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Brüssel will milliardenschweren Sicherheitsfonds

20.07.2010 | 18:18 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Im Herbst wird hinter den Kulissen ein hartes Ringen um die Schaffung eines EU-Geldtopfs für die Innere Sicherheit Europas beginnen. Projekte wie eine EU-Terrorpaten-Suche sollen ab 2014 eine neue Geldquelle erhalten.

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BRÜSSEL. Im Herbst wird hinter den Kulissen der Brüsseler Politikszene ein hartes Ringen um die Schaffung eines EU-Geldtopfs für die Innere Sicherheit Europas beginnen. Aus ihm sollen ab dem Jahr 2014 Projekte wie ein eigenes EU-Programm zur Suche nach Finanziers von Terrororganisationen oder die Vereinheitlichung nationaler DNS-Datenbanken finanziell gespeist werden.

„Wir diskutieren die Möglichkeit, einen Sicherheitsfonds zu gründen“, sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Dienstag bei einer Pressekonferenz, auf der sie die wichtigsten Erkenntnisse aus der Anti-Terrorismus-Strategie der Union seit dem Jahr 2005 vorstellte. Fragen nach dem Zweck eines solchen Geldtopfs und dem Zeitplan für seine Schaffung wollte Malmström nicht beantworten. Eines aber machte die Kommissarin klar: „Wenn wir einen solchen Fonds beschließen, wäre natürlich die Kommission für ihn zuständig.“

Der Auftrag für den Fonds kam übrigens von den EU-Regierungen. Die Staats- und Regierungschefs ersuchten in ihrem sicherheitspolitischen Leittext, dem sogenannten „Stockholmer Programm“ vom 2. Dezember 2009, die Kommission „zu prüfen, ob sich ein Fonds für die innere Sicherheit einrichten lässt, mit dem die Durchführung der Strategie der Inneren Sicherheit so gefördert wird, dass diese operative Gestalt annehmen kann.“

 

Ein EU-Terror-Suchprogramm

„Es geht um einen Fonds für die Innere Sicherheit, um diverse Projekte höher dotieren zu können“, sagte ein EU-Diplomat gegenüber der „Presse“. Die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen den 27Mitgliedstaaten sei derzeit so schwierig und lückenhaft, weil viele neue Ideen kein Geld fänden. Es gehe um große Unterfangen, die in den ersten Jahren einige hundert Millionen Euro kosten könnten.

Beispielhaft dafür ist der Plan, ein eigenes europäisches Programm zur Analyse von Banküberweisungsdaten zu schaffen, mithilfe dessen sich die Finanziers von Terroristen finden lassen. Die USA haben ein solches System seit 2002; es nennt sich „Terrorist Finance Tracking Programme“ und hat unter dem volkstümlicheren Namen „Swift-Programm“ für schwere Verstimmungen zwischen Brüssel und Washington gesorgt. Schließlich sehen es die Europäer nicht gern, dass nur das US-Finanzministerium Überweisungsdaten der belgischen Firma Swift auf Terrorhinweise durchkämmen kann, die EU-Behörden aber nicht.

 

Wer bestimmt über das Geld?

Die Kommission hat versprochen, binnen Jahresfrist einen Gesetzesvorschlag für ein EU-Terroristen-Suchprogramm vorzulegen. Zuvor muss allerdings im Rahmen der EU-Budgets der Jahre 2004 bis 2020 die Finanzierung geklärt werden. Im Herbst beginnen die seit Wochen laufenden informellen Gespräche zwischen Rat, Kommission und Parlament, formeller zu werden. Eine klare Front zeichnet sich ab. Denn im Gegensatz zu Malmströms Wunsch, der Fonds möge der Kommission zugeteilt werden, wünschen sich die Mitgliedstaaten den neu geschaffenen Ständigen Ausschuss des Rates für die innere Sicherheit (kurz: Cosi) am Steuer. Cosi soll die Zusammenarbeit der nationalen Sicherheitsbehörden stärken. Euroskeptiker sprechen von einem neuen „EU-Innenministerium“.

„Der Fonds sollte von Cosi politisch befüttert werden“, sagte der Diplomat, betonte aber zugleich, dass „ein gutes Einvernehmen mit der Kommission sehr wichtig ist“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2010)

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13 Kommentare
Hotroad90
08.09.2010 13:16
0 0

Brüssel will.....

Die EU sucht also Terrorpaten , warum suchen sie nicht die finanz. Unterstützer der islamistischen Terroristen ? Komisch , es ist doch oft genug zu hören , das Saudi-Arabien , u.a. die Terroristen finanziert , die die über 300 Christen getötet hatten ! Und nun auch in Indien ,Parkistan ,usw. ! Und das weiß die USA "natürlich nicht " , daher benötigten sie ja auch unbedingt das SWIFT - Abkommen !

