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Swoboda: Kroatiens EU-Beitritt erst 2013 möglich

10.07.2010 | 17:08 |   (DiePresse.com)

Bisher war ein Beitritt im Jahr 2012 im Gespräch gewesen. Swoboda, der als Kroatien-Berichterstatter fungiert, fordert die übrigen Westbalkanstaaten auf, Reformen voranzutreiben. Dann könnte eine Integration 2020 möglich sein.

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Kroatiens EU-Beitritt könnte sich um ein Jahr verzögern. Nach den Worten von EU-Kroatien-Berichterstatter Hannes Swoboda beim zweitägigen Treffen von hochrangigen Politikern, ist der EU-Beitritt Kroatiens 2013 möglich. Er werde alles daran setzen, dass noch vor dem Sommer 2011 eine Zustimmung des EU-Parlaments zum Beitritt erfolge, sagte Swoboda in einer Aussendung. Bisher war immer von einem Beitritt 2012 die Rede. Für die anderen Westbalkanländer konnte der österreichische Politiker keine fixen Daten nennen, stellte aber die EU-Integration 2020 in Aussicht, wenn die Kandidaten alle Bedingungen erfüllen.

In einer Podiumsdiskussion forderte Swoboda die Westbalkanstaaten auf, die Reformen zügig voranzutreiben. Dabei handle es sich um Reformen der Wirtschafts- und Justizsysteme, aber auch gegen Korruption und grenzüberschreitende Kriminalität müsse entschlossen vorgegangen werden. Ebenso seien die bilateralen Probleme zwischen den einzelnen Staaten rasch auf dem Verhandlungswege zu klären und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region müsse gestärkt werden, sagte Swoboda.

Jahrestag einer Kooperation

Eine solche Annäherung ist bereits erfolgt: Die kroatische Ministerpräsidentin Jadranka Kosor und ihr slowenischer Kollege Borut Pahor einigten sich auf dem Summit auf einen gemeinsamen Termin: Am 31. Juli wollen die beiden im slowenischen Bohinj über den derweil verhinderten Markteintritt der slowenischen Ljubljanska Banka (NLB) in Kroatien verhandeln. Der 31. Juli ist auch der Jahrestag der guten Kooperation der beiden Premiers: Damals einigten sie sich, die EU-Verhandlungen vom Grenzstreit um die Bucht von Piran zu trennen, woraufhin Slowenien seine Blockade gegen Kroatien aufhob.

Der Weg Kroatiens in die EU sei jetzt nur noch 500 Meter lang, bemühte Kosor in der Abschlusspressekonferenz des Summit am Samstag eine Metapher. "Er ist aber sehr anspruchsvoll", ergänzte die Ministerpräsidentin. Die Botschaft Kroatiens an die Teilnehmer sei angekommen, meinte sie: dass Kroatien die Nachbarländer stark bei der euroatlantischen Integration unterstützen werde, vor allem wenn Kroatien in der EU sei.

Die Unterstützung Kroatiens für Bosnien und Herzegowina in Zusammenhang mit den NATO-Beitritt Bosniens lobte auch der Hohe Repräsentant in Bosnien, Valentin Inzko. Er und der kroatische Außenminister Gordan Jandrokovic sprachen über die Stimmung im Land vor den Wahlen und die Perspektive nach den Wahlen, hieß es in einer Aussendung des kroatischen Außenministeriums. Die beiden stellten fest, dass ein hohes Interesse der EU und der USA für die weitere Entwicklung Bosniens enorm wichtig sei, hieß es.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: basti
11.06.2011 13:40
0 0

arbeitslosenrate

die arbeitslosenrate soll in kroatien nicht wir offiziell 7-8 % sein (300.000) sondern durch die Statistikumschichtungen bei 15 % sprich 600.000 betragen. (laut einem zeitungsartikel/beitrag)

Es wäre besser diees land nicht aufzunehmen sondern gezielt durch handelsbeschrenkungen aufheben und zölle usw aufheben zu fördern. bzw auf ein preisniveau einstellt, langsam, das sie auch verkraften können bevor der euro wie eine bombe einschlägt.

Gast: basti
11.06.2011 13:34
0 0

nachdenklich

Kroatien wird auch so ein Pleitestaat wie Griechenland. In Griechenland wurden die Arbeitslosen in "Beamte" verwandelt, in Kroatien in "Pensionisten". (Laut mehreren Zeitungsartikeln). 2009 ist die wirtschaft um 4.5 % geschrumpft und 2010 nahezu stagniert. Kroatien ist wie viele andere Länder keinem Betritt würdig. Genauso wenig wie einige Länder, die schon bei uns sind, leider.

