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EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen

21.11.2009 | 14:54 |  von Regina Pöll (Die Presse)

Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.

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Brüssel. Wolfgang Schüssel hatte durchaus Chancen, der neue Ratspräsident der EU zu werden. Noch am Montag sind die Vertreter Dänemarks und mehrerer osteuropäischer Staaten hinter ihm gestanden, wie jetzt in EU-Kreisen bekannt wurde. Sie sollen für Schüssel gewesen sein, weil er viel Regierungserfahrung hat und den EU-Vorsitz 2006 souverän führte. Die Nachbarländer schätzen seinen Einsatz für den Osten. Doch beim EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel wählten die Staats- und Regierungschefs in einer Art Minimalkonsens den belgischen Premier Herman Van Rompuy zum Ratspräsidenten, neue „EU-Außenministerin“ wurde die Britin Catherine Asthon. Beide sind international kaum vernetzt und wenig bekannt.

Dabei hätte als „EU-Außenministerin“ auch Ex-Ministerin Ursula Plassnik (ÖVP) bis kurz vor dem Gipfel Chancen gehabt, wie es heißt. Dann nämlich, wenn doch die Christdemokraten den „Außenminister“ gestellt hätten und die Sozialdemokraten dafür den Ratspräsidenten. Der bisherige „Hohe Vertreter“, Javier Solana, hat sich dem Vernehmen nach sogar besorgt erkundigt, an welche Adresse man Plassnik denn die Jobunterlagen für den „Außenminister“ schicken könne, sollte es mit dem Posten für sie ernst werden.

Der Einsatz für die Österreicher war offenbar nicht groß genug, aus Frankreich etwa gab es Widerstände gegen Schüssel, weil er im Jahr 2000 die Haider-FPÖ in die Regierung geholt hatte.

Faymann sah „keine Chance“. SPÖ-Kanzler Werner Faymann hat die Besetzung der neuen EU-Jobs maßgeblich mitbestimmt. Mit dem dänischen Chef der EU-Sozialdemokraten, Poul Rasmussen, und dem Spanier José Zapatero bildete er ein Trio, das mit den EU-Christdemokraten das Personalpaket für den Gipfel vorbereitete.

„Der Kanzler war mit den sozialdemokratischen Kandidaten beschäftigt“, sagte eine Sprecherin des Kanzlers rückblickend der „Presse am Sonntag“. „Über die Kandidaten Plassnik und Schüssel hat er ehrlich nichts gehört, weder auf sozialdemokratischer noch auf Regierungsebene.“ Der Kanzler sei für die beiden nicht in die Offensive gegangen, weil er „keine Chance für sie“ gesehen habe.

Nicht einmal für seinen Vorgänger Alfred Gusenbauer als „Außenminister“ warf sich Faymann ins Zeug, obwohl dieser im Kreis der EU-Sozialdemokraten für seine EU-Kompetenz geschätzt wird. „Gusenbauer war in den höheren Kreisen nie wirklich im Gespräch“, so Faymanns Sprecherin: „Nicht bei Zapatero, Rasmussen, Brown oder Merkel.“

("Presse am Sonntag", Print-Ausgabe, 22.11.2009)

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130 Kommentare
 
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NeroRosso
23.11.2009 09:46
0 0

Der Oster ist nicht die EU

Die Nettozahler sind im Westen und es gilt auch hier:

Wer zahlt schafft an!

derpradler
22.11.2009 19:52
0 0

Damit tut Faymann

der EU einen gewaltigen Gefallen. Dort l
laufen schon so viele Blingänger herum, daß Schüssel zwar gut dazu gepaßt hätte, als Österreicher aber damit für unser Land nur eine neuerliche Belastung gewesen wäre.

ma2412
22.11.2009 18:49
0 0

aufruf zur spende für ein hörgerät

eine der vielen banken, die seitens des staatshäuptlings unterstützung gefunden haben sollten den anstand haben und ein spendenkonto einzurichten!!!

spendenkonto - hörgerät für den staatshäuptling

Gast: Eco
22.11.2009 16:33
0 0

Nonses

Was soll der Schwachsinn, Plastik-Schüssel wären bis zu letzt im Rennen gewesen.
Mit 0,1-%iger Chance.

