26.05.2012 09:35 | Meine Presse Merkliste 0

Ratings unter Druck: Weitere Euro-Länder in Gefahr

26.01.2010 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Die Europäische Zentralbank fürchtet, dass nach dem "Präzedenzfall Griechenland" weitere Euro-Länder auf den Staatsbankrott zusteuern. Eine weitere Herabstufung von Länder-Ratings lässt sich nicht ausschließen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Hohe Staatsdefizite und ein massiver Anstieg der Schulden könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weitere Länderratings in der Euro-Zone in Gefahr bringen. Allein 13 von 16 Euro-Ländern stehen vor einem EU-Defizitverfahren und in mehreren Ländern sind sogar zweistellige Defizite zu erwarten.

Nach dem "Präzedenzfall Griechenlands" seien weitere Probleme absehbar, warnte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark am Dienstag in Frankfurt. "Eine weitere Herabstufung von Länder-Ratings und weitere negative Reaktionen der Finanzmärkte lassen sich nicht ausschließen."

Derzeit sorgt an den Märkten der Fall Griechenland für Aufsehen. Das Land war zuletzt von mehreren Ratingagenturen wegen seiner ausufernden Staatsschuld und einer kompletten Schieflage des Haushalts heruntergestuft worden. Damit verteuert sich die Refinanzierung des Staates erheblich. Die Regierung in Athen hat auf internationalen Druck hin ein umfangreiches Konsolidierungsprogramm angekündigt. Erst am Montag war es den Griechen gelungen, neue Staatsanleihen bei Investoren unterzubringen.

(Ag./Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

66 Kommentare
 
1 2
1 0

Verschuldet sind alle .............

........ die einen mehr und die anderen einbischen weniger. Und bevor man jetzt mit den Schuldzuweisungen beginnt, sollte man sich ansehen, in welcher Zeit damit begonnen wurde.
Politker/innen denken leider immer nur bis zur nächsten Wahl und die Wähler/innen sind um nichts besser:

http://tinyurl.com/62gecs

Ganz Grundsätzliches zum sog "Triple A"-*Symbol* (im dt. Sprachraum)...

...Ratingagenturen und Glaubwürdigkeit...?
...Raten vs. Rating ...?

Sei dem wie auch immer, einmal sei es gesagt:

Wie im deutschen Sprachraum von manchen sog 'Experten' zB das "Triple A"-Ratingsymbol 'erklärt' wird, ist aus strikt wissenschaftlicher Sicht eine (gewaltiger) Faustschlag iS Sachlichkeit, Logik, Geistesstärke (deutlicher: Nonsense?):

"mit an Sicherheit grenzender [sic!] Wahrscheinlichkeit"... (wird betreffs besagte so genannte 'Bestnote' oft lanciert):

eine (vielleicht 'sprachästhet.' lieblich anmutende) 'flowery phrase' mit Substanzarmut. Dies deutlich(er) behandelnd verweise ich ua auf eine (kleinere) Forschungsarbeit zwecks (gedanklicher) Erweiterung des (sachlich-krit.) sog 'Ratingagenturen-Diskurses' ...:

http://www.amazon.de/Ratingsymbole-Sicherheit-grenzende-Wahrscheinlichkeit-Krugman-Pr%C3%B6ll-Nowotny-Kontroverse/dp/364033826X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1265199134&sr=1-3

2 0

Das Haushaltsdefizit von Griechenland ............

