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EU will Pensionsalter um bis zu sieben Jahre anheben

08.02.2012 | 12:39 |   (DiePresse.com)

Die EU räumt dem Pensionsproblem nun Priorität ein - und rügt Österreich. Wegen der hohen Anzahl an Frühpensionen bestehe Handlungsbedarf.

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Für IHS-Chef Bernhard Felderer sind die Pensionen "die Königsfrage" in den Verhandlungen um das Sparpaket. Und auch die EU entdeckt die Wichtigkeit des Themas für sich, den Pensionen sollen nun Medienberichten zufolge Priorität eingeräumt werden. Die EU kann sich demnach vorstellen, das gesetzliche Pensionsantrittsalter bis 2060 um bis zu sieben Jahre zu erhöhen.

--> Grafik: Wer wann in Pension geht

Nächste Woche soll EU-Sozialkommissar Laszlo Andor ein Weißbuch für "angemessene, sichere und nachhaltige Pensionen" präsentieren. Es sei "dringender denn je", die Pensionssysteme an die wirtschaftlichen und demografischen Veränderungen anzupassen", steht in dem Entwurf laut "WirtschaftsBlatt". Bis 2060 könnte sich die Lebenserwartung um "fünf bis sieben Jahre" erhöhen, das Pensionsalter sei "an den Zuwachs der Lebenserwartung anzupassen".

Schweden erst mit 75 Jahren in Pension?

Bis dahin liegt das Rentenalter in Österreich für Männer und Frauen bei 65 Jahren - plus sieben Jahre würden hierzulande wie in den meisten anderen EU-Ländern ein Pensionsantrittsalter von 72 Jahren bedeuten. In den vorliegenden Plänen der nationalen Regierungen kommen nur die italienischen Pläne an dieses Ziel heran. Dort wird für den Zeitraum nach 2020 laut EU-Kommission ein gesetzliches Pensionsantrittsalter von 73 Jahren erwogen. Einen Schritt weiter könnten aber auch die Schweden gehen: Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt dachte zuletzt laut darüber nach, seine Landsleute erst mit 75 in den Ruhestand treten zu lassen.

"Hacklerregelung" beschränken

Dem "Weißbuch"-Entwurf zufolge soll der Zugang zur Frühpensionen und anderen vorzeitigen Ausstiegsszenarien eingeschränkt werden. Gemeinsam mit Belgien, Frankreich und Luxemburg wird Österreich als EU-Land genannt, wo wegen zu vieler Frühpensionen Handlungsbedarf besteht. Der Zugang zur "Hacklerregelung" müsse beschränkt, die Übergangszeit für die Angleichung des gesetzlichen Pensionsalters von Männern und Frauen (bis 2033) reduziert werden. Die Bedingungen für die Invaliditätspension müssten strikt angewendet werden.

Pensionssyteme sonst "unleistbar"

Die EU-Kommission begründet ihren Vorstoß damit, dass die Pensionssysteme für die in der Krise ohnehin klammen Staatsbudgets sonst unleistbar würden. Schon heute kosten sie im EU-Schnitt gut zehn Prozent des BIP, für 2060 lauten die Prognosen ohne Reformen auf durchschnittlich 12,5 Prozent. Durch die längere Lebensarbeitszeit könnten zudem Pensionskürzungen vermieden oder sogar ins Gegenteil verkehrt werden.

Maßnahmen im Pensionssystem sind derzeit einer der Knackpunkte bei den Sparpakets-Verhandlungen in Österreich. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hatte zuletzt eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters gefordert - auf 67 Jahre bis 2022 und auf 69 Jahre bis 2032. Das Pensionsalter von Frauen und Männern sollte zudem rascher angeglichen werden, meinte Leitl. Außerdem sollten die Österreicher - mit entsprechenden Pensionszuschlägen - bis zum Alter von 75 Jahren arbeiten können.

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174 Kommentare
 
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Gast: Staatskanzler
09.02.2012 16:12
0 0

Arbeiten bis zum Tode

Wieso nicht gleich Arbeiten bis zum Tode?

Abgesehen von dem grundsätzlichen Trost, dass die EU zum Zeitpunkt meiner Pensionierung ohnedies nicht mehr existieren wird und dieser Plan - genauso wie die absurden Ideen des Herrn Marin - in seiner neoliberalen Kaltschnäuzigkeit und Anbiederung an die private Versicherungswirtschaft jeder Beschreibung spottet, ein paar Fragen:

1) Wie lange arbeiten EU-Beamte durchschnittlich?

