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Karas fordert bis zu zehnmal höheres EU-Budget

30.05.2011 | 21:51 |   (Die Presse)

Die Staaten der EU sollten fünf- bis zehnmal mehr ins EU-Budget einzahlen als derzeit, so der Chef der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament. Die Sozialdemokraten wollen sich aber nicht auf Zahlen festlegen.

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Wien/Hie  Mehr Geld für Forschung und Entwicklung, eine neue Energiepolitik, ein besseres europäisches Bildungssystem - die EU hat sich viel vorgenommen. Aber wer soll für das alles bezahlen? Wenn es nach Othmar Karas, ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament und Vize-Fraktionschef, geht, die Mitgliedstaaten - und zwar mit deutlich höheren EU-Beiträgen. Langfristig müsse das EU-Budget fünf bis zehn Prozent des Bruttonationaleinkommens betragen.

Ein Prozent - so hoch ist es derzeit - sei nicht genug. „Wer für das Einfrieren des Budgets ist, ist für eine Schwächung der EU", so Karas gestern, Montag, in Brüssel.

Hinter sich hat Karas jedenfalls die Europäische Volkspartei, die größte Fraktion im EU-Parlament. So sagte der luxemburgische EU-Abgeordnete Frank Engel: „Europa braucht mehr von dem vorhandenen Geld und die Mitgliedstaaten weniger", so der Parlamentarier auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Karas.

Derzeit, so Othmar Karas, sei die Europäische Union eine „Umverteilungsunion": 95 Prozent der gesamten EU-Mittel würden zurück an die Mitgliedstaaten fließen.
Das bis zu zehnmal höhere Budget ist eine der Forderungen, die die Konservativen in den Bericht des Sonderausschusses zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise (Cris) eingebracht haben. Der Sonderausschuss wurde 2009 gegründet, um die Position des Parlaments zur künftigen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der EU zu erarbeiten. Der Bericht wurde Montagabend angenommen und wird Anfang Juli dann im EU-Parlament behandelt.

Gemeinsame Anleihen prüfen

Auch die Sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament ist für eine stufenweise Erhöhung des EU-Budgets, will sich allerdings nicht auf konkrete Zahlen festlegen: „Die Zahl schreckt derzeit nur", sagt der SPÖ-Abgeordnete Hannes Swoboda am Montag zur „Presse".

Die EVP und die Sozialdemokraten wollen die Kommission außerdem dazu auffordern, die Ausgabe von gemeinsamen Anleihen der EU-Staaten zu prüfen - sogenannten Eurobonds. Allerdings könnten solche Gemeinschaftsanleihen nur Hand in Hand mit strengen Reformauflagen gehen. Weitere Vorschläge in dem Bericht sind eine stärkere Koordinierung der EU-Wirtschaftspolitik, die Umwandlung des Euro-Rettungsschirms in eine Europäische Schuldenagentur und der G20 in einen Weltwirtschaftsrat.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2011)

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157 Kommentare
 
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Gast: 1. Parteiloser
08.06.2011 20:02
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Warum fragen die Versager nicht die EZB?

Das Geld kann einfach durch noch mehr Geldschöpfung geschaffen werden, um diesen korrupten Beamtenhaufen, welcher sich nur in Umverteilungsexzessen übt, auch finanzieren zu können.

Wenn man sich die Daten zur erfolgten Geldschöpfung anschaut, dann sollte das doch auch keine große Rolle mehr spielen.

Bilanzsummenentwicklung EZB
13.05.2011: 1.898.665 Mio. Euro
23.12.2010: 1.926.154
23.12.2005: 1.019.749
27.12.2002: 832.558

1.000.000 Mio. Euro in weniger als 10 Jahren ist ja eine Menge Geldschöpfung, welche die EZB Bilanz ausweist.

Geldmengenentwicklung M3 im Euroraum
2001: 5.403 Mrd. Euro
2002: 5.767
2003: 6.147
2004: 6.536
2005: 7.085
2006: 7.750
2007: 8.649
2008: 9.392
2009: 9.343
2010: 9.521 (August)

M3 Steigerung:.............+72%
Produktion Euroraum:....+4% (real!)

