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EU auf dem Scheideweg: Der (Alb-)Traum von Vereinigten Staaten

14.10.2011 | 18:41 |  von Wolfgang Böhm (Die Presse)

Zerbricht die enge Zusammenarbeit in der Europäischen Union an mangelnder wirtschaftlicher Konvergenz und träger Entscheidungsfindung, oder kommt eine große Vertragsänderung mit dem Verlust der Einstimmigkeit?

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Sie propagieren eine radikale Lösung: Die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Sims und Thomas Sargent empfehlen der EU als Ausweg aus der Krise einen noch engeren Schulterschluss. Sargent vergleicht die Situation in Europa mit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Es habe 13 Staaten gegeben, die ihr eigenes Geld, ihre eigenen Steuern und ihre eigene Wirtschaftspolitik hatten. Doch die Schulden stiegen, und der Druck von außen nahm zu. „Erinnert Sie das an etwas?“ Die Lösung sei die Gründung der USA gewesen.

Für viele ist es ein Albtraum: Die Neugründung der EU in Form eines Überstaats, mit Eingriffsmöglichkeiten in die nationale Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik. Andere, wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble, arbeiten aber bereits daran. Als Konsequenz der Schuldenkrise fordern sie „Durchgriffsrechte“ auf Mitgliedstaaten, die mit ihren Schulden die gemeinsame Wirtschaft und Währung gefährden. Es gehe zwar nicht um die „Vereinigten Staaten von Europa“, versichert Schäuble, aber um die notwendige Übertragung weiterer Kompetenzen auf europäische Ebene.

Laut dem deutschen EU-Abgeordneten und voraussichtlich nächsten Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz, bereiten sowohl die SPD als auch die CDU für ihre nächsten Parteitage Beschlüsse zur weiteren „Vertiefung der europäischen Integration“ vor. „Es geht um nicht weniger als um die Umgründung der EU“. In Berlin gebe es laut Schulz die Einsicht, dass letztlich eine große Vertragsänderung notwendig sei.

Warum dieser Wandel? Die Krise hat deutlich gemacht, dass die derzeitige Konstruktion der EU nicht ausreicht, um eine gemeinsame Währung stabil zu halten. Es gibt zu wenig Kontrolle und zu wenig Möglichkeiten der frühzeitigen Korrektur in einzelnen Mitgliedstaaten. Eine Alternative wäre, wie es der Wirtschaftsexperte und IFO-Präsident Hans-Werner Sinn propagiert, die Trennung von Ländern wie Griechenland. Oder dass ein Kern an stabilen Ländern eine neue Hartwährungsunion gründet. Der Nachteil daran ist, dass der gemeinsame Binnenmarkt, der wichtigste Wirtschaftsfaktor der 27 EU-Staaten in Mitleidenschaft gezogen würde. Die andere Alternative ist die Korrektur der politischen Konstruktion der EU. Diese kann – wie es der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Angela Merkel propagieren – aber nur über eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung funktionieren. Diese „Wirtschaftsregierung“ macht Eingriffe in nationale Souveränitätsrechte wie etwa in Budgets oder Pensionsregelungen notwendig.

 

Einstimmigkeitsprinzip aufheben

Die träge Entscheidungsfindung in der Krisenpolitik und zuletzt die Blockade des ausgeweiteten Euro-Rettungsschirms durch die Slowakei zeigen noch ein weiteres Problem auf: Die EU kann wegen ihres verankerten Einstimmigkeitsprinzips nicht rasch reagieren. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wirbt deshalb für das Ende der nationalen Vetos und die generelle Einführung von Mehrheitsentscheidungen. Damit würde sich die EU aber noch weiter zu einem Bundesstaat entwickeln. Einzelne Länder könnten im EU-Rat (Gremium der 27 Regierungen) nicht länger den Willen der Mehrheit blockieren. Ob dies durchsetzbar ist, muss freilich bezweifelt werden. Allein Österreich hat beim LKW-Transit erlebt, was EU-Mehrheitsentscheidungen (sie sind z.B. in Verkehrs- oder Umweltfragen schon jetzt möglich) auslösen können. Großbritannien hat stets klargestellt, dass es etwa in Fragen der Steuerpolitik nie auf ein Veto verzichten würde.

