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EU auf dem Scheideweg: Der (Alb-)Traum von Vereinigten Staaten

14.10.2011 | 18:41 |  von Wolfgang Böhm (Die Presse)

Zerbricht die enge Zusammenarbeit in der Europäischen Union an mangelnder wirtschaftlicher Konvergenz und träger Entscheidungsfindung, oder kommt eine große Vertragsänderung mit dem Verlust der Einstimmigkeit?

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Sie propagieren eine radikale Lösung: Die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Sims und Thomas Sargent empfehlen der EU als Ausweg aus der Krise einen noch engeren Schulterschluss. Sargent vergleicht die Situation in Europa mit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Es habe 13 Staaten gegeben, die ihr eigenes Geld, ihre eigenen Steuern und ihre eigene Wirtschaftspolitik hatten. Doch die Schulden stiegen, und der Druck von außen nahm zu. „Erinnert Sie das an etwas?“ Die Lösung sei die Gründung der USA gewesen.

Für viele ist es ein Albtraum: Die Neugründung der EU in Form eines Überstaats, mit Eingriffsmöglichkeiten in die nationale Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik. Andere, wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble, arbeiten aber bereits daran. Als Konsequenz der Schuldenkrise fordern sie „Durchgriffsrechte“ auf Mitgliedstaaten, die mit ihren Schulden die gemeinsame Wirtschaft und Währung gefährden. Es gehe zwar nicht um die „Vereinigten Staaten von Europa“, versichert Schäuble, aber um die notwendige Übertragung weiterer Kompetenzen auf europäische Ebene.

Laut dem deutschen EU-Abgeordneten und voraussichtlich nächsten Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz, bereiten sowohl die SPD als auch die CDU für ihre nächsten Parteitage Beschlüsse zur weiteren „Vertiefung der europäischen Integration“ vor. „Es geht um nicht weniger als um die Umgründung der EU“. In Berlin gebe es laut Schulz die Einsicht, dass letztlich eine große Vertragsänderung notwendig sei.

Warum dieser Wandel? Die Krise hat deutlich gemacht, dass die derzeitige Konstruktion der EU nicht ausreicht, um eine gemeinsame Währung stabil zu halten. Es gibt zu wenig Kontrolle und zu wenig Möglichkeiten der frühzeitigen Korrektur in einzelnen Mitgliedstaaten. Eine Alternative wäre, wie es der Wirtschaftsexperte und IFO-Präsident Hans-Werner Sinn propagiert, die Trennung von Ländern wie Griechenland. Oder dass ein Kern an stabilen Ländern eine neue Hartwährungsunion gründet. Der Nachteil daran ist, dass der gemeinsame Binnenmarkt, der wichtigste Wirtschaftsfaktor der 27 EU-Staaten in Mitleidenschaft gezogen würde. Die andere Alternative ist die Korrektur der politischen Konstruktion der EU. Diese kann – wie es der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Angela Merkel propagieren – aber nur über eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung funktionieren. Diese „Wirtschaftsregierung“ macht Eingriffe in nationale Souveränitätsrechte wie etwa in Budgets oder Pensionsregelungen notwendig.

 

Einstimmigkeitsprinzip aufheben

Die träge Entscheidungsfindung in der Krisenpolitik und zuletzt die Blockade des ausgeweiteten Euro-Rettungsschirms durch die Slowakei zeigen noch ein weiteres Problem auf: Die EU kann wegen ihres verankerten Einstimmigkeitsprinzips nicht rasch reagieren. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wirbt deshalb für das Ende der nationalen Vetos und die generelle Einführung von Mehrheitsentscheidungen. Damit würde sich die EU aber noch weiter zu einem Bundesstaat entwickeln. Einzelne Länder könnten im EU-Rat (Gremium der 27 Regierungen) nicht länger den Willen der Mehrheit blockieren. Ob dies durchsetzbar ist, muss freilich bezweifelt werden. Allein Österreich hat beim LKW-Transit erlebt, was EU-Mehrheitsentscheidungen (sie sind z.B. in Verkehrs- oder Umweltfragen schon jetzt möglich) auslösen können. Großbritannien hat stets klargestellt, dass es etwa in Fragen der Steuerpolitik nie auf ein Veto verzichten würde.