2) Wie hoch ist der durchschnittliche Ruhegenuss eines EU-Beamten?

3) Weleche Pläne bezüglich Verwaltungs- Pensions- und Strukturreform sind auf EU-Ebene in Ausarbeitung befindlich?

4) Wo kann man die konkreten Zahlen und Rechenmodelle, auf die sich das Weißbuch gründet, einsehen?

5) Inwieweit wurde bei der Erstellung des Weißbuches der Umstand der steigenden Produktivität berücksichtigt?

6) Woher kommen die Arbeitsplätze (es wird hier bewusst nicht von "Jobs" gesprochen) für die 75jährigen?


nikolaus4
09.02.2012 10:50
2 0

Bernd Marin hat es auf den Punkt gebracht:

fuer alle, die ZIB-2 nicht gesehen haben:

*) keine Standard-Frueh-Pensionierungen mehr
*) "Machbare" Jobs fuer Aeltere
*) Glechstellung Maenner/Frauen
*) Politk muss ehrlich sein und nicht scheibchenweise mit der Wahrheit rausruecken (d.h. Skandinavische offenheit: was koennen wir in den naechsten 10 -15 Jahre erwarten).

Die Buerger vertragen die Wahrheit und tragen diese auch i.dR. mit, wollen aber nicht angeschwindelt werden.

katha1981
08.02.2012 22:39
3 0

Es ist absurd von einer Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters

zu sprechen, wenn das faktische Pensionsalter weit unter dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsalter liegt.

Ich würde mal gerne eine Statistik sehen, wo arbeitsdauer und sterbealter (wie sieht es mit der Lebenserwartung aus, wenn jemand 40//45 Jahre arbeitet) dargestellt sind. bin mir nicht sicher, ob sich das lange arbeiten auf die Lebenserwartung positiv auswirkt.


Gast: Konservativer
08.02.2012 21:40
4 2

Die Frauen werden immer noch zu stark bevorzugt. Schluß damit, sofort!

Frauen leben länger als Männer.

Übrigens ist das interessant. Länger lebt, wer es leichter hat und wer besser behandelt wird.

Jedenfalls: Wer länger lebt, soll auch länger arbeiten.

Übrigens: Ein Jahr oben drauf, weil Frauen keinen Präsenzdienst leisten müssen.

Außerdem sollte man sich für Männerparkplätze, Männerhäuser und ein Männerministerium einsetzen.

Feminismus ist mit der Demokratie nicht vereinbar (da im Widerspruch zur Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetze stehend) und gehört daher als demokratiegefährdende Ideologie verboten.

Antworten Gast: Na und?
09.02.2012 10:06
2 0

*schmunzel*

Endlich wieder jemand, der hinter die "sozialdemokratische" Fassade blickt und Freunderwirtschaft bis Ende nie erkennt.

Schön daran ist ja, daß es immer mehr werden!

Für unsere Nachkommen wird die Tatsache, daß Sozialdemokraten die Menschen in Armut gestossen haben, ewig in Erinnerung bleiben. Auch die Akteure Gusenbauer, Klima, Vranitzky, Blecha, Rudas, Cap, Tumpel werden nie vergessen werden.

Gast: Hans im Glück
08.02.2012 20:46
0 0

Pensionsbeiträge und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung ersatzlos streichen!!!

Da sieht man was wir, die noch um die 30 sind, von unseren Pensionsbeiträgen haben werden. Einen feuchten Händedruck.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gehören auch gestrichen, da es immer wieder zur einseitigen Veränderung der Bedingungen kommt. Jetzt gibt es sogar ein "Probemonat". Unter umständen bekommt man im 1. Monat der Arbeitslosigkeit kein geld.

Somit werde ich immer wieder in meiner Forderung bekräftigt:
Was wir dringend brauchen ist eine Senkung der Lohnnebenkosten.

Folgender Vorschlag: Senkung der Lohnnebenkosten (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag) um je 3% pro Jahr. Der Vorteil für die Bundesregierung liegt in der Planungssicherheit. Sie dürfen jetzt schon überlegen in welchem Bereich sie diesen Steuerausfall einsparen wollen.

Diese Überlegungen werden in Zukunft ALTERNATIVLOS sein.

Antworten katha1981
08.02.2012 22:48
1 0

Re: Pensionsbeiträge und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung ersatzlos streichen!!!