........... beträgt 12% des BIP. Das ist der selbe Wert wie jener der USA. Jenes von Kalifornien, der größten Volkswirtschaft innerhalb der Dollar-Währungszone beträgt sage und schreibe 18%. Und Großbritannien bringt es immerhin auch auf 15%.
Es wäre interessant, zu wissen, wie diese Ratingagenturen diese Länder einstufen. Ich bin kein Freund von abstrusen Verschwörungstheorien, aber die Vermutung, daß es sich hier um einen gezielten Angriff auf Europa handelt ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Der Einfluß der Konservativen in den USA ist auch in der heutigen Zeit mit ihrer demokratischen Mehrheit nicht unerheblich und wer sich mal deren Webauftritt angessehen hat wird schwer leugnen können, daß sich deren deklarierte Ziele beinahe schon wie eine Kriegserklärung gegen Europa anhören:

http://www.thatchercenter.org/sub_about.cfm

Das sollten vor allem die vielen nützlichen Idioten lesen, die nicht merken, vor wessen Karren sie sich spannen lassen und wie sie vor allem gegen ihre eigenen Interessen agieren.

Antworten ggg14
07.02.2010 20:36
0 0

Re: Das Haushaltsdefizit von Griechenland ............

Gute Analyse. Leider zu selten hier anzutreffen.

1 3

Prognosen der EU-Gegner

Vor Österreichs EU-Beitritt prognostizierten die Gegner, daß die Finanzen in der Union kommunizierenden Gefäßen gleichen würden und schwächelnde Länder die anderen ebenfalls auf ein schwächeres Niveau herunterziehen würden. Der Stabilitätspakt sollte das verhindern, nur ging man in unrealistischer und unverantwortlicher Weise davon aus, daß dieser auch von allen Mitgliedsstaaten eingehalten werden würde. Man vertuscht dieses Versagen, denn die EU hat ja offiziell eine Erfolgsgeschichte zu sein. Hinter den Kulissen dürfte einiges im Gange sein; vom Anwerfen der Notenpressen bis zu Exitstrategien aus dem Euro und dem Basteln an neuen Währungspools. Inzwischen taumeln die EU-Staaten dahin wie Betrunkene, die einander eine zeitlang gegenseitig stützen, früher oder später aber wohl zu Fall kommen werden.

2 0

Wie viele Ratingagenturen gibt es ................

............ die in europäischer Hand sind? Wem gehören eigentlich die Ratingagenturen und wessen Interessen vertreten sie? Wie stufen die Ratingagenturen den Staat Kalifornien ein?

Und zuletzt noch eine gewagte Spekulation: Sind die Ratingagenturen die Waffen, mit denen ein Generalangriff auf Europa und insbesondere die Eurozone gstartet werden soll?
Ist die EZB in der Lage, einen solchen Angriff abzuwehren?

Gast: Alexis
27.01.2010 17:10
0 0

Korruption

Wahrscheinlich gibt es in Griechenland noch mehr Korruption und Parteibuchwirtschaft als in Österreich. Dafür ist Österreich beim Rauchen noch schlimmer als Griechenland. Jeder möchte irgendwo Champion sein.

Gast: smilefile
27.01.2010 08:46
1 1

Nachdem wir unsere...


Produktionen in den fernen Osten verbannt haben, unsere Budget's überbordern, werden die Chinesen die Europäische Union auskaufen....

Gute gemacht Europa,- .....

Antworten hw
27.01.2010 12:01
0 1

Re: Nachdem wir unsere...

auch die römer gingen an ihrer faulheit zu grunde. ich sehe da starke parallelen.

diogenes
26.01.2010 23:32
1 0

Die Ratinagenturen haben bewiesen, dass sie nur Schmarren reden

Sie sollten zusperren und nicht die Umwelt mit Ihrem Gelabber die Umwelt verpesten.

Die Ratingagenturen haben durch ihr Geschwätz dafür gesorgt, dass die Politiker in die Hosen gemacht haben und hemmungslos Geld auf die Märkte geschmissen haben. Und nun (ach wie überraschend) stellen sie fest, dass die Staaten Defizite gemacht haben.
Ja haben diese Wurschtel geglaubt, dass das Geld im Keller gebunkert war und nurmehr verteilt werden musste?