Auch Schulz ist klar, dass der Widerstand groß sein wird. „Wir müssen aber für diese Ideen den Kampf um die Mehrheit in der Bevölkerung beginnen.“ Den Bürgern müsse bewusst gemacht werden, dass es in ihrem Interesse liege, wenn es künftig gemeinsame, parlamentarisch kontrollierte Entscheidungen in der EU gäbe. In dem derzeitigen Krisenmanagement würden die Staats- und Regierungschefs ebenfalls Kompetenzen an sich ziehen. Doch diese sind in kein demokratisches System von Checks and Balances (Parlamente und Gerichte) eingebettet. Das könnte nur durch eine EU-Vertragsänderung verwirklicht werden. Ob diese auch Referenden beispielsweise in Österreich überstehen würde, ist freilich fraglich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2011)

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245 Kommentare
 
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Antworten Gast: Grüner Kacktus?
15.10.2011 17:50
6 0

Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

Dann geh nach Nordkorea.

Antworten Antworten Gast: Fenninghaus
16.10.2011 07:15
0 0

Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

...oder besser---gehe nach niederösterreich, dort sorgt kim il pröll für umsorgende gerechtigkeit für alle,..
(.. auch viele presse leser wünschen sich das in wirklichkeit, die scheuen eigenverantwortung wie der teufel das weihwasser)..)

Antworten Antworten Gast: Dunkelrot
15.10.2011 19:16
1 2

Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

Warum sollte ich als Kommunist in ein imperialistisches Land wollen?

Was wir brauchen ...

.. ist eine Rückkehr zur Bürgerlichkeit, die weder kapitalistisch noch sozialistisch ist, sondern die Eigenverantwortung des Bürgers in einer überschaubaren Einheit zum Ziel hat.
Die nicht nur für Rechte sondern auch für Pflichten eintritt.
Was ist denn schon demokratisch daran, wenn alle Europäer einen Präsidenten wählen? In diesen Gigastädten und Gigareichen ist keine Demokratie mehr möglich. Auch wenn es eine sozialistische Religion vorgibt.

Antworten Gast: Geheimrat
15.10.2011 17:29
5 0

Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

Bravo, der Kommunismus ist die Erlösung der Menschheit!
Über 100 Millionen Menschen sind bereits von ihrem Leben erlöst worden!
Toll! Nicht?

Antworten Antworten Gast: Dunkelrot
15.10.2011 19:14
0 4

Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

Im Kapitalismus waren es eine Milliarde.

Re: Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

was sind schon 100 millionen tote..eh?
andere waren noch schlimmer..eH
ihr zynismus ist ekelerregend

Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

alle sollen gleich arm werden

Antworten Antworten Gast: till4U
15.10.2011 17:59
4 3

Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

Klar.

Kapitalismus ist ja die ungleichmäßige Verteilung des Reichtums, Kommunismus dafür die gleichmäßige des Elends...klingt doch erstrebenswert.

P.S: Kann sich noch wer an das Wort "Subsidiarität" erinnern?
Gleich wird uns ein EUxperte erklären, dass wir das missverstanden haben. Hauptsache, wir geben weitere Kompetenzen (und Geld) an Brüssel ab- aaaaber das ist NICHT die Gründung der EUdSSR... oder: wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass!

Antworten Antworten Gast: Dunkelrot
15.10.2011 17:41
0 2

Re: Re: Das Problem ist der Kapitalismus.

"Arm"? Naja. Angst davor, nicht auf Pump zu leben? Ich nicht.

Gast: Europos
15.10.2011 17:07
8 2

Schnell weg...

Die USA und Europa sind diesbezueglich nicht zu vergleichen, da die USA zu keiner Zeit mit dem Hemmschuh ueber Jahrtausende gewachsener Kuluren konfrontiert waren. Die Heterogenitaet der europaeischen Kulturen (Nord versus Sued = fleissig, pragmatisch versus faul, dogmatisch, verlogen) verbietet einen solchen Schritt.

