23.11.2009 00:43 | Meine Presse Merkliste0

Lissabon-Vertrag: Klaus ebnet Weg für effizientere EU

03.11.2009 | 18:46 |   (Die Presse)

Der tschechische Präsident Václav Klaus hat den EU-Vertrag unterzeichnet, nachdem das Brünner Verfassungsgericht eine Klage ablehnte. Nach jahrelangem Aufschub kann das Reformwerk in Kraft treten.

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Brüssel/Prag (basta./go). Der Weg für ein neues, reformiertes Europa ist freigeräumt. Nach Irland hat als letztes EU-Land auch Tschechien den EU-Reformvertrag gebilligt: Am Dienstag gaben die Richter des tschechischen Verfassungsgerichts grünes Licht für das Reformwerk – wenige Stunden später setzte der EU-skeptische Präsident Václav Klaus seine Unterschrift unter das Reformwerk. Seine Begeisterung darüber hielt sich klar in Grenzen: „Tschechien hört auf, ein souveräner Staat zu sein“, sagte er. Jubel kam dafür aus Brüssel: Der Vertrag kann am 1. Dezember in Kraft treten, sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso.

Geklagt hatten 17 Senatoren, die die Souveränität Tschechiens durch den Vertrag beschränkt sahen. „Die Souveränität ist in einem modernen, demokratischen Staat nicht Zweck an sich, sondern Mittel zur Erfüllung von grundlegenden Werten, auf denen die Konstruktion eines demokratischen Rechtsstaates steht“, lautete der Spruch der Richter.

Enttäuscht sind die tschechischen EU-Kritiker. Sie wollen sich nun an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wenden. Klagen wollen sie diesmal nicht gegen das Dokument, sondern gegen die Prozedur: Das Recht auf einen fairen Prozess sei verletzt worden.

Klaus haben sie nicht mehr als Mitkämpfer auf ihrer Seite. Der EU-skeptische Staatschef hatte monatelang mit seiner Ablehnung des Lissabon-Vertrages die EU im Atem gehalten. Sein Widerstand bröckelte erst, nachdem er sich von den EU-Staaten eine Ausnahme von der EU-Grundrechtscharta hatte garantieren lassen – damit seien die umstrittenen Benes-Dekrete für Tschechien garantiert, behauptete Klaus.

„Gezähmt“ scheinen indes auch die widerspenstigen britischen Tories zu sein. Der Chef der Konservativen, David Cameron, will nun doch kein Referendum mehr zum EU-Vertrag abhalten lassen. Dies hatte er angekündigt, falls er – wie erwartet – die britische Parlamentswahl im Jahr 2010 gewinnt.

 

„Sehr, sehr zufrieden“

Geht alles glatt, könnte die „neue EU“ bereits im Jänner zu arbeiten beginnen. Durch den Reformvertrag sollen die EU-Institutionen demokratischer und effizienter werden. Geplant sind zudem zwei neue Spitzenposten: Erstmals soll ein auf zweieinhalb Jahre gewählter EU-Ratspräsident die Arbeit der alle sechs Monate rotierenden Präsidentschaften der EU-Regierungen strukturieren. Ein EU-„Außenminister“ koordiniert künftig die Außenpolitik. Über die Besetzung der Posten wird derzeit in den EU-Hauptstädten emsig verhandelt.

Erleichtert ist man jedenfalls in Brüssel: „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, so EU-Kommissionspräsident Barroso. „Der Weg zum EU-Vertrag war zwar ein Hürden-Marathon, aber nun ist auch die letzte Hürde überwunden.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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180 Kommentare
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das Anti-Österreich Gen

der typische Hurra-Lissabon Forums-gast wie man ihn in diesem Thread immer wieder lesen kann, hält Österreich auf Grund seiner Grösse für politisch und wirtschaftlich nicht lebensfähig. Lieber ist er Teil von etwas Grossem, Bedeutendem. Dass Österreich dort gar nichts mehr zu melden hat, stört ihn weniger. Dass die Demokratie unter die Räder kommt macht ihm auch kein Kopfzerbrechen. Mit der Demokratie geht auch, wie die Logik und die Geschichte lehrt, der Wohlstand bei der Mehrheit des Volkes flöten, denn wer nichts zu melden hat, dem kann man ja alles nehmen. Der Verlust des Wohlstands würde den Forums-Gast zwar schon stören, aber soweit denkt er gar nicht. Hauptsache er ist Teil von etwas mächtigen, kraftvollen, wo man der Welt den Herrn zeigen kann.

