21.11.2009 14:54 | Meine Presse Merkliste0

EU: Neumitglied Kroatien soll 3,5 Mrd. Euro bekommen

08.11.2009 | 10:13 |   (DiePresse.com)

Kroatien dürfte ab Anfang 2012 EU-Mitglied sein. In den ersten beiden Jahren nach dem Beitritt will die EU ordentlich in die Schaffung von Arbeitsplätzen investieren.

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Erstmals sickern Details über die finanziellen Auswirkungen des EU-Beitritts von Kroatien durch. Wie die Zagreber Tageszeitung "Jutarnji list" am Wochenende berichtet, wird die Europäische Union in den ersten beiden Jahren nach dem EU-Beitritt Kroatiens 3,5 Mrd. Euro für das Neumitglied bereitstellen. Das Blatt beruft sich dabei auf das von der EU-Kommission ausgearbeitete Finanzpaket, dem aber noch die Mitgliedsstaaten und Kroatien selbst zustimmen müssen.

Schaffung von Arbeitsplätzen Priorität


2,4 Mrd. Euro sollen auf Strukturhilfen für rückständige Regionen und Branchen entfallen, wobei der Schwerpunkt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen gelegt werden soll. Knapp 700 Millionen Euro gehen in den Agrarsektor, wobei das vor der großen EU-Erweiterung ausgearbeitete Stufenmodell zur Anwendung kommt. Demnach erhalten die kroatischen Bauern im ersten Jahr nur Hilfen in Höhe von 25 Prozent des Niveaus in den EU-Altmitgliedern. Agrarzahlungen in voller Höhe gibt es erst zehn Jahre nach dem EU-Beitritt.

Minenräumung in den Kriegsgebieten


Die kroatischen Fischer, die wegen des Streits um die Seegrenze mit Slowenien derzeit zu den größten Europaskeptikern im Land zählen, werden 43 Millionen Euro aus Brüssel bekommen. Für die Grenzsicherung in Vorbereitung auf den Schengen-Beitritt Kroatiens erhält Zagreb 120 Millionen Euro, und auch die Minenräumung in den Kriegsgebieten wird von der Europäischen Union mitfinanziert.

Können Fördergelder abgerufen werden?


Im kroatischen EU-Verhandlungsteam wurden die genannten Zahlen gegenüber "Jutarnji list" bestätigt. "Die EU wird uns vermutlich die genannten Beträge zur Verfügung stellen", sagte ein Mitglied des Verhandlungsteams. Die Gewährsperson fügte aber hinzu, dass Kroatien einen noch nicht genau zu bestimmenden Betrag ins EU-Budget einzahlen wird müssen (abhängig vom Steueraufkommen und der Wirtschaftskraft Kroatiens, die derzeit 63 Prozent des EU-Durchschnitts beträgt, Anm.), und es ist auch nicht abzuschätzen, in welchem Ausmaß die zur Verfügung gestellten EU-Fördergelder tatsächlich abgerufen werden können. Bei den Regionalförderungen ist für die meisten Projekte eine Kofinanzierung des Mitgliedsstaates erforderlich.

Beitritt erst 2012


Mit der Einigung im Grenzstreit mit Slowenien ist diese Woche das bisher größte Hindernis auf dem Weg Kroatiens in die Europäische Union aus dem Weg geräumt worden. Ljubljana und Zagreb vereinbarten, ihren seit 18 Jahren ungelösten Konflikt einem internationalen Schiedsrichtergremium zu übertragen. Wegen des Streits waren die Beitrittsverhandlungen zwischen Dezember des vergangenen Jahres und Oktober blockiert. Die EU-Kommission rechnet mit einem Abschluss der Beitrittsverhandlungen im kommenden Jahr. Wegen der danach erforderlichen langwierigen Ratifizierung des Beitrittsvertrags durch die Parlamente aller 27 EU-Staaten dürfte der eigentliche Beitritt Kroatiens erst Anfang 2012 erfolgen.