Auch Schulz ist klar, dass der Widerstand groß sein wird. „Wir müssen aber für diese Ideen den Kampf um die Mehrheit in der Bevölkerung beginnen.“ Den Bürgern müsse bewusst gemacht werden, dass es in ihrem Interesse liege, wenn es künftig gemeinsame, parlamentarisch kontrollierte Entscheidungen in der EU gäbe. In dem derzeitigen Krisenmanagement würden die Staats- und Regierungschefs ebenfalls Kompetenzen an sich ziehen. Doch diese sind in kein demokratisches System von Checks and Balances (Parlamente und Gerichte) eingebettet. Das könnte nur durch eine EU-Vertragsänderung verwirklicht werden. Ob diese auch Referenden beispielsweise in Österreich überstehen würde, ist freilich fraglich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2011)

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245 Kommentare
 
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Antworten Gast: Denka09
15.10.2011 10:56
0 3

"die Nationalstaaten in deren Parlamenten"

könnten vieles umsetzen. Nur tun sie das nicht, sie versagen und wir Bürger brauchen eine gestärkte EU, die den Nationalstaaten auf die Finger schaut (und notfalls auch - haut).

Die ewiggestrige EU

Die ewiggestrige EU existiert noch immer???

Antworten Gast: 5df
15.10.2011 12:26
0 2

Re: Die ewiggestrige EU

Ja, so ist das, sie existiert noch immer, genauso wie die unbedarften Kommentare der Ewiggestrigen wie Sie hier noch existieren.

Gast: v. Faltin
15.10.2011 09:52
6 1

Grundgesetz und Demokratie

Martin Schulz!
Dieser Herr hat wohl vergessen, daß alle Macht, gem. GG, vom Volk ausgeht. Kommissare und Bürokraten haben die Völker im Kommunismus gehabt. Das sollte eigentlich reichen.
Warum wehren sich die demokratischen Parlamente nicht gegen diese neuen (alten)"Ermächtigungsgesetze". ????

Antworten Gast: Jugend voran
15.10.2011 12:33
0 3

Re: Grundgesetz und Demokratie

Ihre Wortwahl "Ermächtigungsgesetz" zeugt doch eindeutig davon, dass Sie mental dem Gestern verhaftet sind und aller Voraussicht niemals in der Gegenwart ankommen werden, also eine Riesenangst vor der Zukunft haben müssen, alter Mann.

Antworten Gast: Irrothan
15.10.2011 10:58
1 5

Irrtum.

Das hat sich längst geändert, EU-Recht geht jedwedem deutschem Recht vor. Und das ist auch gut so.

Gast: karcsi
15.10.2011 09:45
2 3

europa als idee ist gut, wenn es nicht ein europa der konzerne wird.

europa ist auch ein friedensprojekt, nicht nur ein wirtschaftsraum. wenn aber wegen der macht der konzerne die demokratie verloren geht, dann bitte kein europa (ob man sich als einzeistaat mehr gegen die konzerne durchsetzen kann ist natürlich eine frage). auf jeden fall: heute 19h heldenplatz, demo gegen die aushöhlung der demokratie durch die macht der konzerne!

"europa ist auch ein friedensprojekt"

Erstaunlich, daß es immer noch Naivlinge gibt, die dieser uralten Propaganda aufsitzen.

Antworten Antworten Gast: Johann S
15.10.2011 12:20
0 0

Re: "europa ist auch ein friedensprojekt"

Im zeitgeschichtlichen Konnex sehr wohl.

Beginnt nach 45 mit der deutsch-französischen Aussöhnung.
Sowas soll doch unbestritten sein.

3 0

Politische Konkurrenz ist zu erhalten,

denn diese gewährleistet die Vielfalt und über länger Sicht setzen sich die besseren Systeme durch.

die EU soll nur bis zum 28 oktober durchhalten

dann krieg ich mein iphone 4s dann kann alles zur hölle fahren von mir aus

2 1

Re: die EU soll nur bis zum 28 oktober durchhalten

Vermutlich das letzte iPhone, das für Apple ein großer Erfolg sein wird.

Danach wird hoffentlich die Konkurrenz gleichziehen.