Was sich unsere Ahnen errackert und erkaempft haben in Jahrhunderten fleissigen Arbeitens, will ich nicht auf dem EU Geldscheiterhaufen brennen sehen.

Da koennen mir die Bruessler Buerokraten sagen was sie wollen - wir Oesterreicher haben solche Einigungsversuche ja schon ueberwunden. Unsere ganzen stolzen, panslawistischen oder sonst nationalistischen Kronlaender wollten nicht mit uns. Sie wollte lieber mit ihren "Bruedern". Ok. Geht mit Gott. Jetzt wollen alle in die EU, weil sie lieber einen Einheitsbrei haben, als Armut.

Ich will weder noch. Ich glaube nicht, dass wir die EU brauchen. Lasst uns lieber gehen. Schnell. Lasst uns diesen Sumpf von Dieben und Diaetenempfaengern verlassen.

Antworten Gast: Nobody89z
15.10.2011 19:20
1 0

Re: Schnell weg...

Österreich geht es eh am besten in EU!!! Also warum beschwärst du dich über EU?
Und EU kannst du nicht mit Monarchie vergleichen, sie ist eine Demokratie, in dem Rat sitzten von dem Volk gewählte Minister! Jeder Minister der nach Brüssel geht wurde in seinem Land demokratisch gewählt!

Gast: Demokratie Freund
15.10.2011 16:41
7 1

Diese EU ist keine Demokratie und diese EU will keine Demokratie.


Antworten Gast: Nobody89
15.10.2011 19:23
1 0

Re: Diese EU ist keine Demokratie und diese EU will keine Demokratie.

Warum ist Sie keine Demokratie???? Jedes Minister der in dem Rat sitzt wurde in seinem Land auf eine demokratische Art und Weisse gewählt! Ich sehe da nichts undemokratisches.

Antworten Gast: b754
15.10.2011 17:53
1 1

Re: Diese EU ist keine Demokratie und diese EU will keine Demokratie.

aber dein freund strache

Antworten Antworten Gast: speibender regenbogen
15.10.2011 21:01
0 1

Re: Re: Diese EU ist keine Demokratie und diese EU will keine Demokratie.

ob dus glaubst, oder nicht, das will der tatsächlich. wurde aber unlängst im parlament von rot/grün/schwarz vehement abgeschmettert. wäre doch eine insubordination, einfach das volk zu den brennendsten fragen zu befragen!

Antworten Antworten Gast: Sauron
15.10.2011 18:58
0 0

Re: Re: Diese EU ist keine Demokratie und diese EU will keine Demokratie.

Ich dachte die alten Griechen haben die Demokratie "erfunden".

Ist Strache aus Ihrer Sicht schon so alt?
Gibt es nur Strache für Sie?
- Für mich soll jede(r) wählen, was er/sie will.

- ich denke nämlich, Demokratie bedeutet, dass jede(r) frei wählen kann.

Wen im EU-Parlament haben Sie gewählt?
Haben Sie der EU-Verfassung zugestimmt?
- kann mich nicht erinnern, wann diese mal publik gemacht wurde.

einfache Lösung

wer sich nicht an die 60% Schuldengrenze von Maasstricht hält, fliegt aus der Eurozone. So einfach wäre die Lösung. Wir brauchen keinen sozialistischen, regulierungswütigen, undemokratischen, schuldenmachenden, gelddruckenden Überstaat!!!

Antworten Gast: m3j
15.10.2011 16:29
2 3

betrachten Sie nie die Struktur?

:-)

Sie haben Sorgen basierend auf interessanten Gedanken.
Ihre Zahlen gebundenen Gedanken möchte ich auch haben.

Wissen Sie was Das Problem ist?

- manche denken nur in Zahlen oder argumentieren mit Sozialismus und Kapitalismus und links gegen rechts - anstatt die eigentliche Struktur zu hinterfragen.

lol
60% Schuldengrenze?
- warum nicht 59% oder gar 61%?

