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EU-Außenminister: Britischer Außenminister sagt ab

08.11.2009 | 19:52 |   (DiePresse.com)

David Miliband will lieber in der britischen Politik bleiben. Neuer Favorit für das wichtige EU-Amt ist der Italiener D'Alema. Auch die Chancen für Ex-Kanzler Gusenbauer sind gestiegen.

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Der britische Außenminister David Miliband, bisheriger Favorit bei den europäischen Sozialdemokraten für den Job des Hohen EU-Beauftragten für die Außenpolitik, hat nach Informationen der Tageszeitung "Standard" am Sonntag abgesagt. In einem Gespräch mit SPE-Chef Poul Nyrup Rasmussen begründete der Labour-Politiker seine Absage damit, dass er in der britischen Politik bleiben wolle, berichtete das Blatt.

Wenige Tage vor einem EU-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel, bei dem über die Besetzung des neuen Präsidenten des Europäischen Rates und des neuen "EU-Außenministers" entschieden werden soll, wird jetzt der frühere italienische Außenminister Massimo d'Alema als Favorit gehandelt. Dem Vernehmen nach wäre der konservative Premierminister Silvio Berlusconi mit der Nominierung d'Alemas einverstanden, obwohl dieser ein Ex-Kommunist sei.

Bei den osteuropäischen Staaten gibt es jedoch starke Widerstände gegen d'Alema. Damit steigen die Chancen von Ex-Kanzler und Ex-SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, der nach Angaben von EU-Diplomaten gleichfalls auf der "Wunschliste" der Sozialdemokraten für den Posten des EU-Außenbeauftragten steht.

Ratspräsident: Schüssel im Rennen

Für das Amt des EU-Ratspräsidenten gilt der belgische Ministerpräsident Herman van Rompuy als Favorit. Der flämische Christdemokrat ist 62 Jahre alt. Außenseiterchancen hat internationalen Medienberichten zufolge auch Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), dem ein gutes Verhältnis zur deutschen Regierungschefin Angela Merkel attestiert wird, doch hängt ihm in vielen europäischen Staaten immer noch die als "Tabubruch" kritisierte Regierungsbeteiligung der FPÖ im Jahr 2000 nach.

Vorentscheidung am Montag

Die EU will wahrscheinlich auf einem Sondergipfel in der kommenden Woche ihre Personalfragen klären, eine Vorentscheidung wird am Rand der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am Montag in Berlin erwartet, an denen auch zahlreiche EU-Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bildet zusammen mit seinem spanischen Amtskollegen Jose Luis Rodriguez Zapatero und dem Vorsitzenden der Europäischen Sozialdemokraten (SPE), Poul Nyrup Rasmussen das SPE-Verhandlungsteam zu diesen Personalfragen. Ihr Gegenüber aufseiten der Europäischen Volkspartei (EVP) sind EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.

(Ag. )

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5 Kommentare
Gast: ABK
09.11.2009 11:06
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Der eine küsste den Boden im Breschnjev Moskau

der andere besuchte den zweijährigen Kaderkurs in Moskau (zusammen mit dem Bundesgeschäftsführer Bartsch von von der PDSSED) So feiert die derzeitige EU-Nomenklatura den Mauerfall! Bei dem gebürtigen Polen Milliband war nur der Vater erklärter Marxist, das wäre zuwenig!

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Erbärmliches Postengeschachere

Wenn man sich dieses erbärmliche Postengeschachere ansieht, wird die EU gleich wieder richtig aufgewertet. Statt der "besten" Kandidaten aus allen Mitgliedsländern geht es natürlich wieder einmal um Prestige und vermeintlichen Einfluss. Die Politiker sind doch irgendwie überall gleich (schlecht).

Man muss Miliband masochistische Tendenzen unterstellen, wenn er wirklich in der britischen Politik bleiben will, denn für Labour wird da auf viele Jahre hinaus nichts mehr zu holen sein. Noch ein wenig taktieren um den Zeitpunkt der Wahlen und dann heisst es Abschied nehmen für mindestens 12 Jahre. Vielleicht befürchtet er ja auch einfach, mit "Teflon Tony" in einem Team arbeiten zu müssen, obwohl der doch schon gar nicht mehr im Rennen zu sein scheint. Die Wahrheit wird eher in der Geringschätzung Europas liegen, er wird sich einfach noch zu jung fühlen, um nach Brüssel abgeschoben zu werden.

Apropos abschieben. D'Alema ist dermaßen farb-, konzept- und erfolglos in Italien, dass Herr Gusenbauer sich schon ein bisserl dagegen verwahren sollte, D'Alema als Konkurrenten für ihn zu handeln. Eineinhalb Jahre Ministerpräsident als Nachfolger Prodis und zwei Jahre Aussenminister unter Prodi sind schon alles was der Italiener zu bieten hat. Zuhause bestenfalls verhöhnt, hat der Immer-noch-Kommunist (PDS) nicht viel zu bieten.

Meine Idealvorstellung wäre ein vielsprachiger Poilitker mit sehr viel Europaerfahrung. Und da gibt es nur einen auf meiner Rechnung: den Luxemburger Juncker.

Gast: Guso
09.11.2009 07:49
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Er hat ja immer als unterschätzt gegolten.

Bundeskanzler wurde er aber, weil er überschätzt wurde. Gusenbauer kann eines nicht: mit den Menschen. Er ist vom Zuschnitt her eine rote Plassnik. Wenn er etwas weniger willfähriger Partner der Mächtigen ist als Plassnik, etwas mehr Gestaltungswillen beweist, könnte das Format des Amtes ihm besser liegen als das des Kanzlers.

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Kommunist? egal, hauptsache ein Italiener

Österreich: nur der das letzte Ausgendinge, wenn wir schon jemand schicken müssen! Einen guten Mann für einen guten Posten sind sich unsere Wadlbeisser und Haxlsteller viel zu neid! Wo ist denn der gegen die Wähler bevorzugte Strasser hingekommen? Seit er das Salär bezieht ist es mucksmäuschen still geworden!

jopc
08.11.2009 20:38
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na einen minister gusenbauer werden die österreicher aber sicher erfolgreich hintertreiben

anders wäre es keine fortsetzung der kanzlerära gusenbauers.