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Heinz Fischer sieht EU in einer "ernsten Lage"

31.05.2011 | 20:15 |   (DiePresse.com)

Der Bundespräsident ist besorgt, weil ein "Unbehagen gegen die EU geschürt wird" und die Regierung nicht dagegen ankommt. Er selbst bleibt ein glühender Verfechter der europäischen Integration.

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Bundespräsident Heinz Fischer sieht die Europäische Union in einer "ernsten Lage". Angesichts unterschiedlicher Positionen in verschiedenen wirtschaftlichen oder politischen Fragen habe sich eine Situation ergeben, "die uns ernsthaft herausfordert und große Anstrengungen abverlangt", sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag im Gespräch mit Journalisten in Wien. Die österreichische Bundesregierung vertrete zwar eine "Pro-EU-Position", meinte Fischer, doch sei das Schüren eines "EU-Unbehagens" im Land stärker als die Argumentation für die EU.

"Ich glaube, dass der Bundeskanzler, der Außenminister und alle Minister um den Wert der Zusammenarbeit wissen", argumentierte Fischer. "Sie wissen auch, dass Spekulationen um den Euro-Austritt abenteuerlich sind." Solange die EU-Skepsis in der Bevölkerung aber zunehme, könne man wohl auch nicht sagen, dass "genug getan und informiert wird", fand der Bundespräsident auch kritische Worte.

Es gehe nicht bloß um Information, sondern auch um Politik: "Es müssen die EU-Entscheidungsprozesse einerseits und die Informationsarbeit andererseits so sein, dass sich aus beiden eine Summe ergibt, die die Menschen in der Überzeugung bestärkt, dass auf das schreckliche Zeitalter des überspitzten Nationalismus mit all seinen Konflikten das Zeitalter oder das Jahrhundert der europäischen und weltweiten Zusammenarbeit folgt. Diese Aufgabe wurde nicht ausreichend erfüllt."

"Wir müssen uns sehr anstrengen"

Er selbst sei nach wir vor überzeugt, "dass die europäische Integration unverzichtbar ist." Er glaube auch weiterhin, "dass meine Enkelkinder in einem zusammenrückenden Europa mit einem festen Dach aufwachsen werden." Nachsatz: "Aber wir müssen uns sehr anstrengen." Die aktuellen Probleme der EU skizzierte Fischer folgendermaßen: "Es gibt verschiedene Themen mit einer Bandbreite an Meinungen und nicht nur ein Thema." Es beginne bei wirtschaftlichen Themen wie der Finanzhilfe für Griechenland oder Portugal, und es setzte sich bei Fragen fort, wie jener, "wie man mit dem Kosovo umgeht."

Zudem gebe auch unterschiedliche Auffassungen zum US-Raketenabwehrsystem in Europa oder innerhalb der NATO, "die ja auch von europäischen Staaten mitgetragen wird." Eine interessante Diskussion sei auch zu erwarten, "wenn es um die Anerkennung eines palästinensischen Staates geht." Ein spezielles Thema seien die unterschiedlichen Positionen verschiedener EU-Länder bezüglich des Verhältnisses zu Russland, erklärte Fischer, der in den vergangenen Wochen in Moskau den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin getroffen und am 17. Treffen der mittel- und südosteuropäischen Präsidenten in Warschau teilgenommen hatte.

Bei dem Warschauer Treffen sei auch zu bemerken gewesen, dass einerseits die EU-Erweiterung um alle Staaten des westlichen Balkan als für "die europäische Perspektive" wichtig eingestuft werde, andererseits aber auch "Bauchweh" spürbar sei, dass eine EU mit 30 oder mehr Mitgliedern die Steuerbarkeit und Lösungsfindungen nicht erleichtern würden.

Allerdings gebe es noch Länder in Europa, denen relativ wenig Aufmerksamkeit gewidmet werde, resümierte Fischer und nannte Moldawien als Beispiel. Solche Länder seien aber mindestens so wichtig sind wie der Kosovo oder andere europäische Regionen. "Man muss sich auch zunehmend mit solchen eingefrorenen Konflikten beschäftigen."