- wissen Sie was intelligenter ist, als sich über 59, 60 oder 61 den Kopf zu zerbrechen?

- Fragen Sie sich einmal wem man eigentlich das Geld schuldet und wie diese zu ihrem Geld gekommen sind.

Wie sich die Geldmenge seit 1913 und dem Federal Reserve Act global verändert hat.

Wie Geld entsteht.

Warum die Staaten die Schulden haben.

Warum die Personen hinter der FED über diese eigentlich die Welt steuern.

Wer eigentlich hinter der FED steckt.

Warum kann die FED Geld aus dem nichts schaffen?

Warum schaffen Staaten nicht selbst ihr Geld?

Das ist wirklich spannend.

hoffe, Sie können Englisch:
The Money Masters
http://www.youtube.com/watch?v=JXt1cayx0hs

Ist doch wirklich viel spannender, oder?


Re: betrachten Sie nie die Struktur?

Sie sprechen mir aus der Seele. END THE FED!!!
Das ist natürlich die Ursache der Schuldenkrise. Aber niemand wird das stoppen, die Gelddruckerei. Das Ende wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit in Form einer globalen Hyperinflation kommen. Frage ist nur wann.

Antworten Antworten Gast: check
16.10.2011 05:51
0 0

Re: betrachten Sie nie die Struktur?

Warum ist das Autobahn-Limit 130 kmh?

Warum nicht 129 oder 131?

Antwort:

- weil es so sinnvoll und praktikabel ist

- man schuldet Geld den Gläubigern, die es den Staaten geliehen haben anstatt es zu verkonsumieren.

- die Gläubiger haben ihr Geld durch Leistung verdient

- Geld entsteht durch Kredite: Bank vergibt Geld, Kreditnehmer bürgt für dessen Wert.

- Staaten haben Schulden weil sie ihre Verwaltungen immer mehr aufblähen und ihren Steuerzahlern Geschenke machen

- Die FED ist eine Nationalbank, genauso wie es 180 andere auch gibt.

- Hinter der FED steht der Staat USA

- Niemand schafft Geld aus dem Nichtts, es sei denn er inflationiert es

- Die Staaten schaffen selbst Geld. Die entsprechende Abteilung eines Staates heißt Nationalbank. Genauso könnte man fragen warum die Staaten nicht selbst eine EIsenbahn betreiben sondern über die ÖBB, DB, SBB,...

- Ja, wer so ein lustiges Video spannend findet sollte wirklich demonstrieren gehen. Oder ein paar Stunden volkswirtschaftliche Grundlagen lernen.

Es ist ein Zeichen des absoluten ökonomischen Ana lphabetentums in Österreich, dass solche verschwörungstheorien ihre Ansprechpartner finden.

Antworten Antworten Gast: ProfXX
15.10.2011 18:59
0 1

Re: betrachten Sie nie die Struktur?

Gute Fragen.
Gute Dokumentation.

Antworten Antworten Gast: Grüner Kacktus?
15.10.2011 18:18
0 0

Re: betrachten Sie nie die Struktur?

Richtig. Die einfachste Lösung ist zu kapieren wie das Geldsystem funktioniert.

2 12

USE

JA!!!!!!!!

Gast: aca
15.10.2011 15:07
4 12

......

Abschaffung der Einstimmigkeit am besten sofort.


Gast: Jakob Spatz
15.10.2011 15:01
1 6

Vereinigte Staaten von Europa

Das ist die einzige Möglichkeit, wo die kleinen Staaten wieder ein Gewicht bekommen würden und die großen Staaten (insb Deutschland und Frankreich) nicht alles in der EU bestimmen würden.

Aber dazu müsste man es natürlich auch so machen wie in den USA, wo nicht Regierungen, sondern dafür gewählte Mandatare das Schicksal des gemeinsamen Staats bestimmen; und in einer Kammer des Parlaments, deren Zustimmung zu jedem Gesetzesantrag unbedingt erforderlich ist, haben alle Staaten die gleichen Anzahl der Stimmen.

