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Schulz und Swoboda: Das neue Tandem des EU-Parlaments

17.01.2012 | 18:19 |  ANNA GABRIEL (Die Presse)

SPÖ-Abgeordneter Swoboda folgt Parlamentspräident Schulz als Fraktionschef. Karas-Wahl zum Vizepräsidenten verzögert sich, gilt aber weiterhin als sicher.

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Strassburg. „Ich werde kein bequemer Präsident sein“, sagte Martin Schulz bei seiner programmatischen Antrittsrede Dienstagvormittag im Europäischen Parlament. Unmissverständlich machte der neue EU-Parlamentspräsident den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten klar, dass sich das Abgeordnetenhaus unter seiner Führung verstärkt in die auf Länderebene laufenden Verhandlungen zur Lösung der Eurokrise einmischen werde.

In den EU-Verträgen sei eine Beteiligung des Parlamentspräsidenten zwar nicht vorgesehen. Da der neue Fiskalpakt aber ein völkerrechtlicher Vertrag sei, sehe er keinen Grund, warum nicht auch er zu den Gesprächen eingeladen werde. „An den Verhandlungen sind die Regierungschefs der Mitgliedstaaten, plus der EZB-Präsident, plus die IWF-Chefin, plus der Kommissionspräsident, plus der Präsident der Eurogruppe anwesend“, so Schulz. Für das Parlament sei das nicht hinnehmbar. „Da muss ein weiteres Plus hinzukommen.“

Wer Schulz kennt, war von seinen kämpferischen Ankündigungen nicht überrascht. Auch seine Wahl selbst stand schon im Vorhinein fest. Diese war wegen einer Abmachung der beiden größten EP-Fraktionen, der Konservativen und Sozialisten, eine ausgemachte Sache. Schließlich schaffte Schulz 387 von 670 gültigen Stimmen – die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang.

Als fast ebenso sicher galt von vornherein die Wahl des langjährigen österreichischen SPÖ-Abgeordneten Hannes Swoboda zum Schulz-Nachfolger als SP-Fraktionschef. Auch er konnte sich mit 101 von 187 Stimmen bereits im ersten Wahlgang durchsetzen. Seine beiden Konkurrenten – die französische Delegationschefin, frühere Kulturministerin und Straßburger Ex-Bürgermeisterin Catherine Trautmann sowie der britische Labour-Abgeordnete Stephen Hughes – hatten mit 45 beziehungsweise 41 Stimmen keine Chance. Es war das erste Mal, dass sich in der Fraktion mehrere Kandidaten zum Vorsitz stellten.

Schon am heutigen Mittwoch kann Swoboda als neuer Fraktionschef erstmals Zähne zeigen – der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orbán, wird zu der im Dezember beschlossenen Verfassungsänderung, die von der EU stark kritisiert wird, im Plenum des Straßburger Parlaments Stellung nehmen (siehe auch Seite1).

Mit Schulz werde er „ein gutes Tandem bilden“, so Swoboda bei einer Pressekonferenz kurz nach seiner Wahl. Wie der Präsident kritisiert auch Swoboda das Krisenmanagement der Euroländer: Die EU müsse verstärkt mit einer Stimme nach außen sprechen, um das Vertrauen der Bürger zurückzuerobern.

 

Delegationsleiter & Vizepräsident

Und noch ein weiterer Österreicher wird künftig einen EU-Spitzenjob innehaben. ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas sollte eigentlich schon Dienstagabend zu einem der 14 Vizepräsidenten des Parlaments gewählt werden. Die Wahl der Vizepräsidenten verzögerte sich aber, weil in den ersten beiden Wahlgängen kein einziger der 15 Kandidaten die absolute Mehrheit erhielt. Ein dritter Wahlgang findet Mittwochvormittag statt.

Karas kam im zweiten Wahlgang auf die fünftbeste Anzahl von Stimmen. Da bei der dritten Abstimmung nur mehr nach der relativen Mehrheit vorgegangen wird, wäre die Wahl von Karas sicher gegeben.

Trotz seines neuen Amtes wird Karas weiterhin den ÖVP-Delegationsvorsitz ausüben. Es gebe in so einem Fall keine offizielle Regelung des Europaparlaments, die das verbiete, so eine Pressesprecherin der ÖVP-Delegation.