Dass der Lissabon-Vertrag den Zustand der EU negativ beeinflusst habe, glaubt der Bundespräsident indes nicht: "Der Lissabon-Vertrag hat vielleicht manche Erwartungen nicht erfüllt, aber die EU steht mit ihm besser da, als wäre auch der Lissabon-Vertrag gescheitert."

(APA)

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120 Kommentare
 
12 3
Gast: Ärger
05.06.2011 21:27
3 0

Das Unbehagen ist schon da!!!


Daß Unbehagen aufkommt,


unser hbp

unser lieber hbp, seine peinlichkeit heifi der erste erkennt einen ernst der lage. war etwa die papierration in seinem klitzekleinen büro vergriffen, auch eine sehr sehr ernste angelegenheit und heikle lage der dinge.

Heinz Fischer sieht EU in einer "ernsten Lage"

und dieser "weise" kostet uns steuerzahler über 300.000 im jahr?! wow... nicht schlecht!

wo ist die toilette?

wird zeit, auf's klo zu gehen..:)

1 4

Entwicklung

Die EU befindet sich seit anbeginn in einem Entwicklungsprozess.

Je größer sie wird, desto größer wird die Notwendigkeit sein, sie föderaler zu strukturieren.

Etwa sinnvoll nach Regionen geordnet.

Süd-West (Portugal, Spanien, Österreich, Italien)
Süd-Ost (Der Balkan inkl. Griechenland und ggfs. die Türkei)
Ost (Ostdeutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, usw.)
West (Westdeutschland, Frankreich, England, BeNeLux)
Nord (Skandinavien, EsLeLi)

4 0

Re: Entwicklung

jaja und gleich alle demokratischen Bürgerrechte einkassieren --- nur noch das System regiert ohne jede Vernunft

8 0

Vielen geht jetzt ein Licht auf

Warum werden die immer mehr, die zur EU kritisch stehen? Man begreift endlich (lang hat es gedauert), daß man von den damaligen Politikern mit Vorspiegelung falscher Tatsachen getäuscht worden ist. Und man wird noch immer für dumm verkauft. Pröll schnürt Sparpakete und ein Mehrfaches des eingesparten Geldes überweist man an einen Betrüger Staat (Griechenland). Ein Faß ohne Boden. Hoffentlich zerfällt die EU bald.

Gast: Reflector
01.06.2011 18:10
5 0

Hr. UHBP


Genau diese hohlen Phrasen aus den üblichen Textbausteinen sind es die fast keiner mehr hören kann.

"dass die europäische Integration unverzichtbar ist."

Diese Integration hat aber nichts mit dem derzeitigen EUDSSR System zu tun, auch wenn Sie sich solchen Systemen naturgemäß als glühender UDSSR Fan sehr verbunden fühlen.

Diese Gleichsetzpropaganda von EU System und Europa wird auch dann nicht wahr indem man diese dauernd gebetsmühlenartig wie die Produktionsziele der Fünfjahrespläne in der UDSSR noch und noch auf allen Kanälen wiederholt.

Die Leutchen sind nämlich schon gut integrierte Europäer. Gemessen an der Dichte und kulturellen Unterschiede die auf engstem Raum in Europa herrschen, kommen die sogar vorzüglich miteinander aus, von dem EU System aufoktruierten Zuwandererschichten aus Konfliktkulturen einmal abgesehen.

Also merken: EU System und Europa sind zweierlei!

Was aber immer wieder aufhetzt und trennt ist eben das diktatorisch, bevormundende, hoch bürokratisierte, innefiziente, planwirtschaftliche EU System, personifiziert durch Politnieten und deren alternativlosen Währungskerker €.

Die Zustände in Südeuropa sind eine zwingende Folge dieses Systems.

Es bedarf keiner weiteren 'Aufkärungs-' oder 'Informationsarbeit' also sprich Propagandaanstrengungen mehr.

Die Leute haben sich schon selbst informiert über die Zustände im EU System und Ihre Meinung gebildet, deshalb ist die Stimmung auch so wie sie ist.

Antworten Gast: nestbeschmutzer
06.06.2011 07:26
0 0

Re: Hr. UHBP

Verstehe ich, aber solange wir diese Politnieten ins EUP wählen, liegt die Schuld eher bei uns als bei der EU oder? Schauen sie doch mal welche letztklassigen Leute wir dorthin schicken! Alle Fraktionen!
Aber so sind wir: nix dazu beitragen, aber schimpfen! Typisch Ösiländer!

