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Pröll spricht Machtwort: Strasser erklärt Rücktritt

20.03.2011 | 13:08 |   (DiePresse.com)

Nach der Lobbyisten-Affäre forderte ÖVP-Chef Josef Pröll den "umgehenden Rücktritt" seines Parteikollegen Ernst Strasser. Strasser soll einem Zeitungsbericht zufolge von falschen Lobbyisten bestochen worden sein.

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Nach der Lobbyisten-Affäre hat der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Ernst Strasser, seinen Rücktritt erklärt. Davor hat Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Josef Pröll den "umgehenden Rücktritt Strassers von allen politischen Funktionen" gefordert. Strasser solle sich bei "seinen Wählerinnen und Wählern, den tausenden größtenteils ehrenamtlich engagierten Funktionärinnen und Funktionären der Volkspartei" entschuldigen. Pröll befindet sich nach einer Lungenembolie derzeit in der Uni-Klinik Innsbruck.

Strasser begründete seinen Rücktritt damit, "weil es in Österreich eine Kampagne gegen mich gegeben hat" - geführt von seinem internen Konkurrenten Othmar Karas. Karas sitzt wie Strasser als ÖVP-Mandatar im EU-Parlament, zwischen den beiden gab es im Jahr 2009 eine öffentliche Auseinandersetzung darüber, wer die Rolle des VP-Delegationsleiters in Brüssel übernehmen soll. Karas hege persönliche Animositäten gegen ihn, sagte Strasser.

Der ehemalige Innenminister will sich nun "wieder voll auf meine wirtschaftliche Tätigkeit" konzentrieren. Strasser hält Beteiligungen an mehreren Firmen. Als Lobbyist will er sich nun aber nicht betätigen: "Ich interessiere mich nicht für Lobbying", sagte Strasser. Er will auch keine weiteren politischen Funktionen ausüben.

Der Schaden für die ÖVP sei "begrenzt", meinte Außenminister Michael Spindelegger in der "Pressestunde" des ORF nach dem Rücktritt seines Parteikollegen  Strasser. Parteichef Pröll habe "klar reagiert", die Konsequenzen seien unmittelbar gezogen worden. "Wir sind alle erleichtert", sagte Spindelegger.

''Ich bin ein Lobbyist': Strasser stolpert über Bestechungs-Affäre

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100.000 Euro für Gesetzesänderungen

In dem am Sonntag veröffentlichten Artikel der "Sunday Times" heißt es, Strasser habe gegenüber vorgeblichen Lobbyisten zugestimmt, gegen Bezahlung eines jährlichen Gehalt von 100.000 Euro Gesetze und Änderungsanträge im EU-Parlament einzubringen. Die Journalisten haben entsprechende Unterredungen mit Strasser auf Video aufgezeichnet.

Wie bereits zuvor bekannt wurde, werfen zwei Fraktionskollegen im EU-Parlament - Othmar Karas und Hella Ranner - dem ehemaligen Innenminister vor, die Einbringung eines Änderungsvorschlags zum Anlegerschutzgesetz urgiert zu haben. Den Reportern der "Sunday Times" gegenüber soll er gesagt haben, es sei ein Kompromiss darüber mit "zwei wesentlichen Leuten" erreicht worden.

Strasser: Wollte Anzeige einbringen

Strasser sagte am Sonntag, er sei mit den vorgeblichen Lobbyisten in Kontakt geblieben, um sie ausforschen zu können. Auf die Frage, warum er auf die Vorschläge der Reporter eingegangen sei, sagte er: "Ich habe die Leute angefüttert." Strasser will seit 7. Juli 2010 gewusst haben, dass die Firma kein echtes Lobby-Unternehmen sei, er habe aber mitgespielt, um die vorgeblichen Lobbyisten bei der österreichischen Staatspolizei zur Anzeige bringen zu können.

"Anfang März habe ich Unterlagen bekommen - einen Vertragsentwurf - mit diesem wollte ich zur Staatspolizei gehen", so Strasser. Er sei jedoch in Folge aus "terminlichen Gründen verhindert" gewesen. Eine schriftliche Einbringung der Anzeige habe er nicht machen wollen. "Ich wollte den Chef der Staatspolizei selbst sprechen", sagte Strasser.

Strasser erwartete laut dem Bericht der "Sunday Times" die erste Tranche seines Lobby-Gehaltes - 25.000 Euro - bereits für Anfang März. Das Geld solle nicht an ihn direkt ergehen, sondern an eine seiner Wiener Firmen überwiesen werden. "Ich bin ein Lobbyist", sagte Strasser laut "Sunday Times" in dem auf Video aufgezeichneten Gespräch mit den als Lobbyisten getarnten Journalisten. Als solcher bediene er "mehr als fünf Kunden", von denen jeder ihm mehr als 100.000 Euro jährlich bezahle, wird Strasser zitiert.