Die EZB beobachtet ja nur Geldvermögen, welche bis zu einer Laufzeit von 2 Jahren geht (M3). Natürlich ist dabei die irre Geldschöpfung durch die Staatsanleihen dabei weitgehend unberücksichtigt. Im Euroraum geht es aber schon um ca. 10.000 Mrd. Euro!

Die EUler sind so weit neben der Realität, dass man die Entfernung in Gigalichtjahren angeben müsste.

Die werden niemals drauf kommen, dass auch ein Nutzen für die Gesellschaft erbracht werden muss.

Gast: Ich bin der Meinung
08.06.2011 16:19
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Jeder Euro der in dieses Gebilde fließt

muss abgeschrieben werden

In spätestens 3 Jahren ist die EU nicht mehr existent.


Gast: Die spinnen die EU'ler
08.06.2011 15:50
1 0

Karas: "Ohne Geld ka Musi"

Die Euro Leich stinkt eh schon jeden und do wollns a noch unsa Göld für schlechte Begräbnismusik ausgeben.

Gast: EU-Parlaments Kostenreduktion
08.06.2011 15:30
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Europäisches Parlament fordert mehr Geld für EU

Nix mehr Geld, Europa muss sparen und die Gehaltsauszahlung für alle EU- Mitarbeiter sofort einfrieren.

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da gibt es wohl wieder eine Übermittlungssperre.


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eh besser keine Musi,

das Orchester ist schlecht, die Stimmen verstimmt, der Rythmus fehlt,
und so eine schlechte Band soll man noch besser bezahlen.

Zuerst muss man die leistung sehen, dann kann man über Geld reden.
Schlechte Handwerker, die fehlerhafte und falsche Produkte liefern, gehören in die Haftung genommen und nicht noch besser bezahlt.

Gast: Cheftrainer
08.06.2011 14:35
2 0

Karas: "Ohne Geld ka Musi"

Der Kerl hat noch immer nicht begriffen, daß wir weder ihn noch sei Musi wollen.

Gast: xom
08.06.2011 12:50
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die sollten einmal aufhören...

den geflügeltransport nach afrika - oder die zig-fach fahrten von joghurts quer durch europa zu subventionieren! dann kommen sie mir "ihrem" budget locker durch...

Antworten Gast: Otto I
08.06.2011 14:46
0 0

"die"

sind ganz stark österreichische Lobbyisten und Politiker.

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EHEC Krise

Alle sollen Zahlen, nur weil der deutsche Gurkenjournalismus auf Panik macht.

Nach Köhler, Guttenberg und Atomkraft sind jetzt die Gurken dran.

Fragt einmal das Volk!

NIemand würde dem zustimmen!

Man kann etwas tun:
www.eu-austritts-volksbegehren.at

Antworten Gast: Pezoly
08.06.2011 14:56
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Re: Fragt einmal das Volk!

Das Volk wurde zwischen 4. und 7. Juni 2009 gefragt. Habens die EP Wahlen verschlafen? Oder wollen Sie demokratische Willensbildungsprozesse nicht akzeptieren? Außerdemokratische Opposition?

Antworten Gast: ETF2
08.06.2011 14:54
0 1

???

Anhand Ihrer Aussagen bezweifle ich ihren demokratischen Verständnishorizont - die EU-Parlamentarier, die dies fordern, sind vor kurzem von uns Europäern gewählt worden und vom europäischen im Rahmen eines ganz normalen Parlamentarismus Volk beauftragt ihre Arbeit zu tun. Wenn das Volk "dem nicht zustimmen würde", dann hätten wir wohl andere Parlamentarier gewählt, oder?