Gast: 1. Parteiloser
01.06.2011 16:56
6 0

Wie recht er doch hat, unser geliebter Bundespräsident!

Die EU besteht ja nur noch aus nutzlosen Apparatschiks, welche einen Haufen Geld kosten, eine exzessive Umverteilung administrieren, aber keinen Nutzen für die Menschen in Europa haben. Die gefallenen Realeinkommen von Menschenmassen, aber auch die Armutsberichte, zeigen das doch deutlich auf.

Weil das aber so ist, so hat die EU keine Existenzberechtigung, Europa aber schon, weil es ja ganz was anderes ist.

Dass auch die vielen Mitgliedsländer erhebliche Probleme haben liegt doch auch nur an den degenerierten Parteibonzen, welche regieren nur noch als Recht zum Umverteilen verstehen. Die haben sich dieses vermeintliche Recht auch noch so hingedreht, dass zukünftig zu erbringende Wirtschaftsleistungen auch schon umverteilt wurden (Schulden). Diese Wirtschaftsleistungen bedürfen zukünftiger Zwangsabgaben nur für die Zinsen und zukünftige Zwangsabgaben bedürfen zukünftiger Zwangsleistungen. Es ist de facto eine Versklavung der Kinder Europas, welchen die Zukunft gestohlen worden ist.

Ja, die EU ist schwer krank, leider auch die vielen Mitgliedsländer. Die volle Verantwortung haben die Parteibonzen, welche die letzten 20 Jahre voll versagt haben und Ihrer Verantwortung nicht nachgekommen sind.

Es ist am Ende so, dass ein Schwerkranker den anderen Schwerkranken eine Diagnose ausstellt. Zur Genesung kann er aber nichts mehr beitragen, er muss mit der Last des eigenen Totalersagens leben.

Gast: cesar ruff
01.06.2011 16:52
1 0

unsere oder EU lage ernster?

"a wahnsinn" wie negativ die stimmung ist
aber was ist die alternative
*rote schuldenpolitik
*schwarze straftaten ohne bestrafung
*blaue möchtegern regierung die sich selbstzerstört hat und jetzt nochmal will...
*grüne scheinumweltler die bezinfresser
fahren oder ebikes ablehnen
*eu politiker die gagen einstreifen die
höher sind als die 300% steigerung im
heimatland österr.
*türken die schneller reich werden als
sie deutsch sprechen?ohne eu mitgliedschaft
bzw eu zahlungen der türkei....

na eure sorgen möchte ich haben
der fischer muß weg,schluchz!

Gast: Grosskaliber
01.06.2011 15:37
8 0

Ihro Majestät

der Oberste Sovjet Österreichs verkündet - Der Euro hat Schnupfen - Hatschi - wohl bekomms

Gast: uburoi
01.06.2011 15:25
7 0

wie wärs mit selbstanklage?

als ehemaliger verfassungsjurist, wissenschaftsminister und parlamentsvorstand, wie augenblicklicher bundespresident des angeblichen rechtsstaates?
viel spaß!

Antworten Gast: ribirubiratiku
01.06.2011 16:30
2 0

Re: wie wärs mit selbstanklage?

Dummheit ist kein Verbrechen !

Der BP und die EU

Ersteren sofort abschaffen.

Aus Zweiterer sofort austreten oder aber alle Faulen und Verlogenen rausschmeissen, denn wieso sollen wir diese ganzen Lateiner mit ihren 35 Stunden Wochen, Streiks und Beamtenmolochen finanzieren und die korrupten und teilweise groessenwahnsinnigen Ex-Kommunisten unterstuetzen, die sich nur von uns auffuettern lassen um es dann ganz offen mit den Amis zu halten.

0 1

Re: Der BP und die EU

netter Tipp: zuerst denken dann posten; oder wenigstens nach dem Posten mit dem Denken zu beginnen, anstatt einfach zu posten ohne zu denken!

Amt des Bundespräsidenten abschaffen, JETZT!

Dieses Amt (und v.a. die Person, die dieses Amt derzeit inne hat) ist absolut entbehrlich. Die paar Aufgaben (wie etwa Abschluss von Staatsverträgen, Oberbefehl über das Bundesheer, usw.) könnte man auch dem Bundeskanzler übertragen.