Wer immer jetzt groß nach der österreichischen, slowakischen, dänischen .... Souveränität schreit: bitte wann haben diese Staaten in der EU irgendwas verhindern können; maximal aufgehalten sind Sachen worden, später dann doch zu kommen.

Die EU, wie sie heute ist, ist eine deutsch-französische Machtachse. Nur haben Ungarn, Dänen, Tschechen, Slowaken, Griechen, Österreicher, etc niemanden in Paris oder Berlin gewählt, damit dieser Europapolitik und Weltpolitik macht! Und die Regierungen dieser "souveränen" Staaten sind einfach nicht in der Lage sich den Wünschen Berlins oder Paris' dauerhaft zu widersetzen.

Wer sich mit den bundesstaatlichen Prinzipien und den Zuständigkeiten in den USA näher auseinandersetzt, merkt bald, dass die Einwohner von zB Massachusetts (6,5 Mio Einwohner) mehr Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen können und mehr Herr im eigenen (Bundes-)Staat sind als die Österreicher, die eine Berlin und Paris hörige Regierung auf EU-Ebene haben.

Antworten Gast: aca
15.10.2011 15:25
1 1

Re: Vereinigte Staaten von Europa

"Die EU, wie sie heute ist, ist eine deutsch-französische Machtachse."

Klar ist sie das, sind wir doch mal ehrlich, es ist schon seit Jahrzehnten so, das alles was in D passiert bei uns früher oder später auch aufschlägt in vielleicht etwas abgeänderter Form.

Ganz abgesehen davon, welche Weltpolitik will den Österreich, Ungarn, Tschechien oder sonst wer machen ?
Relevant ist auf Weltebene, Deutschland, frankreich und England, oder eben EUROPA, Österreich ist schon seit 1918 unter ferner liefen der Weltpolitik.....

Antworten Antworten Gast: realistixxx
15.10.2011 16:04
5 1

Glauben Sie, dass Merkel oder Sarkozy wirklich bestimmen, was in der EU gemacht werden soll?

die Machtachse in Europa? die Macht in der EU? die Macht in der USA?

Glauben Sie, dass Merkel oder Sarkozy wirklich bestimmen, was in der EU gemacht werden soll?

Auch ist Obama nicht der, der die USA steuert.

Glauben Sie diese steuern wirklich?

Die USA wird von der privaten FED und dessen Besitzern gesteuert. Diese lasssen über die Bilderberg Treffen, Council of Foreign Relation, Trilaterale Kommission etc. auch die Weltpolitik steuern. Über genannte Institutionen werden auch Spitzenkanditaten gebildet, die dann zur "Wahl" stehen, nach aussen hin dann steuern dürfen.

einfach selbst darüber im Internet informieren


Antworten Antworten Antworten Gast: sapere_aude
15.10.2011 17:41
1 1

Re: Glauben Sie, dass Merkel oder Sarkozy wirklich bestimmen, was in der EU gemacht werden soll?

Man sagt ja: Don`t feed the troll!

Aber wenn ihre Verschwörungstheorien schon nicht zensiert oder blockiert werden, muss ja jemand darauf antworten.

ES GIBT KEINE WELTREGIERUNG!

Möglicherweise übersteigt es Ihren autoritätshörigen Horizont, aber dieses "System" funktioniert nun einmal nicht so einfach, wie es sich ein paar Verschwörungstheoretiker gerne wünschen würden. Aber es ist natürlich schön, wenn es für nahezu jedes Problem einen Schuldigen, und in der Eliminierung jenes Täters auch noch eine Lösung gibt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Skully
15.10.2011 19:02
1 1

...

Warum Verschwörungstheorie, wenn diese doch Praxis ist? ;-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: till4U
15.10.2011 18:08
1 1

Re: Re: Glauben Sie, dass Merkel oder Sarkozy wirklich bestimmen, was in der EU gemacht werden soll?

Es ist richtig, dass es keine "Weltregierung" gibt- den die müsste sich Wahlen stellen. Die o.a. Strukturen und ihr Einfluss sind trotzdem Realität. Oder glauben Sie, dass Obama den Lobbies, die seinen Wahlkampf finanzierten (perfiderweise auch den seines Gegners- so hat man immer den Sieger an der Kandarre) nicht verpflichtet wäre?

