- also wird man erst einmal versuchen es im Guten zu regeln. Als letzter Ausweg ist eine Absetzung sicher eine Option.

Klar würde der Vertrag durch 27 Volksabstimmungen nicht durchgehen. Aber selbst die größten EU-Kritiker müssen zugeben dass es extrem unwahrscheinlich ist dass ein Vertrag jemals durch 27 Abstimmungen durchkommen würde- ganz egal wie gut oder schlecht er ist. Da kann man die EU dann gleich bleiben lassen wenn das Abstimmungsergebnis immer von vornherein klar ist. Wenn schon dann eine gesamteuropäische Volksbefragung wo einzelne Staaten überstimmt werden können.


2 0

ich hoffe

Fayman hat genug gedächnis um sich an die angekündigte Volksabstimmung in Österreich zu erinnern wenn diese Änderung des Vertrags kommt.

leokoller3
13.10.2009 07:47
4 0

Was?

Die Benes-Dekrete koennten ausgehebelt werden? Na, das waere ja ein Skandal! Wer sollte das Recht haben, Unrecht auszuhebeln? Sowas hat doch die Welt noch nicht gesehen! Da muss sofort eine "einseitige Erklaerung" oder "Fussnote" her! Tschechien ohne Benes-Dekrete waere ja undenkbar, der finanzielle Ruin vorprogrammiert, die Infrastruktur brachliegend, die Menschen unterjocht. Ach so, das haben sie mit Benes-Dekreten auch schon gehabt?!

3 0

Re: Was?

Dass die Benes-Dekrete nicht halten werden, stand in dem Augenblick fest, als Tschechien der EU beigetreten ist. Auch Vaclav Klaus wird wissen (dumm ist er ja nicht), so ein Unrecht in einer Gemeinschaft nicht auf Dauer haltbar sein kann...

 
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