Das war deren persönliches Wunschdenken. Sonst nichts.

Gast: Suppenküche
22.11.2009 13:12
0 0

Zum Vergessen


Frankreich hat nicht vergessen, dass Schüssel Haider in die Regierung holte, um Kanzler zu werden. Als Kanzler und EU Vorsitzender setzte er sich – wie bereits Außenminister Mock - für die Integrierung der Oststaaten ein. Diese haben ihn als einen großen Fürsprecher nicht vergessen.
Schüssel hatte seine ehemalige Kabinettschefin Plassnik nicht vergessen.
Faymann hat seinen Vorgänger nicht vergessen, der noch immer große Schatten wirft.
Die Regierung hat vergessen, die österreichische Bevölkerung zur neuen EU Verfassung zu befragen, die diese Posten geschaffen hat.
..und im Endeffekt hat die EU auf alle drei österreichischen Kandidaten vergessen.

Das Gedächtnis der EU funktioniert, aber die einzelnen durchdachten Strategien sind nicht aufgegangen.

Antworten Gast: anonym
22.11.2009 14:41
0 1

Re: Zum Vergessen

Bitte sehen Sie sich das Prinzip der repraesentativen Demokratie an. Durch die Wahl der Regierungsparteien haben Sie indirekt den EU Vertrag gewaehlt.

Falls dieses System Ihnen nicht gefaellt, dann muessen Sie am inner-oesterreichischen Wahlsystem etwas aendern, fuer das Verfahren koennen Sie allerdings nicht die EU oder Parteien verantwortlich machen.

Gast: Gott Kupfer
22.11.2009 13:05
0 0

Faymann ist ein

kleiner Mann ...

Antworten Gast: Teufel Alu
22.11.2009 16:35
0 0

Re: Faymann ist ein

Ein Faymannderl halt.

Antworten Gast: gast22
22.11.2009 14:22
1 1

Re: Faymann ist ein

... kleiner Mann.

Stimmt, schon physisch:

http://kartenlegerin.files.wordpress.com/2009/02/stan-und-oli.jpg

... aber eben nicht nur physisch, leider.

Als stellvertretenden Direktor der Sparkasse Wulkaprodersdorf könnte ich mir Faymann hingegen durchaus vorstellen...

Gast: x.x.
22.11.2009 12:39
2 2

Türkei in die EU...

...wäre Frau Plassniks Grundtenor gewesen. Wie bereits als österreichische Außenministerin.

Antworten Gast: cyril84
23.11.2009 12:15
0 0

Re: Türkei in die EU...

STIMMT NICHT! Es war Plassnik, die Kriterien wie z.B. die Aufnahmefähigkeit der EU oder den offenen Ausgang in die Beitrittsverhandlungen hineinreklamiert hat.

2 4

Ich finde es schade

daß unserem Bundeskanzler die Internationale Wirkung Österreichs aus perfiden persönlichen Gründen egal ist (und er sogar blockiert).

Andererseits kann ich das Verhalten natürlich verstehen. Wer lässt schon gerne jemanden ans Ruder, der mehr Kompetenz hat als man selber... So dumm ist der Faymann nicht.

Gast: Niki
22.11.2009 12:22
2 1

für die Linken war Schwarz-Blau ein Tabubruch im Proporz

und so haben sie der Bevölkerung auch ständig eingebläut wie verwerflich die Schüsseltruppe ist und um die "EU-Sanktionen gegen Österreich" gebettelt. Wie man in diesem Forum sieht gibt es noch heute einige, die diese unglaubliche Verleumdungskampagne für bare Münze nehmen. Der Werner ist ein Paradebeispiel für einen "Linken", von kurzem Gedächtnis oder besser Falschheit geprägt...