Dieser Gedankengang ist keinesfalls neu, er war schon 1938 der Grund.

Ich ziehe das kleine Österreich vor. Ich möchte dass wir Österreicher selbst bestimmen können was mit unserem Geld passiert, wer in unser Land darf und wer nicht, eine eigeneständige Wirtschafts- und Sozialpolitik. Die Demokratie die in Europa eng mit dem Nationalstaat verbunden ist, soll erhalten werden - und damit einhergehend auch ein gerecht verteiltes Einkommen. Mir liegt nicht viel an militärischer Stärke, statt dessen soll Österreich als unabhängiges Land bekannt sein dass international als Vermittler gesucht ist.

Dieser Gedankengang ist ebenfalls nicht neu, er war schon 1955 der Grund.

Gast: hmv
06.11.2009 10:49
0 0

diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

genau, so wie damals! da wurden ein paar autobahnen gebaut, wohlstand durch militarisierung erkauft und schon haben die einfachen geister gejubelt: "der adolf meints ja doch nur gut!". leute mit anderer meinung spinnen und gehören weg. den rest erklärt die geschichte.

wie siehts heute aus in der eu?
überwachung, demokratieabbau, militarisierung, entwaffnung der bevölkerung. hmm, an was erinnert mich das? achja!
genau so wie damals!

wer die zeichen der zeit nicht erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen. und die, die heute der eu zujubeln werden die ersten sein mit dem jammern "das haben wir nicht gewusst, die haben uns doch etwas anderes erzählt!". es sei denn sie werden zu günstlingen des systems, und ein paar so glühende "europäer" haben wir sogar schon hier in den presse-kommentaren.
mit welchem eifer, diffamierungen, unterstellungen und persönlichen angriffen sie versuchen, kritiker mundtot zu machen, das ist ja fast schon skurril!

4. versuch!

Antworten Gast: Garbatschok
12.11.2009 19:03
0 0

Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

So ein Quatsch wie Sie hier verzapfen muss einem erst mal einfallen! Sie habe wohl eine sehr rege Phantasie. Mit Realität hat das aber nichts zu tun!

Fritz
06.11.2009 23:53
0 0

Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

"überwachung, demokratieabbau, militarisierung, entwaffnung der bevölkerung."

Diesen Schmarrn kennen wir bereits, aber neu ist die "Entwaffnung der Bevölkerung".

Würden Sie mir das ein bisschen näher erklären.
Ist unsere Bevölkerung bewaffnet? Seit wann und mit welchen Waffen?

Antworten Antworten Gast: hmv
07.11.2009 11:58
1 0

Re: Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

Diesen Schmarrn kennen wir bereits"
freut mich, dass sie das auch so sehen, man liest ja auch fast täglich darüber.
für alle, denen meine punkte noch fremd sein sollten ein paar beispiele:

überwachung:
http://diepresse.com/home/politik/eu/463043/index.do?_vl_backlink=/home/politik/index.do
http://winfuture.de/news,50136.html

demokratieabbau:
so wenig bedeutung wie heute in der eu hatten volksbegehren wohl noch nie (es sei denn, der ausgang ist im sinn der eu).
ein zitat von jean claude juncker: "Die Länder, die mit Nein stimmen, müssen die Frage erneut stellen."
und wie so eine volksabstimmung im sinne der eu verläuft sieht man hier:
http://www.youtube.com/watch?v=nq-OhRZX8dw

militarisierung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon#Militarismusvorwurf

entwaffnung der bevölkerung:
die eu waffenrichtlinien zielen auf eine verkomplizierung und schrittweisen abbau des legalwaffenbesitzes ab.
http://rudd-o.com/uploads/2008/06/1214507617361.jpg/image_view_fullscreen

speziell für fritz: an legalen waffen befindet sich in privathaushalten eine auswahl an halbautomatischen großkalibrigen gewehren bis zu kleinkalibrigen pistolen. schauen sie im internet nach.