Ich würde ja gerne wissen was die Ökonomen zu den Marktunterschieden z.b. österreich und kroatien sagen. Durchschnittsverdienst österreich 1500 und Kroatien 600 umgerechnet. Wenn die unsere Preise zahlen müssen, darauf wird es hinauslaufen wirds bei denen sehr unlustig. zur zeit profitieren sie von einer billigen währung und die würde ich an deren stelle nicht aufgeben. Alleine schon die Schulden des Landes in Euro zurückzuzahlen statt in billigen Khuna stell ich mir sehr schwierig vor, außer die eu zahlt dafür.

wäre es nicht klüger eine starke union aufzubauen in die nur starke länder kommen um nicht noch mehr zu riskieren. wenn es so weitergeht zieht ein land das andere runter und wir sind wirklich auf einem niveau. weil uns die schawachen hinunter gezogen haben....

hätten sich die 10 stärksten zusammengeschlossen und sich gegenseitig beim schulden abbau geholfen hätte man die schwachen länder danach effekiv fördern können, jetzt kann sich das keiner mehr leisten....

woho ihr bürokraten, beamte und sozialvertreter, gut gemacht. nicht der kapitalismus ist der fehler sondern der mensch


Gast: =)
09.02.2011 22:01
0 0

EU-BEitritt

oh gott was würde Kroatien bitte in der EU???

die Leute leben auch gut ohne EU
und diese Beitrittsverhandlungen nerven total, Rumänien und Bulgarien, wo man nicht mal auf Urlaub fahren kann, ohne 5mal bestohlen zu werden, kommen gleich in die EU
und Kroatien muss ewigkeiten verhandeln...

also wenn die Kroaten gescheid sind, lassen sie den Beitritt einfach bleiben ...
denn ich glaube dass wenn sie weiter so an sich arbeiten, wird es ihnen ohne EU besser gehen

Gast: Geisterbeschwörer
12.07.2010 19:29
0 0

Wenigstens keiner, der das ohnehin angeschlagene Europa unnötig weiter nach unten zieht!

Ich hätte kein Problem mit Kroatien in der EU. Überflüssig sind die Rumänen und Bulgaren und natürlich die Griechen!

Gast: EU-Bonze
11.07.2010 18:11
1 0

Kroatien

Es kann doch nicht jeder in die EU, der in die EU will! Es sind doch schon so viele überflüssigen Staaten Mitglied, da brauchen wir die Kroaten nicht mehr!
Nur Mittel- und Westeuropa ist das wahre Europa und sollte in diesem Club der fähigsten Staaten Mitglied sein!

Antworten Gast: gha
12.07.2010 21:51
0 0

Re: Kroatien

das"wahr" Europa ?

Bitte definieren Sie dieses Konstrukt ?

Gast: Rawuzikapuzi
11.07.2010 10:14
3 0

peinlich!

Kann man diesen nur noch peinlichen total unfähigen alten Mann nicht endlich "entsorgen"? Dieser Typ hat Zeit seines parasitären Lebens immer nur auf unser aller Kosten durch von der "Paddei" verschaffte Ämtchen (jetzt in Brüssel, wohin man den Typen entsorgt hat damit der keinen weiteren Unfug im Inland anstellen kann) geschmarotzt und geprasst! Niemals war dieser Mensch imstande ein ihm von der "Paddei" zugeschanztes Ämtchen, wofür er auch noch immer fürstlich entlohnt worden ist, auch nur zu einem Bruchteil auftragsgemäß zu besorgen! Bitte endlich weg mit so was!

Gast: Sueton
11.07.2010 09:49
3 1

Pech

Wenn man bedenkt, daß Länder wie Rumänien und Bulgarien, die auch nicht annähernd den Kriterien genügen, die Kroatien längst erfüllt, ohne mit der Wimper zu zucken in die EU aufgenommen wurden, dann wird man schon etwas nachdenklich. Der Verdacht, daß hier die EU-ropäische "Gemeinschaft" wieder einmal sanktionell agiert, liegt nahe. Kroatien stand im II. Weltkrieg auf der falschen Seite, und es hat, statt jahrelang demütig zu verhandeln, einen erfolgreichen Krieg um sein Territorium geführt. So etwas tut man einfach nicht, wenn man den Brüsseler Hyperdemokraten gefallen will.

Mswati 3
10.07.2010 20:17
0 4

Nicht dramatisch

Ein Jahr frueher oder spaeter macht kaum einen Unterschied. Die Kroaten reisen visa-frei, wirtschaftlich bringt die EU auch nicht viel. Wichtig ist, dass es uberhaupt bald klappt und Kroatien aufgenommen wird.

Inzko sollte sich um die umgehende Aufhebung der Visa-Pflicht fuer Bosnier einsetzen, und zwar sehr flott. Nachdem die Europa in den beiden Balkan-Kriegen klaeglich versagt hat und die USA aushelfen musste, um dem Spuk ein ende zu setzen.

Gast: gast
10.07.2010 19:33
5 0

nicht NOCH ein nettonehmer

wer soll denn das bezahlen? griechenland in die eurozone und die riesenosterweiterung, die kaum zu stemmen sind, sind wohl nicht genug?
jetzt kroatien auch noch, und dann, wenn obama und die vereinigten linken und konzerne in seltsamer allianz weiterwinseln, noch die türkei....
KEINE dieser maßnahmen hätte in den nettozahlerländern den hauch einer chance in einer demokratischen abstimmung-UND ZU RECHT NICHT!