Auf Nachfrage der APA am Sonntag verneinte Strasser solche Lobby-Tätigkeiten. "Ich hatte nie Lobbykunden, weder in Brüssel noch in Wien." Parteiinterne Vorwürfe, es gebe in der Sache Aufklärungsbedarf, wies Strasser zurück. "Das ist eine politische Kampagne gegen mich."

Zwei weitere Parlamentarier unter Verdacht

Neben dem ehemaligen Innenminister wird auch über zwei weitere EU-Parlamentarier berichtet, die auf das Scheinangebot eingegangen sind, dem ehemaligen rumänischen Außenminister Adrian Severin, sowie dem ehemaligen slowenischen Außenminister Zoran Thaler. Laut Bericht der "Sunday Times" ist der fragwürdige Änderungsantrag ins EU-Parlament eingebracht worden. Die britische Abgeordnete Diana Wallis, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, hat eine Untersuchung der Vorwürfe angekündigt.

 

(APA/Red.)

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1605 Kommentare
 
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der strasser braucht die 100 000€

bei seinem gehalt ist es ein wunder dass er nicht bis jetzt verhungert ist

Gast: Hampelmann
24.03.2011 20:48
0 1

Karas

Ich diesem Mann traue ich nicht

0 0

Diese Art von Consulting ist wie die Wette auf Junge oder Mädchen!

Wenn es nicht stimmt wird der Einsatz sogar zurückgegeben;-)


Gast: Zuckerbrot
23.03.2011 19:30
3 2

Frau Minister Claudia Bandion-Ortner sieht auf dem Bild (typisch "Presse"! Hahaha!) wirklich zum Fürchten aus vor Wut. Da hat Strasser nichts zu lachen!

Gast: es wird ernst!
23.03.2011 19:14
5 1

Eine zusätzliche Schande für die ÖVP...

dass sie diesen korrupten Schmarotzer und dreisten Rufschädiger der Republik nicht sofort hochkant rausgeworfen haben. Wirft zusätzlich ein sehr schales Licht auf diese Partei, über die man (mit wenigen Ausnahmen wie Spindelegger oder Fischler) eh nur mehr ungläubig den Kopf schütteln kann.

Solche Gestalten wie Behindertenausweis-Kappeller tun ihr übriges.

Antworten Gast: h
23.03.2011 20:04
1 0

Re: Eine zusätzliche Schande für die ÖVP...

Über Spindelegger und Fischler wird auch der Kopf geschüttelt. Ganz besonders fest über Ersteren.

byrig
23.03.2011 18:17
1 0

innenminister

warum erwähnt hier niemand den rechtskräftig verurteilten ex-innenminister blecha,spezi vom rechtskräftig verurteilten mörder proksch,der nach wie vor eine spitzenposition in der spö innehat?-ohne dass ich strasser auch nur im mindesten verteidigen möchte!!

0 0

Re: innenminister >> Weil Hr. Blecha mit über 13000.- € 14x im Jahr tätige Reue mimt!


Antworten Gast: es wird ernst!
23.03.2011 19:15
1 1

Re: innenminister

Ganz einfach, weil der hier nicht Thema ist.

Gast: gutgast
23.03.2011 16:36
7 1

in italien nennt man sowas mafia

in österreich heisst es ÖVP.

Re: in italien nennt man sowas mafia

Und in Wien SPÖ.

Gast: Attilas Yalcin Tülü
23.03.2011 15:02
0 0

" AUF DER STRASSE(R) IST FÜR ERNST DAS KAKEN MIT 36.- EURO STRAFBAR !" attilas1@ellada1-turkiya1.eu


Antworten Dagobert
23.03.2011 15:42
0 0

Re:

Quak!
Quak!Quak!
Quak!Quak!Quak!
Quak!Quak!Quak!Quak!
Quak!Quak!Quak!Quak!Quak!

Verstanden?

Gast: isnogud
23.03.2011 14:38
0 0

vorstandsposten

der ernsti wird jetzt sicher flughafenvorstand von erwins gnaden.

Gast: Aergerlich12
23.03.2011 13:58
0 0

dass die

roten es nicht nützen um mehr Druck auf eine Bildungsreform auszuüben.

So etwas wie der, würde ich mir erwarten(50%aller AHS zu NMS machen):
http://bpa22.wordpress.com/2011/01/14/bildungsreformgedanken-des-zukunftsblog/
" target="_blank">http://bpa22.wordpress.com/2011/01/14/bildungsreformgedanken-des-zukunftsblog/


Nicht eine x.te Mittelschule als Experiment von rot-schwarz.

Gast: Ehre und Würde
23.03.2011 13:07
2 0

Da waren noch andere bei diesem Herren!