Fritz
07.11.2009 15:03
0 2

Re: Re: Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

Sie geben in Ihren Quellen ganz einfach wieder die Aussagen Ihrer Anti-EU-Separatisten-Sekte aus youtube und Wikipedia wieder und wollen mir weismachen, dass dies Indizien für die Errichtung quasi des 4. Reiches wären.

So ist es mit der Überwachung, dem angeblichen Demokratieabbau und der Militarisierung.
Mir scheint aber der Originalvertrag als Quelle wesentlich seriöser, als das Herumgesülze der Gegner, weil ich die Aussagen des Vertrages ganz sicher über die Fehlinterpretationen der Gegner stelle.

Ganz armselig argumentieren Sie mit der Entwaffnung der Bevölkerung:

Erstens ist ihre Quelle Nonsens und zweitens würde ich eine Entwaffnung der Bevölkerung sehr begrüßen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: hmv
08.11.2009 10:44
0 0

Re: Re: Re: Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

genau, der originalvertrag!
der überhaupt nicht (absichtlich, wie viele experten beteuern) kompliziert gehalten ist und nie verändert werden kann!
weil wenn im vertrag drinsteht, dass die eu gut is - dann is die eu auch gut, so schauts aus!
das was am papier steht ist das einzige was für fritz gültigkeit hat, egal was passiert, egal wie viele gegenteiligen fälle man aus dem realen leben aufführt, das ist doch alles propaganda, weil das steht nirgends im vertrag!
sie tun mir wirklich leid!
bevor ich unsere unterhaltung aufgrund ihres unausstehlichen aufbrausenden charakters wieder beende, weil mir dafür die zeit zu schade ist, möchte ich noch eines wissen:
ich wusste, dass sie für eine entw.affnung der menschen sind, je mehr freiheitsbeschneidungen umso besser, passt gut zu ihrem bild das sie bisher abliefern!
aber sagen sie mir doch: warum sind sie für eine entw.affnung?
bestimmt "weil sich so viele menschen damit umbringen" - was sonst?
und in österreich sterben ja wirklich immens viele leute jede woche infolge von schussw.echseln, ich weiß...
aber wenn alle schussw.affen weg sind: was machen sie mit den messern?
und wenn alle messer weg sind: was machen sie mit den steinen?
ich warte auf einen weiteren erbärmlichen kommentar.

Fritz
08.11.2009 11:36
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: diese eu-fanatiker erinnern mich doch an etwas

Wenn ich einen Vertrag abschließe, dann gehe ich einmal davon aus, dass jeder Vertragspartner diesen auch nach dem Inhalt nach erfüllen will. Sie und Ihre Geistesgenossen beginnen sofort in diesen Vertrag alles mögliche hinein zu interpretieren, auch mit den allerdümmsten Methoden, siehe Todesstrafe!
Aus dem "realen Leben" haben Sie und Ihre Geistesgenossen noch kein einziges reales Beispiel liefern können, das Ihre faulen Unterstellungen auch nur annähernd beweist. Sie versteigen sich sogar zu einem Vergleich mit dem 3. Reich und das ist der Gipfelpunkt der Erbärmlichkeit.
Aber am allerdümmsten ist Ihre Argumentation mit der Entwaffnung.

Wenn ich Dummheit als Dummheit bezeichne und Sie glauben, dass ich aufbrausend bin, dann bitte schön bin ich aufbrausend.
Lieber aufbrausend als Urheber bodenlos dummer Interpretationen und Unterstellungen zu sein!