Wachen Sie auf!

...und von "eliminieren eines Täters" faseln nur Sie.

Gast: world-citizen
15.10.2011 14:49
2 8

Sollte eine Volksabstimmung ............

.......... zu einem Thema nötig sein, welches das europäische Ganze betrifft, dann kann dies nur in Form einer europäischen Abstimmung erfolgen, in der das gesamte europäische Volk am selben Tag zu den Urnen gerufen wird.
Sonst haben wir wider die Situation, daß ein Zwergstaat ganz Europa in Geselhaft nehmen kann.

Gast: Bösmensch dauerzensiert
15.10.2011 14:37
8 1

Wirtschaftsnobelpreisträger und Null Ahnung von Europa

Der Vergleich USA Europa ist wie Äpfel und Birnen. Vor der Gründung der USA lebten dort vorrangig Menschen anglikanischer Abstammung, d.h. alle Menschen hatten praktisch die selbe Kultur und die selbe Sprache. In Europa haben wir dutzende Kulturen und mehr als ein Dutzend unterschiedliche Sprachen, darüberhinaus das Einwanderungsproblem aus Afrika und aus sonstigen islamischen Ländern, durch die es schon bald zum Kulturbruch kommen wird. Es handelt sich hier um völlig unterschiedliche Situationen. Was diese Wirtschaftsnobelpreisträger von sich geben, mag zwar aus wirtschaftlicher Sicht nicht falsch sein, jedoch aus kultureller Sicht ist es ein Albtraum.

Antworten Gast: licorne21wien
15.10.2011 15:03
2 1

Re: Wirtschaftsnobelpreisträger und Null Ahnung von Europa

Ich stimme Ihnen absolut zu!

Unsere Regierung


ist provinziell, unfähig und korrupt.

Es würde also kaum einen Unterschied ausmachen, wenn wir von Brüssel aus regiert würden.

Der Vergleich mit den USA hinkt: Den USA würde es nicht im Traum einfallen, bankrotten Bundesstaaten unter die Arme zu greifen.
Nachdem die EU eine reine Transferunion wäre, in der wohlhabende Länder die weniger wohlhabenden Länder finanzieren würden, wäre erstens der Traum mancher von einer EUDSSR verwirklicht, der zweitens genau dadurch, wirtschaftlich gesehen, ohnehin keinen Vorteil hätte.

Also nein.

Antworten Gast: ein professor
15.10.2011 16:37
1 0

Die wahre Korruption ist international.

Möglich ist unsere Regierung provinziell, teils sogar unfähig und teils korrupt.

- Aber die wahre Korruption ist international.
Diese ist mit der internationalen Finanzwirtschaft verbunden.

Antworten Gast: concept A
15.10.2011 15:08
3 0

die USA verteilt ihren Krisen auch an andere immer weiter.

Vorwissen für Sie: Die USA wird seit 1913 vor allem von der privaten FED (Federal Reserve Act) und dessen Besitzern gesteuert.

- betreff USA Vergleich: die USA verteilt ihre Krisen auch immer an andere weiter.
Dies über den Dollar, Finanzkrisen und über Krieg.

Krieg: - zB seit 1973 und dem Peak betreff Erdöl. Erdöl ist für die Wirtschaft am wichtigsten. Ohne Erdöl steht schlicht alles. Daher holt man es sich wo anders).

- Über Finanz- und Wirtschaftskrisen von der FED (Leitzinserhöhung) und dann über die Wallstreet werden immer Krisen global geschaffen bzw. verteilt- sodass man sich dann auch mehr Märkte etc. nehmen kann bzw. seine "Ordnungen" dann noch mehr umsetzen kann

Aktuell wird zur "Rettung" der von den Wallstreetbanken geschaffenen Krise die Welt mit billigen Dollars (die FED kann unbegrenzt drucken) überschwemmt.