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Re: ???

damit sind wir bei ihrem denokratischen Verständnishorizont:
wäre das ein Problem gewesen, dann hätte das in den Wahlkampf hineingehört, karas und die anderen sind ja keine Anfänger, die das nicht hätten wissen können.
Ich würde das bei minimalen Demokratieverständnis als Wählerbetrug größten Ausmasses deklarieren.
Bei maximalem Demokratieverständnis wäre der Rücktritt wegen Wählertäuschung und bewußtem Wählerbetrug fällig.

Antworten Gast: Staatskanzler
08.06.2011 13:28
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Re: Fragt einmal das Volk!

Bravo!

Pro-EU

Recht hat er! Wer mal die Haushaltspolitik der EU mit jenen der Mitgliedstaaten vergleicht wird zum Schluss kommen, dass die EU wesentlich "besser" mit unserem Geld wirtschaftet als unsere EIGENE REGIERUNG!!! Das sind Fakten. Sicher, manche news schmecken mir auch nicht aber jetzt mal ehrlich, wir reden hier über peanut-Beträge wenn man sie in Relation stellt. Was sind 20.000 € für Staatsgeschenke oder 2 Millionen für EU-Reisen (in 2 Jahren!) im Vergleich zu 5Mrd sinnloser Koralmtunnel oder 15Mrd Subventionierung durch die heimischen Ministerien wobei 900 Millionen noch nicht einmal zweckgebunden sind und niemand weiss was damit passiert. Aber der Krone-Populismus mit kleinen Eurobeträgen zieht scheinbar besser.

Jeder der hier so Schmonzes gegen die EU schreibt, dem würde ich fast wünschen in einer Welt ohne EU zu leben - erst dann würde man sehen wie schön wir es jetzt eigentlich haben. Sachliche EU-Kritik ja, dummes Bashing ohne jegliche Grundlage nein. Leider ist das meiste davon nix anderes... schaut's mal nach Wien bevor ihr auf "Brüssel" schimpft!

Antworten Gast: TQB
08.06.2011 14:51
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Richtig, die EU hatte noch nie ein Budgetdefizit

noch Schulden. Das sollte für Österreich vorbildlich sein.

Gast: W. Schneider
06.06.2011 14:03
1 1

Eine andere Forderung würde mich sehr überraschen.

Die EU okttroyiert Europa. Die EU muss ausgehungert werden sonst finanzieren wir noch mehr Viagra für Euro-Abgeordnete, Flugreisen, Sex-Parties und Fressgelage - ausserdem wäre eine ausgehungerte EU-Behörde(n) ein Beitrag zum Umweltschutz und durchfüttern müssen wir die nutzlosen Beamte auch nicht.

Gast: rechner
05.06.2011 18:04
1 1

Rechnung

"Derzeit (..) sei die Europäische Union eine „Umverteilungsunion": 95 Prozent der gesamten EU-Mittel würden zurück an die Mitgliedstaaten fließen."

Die EU "verteilt" jedes Jahr rund 140 Mrd. Euro um, 5% davon sind 7 Mrd., also 19 Millionen pro TAG welche die EU-Diktatur selbst verschlingt.

Sie wollen aber 190 Millionen pro TAG!?

„Wer für das Einfrieren des Budgets ist, ist für eine Schwächung der EU" - Also ich bin dafür, das Budget zu streichen.

Gast: Der Sucher
05.06.2011 16:17
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EU-Moloch

Marx, Lenin und Mao würden sich freuen, ist doch die EU ein Umverteilungsstaat kommunistischer Prägung. Von oben nach unten wird das Geld verteilt, Leistung lohnt sich nicht mehr, Pleitestaaten werden künstlich am Leben erhalten usw.usf.
Für Deutschland kann nur gelten:
Raus aus dieser Union und diesen mistigen Euro abgeschafft!
Sollen die PIIGS-Staaten doch sehen, wo sie bleiben. Uns hilft auch keiner.