Gast: Brennstein2
15.10.2011 09:24
4 1

EU

Die EU ist für mich gescheitert, desgleichen der € . Wünschenswert währe ein Kerneuropa - die Nettozahler- und der Rest als asoziierte Mitglieder mit eigenen Währungen, ohne Mitspracherecht und Daueralimentierung. Die Eu-Bürokratie mit den vielen schönen Posten muss man natürlich auch drastisch reduzieren.

Antworten Gast: Hein Gemm
15.10.2011 11:02
0 0

Naja, die "EU-Bürokratie"

hat halb so viele Mitarbeiter wie die Stadt Wien....

Gast: Passagier der Titanic
15.10.2011 09:17
1 0

Wozu noch österr. Politiker

Unsere politische Elite (man verzeihe mir den Euphemismus) wird wieder Hipp, hipp hurra dabeisein. Endlich kann man die Volkspension einführen und die Schuld auf brüssel schieben... Das Ganze ist für diese Eliten mit Scheuklappen natürlich alternativlos...

Gast: Messalina-X
15.10.2011 08:40
2 2

NOCH mehr EU

kommt NICHT in Frage, das würde diesem Politikerpack so passen

14 1

Ich war immer ein EU Befürworter...

...aber was in letzter Zeit passiert, ist absurd. Der ORF hat kürzlich einen Bericht über den Kosovo gebracht, natürlich immer einseitig gefärbt (Serben: böse - Kosovaren: die armen Opfer), aber eines wurde zum Glück nicht verheimlicht: Das die EU völlig unkontrolliert Milliarden in den Kosovo pumpt, ohne auch nur ansatzweise einen Plan zu haben! Es gibt MEHR Ministerien im Kosovo als in JEDEM anderen EU Land, und jeder Minister hat mehr als ein halbes Dutzend Vertreter. Und wäre das nicht schon genug, gibt es hunderte, gar tausende Organisationen deren Funktion niemandem - OFT SELBST DEN MITGLIEDERN - bekannt ist! Es werden Hochhäuser gebaut in denen "EU Vertreter" wie die Made im Speck wohnen während die Bevölkerung nicht genügend zu essen hat (Lebensmittel sind empfindlich teurer als bei uns, die Arbeitslosigkeit extrem hoch).

Zum Abschluss wurde ein ehemaliger "Berater" interviewed, der meinte das kaum eine Organisation irgendeinen Nutzen hat. Er wollte unerkannt bleiben. Wilkommen in der EU im Jahre 2011!

Re: Ich war immer ein EU Befürworter...

so ist es leider..

0 1

Re: Ich war immer ein EU Befürworter...

Diese Auswüchste der Bürokratie gibt es in jedem EU- Land. Man sehe sich nur einmal Österreich genauer an.
Hier leben 10.000ende wie die Maden im Speck.

0 1

Re: Re: Ich war immer ein EU Befürworter...

Aber wie können doch nicht anfangen, uns selbst zu kritisieren. Die EU, das sind die Ausländer, die anderen. Und schuld sind immer die anderen. Dieser Grundsatz hat sich doch bei uns schon seit Jahrhunderten bewährt. Und außerdem ist doch bekannt, dass Österreich die besten Politiker der Welt hat.

Antworten Antworten Antworten Gast: desdarfnetwahrsein
15.10.2011 13:23
0 0

Re: Re: Re: Ich war immer ein EU Befürworter...

wo du her kommen, haben klick klack bekommen ???

Gast: ROTFRONT
15.10.2011 08:30
2 1

Ohne straffe Kontrollstrukturen gehts nicht und eine klare Entscheidungsstrukturen nicht nach Mehrheits-sondern Machtprinzip gehört geschaffen

Zur Kontrolle gehört eine EU-Gerichtsbarkeit mit eigenen Gefängnissen und Strafen um die EU-Machtsstrukturen umzusetzen und Abweichler legal aus der Welt zu schaffen.
Und dann muss natürlich der leistungsstärkste und traditionell immer führende Staat in Europa anschaffen, was für alle gut ist, z.B. Frankreich oder BRD, andere gibts eh nicht.
Nur so kann man die EU retten. Mit eiserner Hand und nicht durch demokratieverliebtes Herumgeeiere.