Antworten Gast: hmv
06.11.2009 21:40
0 0

na bitte geht doch, keiner kann sagen, die pressezensur wäre besonders gemein.


Gast: Pro-EU
04.11.2009 22:52
3 1

Heute ist ein guter Tag

für alle Bürger Europas- und ein schlechter für die Propaganda-vergifteten EU-Skeptiker.

Lang lebe Europa !!!

Gast: gast
04.11.2009 19:23
3 1

An den ganzen "EU-kritischen" Kommentaren merkt man, wer eigentlich die wirklich Dämlichen und Manipulierten sind.

Zuerst kommen die Vertragsgegner mit dumpfen Parolen an, und wenn man nachzuhaken beginnt, reagieren sie mit Schweigen, beleidigten Anfeindungen ("du bist dumm"), bekifften Verschwörungstheorien ("bezahlter Praktikant"), oder - wenn sie sich wirklich in die Ecke gedrängt fühlen - sie "verweisen" auf unseriöse Quellen ("ich habe das in diesen Youtube-Video gesehen...").

Konkrete Argumente gegen den Vertrag von Lissabon (dumpfe Parolen bzw. regelrechte Lügen zählen nicht) lieferte keiner der EU-"Kritiker".

Nicht einer.

Soviel dazu.

:-)

Antworten Gast: Anonymus
04.11.2009 20:05
2 2

Re: An den ganzen

Na dann schreite voran "gast" und erzähle allen verblendeten EU-Kritikern von den Segnungen dieses neuen Vertrages.

Bitte en detail (mit Angabe der jeweiligen Passagen im Vertrag =Seitennummer) und keine marktschreierischen Parolen.

Alles klar?

Antworten Antworten Gast: gast
05.11.2009 09:17
0 1

Der EU-Gegner: Stets mit zweierlei Maß messend.

(Man beachte, daß "Anonymus" derlei Fleiß und Rechercheaufwand von den EU-Gegnern nicht verlangt.)

Gast: schlechter journalismus hier
04.11.2009 17:43
1 0

wiedermal wird ein wichtiges detail übersehen

der vertrag ist bisher NICHT ratifiziert

aktuell liegen nur 26 der 27 ratifikationsurkunden in Rom, nur wenn alle gleichzeitig dortliegen ist der vertrag angenommen, die unterschrift ändern erstmal garnichts solange das dokument nicht in rom eintrifft

gruß

Fritz
05.11.2009 10:36
0 0

Re: wiedermal wird ein wichtiges detail übersehen

Haarspalterei, selbst die italienische Post ist dazu in der Lage, die Urkunde nach Rom zu liefern.

Gast: Georg8
04.11.2009 16:14
1 5

< EU > < nein danke >

Und diese schlecht bezahlten praktikanten oder sehr dummen menschen, die hier, die EU hochleben versuchen, sei gesagt, informationen nicht von den massenmedien zu beziehen und einmal wieder die masse in euren kopf einzuschalten (soweit vorhanden), um euch wirklich eine meinung zu bilden!

Es gibt keine EU hasser sonder nur EU kritiker, denn einen hass kann man nur auf etwas haben, wenn der dann auch berechtigt ist ( ich könnte nie auf eine person zB ein hass haben die mir in keiner weise was schlechtes angetan hat )

und da kommts jetzt...

Wenn es EU hasser gibt dann muss die EU ihnen (bürger) schlechtes angetan haben, da aber die EU ja nur toll ist kann es keine EU hasser geben!?


Antworten Gast: gast
04.11.2009 18:36
4 0

Georg8: Ein typischer EU-Hasser.

Die EU-Hasser sind wirklich alle gleich.

Wie gleichgeschaltene Roboter.

Sobald jemand sich für die EU oder den Vertrag von Lissabon ausspricht, ist er ein böser "Praktikant" oder sonstwie bezahlt, oder ein "dummer Mensch".

Schlau sind in ihrem Hirn nur die EU-Gegner.