(APA)

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19 Kommentare
Gast: cani
11.11.2009 16:06
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türkei braucht kein geld von eu

türkei ist ein wirtschaftlich bomende land.in europa 4 platz.türkei braucht kein eu wirtschaftlich zu entwickeln wir wollen nur die antwort kriegen ob des eu ein kulturelle und wirtschaftliche vereinigung ist oder christliche vereinigung.wir wollen nur die wirkliche gesicht von eu sehen.

Gast: hal
09.11.2009 10:05
0 0

diese 3.5 miliarden sind KEINE NETTO zahlen

Nach der selben rechnung der EU (die natürlich nicht so gern in oessterreich publiziert wird) müsst kroatien im ersten jahr 609 milrd und im zweiten 647 mlrd ins EU budget einzahlen.
Also netto einnahme kroatiens bliebt dan also um die 2.3 mlrd.
die tatsächliche summe wird wahrschenilich kleiner sein weil es sich dabei um maximal-zahlen handelt

Alfie
09.11.2009 00:38
0 0

Guter Deal

Gemessen an den Beitraegen aller Nettozahler zum EU Budget ist der Anteil von Oesterreich etwa 1.5% (Zahlen 2005).

Das waeren also rund 53 Mio. Euro, die von 'oesterreichischem' Geld nach Kroatien gehen. Mit EU-Geld unterstuetzte Projekte muessen vom Staat 1:1 kofinanziert werden - es werden dadurch also im besten Falle 7 Mrd. Euro investiert.

Kroatien bezieht etwa 6% - also ueberdurchschnittlich viel - seiner Importe aus Oesterreich. Gleichzeitig sind unsere Banken, Telekom Unternehmen und viele kleinere Betriebe in Kroatien erflogreich taetig.

Man kann sich also einen kraeftigen Rueckfluss in die oesterreichische Wirtschaft erwarten, der weit ueber den 53 Mio. Euro liegt.

Antworten Gast: Gast
09.11.2009 07:19
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Re: Guter Deal

Träumer!
Die gesamte Erweiterung war für den einzelnen Bürger angefangen vom Geld bis zur Sicherheit ein Verlustgeschäft und wird es weiter bleiben! Und selbst die Banken - na wissen eh.....

Gast: Franz V.
08.11.2009 21:55
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Zerfall der EU

Das wird en Zerfall der EU beschleuinigen und das ist gut so. Dann ist der Spuck bald vorbei.

Antworten Gast: Tester
09.11.2009 10:14
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Re: Zerfall der EU

Ja die ewrig Gestrigen sterben nicht aus..
Die EU als Chance zu sehen fällt einigen sehr schwer....

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Balkan

Als Beitrittskriterium sollte gelten, dass nur stabile (finanziell wie politisch) in der EU aufgenommen werden. Bei denen will man Arbeitsplätze schaffen (damit sie da bleiben und weil sie preisgünstiger arbeiten?), damit sie bei uns abgebaut werden können. Es ist von mir kein Futterneid, sollen sie ruhig alle an unseren Trog. Den Politikern geht es nämlich wie mir: in spätestens 10 Jahren sind wir he, und nach uns die Sintflut!

Gast: hal
08.11.2009 14:54
0 0

was es in kro zu holen gibt

italien zb kassiert jedes jahr mehr als 300 mio € in fisch aus der kro. hälfte der adria.
als kro dann nicht mehr wollte hat sich die ganze EU hinter ita gestellt.
die hälfte des gases aus den nordadriatischen bohrinseln geht nach ita.
oesterreich will beim geplanten flüsiggas terminal bei rijeka gross mitmachen.
oesterreichische banken verleihen in kro geld mit mindestens den doppelten zinsen wie in österreich
kro. geschäfte sind mit ita, oes, deu produkten überhäuft.

wer porfitieren will muss eben auch mal riskieren.

auserdem kann ein neumitglied entwicklungsgeld beziehen nur solange sein BIP unter dem EU durchschnitt (und nicht dem BIP von oes oder deu) liegt

wenn man sich mal ansieht wieviele milliarden griechenland portugal und spanien bis jetzt (und auch wieterhin) kassieren, sind die summen für die neuen mitglieder einfach lächerlich.