Gast: desdarfnetwahrsein
15.10.2011 07:37
1 1

alles wie gehabt nur ein bisserl mehr noch undemokratischer

die europäischen Bürger kommen in Europa nicht einmal mehr als Stimmvieh vor und damit alles so weitergeht und bleibt die Zuwanderungswellen aus Afrika und Asien

18 5

Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

und dabei kommt ein abenteurlich falscher Unsinn heraus. Die 13 Gründerstaaten der USA hatten eben kein eigenes Geld/Steuern/Wirtschaftspolitik sondern bekamen dies als Kolonien aus dem fernen London diktiert. Als Reaktion auf diese Fremdbestimmung und vom englischen König durchgeführter Steuererhöhungen kam es dann zur Gründung eines eigenen Staates den USA.
Vergleichen könnte man das also höchstens mit einem Auseinanderbrechen der EU. Denn Brüssel nimmt nicht den Platz eines fiktiven Washington D.C. ein, sondern wohl eher den des verhassten London, wo ferne Bürokraten und ein protziger Hofstaat laufend darüber nachdenken den Ländern noch mehr Geld abzupressen und noch mehr Regulationen aufzuzwingen. Wobei anzumerken ist, dass die Steuerbelastung die damals für die amerikanischen Kolonisten das Fass zum Überlaufen brachte ein Bruchteil dessen ist, was wir heute schon an den nimmersatten Fiskus abführen dürfen. Wenn ein europäischer Superstaat (denn Staat bedeutet auch eigene Steuern) dann da noch oben draufsattelt (denn unten wird garantiert nichts gestrichen, wie man als gelernter Österreicher weiß) dann könnte das auch dazu führen, dass es den Bürgern so wie in den damaligen amerikanischen Kolonien endgültig reicht un die EU explodiert.
Denn die USA wurden durch einen Volksaufstand und auf Wunsch des Volkes gegründet. Die USE ist hingegen ein reines Elitenprojekt für das es wie der Artikel richtig anmerkt in keinem EU-Staat eine Bevölkerungsmehrheit gibt.

0 0

Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

"Die 13 Gründerstaaten der USA hatten eben kein eigenes Geld/Steuern/Wirtschaftspolitik sondern bekamen dies als Kolonien aus dem fernen London diktiert."

Ist leider auch nicht richtig, wie sogar Wikipedia über die Geschichte des Dollars weiß:

"Die 13 Kolonien erhoben Zoll an ihren Grenzen, was den Handel stark erschwerte. Außerdem wurde die englische Währung nicht akzeptiert, das englische Pfund war verboten. Innerhalb der amerikanischen Kolonien gab es unterschiedliche Währungen für den Handel. Eine der Kolonien, die „Massachusetts Bay Colony“ (heute der amerikanische Bundesstaat Massachusetts mit Hauptstadt Boston) war die erste Kolonie, die das eigene Papiergeld nutzte, um das Militär zu finanzieren. Die anderen Kolonien folgten diesem Beispiel."

Nachzulesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/US-Dollar

Antworten Gast: Hischtor
15.10.2011 11:11
3 0

Lernens Geschichte, Gerald.

Die USA wurden am 4. Juli 1776 gegründet, aber als lose Staatenunion mit Zwischenstaatenzöllen und ohne gemeinsame Währung. Der US-Dollar wurde erst 1785 eingeführt. Die Zölle erst um 1780 abgeschaff. Mit den Kolonialwährungen hat das nix zu tun, da liegen Sie 50 Jahre daneben.

1 1

Re: Lernens Geschichte, Gerald.

Sie haben sich bei meinem Posting wohl verlesen. Die 13 Gründerstaaten hatten eben KEIN eigenes Geld/Regierung/Wirtschaftspolitik. Das erfolgte alles erst nachher, nachdem man sich die Unabhängigkeit von Britannien erkämpft hatte und einen eigenen Staat gründete.
Die Wirtschaftsnobelpreisträger behaupten jedoch diesen Blödsinn -> siehe Artikel erster Absatz.