Antworten hw
26.01.2010 23:50
0 1

Re: Die Ratinagenturen haben bewiesen, dass sie nur Schmarren reden

tun sie doch nicht so, als ob das schulden machen erst seit 2008 existiert.
so kommt der kollaps halt 5 jahre schneller. vielleicht eh fair, den dann "sprühen" die verursacher auch noch etwas.

Antworten Antworten diogenes
27.01.2010 09:31
1 0

Re: Re: Die Ratinagenturen haben bewiesen, dass sie nur Schmarren reden

Woher nehmen Sie, dass ich so tue als ob das Schuldenmachen nicht auch schon früher üblich gewesen wäre?

Ich wende mich dagegen, dass die sogenannten "Ratingagenturen" keine Ahnung vom Geschehen haben, Schmarren in die Welt setzen und darauf hoffen, dass ihnen irgendwann doch was Richtiges einfällt.

Wenn es stimmt was sie sagen sind sie stolz (weil sie so gescheit sind/scheinen). Wenn es falsch ist haben sich die "Verhältnisse" (die sie ja vorgersagen sollten) geändert .

Altes Sprichwort:"Kräht der Hahn am Mist: Ändert sich das Wetter oder es bleibt wies ist!"

hw
26.01.2010 23:13
0 0

vielleicht

sollte man mal schreiben, was staatsbankrott für kinder, studenten, familien, beamte, pensionisten bedeutet.

wäre mal einen artikel wert.

Gast: marc
26.01.2010 20:30
5 0

unsere politiker...

...fahren uns vorsätzlich (wissentlich und willentlich) mit irrem tempo in einen sackgasse.

...jedem menschen sagt der hausverstand, dass länder wie rumänien und bulgarien nichts in der eu verloren haben weil sie wirtschaftlich einfach noch nicht soweit sind...und da wird schon über die aufnahme von kroatien, bosnien, türkei usw verhandelt.
...jedem menschen mit hausverstand war klar, dass griechenland, spanien, portugal, irland und italien nichts in der währungsunion verloren haben. weil sie ihren staatshaushalt und die währungen nicht im griff hatten...und man hat diese wieder wissentlich in die währungsunion aufgenommen.

liebe politiker: wann verwendet ihr endlich EUREN hausverstand...und geht von dem höllischen eu-erweiterungs-tempo runter?!?


Antworten hw
26.01.2010 23:14
1 0

Re: unsere politiker...

die ösi wollen das aber so. schauns mal wer gewählt wird.
es liegt nicht an der politik, sondern an den medien, die sich aus der affäre ziehen.

0 0

Re: Re: unsere politiker...

Es liegt nicht an den Medien, sondern nur am Bürger. Denn der steht alle paar Jahre in der Wahlkabine und macht sein Kreuzerl

Antworten Antworten Antworten NeroRosso
27.01.2010 08:55
0 0

Re: Re: Re: unsere politiker...

Steht in der Kabine und hat sein Hirn (wenn er eins hat) draußen abgegeben.


Antworten Antworten Antworten Antworten Sam Lowry
27.01.2010 12:45
0 0

Re: Re: Re: Re: unsere politiker...

Sie haben Demokratie wirklich verstanden.

Jeder der nicht ihrer Meinung ist, hat sein Hirn abgegeben. Gratulation.

Hätten Länder wie Portugal, Spanien, Italien (!), etc. die wirtschaftliche Möglichkeit die Defizitgrenzen einzuhalten -> Ja natürlich.

Tun sie es? Nein (so wie z.Zt. auch Österreich, Deutschland, etc. es nicht schaffen). Hat es Konsequenzen? Ja, das EU Defizitverfahren.

Daher ist weder die Aufnahme neuer Staaten, noch der Auscchluß bestehender ein Thema. Immerhin geht es in Summe auch um einen Markt von ~100 Mio. Einwohnern ...

Bei diesen Anti-Euro und EU Kommentaren

erübrigt sich jeder Kommentar.

Finanzwirtschaft als auch Makroökonomie als Fremdworte. Aber fleißig poltern.