-> die USA verteilt ihren Krisen auch an andere immer weiter.

Antworten Gast: Ein simples Beispiel
15.10.2011 14:47
2 0

Wen kann man eher hinterfragen: Eine kleine Einheit oder eine große?

Oh nein.

Erst dann beginnt die wahre Korruption.
Glauben Sie in den USA gibt es keine korruption?

Denken Sie einmal logisch nach:

Wen kann man eher hinterfragen: Eine kleine Einheit oder eine große?

Überspitzt formuliert:
Ist es einfacher das tun des Bürgermeisters und Gemeiderates im Dorf und die Lobby "Großbauer" und die Lobby "größter Bauunternehmer vom Ort" zu verstehen oder den Präsidenten der USA und den grossen Lobbies dahinter?

Wo ist der Bürger näher dran?
bei der kleinen Einheit- oder bei der großen?
Bei wem wirkt sich Korruption zudem mehr aus?

Antworten Antworten Gast: aca
15.10.2011 15:09
0 0

Re: Wen kann man eher hinterfragen: Eine kleine Einheit oder eine große?

Nur das die kleine Einheit immer grössere Probleme hat, weil sie nicht schlagkräftig genug ist um einem grossen gegner gegenüber sich durch zu setzen.

Ganz abgesehen davon, in den kleinen Gemeinden wird oft mehr gemauschelt als sonst irgendwo.

Antworten Antworten Antworten Gast: Macht und Kontrolle
15.10.2011 15:42
1 0

der einzelne Bürger kann kleine Einheiten besser kontrollieren

Das Dorfbeispiel war ein überspitztes Beispiel. Dennoch meine ich, Machthaber hinter den Staaten können große Einheiten besser kontrollieren, jedoch der einzelne Bürger kann kleine Einheiten besser kontrollieren. Ebenso gilt es für das steuern.

Daher sind kleine Einheiten wie Nationalstaaten für die Bürger und echte Demokratie besser.

Oder wollen Sie eine Demokratie wie in den USA mit gar nur 2 Parteien zur Auswahl (Motto: egal wer im Kongress ist und wer den Präsidenten stellt- wir (dahinter) kontrollieren beide Seiten?)


ich bin ein anhänger einer möglichst schnellen umsetzung der „Vereinigten Staaten von Europa“, WENN

*das eu-parlament die EINZIGE institution ist, die die exekutive einsetzt, ihr vorgaben macht und sie kontrolliert.
*der ministerrat ein rein repräsentatives gremium wird, das als einzige kompetenz die sitzordnung beim galadiner und beim 'familienfoto' hat.

doch das könnte nur ein tatsächlich demokratisches verhalten der europäischen bürger bewirken.
ihr derzeitiges ist schlicht undemokratisch, denn sie wollen eine stärkung ihrer an nationalstaatlichen interessen orientierten repräsentanten und machen damit den bock zum gärtner.

Antworten Gast: Fragen regen das Denken an
15.10.2011 14:40
4 0

Wer steuert die "Vereigten Staaten von Amerika"?

Wir brauchen keine „Vereinigten Staaten von Europa“!

Sind sie so ignorant, dass sie nicht merken, wer die "Vereigten Staaten von Amerika" steuert?

Wer steuert die "Vereigten Staaten von Amerika"?

a) die gewählten Vertreter des Volkes (Präsident), Kongress etc. ( es ist ja eine Demokratie)

b) die USA steht in Schuld bei ihren Gläubigern. Diese steuern in Wirklichkeit seit Jahrzehnten: Die private FED und die Wallstreet steuern den Staat. Den Leuten wird Demokratie vorgegaukelt.
Auch über das Heer kann eigentlich die Waffenlobby und Leute hinter der FED mehr bestimmen als der Oberbefehlshaber.
Die Personen hinter den Lobbies steuern den Staat, nicht wirklich die Politiker.

- Nur eine Frage - aber zwei Antworten und so ein simpler Intelligenztest für Sie.
Er zeigt Intelligenz und Mitdenken bzw. anderseits Arrognaz, Ignoranz oder Naivität- wie sie es wollen - an Hand Ihrer Antwort auf.