Auf einen Blick

Der ÖVP-Chef im Europaparlament, Othmar Karas, soll am Mittwochvormittag zu einem von 14 Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments gewählt werden: Eine Rehabilitierung für den bei der Europawahlliste zurückgereihten ÖVP-Politiker.

SPÖ-Abgeordneter Hannes Swoboda wurde am Nachmittag zum Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt. [PA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.01.2012)

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25 Kommentare
 
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1 0

schulz ist völlig unterqualifizeirt

außer laut herumkeppeln kann dieser buchhändler absolut nichts
der hat weder eine wirtschaftliche noch eine juristische ausbildung, diese brächte er aber um sich mit den verträgen der EU und der derzeitigen wirtschaftlichen situation auszukennen

schulz ist der typische sozialdemokrat des 21jh
keine ausbildung
neidig
populistisch

der typ ist genauso eine flasche wie faymann
man kann nur hoffen dass dieser unsympathler sang und kalnglos untergehen wird.
ich pesönlich hoffe dass die nächste EU wahl den sozialismus aus der EU schwemmen wird, die chancen dazu stehen nicht schlecht, denn schon bei der letzten wahl haben die sozis massiv verloren.

Gerald
18.01.2012 08:53
2 0

Swoboda und Schulz

Na das sind zwei ordentliche Sympathiebolzen. Der eine ein bedingungsloser EU-Kriecher der nicht einmal im Traum daran denkt auch die Interessen seiner österreichischen Wähler zu vertreten und der andere der zweitungustiöseste Mandatar im EU-Parlament (der ungustiöseste ist der Kinderfreund Cohn-Bendit).
Zum Demokratieverständnis des Herrn Schulz ist mir noch ein Interview mit ihm gut in Erinnerung. Vor der letzte EU-Wahl reklamierte er den Sitz des Parlamentspräsidenten nach der halben Amtszeit für die SPE, da ihr das auf Grund der Größenverhältnisse der Fraktionen zustünde. Wohlgemerkt diese Aussage geschah VOR den Wahlen, da war also noch nicht einmal klar wie die Größenverhältnisse tatsächlich aussehen würden, dem Schulz war das allerdings schnurz. Wozu soll man auf Wahlergebnisse warten, wenn man sich ein Posterl sichern möchte. Demokratie stört ja nur beim reibungslosen Postenschacher und der Selbstbedienung in Brüssel.

Gast: barra
18.01.2012 01:58
2 0

14 vizepräsidenten???

les ich recht?

das kann doch wohl nicht wahr sein.
unverschämt ist gar kein ausdruck für diese abzockerpartie.

Gast: Till aus dem Haus der Freude
17.01.2012 20:47
7 1

No sleep 'til Meidling

Ein kleiner Schritt für die Paddei, ein großer Sprung für Swobo von St. Meidling/Wien nach Brüssel.
Zumindest muss er daheim nicht den Gürtel enger schnallen, seine bessere Hälfte verdient ja auch kaum einen Knödel.

Wir können stolz auf unsere Leut' sein- den Karas, den Lunacek, den Swoboda...ich werde mich im Ausland wieder als Deutscher ausgeben müssen.

Antworten Dagobert
18.01.2012 01:30
0 0

Re: No sleep 'til Meidling

Ohne hier willkürlich als Sittenreiter aufscheinen zu wollen:

Aber Frau Lunacek ist, wie auch immer ihrer sexuellen Ausrichtung, vom lieben Gott noch immer als "die" Lunaceck auf die Welt gekommen.

Gast: ungutistdas
17.01.2012 20:12
4 2

man denkt sich immer wieder "schlimmer kann es jetzt nicht mehr kommen"

aber wie sich zeigt geht es immer noch eine Stufe tiefer

das ist auf Bundesebene so, und natürlich auf EU-Ebene

Gast: WARTET
17.01.2012 20:05
3 2

WANN KOMMT ANTWORT ?

als die EU-Wahl war, hat sich der liebe Hr. Swoboda groß gemacht mit: Ich sorge für Ihre Pensionen - als ich ein e-mail schickte um zu erfahren, WAS er da sichert ( damals) wusste der Hr. Swoboda anscheinend nicht, was er antworten soll- hat auch bis heute trotzt Urgenz über die SPÖ nicht geantwortet- dürfte nicht lesen oder schreiben können- na jetzt ist er Fraktionschef der Sozi- wie üblich: nix können und an der Spitze ( Swoboda, Feygman usw. )

Gast: UKW
17.01.2012 19:57
4 1

"Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

Preisfrage: Was haben Karas, Busek, Neisser, Fischler, Pröll und ein ehemaliger Bundespräsident gemeinsam?

a) alles verkappte Sozialisten

b) charismatische Persönlichkeiten

Antworten Gast: also
18.01.2012 00:24
0 0

Re: "Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

ich nehm c

*g

Antworten Gast: Die Forenregel
18.01.2012 00:20
0 1

Re: "Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

Wollen Sie bitte schnell einen Arzt aufsuchen? Oder wenigstens mal eine Schule?