Wobei... wenn ich mir's so recht überlege, wäre es wohl keine so gute Idee, dem Werner noch mehr Aufgaben zuzuschanzen, die ihn überfordern.

0 0

Re: Amt des Bundespräsidenten abschaffen, JETZT!

Genau das wollen ist ja diew Strategie und dadurch wird die direkte Personenwahl dann gänzlich aufgehoben und die Macht der Parteienoligarchie weiter gestärkt --- nein wir brauchen eine starke und ehrliche parteiunabhängige Person als Bundespräsident/in!

Das wäre wichtig, denn jemand ersthaft Gutes für das Volk tun will, dann gibt das Bundespräsidentenamt schon was her --- nur der Herr Fischer klebt eben nur am Sessel und zuckt mit Schultern.... Er blockiert direkte Demokratie wo es nur geht.

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wie gewohnt weiterhin nur warme Luft von einem Parteigreis

der nicht daran denk, mittels Abschaffung seinens doch unnützen Amtes, dem Staat beim SParen zu helfen.

Versteckt hinter der "warnenden" Überschrift ist er wie auch seine Kollegas ein glühender Fan dieses wohl unnützeste Konstrukt aller Zeiten, da sie dadurch jede Verantwortung einfach nach Brüssel abschieben.

Gast: Marximiliane
01.06.2011 13:50
14 1

UHBP, der Euro ist gescheitert!

Der Schilling wird wiederkommen, früher oder später. Je später, desto größer werden unsere Schulden sein!

Der Euro hat geschafft, daß die Länder Europas wieder auseinanderdriften.

Halb Europa versinkt in der Depression, die Menschen gehen zu Hunderttausenden auf die Barrikaden und alles was sie hören ist:
"Ihr müsst noch mehr sparen! Ihr habt über Eure Verhältnisse gelebt! Ihr werdet unter EU-Kuratell gestellt, damit Ihr lernt, was Sparen bedeutet! Lang lebe der Euro!"

Das wird ohne Krieg nicht mehr lange gutgehen, deshalb finde ich:
ZURÜCK ZU NATIONALEN WÄHRUNGEN!
Die Banken trifft´s ohnehin, d.h. dank unserer Regierung uns Steuerzahler.
Je länger wir den Euro noch haben, desto teurer wird´s!

0 1

Re: UHBP, der Euro ist gescheitert!

Ja, die EUROKRATEN spalten Europa! EU ist eben NICHT Europa, wie es fälschlich immer dargestellt wird. Ohne EU wären alle friedlich!

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Re: Re: UHBP, der Euro ist gescheitert!

so friedlich wie in den Jahrtausenden zuvor!

Der Schärdinger

Danke, wieder alles gestrichen.

Der Schärdinger

Unbehagen würde ich es nicht nennen.
Aber jeder Österreicher/in der seinen Finanzhaushalt in Ordnung hat und eins und eins zusammenrechnen kann, muß erkennen, dass wenn man so wirtschaftet, wie einzelne Regierungen, an der Spitze Brüssel, es so nicht funktionieren kann und auch nicht wird.
Es ist einfach nicht vernünftig, wenn man einen Euro einnimmt, an seiner Stelle zwei ausgibt und diese dann auch noch zu stützen versucht. Die einzige Erklärung dafür, wenn wir nicht mitmachen wird alles noch viel schlimmer, kann man so nicht geltend machen.
Egal, weil das ja sowieso nur wenige lesen.


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Intellektuelle Herausforderung für Herrn BP Fischer

Halten Sie es für denkmöglich, dass das Unbehagen gegen die EU nicht GESCHÜRT ist, sondern vielleicht eine reale Ursache hat, lieber Herr BP Fischer? Könnte es unter Umständen sein, dass sich manche fleissigen Österreicher AUSGENÜTZT fühlen, wenn sie Milliarden (ohne dass ein Ende in Sicht ist!) an EU-Bürger überweisen, die halt ein bißchen sehr über ihre Verhältnisse gelebt haben, mitunter uns auch durch Budgetfälschungen belogen haben? Können Sie diese Überlegungen intellektuell bewältigen, Herr Bundespräsident?

 
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