"Es gibt keine EU hasser sonder nur EU kritiker, denn einen hass kann man nur auf etwas haben, wenn der dann auch berechtigt ist "

Diesen Blödsinn muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Gast: Anonymus
04.11.2009 14:36
0 7

HURRA

jetzt ist es endlich geschafft. Ein Vertrag den kaum jemand gelesen (und auch verstanden) und über dessen weitreichende Konsequenzen kaum jemand ernsthaft diskutiert hat, bestimmt ab nun das Leben von 500Mio. Bürgern.

Die EU wird ab jetzt demokratischer und transparenter. Das wirft immer noch einige Fragen auf.

Bedeutet das jetzt, daß die EU bis dato nicht wirklich demokratisch war?
Österreich - als Demokratie - ist also einem nichtdemokratischen Völkerbund beigetreten?
Wie kann eine Gemeinschaft, deren (Gründungs)-Mitglieder als Demokratien angesehen werden, nicht- bzw. geringdemokratisch sein? Besser, wieso konnten ausgewiesene Demokratiespezialisten keine demokratische Basis schaffen?
Wieso hat die - demokratisch nicht legitimierte - Kommission (Exekutive) das alleinige Initiativrecht?
Wieso werden die Richter des EuGH (=höchste richterliche Instanz für alle Europäer) von den Regierungen der Einzelstaaten auf 6 Jahre bestimmt (mit der Möglichkeit dies auf weitere 6 Jahre zu verlängern)? Die Exekutive ernennt die Judikative, mit dem Druckmittel ein wunderbares Versorgungspöstchen zu verlieren. Wahnsinnig demokratisch.
Wieso können immer noch Gesetzgebungsakte, im Rahmen eines besonderen Gesetzgebungsverfahrens, am EU-Parlament vorbei beschlossen werden?

Ist es jetzt verpflichtend sich als Lobbygruppe (inkl. Auftraggeber) zu registrieren?
Muss die Einflussnahme der Lobbygruppen nun öffentlich bekannt gemacht werden?


Fritz
04.11.2009 15:45
0 1

Re: HURRA

Haben Sie jemals das Österr. Bundesverfassungsgesetz oder über die Neutraltät gelesen? Sicher nicht!

Ganz sicher nicht haben Sie den Vertrag von Lissabon gelesen, sonst könnten Sie nicht einen derartigen Unsinn verbreiten!

Antworten Antworten Gast: Anonymus
04.11.2009 18:23
0 0

Re: Re: HURRA

Hallo Fritz,

wieder mal ein Schnellschuss - ohne Nachdenken - oder?

Wie wär's wenn Sie dem geneigten Publikum mal den Zusammenhang zwischen meinen Fragen und Ihren Anschuldigungen erklären würden!

Immer wieder ein Genuss Ihren aus dem Zusammenhang gerissenen Auswurf zu lesen.

Fritz
05.11.2009 10:33
0 1

Re: Re: Re: HURRA

Wie kann ich zusammenhangloses Geschreibsel aus dem Zusammenhang reissen?

"Ein Vertrag den kaum jemand gelesen (und auch verstanden) und über dessen weitreichende Konsequenzen kaum jemand ernsthaft diskutiert hat, bestimmt ab nun das Leben von 500Mio. Bürgern."

Auf diese Behauptung hätte ich gerne eine Antwort gehört!

Der Rest, den Sie geschrieben haben und der nicht im Zusammenhang mit anfänglichen behauptung steht, ist bla, bla, bla.
Aus der Aussage:
"Die EU wird ab jetzt demokratischer und transparenter." ableiten zu wollen, dass eben die EU bis jetzt NICHT DEMOKRATISCH genug war, ist Unsinn, weil es kein perfektes System gibt und man auch in den allerdemokratischsten Ländern über Verbesserungen nachdenkt.
Wieder mal ein Fehlschuss - ohne Nachdenken - oder?

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
04.11.2009 19:27
0 0

Re: Re: Re: HURRA

Warum weichen Sie der Frage von Fritz aus?

