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Perspektive EU-Beitritt: Kroatien ändert Verfassung

17.06.2010 | 06:16 |   (DiePresse.com)

Kroatien hat Minderheitenrechte in der Verfassung verankert. Die serbische Minderheit erhält drei Sitze im Parlament. Erstmals ist zudem die Auslieferung von gesuchten kroatischen Staatsbürgern möglich.

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Das kroatische Parlament hat am Mittwochabend mit 133 Stimmen der insgesamt 153 Abgeordneten die vierte Verfassungsänderung seit der Unabhängigkeitserklärung 1991 beschlossen. Drei Abgeordnete stimmten dagegen, einer enthielt sich der Stimme. Die Verfassungsänderung ist eines der Kriterien für den EU-Beitritt.

Einer der Punkte der neuen Verfassung sind die Minderheitenrechte. Die serbische Minderheit erhält drei Sitze im Parlament, drei weitere sind für kleinere Volksminderheiten, insgesamt 22, reserviert. Bisher war auch die Auslieferung von steckbrieflich gesuchten Kriminellen aus Kroatien nicht möglich. Nun können kroatische Staatsbürger an andere Staaten, auch jene, die nicht in der EU sind, ausgeliefert werden. Das könnte bald im Fall des in Kroatien untergetauchten und vor einer Woche angeschossenen verurteilten Mörders des Serbischen Premiers Zoran Djindjic schlagend werden.

Beschlossen wurden auch die Unabhängigkeit der Gerichte und der Nationalbank. Auch die Formulierung der Kriegsveteranen, die in einem gerechten, und legitimen Befreiungs-Krieg gesiegt haben, ist in der Verfassung festgehalten.

Maßnahme gegen doppelte Stimmabgabe bei Wahlen

Das Wahlrecht der Auslandskroaten ist nun besser geregelt: Auslandskroaten, die sogenannte Diaspora, können künftig nur in Botschaften und kroatischen Gesandtschaften wählen. Bisher wurde in Bosnien in Wahllokalen gewählt, was bei einem fiktiven Wohnort in Kroatien Raum für Missbrauch (doppelte Stimmabgabe) ermöglichte.

 

(Ag.)

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5 Kommentare
Gast: Gast
27.06.2010 07:15
0 0

Kroatien, Bitte, ändern !

Kroatien ist ein menschenrechtsverachtender Verbrecherstaat, inwelchem das berüchtigte Foltergefängnis des Geheimdienstes im Keller unter der Savica weder in der Öffentlichkeit aufgearbeitet wurde und vielleicht noch weiterhin tätig ist. Ebensowenig wurde General Tolj und seine Mafia vor ein ordentliches Kriegsverbrechertribunal gebracht, und Ante Markovic und Stjepan Mesic wurde ebensowenig der Prozess gemacht. Nein, Danke, Kroatien ist unerwünscht in der Gemeinschaft der Menschenrechte achtenden Staaten, solange derartige Mängel dort nicht behoben werden.

Gast: q8
20.06.2010 18:57
0 0

mit dem geldfluss ist es eher umgekert

wenn man sich die aktivitaeten oester. unternehmen mal ansieht.

Gast: Gründe
17.06.2010 07:18
0 0

Kroatien tut eben alles, um an unser Geld zu kommen.

Unsere Volksverräter in der EU füllen schon die Zahlscheine aus.

Auch die Immigrationswelle wird heftig werden.

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Re: Kroatien tut eben alles, um an unser Geld zu kommen.

faszinierend wie alle österreicher immer glauben dass die ganze welt will ihr geld haben will.

Antworten Gast: Rocknrolla
17.06.2010 10:20
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Re: Kroatien tut eben alles, um an unser Geld zu kommen.

Und, heute schon ihre blaue und orange Pillen geschluckt??