Gast: Gast
08.11.2009 14:54
0 2

"Schaffung von Arbeitsplätzen Priorität"

Überall, nur nicht bei den Einheimischen.

Das sind die Prioritäten unserer Volksverräter.

Hier werden wieder einmal die Milliarden verschenkt, die wir gar nicht haben.

2 0

"Wer zahlt, schafft an."

In der EU ist das umgekehrt.

gentax
08.11.2009 13:27
1 0

Ein guter Schritt.

Ganz im Gegenteil zum EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens.
Es ist mir noch immer rätselhaft, warum diese zwei Staaten in die EU aufgenommen wurden. Das ist vermutlich das dreckige Spiel der Politik. Aber nun sieht man die Fehler des Vorgehens - aber vermutlich zu spät. Zu einem Ausschluss wird es nicht kommen - das ist zwar in der Theorie möglich, aber in der Praxis wird es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht vorkommen.

Antworten Gast: leser
12.11.2009 09:41
0 0

Re: Ein guter Schritt.

Es stimmt, dass Kroatien mit Miliardenhilfe von Österreich, Italien und Deutschland eine stabile Wirtschaft geschaft hatte. Das Problem in Bulgarien und Romänien ist, dass wir auf dem Balkan unter den negative Umstände der Balkankrieg viele Jahre gelitten haben. Niemand wollte in die alte aber funktionierte reale Wirtschaft in den beinden Ländern investieren. Im Laufe der letzten 20 Jahren gab es keine Interesse daran. Jetz alle werfen vor, dass die beide Länder die korrupteste in Europa sind. Das sind die Konseqenzen eine vollig unsinige und falsche Politik der EU, die über die Jahre hinweg, betrachtete Bulg. und Rom. ala Sovietische Satelitte.

Gast: Caeesar
08.11.2009 12:01
0 1

Warum immer Balkan?

was gibt in Balkan? nur kriege, armut und schwerigheit. warum braucht EU Kroatien? was gibt dort? meer, strand,hotel und ? Unser geld fliegt wieder !

Antworten Gast: Sepp
08.11.2009 12:42
1 0

Re: Warum immer Balkan?

Slowenien ist eher eine Erfolgsgeschichte in der EU, natürlich brauchts Unterstützung, aber die Entwicklung ist toll. Kroatien wird sich mit etwas Hilfe auch toll entwickeln...übrigens, was gibts in Österreich außer Berge, Skigebiete, Hotel ahaja CEE/SEE Geschäft und viel Mittelständler so wie in Slowenien und bald auch Kroatien ....

Antworten Antworten Gast: gepoppter
09.11.2009 09:01
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Re: Re: Warum immer Balkan?

Sepperl, Sepperl. Bevor Du wieder schreibst trink keinen Enzian. Er tut Dir nicht gut.

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Re: Re: Warum immer Balkan?

"was gibts in Österreich"

MAGNA ,VOEST , DO&CO, STRABAG ,

und ein paar Banken darf es auch schon geben.

Leo Naphta
08.11.2009 10:39
0 0

Und wie viel bekommt die Türkei?

3,5 Mrd. für Kroatien.

Man kann sich leicht ausrechnen, wie viel erst die Türkei bekommt. Was ja auch der Grund dafür ist, dass dieses kleinasiatische Land so mit Vehemenz in die EU drängt.

Antworten Gast: memo
08.11.2009 19:47
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Re: Und wie viel bekommt die Türkei?

Warum juckts sie das!!!?? wenn um Türkei handelt mit berichte würde ich sie versthen!! aber über Türkei Wirts ja nicht geredet geö!?! Mannmuss irgendwo sein Senf abgeben!!!!! ihr habt die gaz wien und viles mit fördegeld von EU,finansirt!!!!

koko
08.11.2009 15:45
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Re: Und wie viel bekommt die Türkei?

Die Türken bekommen jetzt schon Unsummen, obwohl die noch nicht Mitglied sind. Die EU-Kommission unterstützt bis 2010 die Entwicklung der Türkei durch das IPA Programm mit etwa 2,1 Milliarden Euro! Sollten die wirklich mal Mitglied werden, was hoffentlich nie geschieht, wirds um einiges mehr sein.

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