Antworten Gast: Leider.Leider
22.11.2009 17:30
1 2

Re: für die Linken war Schwarz-Blau ein Tabubruch im Proporz

Der Werner ist vom Neid zerfressen, denn er wird nie die internationale Bedeutung erlangen, die Dr. Schüssel hat. Er ist ein roter Zwerg, der nicht das Ansehen Österreichs im Sinne hat, sondern er fühlt sich nur wichtig im Verhindern! Ich fürchte, er wird es auch nicht lernen, daß für bestimmte Ämter nur die besten Köpfe gewählt werden sollten.

Antworten Gast: gast
22.11.2009 14:11
0 0

Re: für die Linken war Schwarz-Blau ein Tabubruch im Proporz

ich bitte dich, der werner ist doch nicht links...

anna89
22.11.2009 10:35
1 1

Muppets

Besser die Muppets an der EU-Spitze - die Welt lacht sich dumm und bucklig - als Komeptenz.

Was Faymann da zeigt und wie er es kommunizieren lässt ist peinlich armselig. Österreich hatte in den letzten 30 Jahren keinen derart peilich klenikariert schwachen Bundeskanzler wqie Faymann.

Antworten Gast: frau holle
22.11.2009 12:45
2 0

Re: Muppets

egal wie man zu den parteien steht, aber für mich faymann in dieser situation einfach unmöglich und absolut egoistisch, kleinkarriert und inkompetent. hier geht es um österreich und nicht um parteihickhack und persönliche befindlichkeiten. da hilft auch das sonnenscheinlächeln nichts, wenn man kompetente personen wie frau plassnik keine chance gibt ist das eines regierungschefs unwürdig.

Antworten Antworten jan_svm
22.11.2009 14:05
2 2

Re: Re: Muppets

Liebe frau holle,
was haben sie sich erwartet?
1. Plassnik stand schon mal überhaupt nicht zur Debatte, da der Außenministerposten an die soziale Fraktion gehen sollte.
2. Schüssels Chancen waren genauso schlecht, da sich Frankreich und Deutschland über Rumpoy schon einig waren und es eigentlich nur die Frage zwischen Juncker und Rumpoy war.
3. Glauben Sie die EVP hätte sich von Faymann einen Kandidaten aufbinden lassen? Glauben Sie nur weil der gute alte Faymann daherkommt und sagt "Hey, der Schüssel ist ein guter, nehmt doch den" lassen die sich von ihrer Entscheidung beeinflussen? Die Konservativen werden über ihre eigenen Leute am besten Bescheid gewusst haben.

Dadurch resultiert dass Faymann allein beim Außenministerposten wirklich Einfluss für jemanden nehmen hätte können. Für diesen Posten war dann allerdings eine Frau vorgesehen, da sonst wieder ein rießen Aufschrei zu hören gewesen wäre. Fakt ist, dass keine österreichische Frau für den Außenministerposten zur Verfügung stand und somit Österreich leer ausging.

Das Einzige was man ihm vielleicht unterstellen kann, ist das er sich zu wenig für Gusenbauer eingesetzt hat, denn der hätte vielleicht die einzig richtigen Chancen gehabt.

Jetzt ein Hick Hack auf Faymann zu starten, ist grober Unfug. Zumindest bei dieser Angelegenheit tut man ihm Unrecht.

Gast: Denker
22.11.2009 10:01
3 9

Naja

Naja, wenn die Daenen den Schuessel unbedingt haben
wollen, sollen sie Ihn halt nehmen, uns geht er eh nicht ab :-)

Antworten Gast: Quit
22.11.2009 12:22
3 2

Re: Naja


Als Denker braucht man doch ein Hirn, nicht?

Antworten Antworten Gast: Denker
22.11.2009 13:26
1 0

Re: Re: Naja

wozu? Wer sich mit oesterreichischer Politik beschaeftigt braucht hoechsten einen guten Magen, sie wissen schon, man kann nicht soviel fressen wie man k.... moechte
:-(

Antworten Antworten Antworten Gast: Quit
22.11.2009 14:22
2 1

Re: Re: Re: Naja

Na ja dann wäre Magensäure besser als Denker!