Antworten Wittichis
26.01.2010 19:19
0 2

Re: Bei diesen Anti-Euro und EU Kommentaren

Warum "the Great"? Noch rigoroser gegen un-EU-ische Umtriebe als der seinerzeitige MC? Die Finanzwirtschaft und die Ergebnisse der Makroökonomie sind aktuell keine Vorzeigeprojekte, jedenfalls an ihren Ergebnissen gemessen. W.

Antworten Gast: Idefix
26.01.2010 18:44
4 3

Da die EU-Anhängerschaft mit ihrem Latein immer mehr am Ende ist

Erübrigt sich jeder Kommentar...

So kann man es auch ausdrücken, nachdem die EU-Anhängerschaft mit ihrem Latein immer mehr am Ende ist.

Auf den Schmäh mit dem Friedensprojekt fällt sowieso längst kaum mehr wer drauf rein, die Angstmasche von wegen Österreich könnte ohne Euro und ohne EU-Mitgliedschaft nicht bestehen, die zieht auch immer seltener.

Also was tun in der Not???
*die Stirn runzel* - *grübel, grübel*
Ob den den paar elitären EU-Profiteuren eine Lösung einfallen wird zu deren Problem:
Wie die Bevölkerung weiterhin für dumm verkaufen bzw. wie für die EU-Mitgliedschaft ködern?

Antworten Gast: Idefix
26.01.2010 18:44
1 4

Da die EU-Anhängerschaft mit ihrem Latein immer mehr am Ende ist

Erübrigt sich jeder Kommentar...

So kann man es auch ausdrücken, nachdem die EU-Anhängerschaft mit ihrem Latein immer mehr am Ende ist.

Auf den Schmäh mit dem Friedensprojekt fällt sowieso längst kaum mehr wer drauf rein, die Angstmasche von wegen Österreich könnte ohne Euro und ohne EU-Mitgliedschaft nicht bestehen, die zieht auch immer seltener.

Also was tun in der Not???
*die Stirn runzel* - *grübel, grübel*
Ob den den paar elitären EU-Profiteuren eine Lösung einfallen wird zu deren Problem:
Wie die Bevölkerung weiterhin für dumm verkaufen bzw. wie für die EU-Mitgliedschaft ködern?

Antworten romolaner
26.01.2010 18:29
0 4

Re: Bei diesen Anti-Euro und EU Kommentaren

net anti eu schreiben-jeder der gegen eu-BÜROKTATIE ist,ist sehr weit weg vom dritten reichund deren gesinnung.

aber so viel hirn bei einem partei soldaten zu verlangen wie sie ist fantastarei-na ja hast dafür einen schönen angel-sachsischen namen............

Antworten romolaner
26.01.2010 18:27
0 2

Re: Bei diesen Anti-Euro und EU Kommentaren

net anti eu schreiben-jeder der gegen eu-BÜROKTATIE ist,ist sehr weit weg vom dritten reichund deren gesinnung.

aber so viel hirn bei einem partei soldaten zu verlangen wie sie ist fantastarei-na ja hast dafür einen schönen angel-sachsischen namen............

Gast: Idefix
26.01.2010 17:27
2 3

Euro und EU als Schutz ???

Eh klar, der Euro bietet Schutz in der Krise!
So hatten die EU-Phantasten noch bis vor kurzem laufend frohlockt.

Und manche glauben diesen Schwachsinn tatsächlich immer noch.

Wer glaubt, wir bräuchten die EU inklusive dem Anhängsel Euro als Schutz in der Krise, der glaubt wohl auch, man bräuchte einen Hund zum Beschützen der Wurstkrise.

"Dank" der EU wurden sämtliche Kapitalverkehrsbeschränkungen aufgehoben, welche ua. für die Heuschrecken und Spekulanten früher ein Hindernis waren.

Antworten Gast: Idefix
26.01.2010 18:06
2 0

Wurstkammer :-))


 
1 2