Und aus welchem Zusammenhang ist die Frage denn gerissen?

Antworten Gast: miehe
04.11.2009 15:34
1 0

Re: HURRA

Wie wärs mit einem "Pro-Demokratie" Volksbegehren (Dank Lissabon Vertrag EU-weit möglich) bei dem auf diese Punkte eingegangen wird und realistische Änderungen gefordert werden?
(Ernst gemeint)

Denke dass hier einmal EU-Befürworter und Skeptiker zusammenwirken könnten- denn eine bessere Gewaltenteilung, demokratisch legitimierte Kommission usw ist im Interesse aller (außer für jene, die die EU so schnell wie möglich scheitern sehen wollen)

Antworten Antworten Gast: Anonymus
04.11.2009 18:54
0 0

Re: Re: HURRA

Hallo,

das wär eine gute Idee. Aber der Vertrag besagt nun in Artikel 11 Vertrag über die Europäische Union:

"Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine Million betragen und bei denen es sich um Staatsangehörige einer erheblichen Anzahl von Mitgliedstaaten handeln muss, können die Initiative ergreifen und die Europäische Kommission auffordern, im Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verträge umzusetzen."

Da steht nichts von verpflichtet die Kommission sondern nur auffordern und auch nur dann wenn es hilft die Verträge umzusetzen. Wenn also das Volksbegehren gegen die Verträge steht war es das.
Auserdem muss die Zahl der Mitgliedsstaaten "erheblich" sein. Geht's noch schwammiger?

Tja, und es ist nicht mal sicher ob das Begehren überhaupt anerkannt wird -->

Artikel 24 des VERTRAGS ÜBER DIE ARBEITSWEISE DER EUROPÄISCHEN UNION

"Die Bestimmungen über die Verfahren und Bedingungen, die für eine Bürgerinitiative im Sinne des Artikels 11 des Vertrags über die Europäische Union gelten, einschließlich der Mindestzahl der Mitgliedstaaten, aus denen die Bürgerinnen und Bürger, die diese Initiative ergreifen, kommen müssen, werden vom Europäischen Parlament und vom Rat gemäß dem ordentlichen Gesetz-gebungsverfahren durch Verordnungen festgelegt."

Welch eine Verarsche!!!

Fritz
05.11.2009 18:33
0 1

Re: Re: Re: HURRA

Es ist imme wieder lustig anzusehen, mit welchen Mitteln die EU-Mini-Separatisten versuchen die EU in Frage zu stellen. Eine Methode ist die hier von "Anonymus" praktizierte:
Man nehme einen EU-Gesetzestext und leite aus der schwierigen Lesbarkeit die Unterstellung ab, dass dieser Text ja nur zum Schein geschrieben wurde und dass die wirklichen Absichten ganz andere wären.
So hier in diesem Fall, wo Anonymus die Bestimmungen über eine europäische Volksabstimmung "zerreisst".
Zum Beispiel kritisiert er:
"...zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verträge umzusetzen."
No na! Was soll anderes begehrt werden? Dass ein europäisches Volksbegehren allein die Umsetzung der Verträge zum Inhalt haben kann ist ja wohl klar.
Was würde Anonymus sagen, wenn man mitttels EUROPÄISCHEN Volksbegehren möglicherweise ÖSTERREICHISCHE oder DEUTSCHE Gesetze umsetzen und beeinflussen könnte? Anonymus würde als Erster wiede herumpöbeln, dass sich die EU in österr. oder deutsche Gesetze einmische.
Er kritisiert weiter:
"Da steht nichts von verpflichtet die Kommission sondern nur auffordern ..."

Das ist ihm zu schwammig! In Österreich liest sich das ganz anders:
"so hat die Bundeswahlbehörde das Volksbegehren samt Begründung ... dem Nationalrat zur Behandlung vorzulegen."

Also "Aufforderung" ist EU-schwammig, hingegen "zur Behandlung vorlegen" ist österreichisch klar.

Gast: GAST
04.11.2009 14:12
0 7

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