Antworten Gast: Skydings
17.01.2012 22:54
2 1

Re: "Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

Wenn von der eigenen Position aus alles linksextrem aussieht, liegt das nicht zwangläufig an den anderen ...

Antworten Gast: RATEONKEL
17.01.2012 20:13
2 2

Re: "Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

c) unsere Vorbilder

d) unverschämt arrogant


Antworten Antworten Gast: also
18.01.2012 00:25
0 2

Re: Re: "Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, begrüßte ebenfalls die Entscheidung der sozialdemokratischen Fraktion"

ich nehm wieder c.

die pfeifen wissen doch garnet was "arrogant" ist...

Gast: Euron
17.01.2012 19:18
2 2

und warum

nicht der Stadler oder der Mölzer ? Das ist schon sehr ungerecht,besonders gegenüber dem Mölzer,
der sitzt ja schon ewig in Brüssel.Nebenbei,was
macht der eigentlich dort,ausser kassieren?

Antworten Dagobert
18.01.2012 00:01
1 0

Re: und warum

Ja, das frag ich mich auch.

In einem "Parlament" ohne einen Staat, ist das eine interessante Frage.

Antworten Gast: UKW
17.01.2012 20:04
3 0

Re: und warum

Der Mölzer als Fraktionsführer der sozialistischen Fraktion? Gute Idee.

Und das Fräulein Rudas machen wir zur Vorzimmer-Dame vom BZÖ-Parlamentsklub (aber nur wenn sie nichts ausplaappert).

Ihre politische Bildung, kombiniert mit Ihrer grandiosen Rechtschreibung, ist wirklich beachtlich. Ich ziehe meinen Hut.

Antworten Antworten Gast: euron
17.01.2012 20:22
1 4

Re: Re: und warum

machen Sie nur,und bitte tief. Für Sie ist
beides mehr als reichlich vorhanden


Gast: brathuhn
17.01.2012 18:22
4 2

Ehemann von Brigitte Ederer

Wegen des Emporkommens hat ER jetzt NOCH einen Tausender mehr pro Monat.

Wir Bürger schauen durch die Finger und können uns Heizen und Lebensmittel nicht mehr leisten.

Antworten Gast: RATEONKEL
17.01.2012 20:11
3 1

Re: Ehemann von Brigitte Ederer

NA DA IST DER VERSPROCHENE TAUSENDER DER EDERER- MOCK NO A BUSSAL ! Und keiner hat*s geglaubt das er tausender noch kommt ! Die SPÖ hält ALLE ihrer Versprechen ! Merken !

Gast: hallohallo
17.01.2012 17:13
5 3

näher zum trog

wieder einer mehr in der "muppet show"

Dagobert
17.01.2012 16:17
5 4

Hurra

Endlich hat Österreich den Platz an der Sonne, der ihm schon lange gebührt!

Und erst der Hr. Schulz als Präsident!

Der wird den Karren jetzt aber, unter unserer Anleitung, aus dem Dreck ziehen, jetzt aber!

PS: Wenn dieses Schauspiel des "Kampf um den Trog" nicht schon jämmerlich genug wäre....

Gast: radius
17.01.2012 15:29
7 2

Echt knapp, obwohl wir von den EU-Parlamentarien verraten werden.

Ohne Rücksicht auf Verluste verraten.

13 2

Wieder

ein roter "Dinosaurier"

mit gut bezahltem Posten in der EU!?

Könnte er NICHT

den Niko Pelinka

in Brüssel als persönlichen Sekretär benötigen

und den

Wrabetz als SP-EU-Presse-Sprecher?

Gast: Klemm F
17.01.2012 14:38
13 3

Farbloser saturierter Sozi

§§§§§§§

 
1 2