0 1

Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Die Gründung der vereinigten Staaten von Amerika mit einem Auzseinanderbrechen der EU zu vergleichen, ist schon sehr weit hergeholt.
Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges gab es sehr wohl von 1777 bis 1781 ehemalige 13 Kolonien , die eine Souveränität anstrebten. In der kurzen Zeit wurden die sogenannten Konföderationsartikel verabschiedet, deren staatsrechtliche Bestimmungen auf dem Prinzip der vollständigen Souveränität der einzelnen Kolonien beruhte. Diese Regelungen erwiesen sich als unzureichend für den Verbund souveräner Staaten. Daher kam es schon 1787 zur Verfassung der Vereinigten Staaten in Philadelphia!

Die vereinigten Staaten haben eben den "Staatenbund" in nur wenigen Jahren und sich schneller zu den "Vereinigten Staaten" entwickelt.
Die amerikanischen Kolonien haben sich gegen die Abhängigkeit von England gewehrt und in weiterer Folge die Vereinigten Staaten gegründet.
Ihre Schlussfolgerung, die Unabhängigkeitsbestrebungen mit einer Explosion der EU zu vergleichen ist total verkehrt, wie die nachfolgende Entwicklung zur USA gezeigt hat.

3 3

Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Ihre Ergänzungen ändern aber nichts an der Grundverschiedenheit. Bei der Gründung der USA wollte das Volk los von der Abhängigkeit und Machtlosigkeit gegenüber der englischen Krone. Die Eigenstaatlichkeit geschah dort auf Volkswunsch.
Die USE sind hingegen ein Elitenprojekt, eine Nationenwunschtraum einer politischen Führungsschicht die sich dadurch mehr Macht und weniger lästige Demokratie erhoffen. Die Mehrheit des Volks will dieses Projekt jedoch keineswegs und es wird auch unweigerlich scheitern. Denn Europa ist weit heterogener mit unzähligen verschiedenen Nationen die alle eine eigene Kultur, Geschichte und Tradition haben. Man schafft es ja nicht einmal eine Währungsunion für 17 Staaten aufrecht zu erhalten, ohne massiv Regeln zu brechen und Geld zu verbrennen, ein Superstaat der 27 wird unweigerlich zerbrechen. Da kann man dann nur hoffen, dass es unblutig wie beim Zerfall der UdSSR ablaufen wird und nicht blutig wie beim Ende Jugoslawiens oder der k.u.k. Monarchie.

PS: Und da Sie die "nachfolgende Entwicklung der USA" ansprechen. Auch dieser Superstaat konnte letztlich nur mit Gewalt zusammengehalten werden, wie der Sezessionskrieg zeigte.

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Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Bei der Gründung der USA hat es dieses "VOLK" noch gar nicht gegeben, wie Sie das so falsch herausstreichen!
Im Norden war das "Volk" schon sehr stark französisch, so wie auch in Louisiana (New Orleans) Der Staat New York ist auch heute noch sehr stark holländisch geprägt. Überall finden Sie heute noch holländische Ortsnamen. (Amsterdam, Rotterdam um nur einige zu nennen) im Staat New York!
Also das einheitlich "VOLK" von damals ist nur Phantasie!

"Die Eigenstaatlichkeit geschah nur auf Volkswunsch" schreiben Sie vollmundig. Ist Ihnen eine Volksbefragung oder gar eine Volksabstimmung 1781 in nur einer der 13 Kolonien bekannt? Mir nicht!

Zu der Zeit gab es auch keinerlei Möglichkeiten, in dieser Richtung! Die "Wahlmänner" weisen noch heute auf diese Ursprünge zurück!

Es ist vielmehr so, dass die USA eben ein von Ihnen als bezeichnetes (und gelästertes) "Eliteprojekt" war.
Einige kluge Bürger in Philadelphia haben die Union, die Vereinigten Staaten eben als beste Staatsform erkannt und zum Vorteil aller verwirklicht!

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Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Eine Volksabstimmung von 1781 ist natürlich nicht bekannt. Zu den Waffen zu greifen und damit den eigenen Tod zu riskieren, wie es die amerikanischen Milizionäre taten, sehe ich jedoch einen weit stärkeren Stimmungsbeweis wie jede Volksabstimmung.

Wer würde freiwillig für eine USE kämpfen?