Da waren doch noch ein Paar Damen und Herren bei diesem Typen! Unfassbar der östereichische Innenminister a.d. ist ein Betrüger und Lügner. Der hat doch auch mit dieser ehemaligen Landtagsabgeordneten Sirvan Ekici verschiedene Sachen in der Türkei gemacht, da soll ja auch viel Geld geflossen sein! Nun sin beide weg von der ÖVP! Es gibt noch die eine oder andere auch in der Wiener ÖVP, die offensichtlich nicht weiss, was Poltik oder Regionalpolitik ist!Die ÖVP sollte sich neu gründen , erster Schritt wäre Wien! weg mit den Postenschacherern!

Gast: Überbündischer Lobbyistenverband der Vampirpartei
23.03.2011 12:45
8 0

Wann kommen Verschärfungen gegen die Aufdeckerei!

Diese sozialschmarotzenden Journalisten, die in ihrem Leben noch nie etwas gearbeitet haben, gehören endlich wegen Täuschung und Geschäftsstörung verhaftet und der Korruption endlich der Geruch des Illegalen genommen! Es geht nicht an, dass da ein paar Gutreporter ein langjährig aufgebautes Geschäftskonzept einfach so zum Einsturz bringen!

Antworten Das Wort
23.03.2011 13:35
1 0

Re: Wann kommen Verschärfungen>> Danke für den Lacher!

Leider ein grokonelles Problem - die Korruption unter Rot und Schwarz dient der Ausbeuterei der ÖsterreicherIn im Kollektiv des Hofstaates - LehrerIn sind nur 607 Stunden am Arbeitspaltz und haben 13 Wochen Urlaub, in einem Hilfsarbeiterjob, den obendrein die Eltern machen sollen.

Die im öffentlcihen Dienst bezahlten Pausen ermöglichen die Mindrleistung und sind mit übertriebenen Krankenständen professionell organisiert.

Dafür werden Ruhensgenüsse in doppelter ASVG-Höhe bezogen.

Wir müssen lernen uns zu wehren. Wählt keine Groko die machen niemals eine Staatsreform, weil das Verschleppen so vielen Günstlinden blendenden Unterhalt gibt.

Antworten Antworten Luzius
23.03.2011 13:56
0 0

Re: Re: Wann kommen Verschärfungen>> Danke für den Lacher!

man sollte endlich auch den Boss in Brüssel genauer beleuchten, und all die seltsamen Begünstigungen gerade dort auch abstellen, da die ein Hohn gegen die arbeitende Leistungsgesellschaft namens Arbeiter darstellt !!!

Aber es ist schon richtig; man muss erstmal im eigenen Land beginnen diese Parasiten für sehr lange Zeit abzuwählen.

Für diese "Volkspartei" allerdings ein schwerer Schlag, da gerade sie es ja immer war und ist welche meint, die einzig seriöse Wirtschaftspartei zu sein ?!
Keine Sorge aber um Strasser, denn die Justiz samt Innenministerium befinden sich ja immer noch in der selbe Hand *g*

Gast: Medienlandschaft
23.03.2011 12:34
9 0

rücktrittsreif

Sind jetzt die prölls!

denn trotz der bekannten strassermails wurde er eu-Delegationsleiter !

sich jetzt vom Krankenbett zu empören ist mehr als scheinheilig !

klares auswahlverschulden!


Gast: Engländer
23.03.2011 12:27
6 0

Inglisch

Beschämend das sder österr. VP-EU Delegationsleiter so ein besch... Englisch spricht.

Antworten Gast: gast_
23.03.2011 14:11
0 0

Re: Inglisch

das ist austrian-englisch (zertifiziert von loddar matthäius) und hat mit b.e. nix zu tun

Gast: die-Fresse.com
23.03.2011 12:17
1 0

die Grasse Strasse

Na das klingt aber nach einem satten Berater-Honorar!

Strasser kommt zuvor ;-)

Antworten Lexington
23.03.2011 17:41
0 0

Re: die Grasse Strasse

Ach ja, wo sie es sagen, jetzt weiß ich, woran mich das Gestammel erinnert hat, es ist also doch Englisch, was der Delegationsleiter der ÖVP in Brüssel gesprochen hat.
Danke für den Hinweis.

Dagobert
23.03.2011 12:16
3 0

Erbärmlich

Die Mitgliedschaft ruht.
Der Störenfried ist so halb weg.
Somit wieder weiter im Tagesgeschäft.

Goschn halten! Is eh nix passiert!

Gast: pensador
23.03.2011 12:09
2 2

Unterschiede

Bei dem gibts handfeste Beweise. Zum Unterschied zum Grasser. Da gibts nur Verdächtigungen und Hetze.

 
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