Gast: Karas spielt wieder einmal ÖVP versenken
03.06.2011 01:56
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Die ÖVP demontiert sich selbst

Traurig, dass so jemand zum ÖVP-Delegationsleiter gemacht wurde!

Das verfügbare Personalreservoir der ÖVP muß ziemlich bemitleidenswert sein, wenn man niemanden klügeren als Karas zur Verfügung hat.

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Ein Despot

Für diesen EU Turbo ist es unter seiner Würde mit Andersdenkenden eine Diskussion zu führen. Wenn er höhere Ausgaben fordert, könnte er ja seinen Gehalt dem EU Budget zuführen. Ich brauche keine EU. Vielleicht hätte Österreich mehr Geld für seine eigenen Bedürfnisse zur Verfügung, wenn wir nicht gezwungen wären, andere mit Geld zu unterstützen (Griechenland, Irland, Portugal etc).

Re: Ein Despot

Durch den Euro haben wir uns in den letzten 15 Jahren bisher ca. 4 Milliarden rein an Wechselkursgebühren erspart - neben den ganzen anderen Vorteilen. Nach Griechenland sind real knapp 2,2 Milliarden aus Österreich geflossen - der Rest sind Bürgschaften. Die 2,2 sind auch kein "in den Hintern rein" sondern KREDITE die mit ZINSEN zurückgezahlt werden müssen. Mal rechnen und man wird zu einem spannenden Ergebnis kommen... bin auch sauer auf die Griechen, aber was können 11 Millionen Menschen dafür das ein paar deperte Politiker falsche Zahlen nach Brüssel geliefert haben???? Wenn hier die europäische Solidarität nicht greift, dann können wir die EU gleich zusperren - aber dann uns allen Gute Nacht. In 30 Jahren wären wir ein schönes Museum für asiatische Touristen, aber nicht mehr. Eure Enkel würden von dem Wohlstand den wir heute haben nur träumen können und so weiter. Würd mich mal erinnern was vor der "bösen EU" die letzten Jahrtausende in Europa abging. Keine Generation ohne Krieg. Wer sagt das kann alles heut nicht mehr passieren ist sehr naiv... ich will das nicht!

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Re: Re: Ein Despot

ja und,
was ist das für eine Ersparnis, wenn dafür andere Kosten steigen.
Ein mehrwert besteht nur darin, wenn die ganze Chose billiger wird.

Synergieeffekt nennt man das in der Wirtschaft.
Momentan schaut es aber eher wie Mercedes und Daimler aus. Hat viel Geld gekostet und ist nichts Gescheites geworden.

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Re: Re: Ein Despot

Sie sind ein Optimist, wenn Sie glauben, daß Griechenland je seine Schulden zurückzahlen wird. Ein SFr war vor der Euroeinführung ca. 8 Schillinge. 1 Euro ist etwas mehr als 13 Schillinge. Heute ist 1 Euro ca. 1,22 Franken; d. h. 1 SFr wäre heute 1,58 Schillinge. Das sagt wohl alles aus über die EU und den Euro. Sie bleiben EU Fan ich EU Skeptiker und hoffe, daß die Österreicher sich wieder mehr darauf auf ihre Identität als Bürger ihres Staates beziehen als auf ein künstliches Gebilde wie die EU. Für mich ist z.B. ein Inder genau so nahe wie ein Deutscher. Beide sind Menschen und ich bevorzuge den Einen nicht weil er Europäer ist.

Gast: Euopäerin
01.06.2011 11:58
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Fließgeschwindigkeiten jedweder Art beschleunigen sich

Die haben doch irgenwie alle gegen den Grundsatz "Erst denken, dann handeln" verstoßen, kommt einem vor, denn die europäischen Bürger haben das Gefühl, die wissen gar nicht mehr, was sie tun, außer viel Geld zu verdienen, das sie den Bürgern aus der Tasche ziehen.

 
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