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Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Von welchen "Milizinären" reden Sie, die 1781 zu den Waffen gegriffen hätten um aus den bereits unabhängigen Kolonien die "Vereinigten Staaten" zu erzwingen und zu gründen!

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Diese Jahreszahl haben Sie in den Raum geworfen im Zusammenhang mit einer Volksabstimmung und ich habe sie auch nur in diesem Zusammenhang verwendet. Die Milizionäre griffen natürlich schon wenige Jahre vorher zu den Waffen, man kann aber davon ausgehen, dass sich deren Stimmung in diesen Jahren nicht geändert hat. Womit ich wenigstens ein starkes Indiz für eine Volksunterstützung für die Gründung der USA liefern kann. Sie hingegen haben nichts außer eine bloße Behauptung aufgestellt.


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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Sie schrieben, dass "die Gründung der Vereinigten Staaten auf "Volkswunsch entstanden sei. Ich fragte Sie nach einer eventuellen Volksabstimmung und Sie antworten mir mit den Milizen.

Noch einmal: Milizen gab es im Unabhängigkeitskrieg (1861 bis 1865) Von 1877 bis 1881 gab es die 13 Kolonien als souveräne Staaten in einem losen Staatenverbund. Die Verfassung der "Vereinigten Staaten" datiert vom 17. September 1987.

Sie überspringen also mit Ihren "Milizionären" locker 22 Jahre amerikanischer Geschichte und wollen den "Volkswillen" mit Milizionären belegen!

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

???

1861-1865 war nicht der Unabhängigkeitskrieg sondern da war der Sezessionskrieg.

Bei den restlichen falschen Zahlen haben Sie sich wohl nur vertippt, sonst liegen Sie da gleich 1-2 Jahrhunderte daneben. Angesichts Ihrer eklatanten historischen Wissenslücken, wo Sie gleich einmal aus dem Sezessionskrieg den Unabhängigkeitskrieg machen und auch nicht wissen was der Begriff "Milizionär" bedeutet, erspare ich mir allerdings jeden weiteren Kommentar.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Ja ich habe mich gestern gewaltig verschrieben! Aber gestern um 10 Uhr 03 habe ich Ihnen den richtigen Ablauf mit den richtigen Jahreszahl Also bei einigen gutem Willen hätten Sie den Irrtum bemerken können. Aber Sie sind wahrscheinlich so perfekt, dass Ihnen so ein Irrtum nicht passieren wird!

Fakt ist aber, dass Sie die Zustimmung des Volkes zur Gründung der Vereinigten Staaten durch die Milizionäre aus dem Unabhängigkeitskrieg belegen wollen und das ist weit hergeholt!

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Fakt ist allerdings auch, dass Sie auch keine Volksabstimmung vorweisen können, dass das Volk gegen die Gründung der USA gewesen und das nur von den Eliten durchgesetzt worden wäre. Ich habe mit den frewilligen amerikanischen Milizionären die die Unabhängigkeit erkämpften immerhin ein starkes Indiz präsentiert, Sie hingegen haben nichts außer eine Behauptung aufgestellt.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Ob die Gründung der USA dem Willen der Bürger der 13 Kolonien entsprochen hat oder nicht, ist sicher nicht feststellbar, die Gründung ist aber Faktum. Von den freiwilligen Milizen, die allerdings in erster Linie gegen die Kolonialherrschaft gekämpft haben, die Zustimmung zur späteren Übertragung von Souveränität von den 13 Kolonien nach Washington und Gründung der Vereinigten Staaten ableiten zu wollen, ist absurd!

Unser EU-Beitritt wurde aber sehr wohl durch ein eindeutiges Referendum legitimiert!

Antworten Gast: dgdfgdfgdrfgdfg
15.10.2011 08:30
3 3

Re: Gerald versucht sich in Geschichte...

...aber er kennt sich nicht darin aus.

Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

bin auch dabei!

Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Wunderbar sagen Sie das, Gerald. Dem ist wenig hinzuzufügen. Ich bin beim Aufstand des Volkes dabei.

Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

Wann geht´s los ?

Re: Re: Re: Wirtschaftsnobelpreisträger versuchen sich in Geschichte

heute gehts los, Stichwort: occupy austria (googeln) in Wien und Linz. Wird hoffentlich große Anzahl an Teilnehmern kommen.