Burger
01.08.2010 17:15
0 0

Wie war das?

Hatten nicht Eder, Vranitzky, Mock etc. versprochen, Österreich hätte ein VETO Recht? Warum wird denn das nie von unseren Politikern angewendet. Sie haben nicht den Mumm nein zu sagen weil sie sich vor den „Großen“ fürchten. Alle Politiker Österreichs sind feige Memmen wenn es darum geht die Interessen des eigene Bürger geht.

Gast: gast
22.07.2010 14:27
0 0

STASIS

RAUS !!!!
schluß mit der demokratiefeindlichkeit der blöden EU-bonzen!
WIR sind das volk, und IHR seid die diener!
und überbezahlt!

JEF
21.07.2010 12:51
1 0

Hätte die EU wirklich vor, den Terror zu verhindern,

so würden sie die Terroristen nicht einreisen lassen.
So aber - indem sie die sogenannte Terrorabwehr auf alle EU-Bürger erstreckt - muss man "zwischen den Zeilen" lesen, um die wahre Absicht zu erkennen...

Antworten Gast: gast
21.07.2010 21:33
1 0

Re: Hätte die EU wirklich vor, den Terror zu verhindern,



sehr stark, jef!!!!

Gast: Parteiloser
21.07.2010 09:16
1 0

Geldtöpfe schaffen und Geldtöpfe ausräumen, das können die Politiker gut!

Wie die Mittel dann wirklich eingesetzt werden spielt keine Rolle. Ob diese Mittel der Gesellschaft dienen spielt auch keine Rolle. Wer diese Mittel schaffen muss (Zwangsabgaben sind auch Zwangsleistungen) spielt auch keine Rolle.

Weil das aber nun schon seit Dekaden so geht und es immer mehr wird, ging zunehmend die Finanzierung verloren. Die Menschen aus der Realwirtschaft konnten die notwendige reale Leistung einfach nicht mehr zur Verfügung stellen. Daher haben die Politiker, um auch genug Mittel für die vielen und großen Geldtöpfe zu bekommen, immer mehr Schulden gemacht. Diese Schulden bedeuten noch höhere zukünftige Zwangsabgaben, also Zwangsleistungen der kommenden Generationen. Aber auch das spielt für Politiker, egal auf welcher Ebene, eher keine Rolle.

Europa wird an den vielen Geldtöpfen für die gewaltige Anzahl an Bonzen ersticken. Die können das einfach zu gut!

Antworten Gast: glaub_nix
26.07.2010 11:13
0 0

Re: Geldtöpfe schaffen und Geldtöpfe ausräumen, das können die Politiker gut!

Richtiger gesagt: die Geldtöpfe ausräumen, bevor sie gefüllt sind, das nennt man Schuldenmachen auf das Risiko der EU-Bürger, die aber nix mitreden dürfen, ausser sich in Postings darüber aufregen.
Wie lang noch?

Gast: Manta
21.07.2010 08:47
2 0

Wann kommt denn endlich der Implantationschip für die europäische Mittelklasse?

Die EU lügt, wenn sie nur den Mund aufmacht. Alles dient nur der Zerstörung der europäischen Mittelklasse. Die EU hat jeden Kredit bei den Bürgern verspielt. Sie hat nichts mit Europa zu tun. Es ist ein Selbstbedienungsladen einer nicht gewählten Elite.

Gast: harry4711
21.07.2010 00:25
2 0

Eher ein EU Bürger

Kontroll- und Unterdrückungsfond. Die EU Bürger sollen nur wählen (ein noch notwendiges Übel), zahlen und den Mund halten.

Gast: speibender regenbogen
20.07.2010 21:50
3 2

nach außen hin soll es ein system zur verfolgung von terroristen sein.

in wahrheit aber wird es ein system zur totalen überwachung aller bürger werden, um die eudssr gegen das volk abzusichern.

Antworten Gast: gast
20.07.2010 23:05
1 4

Re: nach außen hin soll es ein system zur verfolgung von terroristen sein.



genau das, regenbogen, und wer das gegenteil behauptet, gehört dazu.

stasi halt.

Antworten Antworten Gast: gast
21.07.2010 21:34
0 0

Re: Re: nach außen hin soll es ein system zur verfolgung von terroristen sein.



da verteilen wieder die eu-posterlabräumer die stricherln!!!

Schilling
20.07.2010 20:40
3 1

EU-Terroristen

Da brauchen wir kein Suchprogramm dazu, unsere EU-Terroristen kennen wir alle beim Namen.