Und noch zwei Fragen:

Wie viele Kriege hat die USA übrigens allein seit 1913 (Gründung der privaten FED) geführt?

Wollen Sie auch ein "Friedensprojekt" wie es die Vereigten Staaten von Amerika mit seinem "Friedensnobelpreisträger" hat?


Antworten Antworten Gast: Ich mach dann das Licht aus...
15.10.2011 15:06
0 0

Na klar will ich das "Friedensprojekt"!

Ich will, dass wir den Frieden nach Irak bringen... oder nach Afghanistan... oder nach Libyen... oder nach Serbien... oder an den Hindukusch, wo wir zugleich auch noch unsere Freiheit verteidigen. Aber nicht nach Sudan oder Äthiopien, oder , oder, oder! Das geht uns nix an, da sollen sich andere drum kümmern!

Gast: Eggnogg
15.10.2011 13:45
3 0

Vorbild USA

Ja, und ein paar Jahrzehnte später hat ein Staatsstreich der großartigen Zentralregierung gegen die Staaten den bis dato blutigsten Krieg der Geschichte ausgelöst, und dann ging's im 10-Jahres-Takt munter weiter gegen den Rest der Welt. Daraus kann man schon was lernen, aber sicher nicht das, was dieser Irre uns einreden will.

Der (Alb-)Traum der EU!

goggelt mal nach "Indect"! Habe diese Woche einen Bericht auf ARD gesehen, ORF bringt sowas ja nicht, wenn sich das durchsetzt dann gute Nacht Europa.
Gestern noch den Film Baader-Meinhof gesehen, wenns soweit wieder kommt brauch sich keiner wundern!

Re: Der (Alb-)Traum der EU!

hab gerade ein Posting gelesen, schwups wurde es zensiert. Fangen wir mit Polizeistaat schon an oder was!

Lustig dass...

...Sie die RAF erwähnen, ich wunder mich schon seit Jahren warum nicht schon längst wieder Terror entstanden ist (Autos anzünde ist nicht unbedingt organisiert). Meine These war bisher, dass so etwas ja meist von jungen Leuten ausgeht, und die sitzen alle miteinander vor der Konsole und kümmern sich um so etwas nicht. Allerdings frage ich mich auch, wie lange es noch so ruhig bleibt.

Bei der RAF war ein durch die Polizei ermordeter Passant der Auslöser (Student? Weiß es nicht mehr auswendig), und dann ging es ganz schnell von Sachbeschädigung zu Flugzeugentführungen über - das hat nur ein paar Jahre gedauert. Dazu kommen heute die vielen Migranten ohne Zukunft (gilt für "Inländer" wohl auch), die werden vielleicht parallel religiös motivierte Aktionen machen - lange dauert es vermutlich echt nicht mehr!

PS: Und dieses "Indect" ist der absolute Wahnsinn, ich habe das auch gesehen und bin mit offener Kinnlade vor dem Fernseher gesessen, ich dachte es ist von einem Ray Bradbury Roman die Rede!

Re: Lustig dass...

lustig find ich das nicht was sich schön langsam zusammen braut!

Antworten Gast: Ich will keine totale Überwachung!
15.10.2011 13:49
2 0

WOLLT IHR DIE TOTALE ÜBERWACHUNG?


http://www.focus.de/digital/multimedia/eu-projekt-indect-video-drohnen-sollen-staedte-ueberwachen_aid_661115.html

Ich will keine totale Überwachung!
Das will ich nicht!

Warum gibt es keinen politischen und medialen Aufschrei über derartige Projekte?

Warum gibt es keinen politischen und medialen Aufschrei über derartige Projekte?

Re: WOLLT IHR DIE TOTALE ÜBERWACHUNG?

Ich hab mal Minister Töchterle eine email geschickt, das ich strickt dagegen bin öffentl. Gelder, Österreich beteiligt sich ja an dem Projekt, dafür aufzuwenden.

Re: Der (Alb-)Traum der EU!

Minority Report?

 
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