"Nur wenn wir drin sind,können wir mitreden!"


Jetzt sind wir drin,in der Falle.

Und jetzt wird die Schlinge zugezogen.

Jetzt pfeifen wir auf die Einstimmigkeit und gemacht wird, was Merkosy und die Brüsseler Gang vorgibt:Schulden-und Transferunion,plus Abschaffung der nationalen Souveränitäten und Vermanschung der Populationen durch forcierte Zuwanderung.

Jetzt verheimlichen sie den Plan gar nicht mehr.

Ob die Völker das wollen?
Na, das ist egal, die werden ja nicht einmal gefragt.

Gast: onkel hans
15.10.2011 05:21
2 2

Aufgabe der Einstimmigkeit?


nur wenn wir dabeisind, können wir auch mitreden, haben uns die politclowns im jahr 1994 vorgelogen! nie vergessen!

und der schmäh mit dem transitvertrag: der wurde vor dem beitritt abgeschlossen, als noch alle druckmittel der welt bestanden. allerdings haben ihn die politclowns bewußt nur auf 10 jahre befristet abgeschlossen und der bevölkerung vorgelogen, dass er auf ewig wäre. in der hoffnung, dass nach 10 jahren ohnehin niemand mehr weiß, was einmal war und man sich dann - wie um 2002 ja geschehen - auf die uneinsichtigkeit der eu ausreden könne. bagage.

Gast: Staatskanzler
15.10.2011 04:07
2 3

Alptraum

"Vereinigte Staaten von Europa": Hiezu ist schlicht zu sagen: Diese Idee findet nicht statt. Und sie wird es niemals. Ende.

Gast: akdfad
15.10.2011 03:41
0 1

war ja klar

Keine Ahnung wie unsere netten Politiker erst jetzt darauf kommen??!!
Ein Szenario wie dieses hat sich schon längst abgezeichnet oder wer dachte bis heute, dass die EU ohne eine solche gmeinsame WP überlebensfähig ist??? Wahrscheinlich nur jene, die einer Politik der augenauswischerei erlegen sind oder den Wahlkampfparolen der einzelnen Parteien glauben geschenkt haben...

Gast: netter gast
15.10.2011 02:49
2 2

trojanisches pferd

Über T.I.N.A. (there is no alternative)
kommt die Diktatur .

Die ,
die in den vergangenen Jahrzehnten so kläglich versagt haben ,
wollen mehr Macht ,um ihre Interessen zu retten

Die Machtzentrlisierung in Europa in Parallelaktion
zur New World Order ( in Neusprech :Internationale Gemeinschaft)

13 2

Alptraum

Eine Gründung der Vereinigten Staaten von Europa, zu diesem Zeitpunkt, würde bereits den Keim des Zerfalles in sich tragen.

Leider, oder besser gesagt ganz offensichtlich, wird auf die Menschen der betroffenen Staaten keine Rücksicht mehr genommen.

Bitte, lernt doch EINMAL aus der Geschichte!

Antworten Gast: iigkj
15.10.2011 03:44
0 0

Re: Alptraum

Wobei´s wohl immer mit dem Keim beginnt...

Gast: check
15.10.2011 00:53
3 1

Es geht nicht um "das Überleben der EU", es geht nur um die Währung EURO!


Warum ist es für Politiker so schwer, von einem durch Eigenverschulden (Inkonsequenz, Populismus, Sozialismus) getöteten Pferd endlich ABZUSTEIGEN?

Natürlich wäre eine IDEALE gesamteuropäische Regierung langfristig ein Vorteil. Aber warum soll, nach all den praktischen Erfahrungen der letzten 1000 Jahre, ausgerechnet eine zukünftige EU-Regierung nicht populistisch, nationalistisch, sozialistisch, korrupt,.... agieren? Ganz zu schweigen von Intelligent.

Wir haben einen lungenkrebskranken Patienten (Griechenland) und diskutieren darüber, alle Spitalspatienten einer Chemotherapie zu unterziehen, damit es dem Griechen besser geht. Wobei aber der Grieche noch Tag für Tag seine 3 Packungen Marlboro raucht! Die ebenfalls den anderen Patienten in Rechnung gestellt werden.

Pervers!

 
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