Wir um die 30 haben Nüsse von den pensionsbeiträgen...wir werden so lange arbeiten müssen und so hohe durchrechnungszeiträume haben, dass zum möglichen pensionsantritt kaum etwas kriegen werden (für uns gilt derzeit 40 Jahre durchrechnung ist in unsicheren Zeiten wie diesen unter umständen hart...oder für Frauen mit Kindern die halbtags arbeiten...)

starshaper
08.02.2012 20:40
0 0

Kampf dem FEMINAT !

Gleiches (Pensions-)recht für Mann und Frau!

Gast: Febobo
08.02.2012 20:21
0 2

Am Problem vorbei

das Problem ist leider nicht das Antrittsalter, ab 50 sind Arbeitnehmer für die Wirtschaft ohnehin uninteressant, weil zu teuer und zu wenig belastbar.

Das Problem ist die Höhe der Pensionen. Die Vorstellung, im Lebensabend ohne Arbeit den gleichen Lebensstandard genießen zu können, wie wenn man 40 Stunden arbeitet, gehört endlich ins Reich der Lüge verbannt.

Einheitspension für alle heißt die Lösung: in der Pension leisten alle gleich viel, nämlich nichts mehr. Gleiche Leistung, gleiches Geld.

Ich schlage 1000 EUro im Monat vor. Wer mehr will muss eben im Arbeitsleben sparen. Es ist nicht Aufgabe der Allgemeinheit den Pensionisten Weltreisen zu bezahlen.

Gast: Öle
08.02.2012 20:04
0 0

WHEN SCHWEDEN KEINE NORWEGEN FREIGELASSEN HÄTTENEN DANN HÄTTEN SIE KEINE RENTE AB 75.


Gast: Lingus
08.02.2012 19:57
1 0

Der Generationenraum

läßt sich nach 20 Jahren (und mehr) der Lügen, Verschleierungen und Halbwahrheiten nicht mehr vertuschen. Es wird Zeit für:

1. Gleiches Antrittsalter unabhängig vom Geschlecht.
2. Bonus/Malus-System
3. Steigerung der Geburtenrate durch gezielte Familienförderung

UMSETZUNG - AB MORGEN!


Antworten Satori65
08.02.2012 20:50
1 0

Re: Der Generationenraum

Sehr richtig!
Und wenn man da schon vor 20 Jahren begonnen hätte, das Pensionsantrittsalter schrittweise hinaufzusetzen, hätte die Umsetzung weniger geschmerzt: Diejenigen die kurz vor der Pensionierung standen, hätten ansteigend mit der Verjüngung länger arbeiten müssen. Derjenige, der mit 18, 20 Jahren in den Berufsstand steigt ist es egal ob er mit 65 oder 70 in Pension geht - beides ist für ihn in weiter Ferne.

Re: Der Generationenraum

ich bin für massive Depopulation - 4 Mille Ösis sind genug - dann passt nämlich das Arbeitskräfteangebot zur Effizienz der Produktion in allen Bereichen...


Antworten Antworten Gast: Ausguck
09.02.2012 18:49
0 0

Re: Re: Der Generationenraum

Wer sucht die "anderen" 4 Mio aus?

Antworten Gast: Konservativer
08.02.2012 20:01
1 0

Re: Der Generationenraum

"1. Gleiches Antrittsalter unabhängig vom Geschlecht."

Wieso gleich, wenn Frauen im Durchschnitt 5 Jahre länger leben als Männer?

Gast: UKW
08.02.2012 19:44
1 0

Oh du krankes Österreich

Ein Bauarbeiter, der ganzen Tag Steine schleppt, darf laut Gesetz erst mit 65 Jahren in Pension gehen. Mit einer Lebenserwartung von 73 Jahren darf er volle acht Jahre die Pension genießen. Einziger Grund: Er ist ein Mann.

Auf der anderen Seite, darf eine Büro-Tippse laut Gesetz mit 60 regulär in Pension gehen (faktisch natürlich früher). Hat eine Lebenerwartung von 87 Jahre und genießt 27 Jahre ihre Pensionszahlungen vom Staat.

Als Gipfel der Dreistigkeit stellt sich unsere sozialistische Frauenministerin noch hin und behauptet, dass die armen Frauen benachteiligt werden. Und die Schafe applaudieren auch noch. Der Gewerkschaftsminister Huntsdorfer quitiert das Ganze mit einem milden Dacckelblick und sagt sofort Njet! Alles bleibt wie gehabt.