Monica
22.11.2009 09:33
0 11

Charisma, Durchschlagskraft, soziale Verantwortung

Da kenn' ich in der SPÖ nur mehr einen und der heißt Haberzettl.

Staunton
22.11.2009 09:20
2 7

Man ist eher geneigt anzunehmen, dass die EU Schüssel und Plassnik...

...genauso wenig haben wollte, wie den doppelten EU-Beitrag, den die Schüssel-Regierung aus Angeberei der EU aufs Auge drücken wollte. Was aber sogar der EU bekanntlich zu viel war und zu einer Zwangsverringerung führte. Auch wenn dem Geldverschwender Schüssel (siehe auch Eurofighter) dabei die Tränen in den Augen gestanden haben dürften.

Außerdem brauchen wird die Schüssel-Fraktion dringend im Inland, damit wir nicht Ausgleichszahlungen für die deutschen Studenten bekommen, die unsere Unis überschwemmen. Und natürlich müssen auch weiterhin die inländischen Großpleitiers und Großversager vor Regreßforderungen der österreichischen Bevölkerung geschützt werden. Also genug für Schüssel & Co zu tun.

Und wenn es ein souveräne EU-Vorsitzführung war, dass Schüssel sich im Liebesrausch mit George W. Bush verkeilte, vor allem wegen des Irakkrieges, wegen der Entführung von EU-Bürgern, Guantanamo Bay, Abu Ghraib u. dgl., dann kann einem wirklich nur mehr vor der zukünftigen EU-Außenpolitik grausen.

Antworten Gast: Gast
22.11.2009 12:02
3 4

Re: Man ist eher geneigt anzunehmen, dass die EU Schüssel und Plassnik...

Schreiben Sie aus der Löwelstraße?

Es ist immer wieder erstaunlich, dass es heute noch Leute gibt, die es notwendig haben, auf dem Schüssel herumzuhacken. Der wird schon längst den Weg alles Irdischen gegangen sein, da werden Leute wie Sie, ihn noch immer für alles verantwortlich machen, was zufolge eurer absoluten Unfähigkeit nicht gelingen kann. Aber solange Leute wie Faymann, Bures und co, in der Regierung am Ruder sind, sorgen sie schön dafür, dass der untersten Mittelmäßigkeit genüge getan wird.

Antworten Antworten Staunton
22.11.2009 14:58
0 2

Also, dass man das Niveau der Regierung des Angebergroßmeisters Schüssel unterbieten könnte, halte ich für ein Gerücht

Wenn man da an seine handverlesenen Topversager denkt: Verunbildungsministerin Gehrer. Untätigkeitsspezialistin Rauch-Kallat. Konkurs- u. Arbeitslosen-Großproduzent Minister Bartenstein (in besten Wirtschaftszeiten wohlgemerkt!!!). Weiters wäre noch der Kommandeur der meist flugunfähigen und zum Teil nicht lieferbaren sündteuren Eurofighter und der nicht brauchbaren und unverkäuflichen Rostpanzer zu erwähnen, Minister Platter. Die von der ÖVP angekündigten Super-Gegengeschäfte dürften übrigens im Bermudadreieck auf Lager liegen. Auch der Fast-Nachfolger von Schüssel, Homepagebezieher, Meinjachtbesucher u. Beteiligter an dubiosen Finanzgeschäften, Minister Grasser, wird wohl eher im "Kriminal" landen als in Büchern über Finanzwirtschaft. Und Schüssels Vizekanzler Gorbach ("Austria too small for me"), war wohl auch nicht das Beste, auch wenn er kaum schlechter als Schüssel war. Und dann erst Justizministerin Gerstinger, die Justizanstalten und Gerichte an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Auch diese Perle wollte die ÖVP in ihre Reihen übernehmen. Und schließlich wäre auch noch auf die verantwortlichen Schüssel-ÖVP-Minister für Rekordkriminalität, Visaskandal und Rekordzahl an Schwarzfirmen und "Ausländern" im Land hinzuweisen.
Wolfi Schüssel hat die perfekteste negative Auslese geschafft.

 
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