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Ratings unter Druck: Weitere Euro-Länder in Gefahr

26.01.2010 | 12:47 |  (DiePresse.com)

Die Europäische Zentralbank fürchtet, dass nach dem "Präzedenzfall Griechenland" weitere Euro-Länder auf den Staatsbankrott zusteuern. Eine weitere Herabstufung von Länder-Ratings lässt sich nicht ausschließen.

Hohe Staatsdefizite und ein massiver Anstieg der Schulden könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weitere Länderratings in der Euro-Zone in Gefahr bringen. Allein 13 von 16 Euro-Ländern stehen vor einem EU-Defizitverfahren und in mehreren Ländern sind sogar zweistellige Defizite zu erwarten.

Nach dem "Präzedenzfall Griechenlands" seien weitere Probleme absehbar, warnte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark am Dienstag in Frankfurt. "Eine weitere Herabstufung von Länder-Ratings und weitere negative Reaktionen der Finanzmärkte lassen sich nicht ausschließen."

Derzeit sorgt an den Märkten der Fall Griechenland für Aufsehen. Das Land war zuletzt von mehreren Ratingagenturen wegen seiner ausufernden Staatsschuld und einer kompletten Schieflage des Haushalts heruntergestuft worden. Damit verteuert sich die Refinanzierung des Staates erheblich. Die Regierung in Athen hat auf internationalen Druck hin ein umfangreiches Konsolidierungsprogramm angekündigt. Erst am Montag war es den Griechen gelungen, neue Staatsanleihen bei Investoren unterzubringen.


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