Aber hier darf man im Zuge des Sparpakets natürlich nicht den Hebel ansetzen, denn das wäre politisch unkorrekt. Stattdessen wird die Invaliditätspension abgeschaft. Chronisch Kranke, die arbeitslos werden, müssen sich ab sofort vom Arbeitsamt wie kleine Kiinder schickanieren lassen.

Gast: UKW
08.02.2012 19:43
0 0

Oh du krankes Österreich

Ein Bauarbeiter, der ganzen Tag Steine schleppt, darf laut Gesetz erst mit 65 Jahren in Pension gehen. Mit einer Lebenserwartung von 73 Jahren darf er volle acht Jahre die Pension genießen. Einziger Grund: Er ist ein Mann.

Auf der anderen Seite, darf eine Büro-Tippse laut Gesetz mit 60 regulär in Pension gehen (faktisch natürlich früher). Hat eine Lebenerwartung von 87 Jahre und genießt 27 Jahre ihre Pensionszahlungen vom Staat.

Als Gipfel der Dreistigkeit stellt sich unsere sozialistische Frauenministerin noch hin und behauptet, dass die armen Frauen benachteiligt werden. Und die Schafe applaudieren auch noch. Der Gewerkschaftsminister Huntsdorfer quitiert das Ganze mit einem milden Dacckelblick und sagt sofort Njet! Alles bleibt wie gehabt.

Aber hier darf man im Zuge des Sparpakets natürlich nicht den Hebel ansetzen, denn das wäre politisch unkorrekt. Stattdessen wird die Invaliditätspension abgeschaft. Chronisch Kranke, die arbeitslos werden, müssen sich ab sofort vom Arbeitsamt wie kleine Kiinder schickanieren lassen.

Gast: Anti EU
08.02.2012 19:36
1 0

RAUS

aus dem Moloch! Raus aus dem Moloch!!! RAUS AUS DEM MOLOCH

Antworten Gast: J. M.
08.02.2012 19:49
0 0

Re: RAUS

"Platte" hängen geblieben? Oder einfach nur: Sonst nix drauf.

Enrico II
08.02.2012 19:35
0 0

Gibt es noch Menschen, die die EU ernst nimmt?



Blitzky
08.02.2012 19:28
3 0

Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

dass sie die Steuern bezahlen, von denen die 20-jährigen Arbeitslosen ihre Almosen bekommen.

Verrückter Verein!

Antworten Gast: Ausguck
08.02.2012 19:48
0 0

Re: Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

Dieses "Argument" ist schon seit 30 Jahren falsch!
Sehen Sie sich doch die Geburtenzahlen an. Nicht nur das wir es uns schlicht nicht leisten können (und noch nie konnten) länger in Pension als im Erwerbsleben zu sein. Es fehlen künftig (und zum Teil auch heute schon) die Arbeitskräfte!

Re: Re: Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

bei 360.000 Arbeitslosen fehlen keine Arbeitskräfte - na wirklich net - und das bei wünschbarer sinkender Bevölkerung auch die Nachfrage sinkt ... sollte auch bedacht werden...


Antworten Antworten Antworten Gast: jessasna11
09.02.2012 13:24
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Re: Re: Re: Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

Hätten Sie nur ein bisserl volkswirtschaftliche Ahnung, dann wüßten sie, dass im System ein Rest verbleibt.
Diese 360.000 werden einfach keine qualifizierten Tätigkeiten verrichten können.

Antworten Antworten Antworten Gast: Ausguck
08.02.2012 21:26
0 0

Re: Re: Re: Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

"wünschbarer sinkender Bevölkerung"
Was soll das den - Kurs voll Kraft auf die Wand?!? Haben Sie getrunken?

Die Nachfrage sinkt - wenn wir nichts gegen die Bevölkerungsentwicklung im Inland tun - IM INLAND.
Global wird die Nachfrage weiter wachsen, was für unsere Exportwirtschaft sehr gute Möglichkeiten bietet. WENN wir entsprechend produzieren.
Wir können es uns KEINESFALLS leisten Arbeitskraft und Know-How leichtfertig zu früh in die Pension zu entsorgen!

Arbeitskräfte - besser Fachkräfte fehlen schon heute. Von den 360.000 ist die Masse falsch oder nicht qualifiziert!
Die hätten so oder so Jobprobleme!

Re: Re: Re: Re: Dann werden die 75 bis zum Umfallen dafür schuften...

komplett ahnungslos, wie es zugeht auf der Welt

 
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